Swiss Bike Master in Küblis – 12.07.2009

Mit Odilo + Werni fahren wir am Samstag in Richtung Prättigau los, im Hotel Alpina in Schiers treffen wir Dani und checken sofort ein. Rasch die Bikeklamotten angezogen und schon geht’s im zügigem Tempo in Richtung Küblis um die Startnummern abzuholen. Von Sonnenschein ist trotz SF-Meteo nichts zu sehen, bei der Rückfahrt beginnt es leicht zu regnen. Nach der Pasta-Party im Hotel legen wir uns zur Ruhe…………

Aus Hans-Urs Sicht:

Vom Hotel zum Startgelände sind es rund 8 km, zum einfahren einfach perfekt. Da ich nach Jahren wieder in Küblis starte, muss ich zu hinterst anstehen. Der Lautsprecher ist komplett unverständlich und somit verpassen oder besser „verschlafen“ wir den Start.

Rein in die erste Steigung zur Garschinahütte (von 814 m hinauf 2236 m), brutal lang und es dauert eine halbe Ewigkeit bis ich oben bin. Der Trial vom Bärgli bis zur Hütte ist – wer wundert’s – komplett verschlammt, vernässt oder einfach dreckig….Bei der Abfahrt nach Saas lasse ich es deshalb vorsichtig angehen und schon bin ich wieder im Anstieg zur Madrisa (von 990 m hinauf 1887 m). Diese Steigung liegt mir einfach, rein in die technische Abfahrt – Bremse lösen = Vollspeed. Nur ein Biker kann mich da überholen, die Physik gilt für Alle. In Kloster-Dorf liegt der Biker in der scharfen Rechtskurve am Boden. Es sieht nicht übel aus – ich denke mal nicht viel passiert, die Sanitäter lassen es ebenfalls ruhig angehen…….

Nach Kloster-Dorf geht’s mit bereits müden Beinen in Richtung Schifer. Ein paar wenige Fahrer kann ich noch überholen und die Abfahrt nach Küblis hat es noch in sich. Also volle Konzentration, zum Glück klebt keiner am meinem Hinterrad, schon kommt das Zielband und mit 5:52 Std. schliesse ich die mittlere Runde ab. Eigentlich hätte ich gerne die grosse Runde gefahren, aber bei meinem Trainingsstand hätte dies ein „Gewürge“ gegeben = Vernunftsentscheid.

Auch Odilo + Werni kommen ebenfalls unfallfrei und zufrieden retour.

Meine Rennsaison 2009 ist somit offiziell beendet, aber im Herbst gibt’s ja auch noch das eine oder andere interessante Event zum………

Ich möchte mich noch bei Odilo für die Reservation vom sehr guten Hotel Alpina bedanken, Werni für seine Chauffeurdienste und Beiden (inkl. Daniele) für die gemütlichen Stunden an den beiden Tagen – hat Spass + Freude gemacht.

Aus Dani`s Sicht:

Ab Samstag 11.07.09 geht’s endlich in die Sommerferien ins Oberengadin, aber vorher steht ja noch das SBM in Küblis an (dieses Jahr verkürzt auf 105km/4600Hm). So lädt mich meine family in Schiers beim Hotel Alpina aus und fährt weiter nach Punt Muragl- wir sehen uns dann am Sonntag beim Rennen wieder.

Tagwache um 05.45 Uhr, der obligate Blick aus dem Fenster Richtung Himmel-leicht bewölkt- alles ok, ich bin Top motiviert.
Einfahren mit Odilo, Werni und Hans-Urs bis Küblis und einstehen im Startblock hinter der Elite, die aber merkwürdigerweise mit Fun Fahrern durchmischt ist, obwohl das SBM als Schweizermeisterschaft ausgeschrieben ist….???
Der Startschuss fällt verspätet um 07.26 Uhr und im Gedränge von 75 und 105 Km Fahrern geht’s los durch Küblis, über den Bahnübergang in die lange Steigung Pany-Bärgli-Garschinahütte. Rhythmus finden und konstant durchziehen ist mein Ziel- doch fühlen sich meine Beine dick und geschwollen an- wollen einfach nicht drehen- ich bin ziemlich frustriert, denn die direkte Konkurrenz sehe ich nun davonziehen. Ich muss es akzeptieren wie es ist und würge mich in der Folge bis zur Garschinahütte hoch und hoffe dass in der Abfahrt mit Laufpassagen bis Saas der Knopf sich löst…In Saas erwarten mich Pia und Kids mit Verpflegung- Balsam für meine Stimmung- und hoch geht’s zur Madrisa- der Knopf in den Beinen will sich aber einfach nicht lösen. Die Abfahrt nach Klosters verläuft problemlos und bereits werde ich wieder durch Fabio und Ramon verpflegt. Pia fragt „Schatz wie geht’s? Burch Renato ist ca.4min vor dir, Gerber und Girardi sind weit voraus.“ Durch die dicken Beine hat sich mein Rücken verspannt und schmerzt stark-„Maus, es ging mir schon besser“.
Mit Elite Fahrerin Antonia Wipfli im Visier geht’s nun hoch Richtung Schiefer-Duranna, an Ihr will ich dran bleiben-und oh Wunder, die Beine drehen immer lockerer und die Rückenschmerzen verschwinden wie sie gekommen sind-so schön- und dann von Duranna nach Tarnuz sehe ich vor mir ein bekanntes Renndress- es ist Burch Renato, ich schliesse zügig auf und überhole ihn, das motiviert. In der steilen Rampe zur Fideriser Heuberge kann ich dann auch Antonia überholen und sogleich distanzieren. Dann viele Schiebepassagen bis zum letzten Gipfel-Caua- ein Stück Melone als Belohnung von den Streckenposten überreicht und zusammen mit Fahrer 318 in die letzte lange und rasante Abfahrt nach Jenaz. Dieses Jahr muss der Anstieg nach Buchen nicht mehr genommen werden sondern es geht direkt nach Fideris und mit Vollgas über zwei letzte Asphalt Anstiege und einem kurzen Waldtrail rein ins Ziel.
Zeit 6.07 Std, Rang 4 Herren Fun3, Overall Rang 31

Fazit: Das war heute mental und physisch wirklich harte Arbeit und doch stimmt mich Rang und Zeit zuversichtlich für den Eiger Bike-Challenge im August.
Family in action

Swiss Bike Master in Küblis – 12.07.2009

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