Höhenmeter und Badeschlappen

Auf geht’s, leichte Nervosität macht sich bemerkbar, nicht nur bei den Kids.. Am Samstag geht’s los für Badeferien mit der Familie und zugleich Trainingslager auf Gran Canaria bei Playa del Ingles.
Geht das überhaupt? Aber klar doch- die Jungs wollen zweimal am Tag den Strand entlang Joggen und dann baden, Pia relaxed am Strand und liest Nora Roberts Lektüre und am frühen Nachmittag bin/sollte ich bereits wieder von den langen Touren zurück sein. Dann geht’s zur Gelateria (ist italienisch, ich weiss) und shoppen- soweit also die Theorie.
Am Samstagnachmittag hole ich den Mietrenner, Marke Cannondale Super Six HM Red, bei Freemotion ab und am Sonntag soll’s dann erstmals, bewaffnet mit Strassenkarte, in die Berge gehen.
Lange Bergeinheiten sind das Ziel, als Grundlage für eine tolle Bike-und Rennrad Saison.

Dani

Höhenmeter und Badeschlappen

Die ersten 1’000 km sind geschafft……

Unser Saisonhöhepunkt im Juli „zwingt“ uns die sonnigen Tage mit Trainingskilometer zu nutzen. Man weiss ja nie was das Wetter in den kommenden Monaten noch alles mit uns vor hat und gleichzeitig meine Frau zur Arbeit muss – ist das Programm der sixty-sixers schnell klar…..

Eine lange Grundlagentour ins Luzerner-Hinterland soll es nach Daniel geben. Um 10.00 Uhr geht’s zügig in Richtung Wolhusen und weiter nach Willisau, bei mir steckt noch die RUAG-Tour vom Samstag in den Beinen. Die Einsteigertour war an und für sich nicht so streng, aber bei der Rückfahrt von Emmen nach Stans hat Daniel ein sehr, sehr hohes Tempo angeschlagen.

Bei Hüswil einen wunderbaren Höhenzug gefunden, der uns in einer schnellen Abfahrt direkt nach Huttwil führt. Gleich rein in den Gegenhang mit einer ruppigen Steigung und weiter geht’s über sanfte Höhenzüge in einer wunderbaren Landschaft in Richtung Melchnau – St. Urban zum Kaffehalt in Ägerten (Kantonsgrenzen Bern/Solothurn, Aargau/Luzern). Das Kaffee Pony gibt es übrigens seit 1966…….

Nach der wohlverdienten Pause geht’s über Glashütten – Richenthal – Schötz retour nach Willisau. In einer landschaftlich herrlichen Landschaft fahren wir über den Ostergauer Weiher – Soppensee , alles über wenig befahrene Strassen, bis nach Wolhusen.

Meine Beine haben leider nicht bemerkt, dass die Kaffeepause schon eine Weile hinter uns liegt. Jeder noch so kleine Gegenanstieg brennt im Oberschenkel, und zu meinem Leidwesen hat es verdammt viele davon. Dani fühlt sich zwar auch ein wenig schlapp, aber seine Beine drehen wie ein Uhrwerk. Ich bin die grösste Zeit ein „Windlutscher“ und so habe ich genügend Zeit seine Beinarbeit zu bewundern – oder ist da doch wo möglich ein Motor drin…………

Die Koffeinampulle ist schon lange in meinem Rachen verschwunden ohne das die Beine sich wirklich besser anfühlen – Werbeversprechungen und Wirklichkeit liegen sehr weit auseinander – Scha(n)de. Zum Glück habe ich da noch mein Teamgschpändli, wie eine Diesellok spult er die Kilometer herunter – vielä Dank Dänu!

Mit kleinen Gängen auch noch die letzte Hürde „Renggloch“ gemeistert und schon sind wir nach 5:07 Std./Min., 161 km und 1675 Hm in Stans zurück.

Von meiner Seite gib’s doch noch eine gehörige Menge zu trainieren, aber bei einer so schönen und abwechslungsreichen Trainingsrunde nimmt man „gerne“ lahme Beine im Kauf………..

Die ersten 1’000 km sind geschafft……