National Park-Marathon, 29.08.2009

National Park-Marathon, 138 km/ 4010 Hm

Anfahrt am Freitagmorgen bei schönstem Wetter mit Odilo nach Sur-Enn ins Hotel Val Duina.
Aber vorher noch ein kurzer Halt im Oberengadin bei meinem Vater, um mit je 2 Teller Vollkorn Spaghetti und Sojana Sauce die Kohlenhydrat und Protein Speicher aufzufüllen.
In Scoul dann die Startnummer und das Präsent abholen und anschliessen ab aufs Bike, einfahren Richtung S-charl.

Samstagmorgen früh Tagwache um 05.00 Uhr, frühstücken zusammen mit dem Team Gisler-Craft aus Schattdorf- aber ohne grosse Konversation…Pünktlich um 06.00 Uhr Abfahrt mit dem Auto ins Startgelände- und die ersten Regen Tropfen platschen auf die Windschutzscheibe…..
Einfahren mit hohen Kadenzen und rauf ins Dorf zum Startblock. Kaum eingestanden fängt es an heftiger zu Regnen- Hallo, wir sind doch hier im Unterengadin, da ist`s doch nur schön..
Egal, pünktlich um 07.15 Uhr neutralisierter Start durch Scuol, runter zur Brücke zur Zeiterfassung und los geht’s Richtung S-Charl. Meine Obwaldner Kollegen schlagen sofort ein enorm hohes Tempo an, dem ich schlicht und einfach nicht folgen will. Die haben heute wohl was vor- egal- Rhythmus finden und Fahrer für Fahrer überholen. Das geht heute echt gut- die Beine drehen willig, der Druck ist da. Die Zeit verfliegt, es regnet nicht mehr und schon bin ich bei der Alp Astras und weiter geht’s auf einem Singel Trail hoch zum Pass da Costainas und zur ersten Verpflegung. Neues Bidon, Gel und ein Stück Banane einstecken und ab in die Abfahrt mit grobem, losen Geröll- ufpasse- dann auf Waldtrails nach Fuldera und hoch zur Döss Radond. Im Aufstieg fängt es dann heftig an zu Regnen und die Temperatur ist bei knapp 7°C, die Waden wollen sich durch die Kälte verhärten- weiter kurbeln. Ins Val Mora geht’s dann wieder ohne Regen. Dank dem steinigen Untergrund ist es gar nicht so schlimm mit der Nässe und einmal mehr geniesse ich das Surfen durch die Val Mora Trails bis hin zum Aufstieg Alpisella. Die Obwaldner Kollegen sind immer noch vor mir, der Abstand? keine Ahnung- egal ich fahre mein Tempo zum Alpisella hoch und ohne übermässiges Risiko runter nach Livigno, dann hin zum Dessert, dem Aufstieg zu Pass Chaschauna. Kurz bevor die Steigung richtig los geht, da ein bekanntes Gesicht, sitzend am Streckenrand-Heja Pedro was isch los? rufe ich ihm zu- er wünscht mir gute Fahrt…Dann sind also nur noch Bucher Bärti und Gerber HP. aus meiner Kategorie vor mir und Bärti sehe ich dann schon bald fahrend sich den Pass hinauf würgen- ein unglaublicher Kraftakt- da laufe ich lieber, spare Kraft und bin trotzdem gleich schnell…heute geht sogar das Laufen und Schieben ziemlich locker und oben beim Pass bin ich an Bärti dran. Die Abfahrt im Bobrun ist dieses Jahr hervorragend präpariert und ohne nennenswerte Schwierigkeiten surfe ich den ganzen Trail runter zur Alp Chaschauna.
In der Waldabfahrt nach S-chanf überhohle ich dann Bärti mit Vollgas- Ziel ist es vor ihm unten zu sein, bei meinen Schwiegereltern die geschüttelte Cola abzuholen und zugleich die Kette zu schmieren- und es hat geklappt. Kaum wieder auf dem Bike überholt mich Bärti und zu viert geht’s auf dem Bikeweg runter nach Zernez- jeder kommt so in den Genuss von Windschatten. Immer wieder fällt das Tempo zusammen, doch dies will ich unbedingt vermeiden und forciere umgehend, niemand soll sich erholen können, denn die letzten Anstiege von Lavin nach Guarda und weiter nach Ftan werden die Entscheidung bringen müssen und ich fühle mich super. Ab Lavin wird das Tempo hoch nach Guarda verschärft, ich kann gut dran bleiben und halte die Kadenz auch Richtung Ftan hoch, immer wieder ein Blick zurück- ist Bärti noch da – im schlimmsten Fall muss ich nur mit ihm ins Ziel fahren, dies würde für den zweiten Platz reichen, aber etwas Vorsprung wäre mir schon lieber- ich forciere und kurz vor Ftan sind wir plötzlich nur noch zu zweit- die Nr.691 ist an meinem Hinterrad- chum mier ziendä durä – rufe ich ihm zu und teilen uns anschliessen die Führungsarbeit wirklich genial, hoch bis zur Ruine und schon geht’s in die letzte Schotter Abfahrt nach Scuol, durchs Dorf über die Brücke und rein ins Ziel.
Zeit: 6.44 Std. Rang 2 Fun 3/ Overall Rang 18

Fazit: Das anfangs schlechte Wetter konnte mich nicht demotivieren. Auch das hohe Anfangstempo der Konkurrenz brachte mich nicht aus der Ruhe – me macht was mä cha- mehr geht nicht- also locker bleiben und auf die Chance warten- was sicht heute wieder bestätigt hat.

Fast schon selbstverständlich für diese Saison hat auch dieser Marathon meinem Material arg zugesetzt. Beim Sonntäglichen Ausfahren mit Odilo im Oberengadin haben wir einen Speichenbruch am Hinterrad festgestellt…aber wie schon gesagt, alles Pech 2009 habe ich bereits am Mt.Generoso eingezogen!!

Dani
lockeres Einfahren nach S-charl

National Park-Marathon, 29.08.2009

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