Swiss Bike Masters Küblis

Der Marathon Klassiker Swiss Bike Masters Küblis mit 120km/ 5000Hm und knackigen Down-Hills steht heute an. Die starken Regenfälle der letzten Tage wird die Strecke recht anspruchsvoll gestalten.
Start um 06.35 Uhr, kühl aber ohne Regen! Das Ziel für heute ist gesteckt, also sofort viel Druck auf die Pedale und hinauf zur Carschina-Hütte, möglichst weit vorne positionieren um die rutschigen und verblockten Abfahrten nicht in einer Gruppe fahren zu müssen. In Saas beim Verpflegungsposten erwarten mich heute Pia und Ramon. Ich schreie nach einem Kärcher um das komplett verschlammte Bike einigermassen zu reinigen, dann Bidon Wechsel bei Ramon und nach einem schnellen Motivations-Kuss von Pia geht’s hinauf zur Madrisa (die Alp d’Huez der Biker), dann über die steile und rutschige Abfahrt runter nach Klosters. Meine Family-Crew verpflegt mich auch da wieder mit Wasser und Banane, Pia sichtlich aufgeregt und einwenig nervös; du bisch super draa- hop-hop. Den dritten langen Aufstieg nach Schiefers und Fideriser-Heuberge starte ich im Schlepptau von Dolores Rupp. Unglaublich wie viel Kraft diese Frau hat. In der schlammigen und mit Löcher übersähten Wiesen Abfahrt, kurz vor dem Anstieg Heuberge kann ich sie überholen und entscheidend distanzieren. Dann, auf der Abfahrt Fidersiser-Heuberge eine kleine Unachtsamkeit und schon liege ich auf der Schnauze – Schmerz lass nach – ein leichter Krampf in linken Oberschenkel – bitte nicht – schnell aufstehen, Material check und weiter, runter nach Pragg-Jenaz. Ramon übergibt ein Bidon Wasser und eine halbe Flasche Cola für den letzten harten Aufstieg nach Buchen, Pia immer noch aufgeregt; Schatz bliib draa, du bisch sensationell dinnä! Leicht gesagt, alles tut weh…… Wir sehen uns nochmals in Jenaz, kurz vor dem Ziel. Gut waren vor mir noch zwei Fahrer einer anderen Kategorie, da will ich unbedingt dran bleiben. Kinder verpflegen uns an der Strecke mit Wasser und Cola oder reichen uns Wasserschwämme zur Erfrischung- vielen Dank. Endlich oben. Noch einmal runter nach Jenaz und mit letztem Einsatz die letzen zwei Übergänge von Fideris nach Küblis rein ins Ziel. Ich bin wirklich am Limit, habe alles gegeben- alles tut weh, die Beine krampfen nun bei der kleinsten falschen Bewegung- egal. Schon kommt Pia angerannt und sagt; Schatz,ich gratulierä, du bisch drittä wordä…

Ein Traum wird wahr…… tatsächlich , auf der Ranglisten steht eindeutig:
3. Rang Herren Fun 3 und 31. Rang Overrall in 7.23 Std.

Leiden und Lächeln

P.s. nachdem das Bike in der Waschstrasse grob gereinigt worden ist und ich es ins Auto verladen wollte, realisierte ich, dass die eine Dämpferschraube kurz vor dem rausfallen war…ein kurzer Down-hill hätte wohl gereicht um alle Träume jäh zu beenden…..

Ein Traum ist wahr gewordenFliegende Verpflegung von Ramon

Swiss Bike Masters Küblis

Etappe 7 – Sa 12.07.2008

Die von den meisten Fahrern gefürchtete letzte Flachetappe stand an. Fahren in einem grossen Feld stellt wirklich an alle grosse Anforderungen bezüglich Konzentration und Disziplin. Die Hitze war auch nicht zu unterschätzen.
Naiv wie wir sind, dachten wir es werde ein Schaulaufen wie an der Tour de France geben… Denkste, ab der ersten starken Abzweigung wurde vorne voll angerissen und wir mussten wirklich die letzten Körner verbrennen um nicht abgehängt zu werden. Mit viel Glück und totalem Einsatz konnten wir die Gruppe halten und platzierten uns anschliessen sofort in erste Drittel des Feldes um solche Attacken nun möglichst frühzeitig zu erkennen und reagieren zu können.
Heute müssen wir wirklich Lehrgeld bezahlen. Viele Fahrer haben zusätzliche Bidons in der Rückentasche….. spätestens ab der ersten geplanten Zwischenverpflegung wussten wir wieso. Das Feld fuhr mit Tempo 50 einfach daran vorbei.. Nachtanken war also nur unter Verlust des Feldanschlusses und damit verbundenen gewaltigen Zeitverlust möglich – Sch*****e. Auch die zwei nächsten Verpflegungsposten waren für uns nur von dekorativer Bedeutung. Also musste haushälterisch mit den 2 Bidons Wasser umgegangen werden. Leider kam es immer wieder zu Zwischenfällen wobei Fahrer zu Sturz kamen. Auch Hans-Urs musste diese Erfahrung bis ins Ziel gleich zweimal machen, wobei seine Stürze aber glücklicherweise glimpflich verliefen. Ja und dann ist die Jeantex Tour-Transalp bereits Geschichte. Hansruedi verabreichte uns beim Auto in einer Nebenstrasse auf dem Trottoir eine Kölnisch-Wasser-Körperreinigung und ab ging’s nach Hause.


Rangierung: 18. Tag-Masters / 12. Gesamt-Masters von 171/ 57. Overall von 531 = „fast“ perfekt gelaufen, was will man(n) noch dazu sagen…….

Eine für uns sehr intensive, genial schöne und erlebnisreiche Woche ist leider schon zu Ende. Aber einmal ist keinmal……

Etappe 7 – Sa 12.07.2008

Etappe 6 – Fr 11.07.2008

Fr 11.07.2008: Falcade – Feltre / 116,74 km / 2638 Höhenmeter

Schon steht die letzte Bergetappe an. Wieder wird es sehr heiss werden. Möglichst viel trinken und dosiert aber richtig essen ist extrem wichtig. Hans-Urs hat sich körperlich nun wieder von den Schlechtwetter Einflüssen der ersten zwei Etappen erholt und gibt mächtig Druck auf die Pedale. Wir sind wirklich weit vorne platziert und finden auch Gelegenheit mit anderen Teams zu sprechen. Gründe dafür waren meistens das Material welches gefahren wurde, so auch diese Story: Wir fahren an einem Fahrer vorbei und ich sage zu ihm; BMC ist halt wirklich ein schönes Rennrad… der Fahrer bestätigt, meint aber dazu brauche es auch gute Beine.. ich schauen ihn an und sage: bist du nicht der Kessler Mathias? (Astana Fahrer, wegen Dopings gesperrt) Längere Zeit keine Antwort, dann sagt er; ja leider… wünsche euch viel Glück.
In der letzen Abfahrt bildete sich dann wieder eine grössere Gruppe mit der wir die restlichen ziemlich kupierten 40 km ins Ziel zurück legten.
Hansruedi warte bereits im Ziel und fuhr uns dann zum 20 km entfernten Hotel.
Den letzten gemeinsamen Abend genossen wir sehr. Adressen wurden ausgetauscht und baldige treffen vereinbart.


Rangierung: 9. Tag-Masters / 12. Gesamt-Masters / 57. Overall

Etappe 6 – Fr 11.07.2008

Etappe 5 – Do 10.07.2008

Etappe 5 – Do 10.07.2008: Sexten – Falcade / 130,41 km / 3146 Höhenmeter

Bei strahlendem Wetter stand die Königsetappe der diesjährigen Tour Transalp an. Eine wunderbare Gegend doch das Höhenprofil dieser Etappe liess uns kaum Zeit diese zu geniessen. Leiden und lächeln war angesagt und zu allem Unglück kam nun auch noch ausgerechnet die erste Panne hinzu. Nach einer wirklich steilen Abfahrt ein Blick zurück, aber Hans-Urs ist nicht da. Scheisse was ist passiert, wir gehören wirklich zu den besseren Abfahrern. Ist er gestürzt oder hat er eine Panne? Handy raus aus dem Trikot und anrufen; Ja Dänu, ich habe einen Platten hinten. Bin bereits am aufpumpen. Konkurrent über Konkurrent zieht an mir vorbei, das war wirklich hart anzusehen… Dann endlich nach unsäglich langen 15 Minuten kommt Hans-Urs runtergestochen. Nun aber Vollgas, sonst wird die Rennstrecke für den Verkehr wieder geöffnet, was sehr mühsam und zudem gefährlich ist. Wir ziehen eine Gruppe von ca. 20 Fahrern im Schlepptau mit, die Ablösungen an der Spitze funktionieren. So können wir in der Fläche den Zeitverlust einigermassen in Grenzen halten und den letzten 8 km Aufstieg nach Falcade in Angriff nehmen… Leiden und lächeln…Heute haben wir uns dann erstmals ein Bier mit Cola gegönnt. Mann sind wir auf den Felgen.
Die Hotels in Falcade waren restlos ausgebucht. Teilnehmer mussten bis zu 60 km vom Zielort weg in Hotel gebracht werden……, da waren wir glücklich und zufrieden in einem kleinen engen Zimmer mit 4 Betten nur 2.5 km entfernt nächtigen zu können.
Heutige realisierte Höchstgeschwindigkeit Vmax = 95.5 km/h


Rangierung: 32. Tag-Masters / 14. Gesamt-Masters / 61. Overall

Etappe 5 – Do 10.07.2008

Etappe 4 – Mi 09.07.2008

Etappe 4 – Mi 09.07.2008: St.Vigil – Sexten / 101,80 km / 2128 Höhenmeter

Heute ist das Wetter erstmals wirklich schön. Nach dem obligaten Highway to Hell ging’s los. Wunderbare Aussichten auf die umliegenden Dolomitengebirge, die Fahrt durch Cortina d`Ampezzo, fahren auf engen Radwegen, das befahren von einer als nicht anspruchsvollen beschriebenen Kiesabfahrt ,die uns Mountainbikern natürlich nichts abhaben konnte, aber zahlreiche Mitkonkurrenten in arge Schwierigkeiten brachte und schliesslich als Höhepunkt das Belgisch kreiseln in einer 8-Gruppe. Leider habe ich in einem kurzen Anstieg wohl einwenig zu viel gepusht. Bei der nächsten Ablösung an der Spitze hörte ich auf Englisch sagen: Hey budy good job, you lost your partner…ein Blick zurück und tatsächlich habe ich meinen Teampartner abgehängt… kurz warten und dann als zweier Zug ins Ziel nach Sexten (hat uns 2 Minuten gekostet)
Im Hotel Sextnerhof gut einquartiert genossen wir die gute Kost und Logis und die lösende Massage.


Rangierung: 10. Tag-Masters / 12. Gesamt-Masters / 56. Overall

Etappe 4 – Mi 09.07.2008

Etappe 3 – Di 08.07.2008

Etappe 3 – Di 08.07.2008: Brixen – St.Vigil / 90,55 km / 2909 Höhenmeter

Das Wetter stimmte schon zuversichtlicher, bedeckt aber trocken. Start wieder pünktlich um 09.00 Uhr aus Block A direkt in den Aufstieg zum Würzjoch und rein in die Dolomiten. Moderate Steigungen, daher eher schnell. Hans-Urs bekam nun die Auswirkungen der letzten zwei Regenetappen die seinem Organismus stark zusetzten gnadenlos zu spüren und die steilen Rampen zum Furkelpass standen erst noch an! Mit eisernem Willen, leiden und lächeln und unserem Teamgeist meisterten wir diese wirklich schwierige Situation. Die Massage war heute redlich verdient.


Rangierung: 16. Tag-Masters / 14. Gesamt-Masters / 63. Overall

Etappe 3 – Di 08.07.2008

Etappe 2 – Mo 07.07.2008

Etappe 2 – Mo 07.07.2008: Sölden – Brixen / 124,06 km / 3093 Höhenmeter

Hiobsbotschaft am Frühstückstisch. Björn vom Team Akon wird nach heftigen Migräneattacken, die ganze Nacht über, das Rennen aufgeben. Patrick entschliesst sich nicht als Einzelfahrer weiter zu fahren und auch auszusteigen. Für uns hocherfreulich war die Zusage von Hansruedi, sich nun voll und ganz um uns zu kümmern (Gepäcktransport zu den Hotel und Massage).
Die Wettervorhersage war leider richtig – Scheisswetter, aber wir starten aus dem ersten Startblock A – Genial, aber jetzt steigt der Leistungsdruck „vom Jäger zum Gejagten“! Im Dauerregen hoch zu Timmelsjoch dem Dach der Tour. Die 30 km lange Abfahrt bei Nässe und Saukälte (Hans-Urs und viele andere zitterten wie Espenlaub) wirklich anspruchsvoll, trotzdem erreichten wir bis 89.5 Km/h!! Im guten Rhythmus dann hinauf zum Jaufenpass, der Regen liess langsam nach und in der Fläche zum Ziel nach Brixen fanden wir Unterschlupf in einer gut funktionierenden Gruppe.
Hansruedis professionelle Massage weckte unsere Lebensgeister wieder und unser Leitspruch für die ganze Woche wurde definiert: Leiden und „Lächeln“


Rangierung: 14. Tag-Masters / 12. Gesamt-Masters / 60. Overall

Etappe 2 – Mo 07.07.2008