iXS Nationalpark Marathon Scuol, 27.08.2011

iXS NPM Scuol 27.08.2011
138km/4040Hm

Seit dem negativ Erlebnis am EBC Grindelwald habe ich mich die letzten zwei Wochen wieder voll und ganz erholt, fühle mich fit und motiviert für den NPM.

Als zusätzliche Motivation hat mir mein Teamgschpänli Hans-Urs sein 29er Scott Scale zur Verfügung gestellt- eine noble Geste die ich sehr zu schätzen weis- danke Jefe. Die 29er Testfahrten haben mich voll und ganz überzeugt und der NPM ist das perfekte Gelände für die Premiere.

Die ganze Woche über ist immer ein Auge auf den Wetterbericht für das Wochenende gerichtet. Anfangs noch gut, dann werden die Aussichten immer düsterer und die 29er Premiere schon nicht mehr so sicher. Am Donnerstag ein Blick auf die Lokalprognose lässt mich hoffen, es ist Regen gegen Samstagmittag angesagt, mit dem könnte ich leben.
Also hole ich am Freitagmorgen Odilo ab und los geht’s nach Sur En ins Hotel Val d`Uina. Auf dem Albula sage und schreibe 24°C und in Scuol heisse 32°C. Der Wetterbericht wird immer dramatischer- Unwetter Warnung- aber der Südwind ist enorm stark und hält die gemeldete Kaltfront vom Engadin fern- sie wird kommen, aber wann und wie heftig?
Odilo und ich sind uns einig, sollte nicht ein Wunder geschehen, werden wir schweren Herzens nicht starten. So schön der NPM auch ist, teilweise ist man total abgeschieden draussen in der Pampa, man kann nicht abbrechen und sollte es Dauerregnen und kalt werden wird’s ungemütlich.

Tagwache um 04.30 Uhr und sofort ans Fenster- leicht nass- der Himmel schwarz. Es hätte eigentlich in der Nacht heftig gewittern und regnen sollen- die Kaltfront kommt also erst noch. Im schlimmsten Fall werden wir im Gebiet Alpisella / Livigno erfasst, dann ist es noch weit bis ins Ziel. Der Entscheid ist gefallen, ich starte definitiv nicht. Wir nehmen gemütlich Frühstück, fahren ins Zielgelände und geben den Chip ab- Schade, aber für mich der absolut richtige Entscheid.

Auf dem Flüela ist es um 08.00 Uhr neblig, gerade noch 3°C und es stürmt gewaltig. Der Südwind hält die Kaltfront noch ab. Im Prättigau regnet es heftig- ich denke an meine Bikekollegen die um 07.15 Uhr gestartet sind…. Ein Temperatursturz von über 20°C !!!

Zu Hause angekommen wird sofort die datasport Seite geöffnet um den aktuellen Rennverlauf zu verfolgen- und tatsächlich, die Kaltfront hat sie mit Regen, Wind und Schnee voll erwischt- Rennabbruch für die meisten in Livigno.

Natürlich betreiben wir Outdoor-Sport, doch nach Generoso, Black Forest und Küblis bei Dauerregen, Schlamm, Hagel und Schnee war das Mass voll- so macht es keinen Spass und der Preis für Gesundheit und Material ist zu hoch.
Hier sei eine kritische Frage erlaubt; darf man im Hochgebirge bei solchen angekündigten Wetteraussichten ein Rennen überhaupt starten ??
Ich bin gespannt, wie die vielen hundert Biker von Livigno wieder nach Scuol gekommen sind…

Ich freue mich nun auf die O-Tour, ev. mit 29er Premiere.

Dani

iXS Nationalpark Marathon Scuol, 27.08.2011

iXS Eiger Bike Challenge 14.08.2011

iXS Eiger Bike Challenge Grindelwald 14.08.2011
88km/3900Hm

Doppelte Premiere

Mit dem EBC in Grindelwald gehen nun auch meine Sommerferien zu Ende, die wiederum mit dem SBM in Küblis begonnen haben. Die erste Ferienwoche nach dem SBM musste ich voll und ganz der Erholung widmen, meine Physis und Psyche war nicht bereit höhere Belastungen zu erbringen. Ab der zweiten Woche kam die Energie zurück, ich fühlte mich Welten besser und die sensationellen Singel-Trails im Stazerwald machten so richtig Spass(inkl.vielversprechendem 29er Test!)-dann ende Woche das erste Signal-Halsentzündung und kurz darauf eine laufende Nase-der Organismus schon wieder geschwächt,die dritte Woche war somit gelaufen. Ich wollte es nicht wahrhaben, aber mein Ruhe Puls am Morgen sprach eine deutliche Sprache…das zweite Signal. Eine Grippe im Sommer und Tee trinken, wo ich doch am Ende der Woche den Eiger Bike Challenge in Grindelwald mit dem iXS Leader Trikot (die erste Premiere)in Angriff nehmen möchte.
Am Samstagmorgen fühlte ich mich (ohne Einsatz von Medikamenten) ziemlich ok, der Ruhe Puls zwar immer noch entschieden zu hoch-das dritte Signal- aber der Entschluss den EBC zu fahren war gefasst. Ich hole Werni ab, fahren gemütlich nach Grindelwald und beziehen im ausgebuchten Mountain Hostel einen 6er-Schlag.
Tagwache um 05.25 Uhr- ich fühle mich ok, das Wetter ausnahmsweise wieder mal sommerlich. Kurzes Einfahren, es fühlt sich gut an, Gespräche mit Bike Kollegen und einstehen im Startblock- ich bin echt gespannt. 07.00Uhr der Startschuss und ab geht die Post- und ich komme mit- es läuft echt gut-bin freudig positiv überrascht. Schon sind wir im Aufstieg zur Grossen Scheidegg, die direkte Konkurrenz nur leicht vor mir, aber dann…. je länger der Anstieg dauert, desto träger wird mein Körper- mein Organismus bremst mich nun gnadenlos aus – die Beine gut, der Puls aber will nicht höher gehen- ich erhalte die Quittung. Kontinuierlich werde ich nun abgehängt- dann ein Klaps auf die Schulter; Dani gahts nid guet?- es ist Renato und überholt mich zügig. Ja, leider hat mich die Realität eingeholt.
Nun nimmt die Geschichte seinen Lauf. Ich komme noch einigermassen hoch zum First-Pia und Fabio verpflegen mich unten im Bort-Rückstand 5 Minuten auf Bärti und Renato-weiter über Feld und Bussalp zurück zur steilen Bort Rampe und da war mein Entschluss gefasst- ich werde aussteigen (meine zweite Premiere)- ich bin leer, schon fast parkiert und die teilweise Anspruchsvollen Abfahrten fahre ich sehr unsicher, unkonzentriert und beanspruche viel Glück . Noch einmal Verpflegung durch Pia und Fabio beim Restaurant Bort, die steile Wiesenrampe hoch und in der anschliessenden steinigen Abfahrt nochmals riesen Glück- jetzt ist genug, bei der Verzweigung Hotel Wetterhorn gehe ich unter der Absperrung durch und fahre direkt nach Grindelwald ins Ziel und geben den Zeit Chip ab- die Vernunft hat gesiegt.

Fazit:
An und für sich ist es ist ganz einfach, die Körper Signale waren klar und verständlich, aber das erkämpfte iXS Leader Trikot am EBC nicht auszufahren war undenkbar- ein Fehlentscheid und doch hat auch diese Situation positive Erfahrungswerte- erstens, der Körper lügt definitiv nicht und zweitens der Sieg der Vernunft gegen das EGO…
Nun werde ich mich auskurieren und wenn alles passt in zwei Wochen wieder mit viel Power an den Start des National Park Marathon gehen.

Dani
das Leiden hat schon bald ein Ende..

iXS Eiger Bike Challenge 14.08.2011