Hart, härter – Ultra Bike Marathon – Kirchzarten, 19.06.2011

116km/3150Hm

Hart, härter – Ultra Bike Marathon 2011
(Original Bericht auf der Black Forest Homepage)
Ausgerechnet die 14. Rekordauflage des Black Forest Ultra Bike-Marathon in Kirchzarten erwies sich am heutigen Sonntag als die extremste aller Zeiten: Denn die 4.779 Starter – 5.174 waren gemeldet – erwartete die wohl fiesesten Umstände: Hagelschauer sorgten in Bärental/Altglashütten für teilweise schneebedeckte Abschnitte. Dazu Temperaturen von gerade mal vier Grad Celsius. Obendrein noch ein heftiger, böiger Wind. Der Schwarzwald zeigte den Teilnehmern des größten Mountainbike-Marathons in Mitteleuropa zum allerersten Mal seine ganz brutalen Seite…

Das als kleine Einleitung zu unserem Wochenende Trip in den Schwarzwald, der Toskana von Deutschland…
Freitagnachmittag holen wir Göttibueb Nico ab und und zwei Stunden später beziehen wir schon die Ferienwohnung auf dem Campingplatz Kirchzarten- heuer endlich mal nicht Zelten und sicher im trockenen wohnen- und in der Nacht setzt schon heftiger Regen ein, ich drehe mich um, schlafe locker und entspannt weiter 🙂
Am Samstagmorgen geht’s mit Fabio und Nico auf den U13 Kids Bike Parcour- eine tolle Strecke und nach mehreren Testrunden hattens die zwei sehr gut im Griff, was sie dann im Rennen am Nachmittag auch toll umsetzten- Gratulation Jungs.

Sonntagmorgen 05.45 Uhr Tagwache, der kritische Blick nach draussen. Der Himmel schwarz und es ist empfindlich kühl. Der Wetterbericht meldet Regenschauer. Ich werde mit Weste und Armstulpen fahren.
Sehr kurzes Einfahren, einstehen im Startblock 2 und mit leichter Verspätung geht’s nach 07.30 Uhr los. Heute lasse ich andere bis zum ersten langen Anstieg Tempo machen. Es dreht prächtig, bringe viel Druck auf die Pedale-so soll’s sein. Das Tempo ist hoch, auf jeder flacheren Passage wird gepusht, doch den Anschluss an die vordersten kann ich nicht halten. Bei Hinterzarten Verpflegung durch Pia und Kids. Kurz vor Titisee dann öffnet der Himmel die Schleusen und es regnet ziemlich stark und es ist unglaublich kalt. Unsere Gruppe verliert die Lust am Fahren, das Tempo fällt zusammen, so setze ich mich ab und bin froh das nun die steilen Anstiege anstehen- so wird’s einwenig wärmer. In den Abfahrten aber dringt die Nässe und Kälte in den Körper, alles zittert, die Daumen sind fast eingefroren und schalten geht nur noch mit den Handballen- es ist sonst schlicht unmöglich die Schalter zu drücken (Tiefsttemperatur 4°C !). Zu allem Übel kommen noch wirklich starke Windböen von allen Seiten die uns versetzen und bergab muss getreten werden. Kein Witz, in einer Kurve fahren wir über Hagel-Schnee..Bei Menzenschwand sehe ich Fahrer die aufgeben- und ich bin auch ganz nahe dran. Dies bei Km 54 und es ist noch nicht mal die Hälfte der Strecke geschafft, so macht es nicht wirklich Spass. Aber einfach so in den Transport-Shuttle sitzen ist auch nicht mein Ding und ausserdem erwarten mich Pia und Kids am Aftersteg „The Wall“. Sie wollen da auch mal die tolle Stimmung erleben- nur bis dahin geht’s noch 30km, also beissen! Wie zum Hohn kommt nun zwischen durch immer wieder die Sonne und heizt angenehm auf, nur um dann umgehend wieder vom Regen abgelöst zu werden. Endlich in Aftersteg angekommen geht’s in die steile Mauer mit lauter Musik und Anfeuerungsrufe der Zuschauer. Mit guter Kadenz kurble ich die Rampe hoch und oben gibt’s Verpflegung durch Pia und Kids. Und immer noch sind es über 30km bis in Ziel. Der schlammige Boden fordert mir als nicht wirkliches Fliegengewicht enorm Kraft ab, doch mit einem jungen Südafrikaner als Zugpferd geht’s noch ziemlich zügig über die letzten Anstiege Knöpflesbrunnen und Hofsgrund in die letzte Abfahrt und endlich ins wohlverdiente Ziel- geschafft.
Zeit 5.15.59, Rang 5 Senioren 2 / Overall Rang 19

Fazit:
Technisch ist der Ultra keine Herausforderung, konditionell hingegen durch das stetige auf und ab schon. So bin ich unter diesen zusätzlichen extremen Umständen mit meiner Leistung sehr zufrieden, auch wenn es am Schluss wieder nicht aufs Podest gereicht hat (die ersten fünf unserer Kategorie Senioren 2 sind innerhalb 2.40 Min. nacheinander ins Ziel gekommen)
Wo ist der Sommer? Mensch und Material schon wieder bis aufs letzte gefordert . Ich hoffe wir werden dafür am Peak Break Mitte Juli mit bestem Rennradwetter verwöhnt.

P.S: Gratulation an meinen Teampartner Hans-Urs, der twenty-niner scheint Kräfte frei zu machen…muss ich mir doch langsam ernsthafte Gedanken bez. 29er machen ??wer hat nun Hunger ?The Wall in Aftersteg

Danke Meistro Daniele für die Blumen, aber ich denke über kurz oder lang musste du dich halt doch mit Riesenrädern anfreunden. Für gute Tipps stehe ich dir selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung. Ich habe schon ein paar Tuningmassnahmen an meinem NINER für die Saison 2012 in Planung………….

Zuerst mal der Reihe nach, ich düse voller Motivation und Vorfreude am Samstag in der Früh nach Kirchzarten. Den Kirchzarten ist NINER-Land, keine Rennstrecke ist besser geeignet für einen 29’er. Auf der Autobahn zwar die Ausfahrt „verpennt“, aber was soll’s, viele Wege führen nach Rom. Den 3 Windrädern auf der Bergkuppe sei Dank…………

Ich komme mir zwar vor wie der letzte Mohikaner, da ich noch der Einzig bin, der noch „richtig“ auf dem Campingplatz haust!

Am Nachmittag noch Nico + Fabio beim Kids-Race verbal unterstützt , am Abend mit Dani und Peter in einer feinen Pizzeria die letzten Kohlenhydrate gebunkert. Anschliessend zügig retour zum Campingbus und rein in den warmen Schlafsack.
Leider ist vorderhand nicht an Schlaf zu denken, die lieben Nachbarn (keine Biker) geben erst gegen Mitternacht nach. Kaum herrscht Ruhe, fängt es an zu Stürmen und Regnen. Einermassen gelassen schlafe ich trotzdem doch dann noch ein, für Sonntag ist ja einigermassen gutes Wetter angekündigt.

Am Morgen ist es frisch und die dunklen Wolken hängen verdächtig tief. Ich als Warmduscher bekannt, starte daher mit Knie- und Armlinge, zusätzlich noch mit unserer 66- Weste bewaffnet. Die bewährte ASSO-Regenjacke kommt als Reserve in die Trikottasche.

Der Startblock 3 ist nur zu einem Drittel gefüllt, aber ich denke da noch nichts Böses….

Leicht verspätet geht’s los, ich presche sofort nach vorne um ein gutes „Züglein“ zu erwischen. Leider will sich niemand opfern, daher wird zügig aber nicht „volles Rohr“ gefahren. Die Rettung naht von hinten, 2 Fünfer-Gruppen „CRAFT & Friends“ + „Schauenberg Cross Team“ brausen heran und vorbei – ich sofort hinterher. Die beiden Gruppen legen sich mächtig ins Zeug und unsere Gruppe wird daher immer kleiner. Dumm nur, dass dieser Express bei den offiziellen Verpflegungsposten vorbeizischt. Da geht das 1. Mal gut, beim 2. Mal schaffe ich den Anschluss nicht mehr. Aber trotzdem, vielen Dank an die beiden Teams an dieser Stelle.

Kurz vor dem Titisee fängt das Wetter verrückt zu spielen, kurze Regenschauer wie unter der Dusche lassen die Kälte rasch an den Körper ran. Die Hände werden zum Problem, kein Gefühl und vor allem keine Kraft mehr in den Fingern! Schalten mit dem Daumen unmöglich, mit dem Handballen kann ich die Gänge noch reindrücken – so etwas habe ich noch nie erlebt. Also versuche ich halt so wenig als nötig zu schalten, der Umwerfer für die 3-fach-Kurbel brauche ich nur in Notfällen. In einer steilen Rampe bei Menzenschwand (km 55) muss ich den kleinen Kranz vorne auflegen, mit beiden Daumen geht’s doch noch mit Ach und Krach. Ohhhh Scheisse – Kettenklemmer, runter vom Bike und mit klammenden Fingern nachhelfen und sofort weiter.

Kurz vor Todtnau (km 75) empfängt uns ein Hagelschauer begleitet mit Sturmböen! Was soll den dass – Da war ich verdammt nahe am aufgeben dran, ich gebe es an dieser Stelle gerne zu. Der Bidon aus dem Halter zu nehmen mit so kalten Finger, vergiss es – keine Chance. Geschweige den Riegel oder Gel’s mit den Händen zu öffnen……….., mit Mühe ging’s mit dem Mund. Zum Glück hatte ich SPONSOR-Gel’s mit Drehverschluss dabei, aber ich musste immer anhalten um diese zu öffnen.

Plötzlich wird auch das Bremsen zu Problem, zum Teil bin ich die Abfahrten reingefahren ohne je einen Finger an der Bremse zu haben – Scheissgefühl! Aber mit so kalten Fingern spürst du überhaupt nichts mehr. Zum Glück war der „Geist“ immer wach und die Motivation immer auf einem gesunden Level.

Bei der nächsten Verpflegungsstelle bin ich einfach nur rangefahren, ich war nicht mehr in der Lage etwas mit den Händen zu greifen. Zum Glück hat mich eine Helferin sofort im Empfang genommen und mir heisse Suppe und Tee gereicht. Sogar die Banane hat sie für mich geschält! Ganz, ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an meinen persönlichen „Rettungsengel“, pardon Dame und alle anderen Helfer, die bei diesem Sch…..-Wetter für uns stundenlang im Regen ausgeharrt haben!

Da ich die ganze Zeit sehr gute Beine gehabt habe, war meine Motivation, resp. Moral nie wirklich im Keller. Die Durchgangszeiten stimmten mich trotz Schnuddelwetter zuversichtlich, das Rennen um 6 Stunden zu absolvieren. Ab ¾ der Distanz kommt das Gefühl in den Fingern wieder langsam retour und so konnte ich auch noch die letzten Körner für den „Endspurt“ abrufen. Die letzten Abfahrten mit vollem Tempo runtergedüst, aber mit einem NINER macht dies mächtig Spass. Bei den griffigen Verhältnissen im Schlussteil vom Rennen fährt sich ein 29’er wie fast von alleine: super kontrolliert aber trotzdem sehr schnell und effizient!

Nach sicherlich über 200 Schlammpackungen, 4 Kaltwasserduschen und 1 Hagelschauer komme ich nach 05:54 komplett auf den „Felgen“ ins Ziel. Ich bin ausserordentlich zufrieden mit meiner Leistung, wenn man die äusseren Umstände in Betracht zieht. Dass es nicht zu einer neuen Bestzeit reicht, habe ich schon kurz nach dem Start bei den ersten schlammigen und daher sehr kräftezehrenden Waldpassagen gewusst. Aber meiner Motivation hat dies überhaupt nicht geschadet.

Rangmässig komme ich mir vor wie ein Gewinner: In der Gesamtwertung 88. von total 865 Fahrer auf der Ultradistanz, in meiner Kategorie sogar 34. von 369 Teilnehmer! In den ersten 10 % der Rangliste, immer ein (Wunsch)-Ziel von mir…….

Einfach genial und dass als bekennender Warmduscher, resp. Schönwetterfahrer! Die ist rangmässig das Beste bis anhin je erzielte Resultat in meiner doch schon fast 15-jährigen „Rennkarriere“.

Das Experiment 29’er hat sich ebenfalls bestens ausgezahlt, ich fahre nicht extrem besser, resp. viel schneller runter, aber dafür sicherer, entspannter und daher extrem effizient.

Kirchzarten 2011 wird mir ewig in positiver Erinnerung bleiben!

Hans-Urs

Hart, härter – Ultra Bike Marathon – Kirchzarten, 19.06.2011

IXS Elsa Bike-Trophy, 12.06.11

60km/1600Hm

Und wieder steht der super abwechslungsreiche kurz Marathon in der schönen Gegend um Estavayer Le Lac auf dem Programm.
Die Wetteraussichten versprechen einen schönen Tag und ganz spontan wird uns Pia mit den Jungs und Anita an der Strecke anfeuern.
Um 08.00 Uhr hole ich Hans-Urs ab und knappe 2 Std. später stehen wir schon an der Startnummerausgabe, nur will der Herr am Stand mir keine Nummer geben und verweist mich an einen anderen Funktionär?? Um was geht’s, frage ich. Wir haben die Anmeldungen kontrolliert und du hast dich bei den Fun angemeldet anstelle bei den Lizenzierten, lässt er mich wissen und drückt mir die rote Startnummer 44 in die Hand. Einen kurzen Moment bin ich sprachlos, doch dann kann ich ihn relativ schnell über die Verwechslung mit dem lizenzierten Namensvetter aus Stans aufklären und erhalte schlussendlich die korrekte Nummer.
Anschliessend kurzes Einfahren und früh einstehen im Startblock, der sich schon ziemlich schnell mit nervösen Racern gefüllt hat.
12.01 Uhr geht’s endlich neutralisiert los und doch wird gedrängelt wo es nur geht- dann in der Unterführung ziehen die Quads weg und der Racer Pulk knallt los- der Puls schnellt hoch, nun möglichst vorne dran bleiben und schon geht’s in die erste steile Rampe, man hörts an den vielen hektischen Schaltgeräuschen. Die direkte Konkurrenz vor mir, doch leider kann ich nicht dagegen halten, irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich kaum Druck auf die Pedale bringe, kann keine dicken Gänge fahren und schon sind sie weg- Schit- so habe ich mir das nicht vorgestellt, doch die Realität ist gnadenlos- mit viel zu hoher Kadenz hechle ich hinterher- so sind auch 60km sehr lang. Wenigstens fahre ich mit einem alten Bekannten, es ist Renato vom BiXS-Team, da kann ich nicht einfach die Beine hängen lassen. So geht’s mühsam bis Km 17 wo Pia und die Jungs mit ihren Anfeuerungsrufen moralische Unterstützung geben- tut so gut. Bei Km 25 komme ich nochmals bei Ihnen vorbei- ein Schluck Cola- doch der Druck auf die Pedale fehlt nach wie vor- wieso? Wenigstens ist die Strecke mit den vielen Singel-Trails so genial abwechslungsreich, dass ich kaum Zeit zum Grübeln habe und immer wieder sage ich zu mir; „ bleib optimistisch“. Ein Blick zurück, Renato ist weg und kontinuierlich schnappe ich Fahrer um Fahrer die nun für ihr hohes Anfangstempo bezahlen – je länger je besser- nun drehen die Beine mit Druck schon besser. Die letzten technischen Trails fahre ich sehr sauber, machen enorm Spass und in der Gruppe geht’s zum finalen Zielsprint.
In 2.39 Std. im Ziel. Rang 4 Fun 3/ Overall Rang 37

Fazit:
Eine super Strecke die wirklich Spass macht.
Dass ich schon wieder nicht mit gewohnt hohem Pedaldruck fahren kann macht mich nachdenklich und erklärt auch die grosse Zeitdifferenz zum Vorjahr. Positiv ist, dass je länger das Rennen geht, desto besser läuft es mir- und ab kommenden Wochenende steht mit dem Ultra in Kirchzarten ein langer Marathon an- „ bleib optimistisch“

Dani
und wieder eine steile RampeZielsprint

Hans-Urs:

Soooo, jetzt gilt es erst für mein neues Bike mit den „Riesenräder“. Mit gemischten Gefühlen reihe ich mich in der Mitte vom Feld beim Start ein. Ich bin nicht ganz alleine, es hat noch ein Handvoll Twenty-Niner im Starterfeld. Es kommen erste Zweifel auf, ist dieser Kurs geeignet für die Feuertaufe meines 29’er, da er extrem viele Richtungs- und Rhythmuswechsel hat? Ein stetes auf und ab, praktisch keine Flachstücke.

Zu spät, der Start ist erfolgt und im Pulk preschen wir aus dem Dorf heraus. Zu Beginn wie immer extrem hektisch, aber mir gelingt der Start relativ gut. Ich halte mich bewusst ein wenig zurück, da kurz nach dem Start die ersten bisweilen ganz steilen Rampen „warten“. Kaum in der ersten Rampe drin, wird mein Lenker 3 x von einem „alten Sack“ tuschiert, so geht es aber nicht! Kurzer, aber heftiger Wortwechsel, uneinsichtig prescht er an mir vorbei. Bei km 50 km habe ich ihn wieder gestellt und sogleich stehen gelassen.

Der kleine Kranz macht heute keine Anstalten die Steigungen ein klein wenig zu entschärfen, daher bin ich relativ früh halt 2-fach unterwegs. Da aber meine Beine wunderbar drehen, ist dies heute absolut kein Problem. Es macht sogar Spass, die diversen Rampen mit den dicken Gängen durchzudrücken. So sollte es immer laufen, immer im grünen Bereich und alles „unter Kontrolle“.
Mein 29’er Bike läuft wie auf Schienen, ein wahre Freude. Die feuchten Abfahrten im Wald, zum Teil mit über > 50 km/h, kann ich sehr schnell und kontrolliert abfahren. Bin extrem zufrieden mit dem Twenty-Niner, an die relativ weichen Laufräder (leider systembedingt) muss man sich aber zuerst gewöhnen. Sei es drum, an km 50 erhöhe ich das Tempo und „blase“ somit zur Schlussoffensive. Ich kann die erhöhte Pace auch Dank 2 Becher Cola problemlos durchziehen und noch diverse Fahrer überholen – so macht es mächtig Freude.

Knapp unter 3 Stunden bin ich Ziel, 7 Minuten schneller als im letzten Jahr – prächtig!
Obwohl, heute wäre noch mehr drin gewesen, die Beine hätten noch mehr hergeben!

Rangmässig 20’er von 160 in meiner Kategorie FUN3 und im Gesamtklassement 161’er von 500, so bin natürlich sehr, sehr zufrieden damit -> TOP!

Ob jetzt der 29’er oder doch meine Beine zu diesem „Glanzresultat“ beitragen haben, weiss ich natürlich nicht, aber das spielt je auch keine so grosse Rolle.

Nach diesem positiven ersten Renntest wird mein Streckenrekord in Kichzarten D nächste Sonntag in „ernsthafte Gefahr“ geraten, so ich hoffe es wenigstens?!

Also, drückt mir die Daumen – nächste Woche auf dieser Homepage mehr dazu….

Fast vergessen, herzlichen Dank auch an Anita, Pia (inkl. Fotoservice) und die Boys Ramon + Fabio für die Unterstützung vor Ort.

Selbstverständlich ebenfalls noch Gratulationen an „Meistro“ Daniel, mit schwachen Druck auf den Pedalen knapp am Podest vorbei, ist ein tolles Resultat!

Auf dem Trail

Zielsprint

IXS Elsa Bike-Trophy, 12.06.11

IXS Monte Generoso , Mendrisio 05.06.11

61km/2100Hm

Die MTB Marathon Saison 2011 wird wieder im Tessin mit dem IXS Mt.Generoso eröffnet.
Die Fahrt nach Mendriso am Samstagmittag startet nach Ambri mit einem endlos langen Stau.. gut hat sich Martin Christen (Sugi) als Mitfahrer gemeldet, so haben wir wenigstens was zu diskutieren.
Die Wetterprognosen fürs Tessin waren nicht optimal und tatsächlich, es regnete beinahe auf der ganzen Fahrt.

Bei der Startnummerausgabe dann das nächste negativ Erlebnis. Die lange Strecke wird auf Grund des schlechten Wetters gestrichen! Die Rega kann bei Nebel nicht auf den Mt.Generoso fliegen und somit ist die Sicherheit für die Fahrer nicht gewährleistet – nachvollziehbar. Wir werden nun die mittlere Strecke plus einer 4km Zusatzschlaufe in Mendrisio fahren (Idee der UCI), Start um 08.00 Uhr
So sei es, also ins Albergo Milano, Martin bekommt auch noch ein Zimmer, anstelle Zelten neben der Autobahn und Abendessen mit dem Team Fusion World aus Kägiswil.

Tagwache um 05.30 Uhr nach einer Sch…Nacht. Die Temperatur angenehm, der Himmel aber bereits Wolken verhangen schwarz.
Fahrt mit dem Auto ins Startgelände, kurzes Einfahren und einstehen im Startblock. Viele bekannte Gesichter, viele die dem 29“ Trend erlegen sind; Hans-Urs, du bist in guter Gesellschaft.
Endlich der Startschuss und es geht los in die 4km Runde, dann hoch nach Cabbio, wie immer Vollgas und schon öffnet der Himmel alle Schleusen, es giesst was das Zeug hält. Die Trails hoch zur Alpe Bonello und Prabello sind zum Bach verkommen, die Brille nutzlos. Was soll’s, es geht allen gleich. Ich fahre einen guten Rhythmus, die nun extrem anspruchsvollen verschlammten Singel-Trails nehme ich hochkonzentriert in Angriff. Nasse Wurzeln, scharfe Steine und aufspritzender Schlamm der die Augen verklebt macht es schwer. Die Augenlieder müssen als Scheibenwischer herhalten, viele Meter fährt man halbblind. Schnellere Fahrer lasse ich vor und nehme sie dann als Guide.
Diejenigen die das Limit suchten wurden fündig- ich habe noch selten so viele Stürze und technische Defekte gesehen- Platten und Kettenrisse en masse.
Ich schaffe es tatsächlich die brutal schwierigen Trails von Mt.Bisbone nach Latte Caldo, zwar auch mit viel Glück, aber ohne Sturz zu absolvieren und bereits steht der letzte lange Anstieg zur Dosso dell` Ora, auf dem mit steilen Rampen und Steinen gepflasterten Römerweg an. Nun verlässt mich leider die Kraft doch merklich (eine leichte Grippe hat mich anfangs Woche erwischt), die grossen Gänge kann ich nicht mehr drücken, also beissen um die Distanz zum Vordermann konstant zu halten. Endlich oben, ein Abzweiger und es geht runter in die letzte nochmals sehr heikle Abfahrt. Der Streckenverantwortliche meinte es sicherlich gut, aber es war schon sehr verwirrend, dass beinahe jeder Stein und jede Wurzel mit Leuchtfarbe gekennzeichnet war- wo ist nun die Ideallinie?
Ohne Sturz und ohne Panne schaffe ich es dieses Jahr nach hartem Kampf ins Ziel. Zeit 3.32 Std. Platz 3 Fun 3 und Overall Rang 34
Mensch und Material wurden gefordert. Jeder Quadratzentimeter schwarz vor Dreck..

Fazit:
Es geht also doch, ich kann den Generoso auch ohne Panne und ohne Sturz fahren, wenn auch mit viel Glück, aber im dritten Anlauf hat’s nun geklappt! Das es noch auf das Podest gereicht hat ist sehr erfreulich und motivierend (leider habe ich dann noch das Preiskuvert für den dritten Platz auf dem Weg zum Auto verloren, ohne zu wissen was ich gewonnen hätte)
Das „nur“ die mittlere Strecke gefahren wurde kam mir nun im nachhinein gesehen sicher sehr entgegen.
Einen grossen Dank an Pia für die mühsame aber schlussendlich erfolgreiche Trikotreinigung …

Dani

IXS Monte Generoso , Mendrisio 05.06.11