IXS – 15. Iron Bike Race Einsiedeln, 25. September 2011

Hans-Urs (77 km/ 2300 Hm)

Am Samstag nach dem Mittag kommt mich Dänu abholen und mit einem „erfreulichen Umweg“ über Ibach (siehe Bericht von Daniel) ging’s bei Sonnenschein im späteren Nachmittag nach Einsiedeln. Nach fast 3 Monaten steht mein letztes Rennen im 2011 auf dem Programm, meine Ambitionen sind nicht allzu hoch, da in den vergangenen Monaten ein regelmässiges Training aus diversen Gründen nicht möglich. Sei’s drum, für Sonntag war ja bestes Wetter angesagt und so macht auch ein Rennen so oder so Spass……..

Da es im Hotel Bären keine Zimmer für die sixty-sixers mehr frei waren, haben wir uns im Hotel St. Georg einquartiert. Volltreffer, Hotel voll zentral gelegen, aber ruhig in der Nacht, Personal und Essen top. Leider ist das Hotel verkauft und die jetzige Chefin weiss noch nicht, was die neuen Besitzer daraus machen – Schade!

Rund 15 Minuten vor dem Start geht’s in den Startblock rein, kurz davor noch Markus vom Bike-Team-Windlin getroffen und gegenseitig alles Gute für’s Rennen gewünscht. Von Odilo noch keine Spur. Halt – 2 bekannte Stimmen sind zu hören: Franz und Odilo stehen gleich hinter mir, kurzer Schwätzchen und schon geht’s los.

Schon nach 50 m knallt mein Nebenmann in’s Rad vom Vordermann und schon spickt der wie ein Gummiball quer hinter meinem Rad in die Botanik hinaus! War hinter mit der Franz?! Kurzer Blick retour, Scheisse niemand zu sehen! Anhalten oder weiterfahren, ich fahre mal weiter und hoffe ich treffe die Beiden. Glück gehabt, nach zwei Stauphasen infolge weiterem Crash und Auto auf der Strecke entdecke ich Franz und Odilo unversehrt und das Rennen kann jetzt beginnen…..

Ich gehe das Ganze relativ verhalten an, da ich mich über meine „Form“ nicht ganz im Klaren bin und daher mich nicht unvermittelt in einen Hammer fahren will. Der Einsiedler mit dem stetigen auf und ab kostet ungemein Substanz und die diversen giftigen Rampen sind auch mit 3 x 10-fach nicht locker hinauszukurbeln.

Zumal ich schon an 20 – 30 km meine „Verfolger“ nicht richtig abschütteln kann, stelle ich mich auf ein langen K(r)ampf bis zum Ziel ein. Damit aber die Moral immer schön hoch bleibt, nehme ich ein wenig Tempo raus um im Endspurt noch zusetzen zu können. Dies kann ich Euch schon verraten, die „Taktik“ ging voll auf, im Endspurt doch noch ein paar Plätze gut gemacht – Wunderbar!

Da ja ich zurzeit über keinen 29’er mehr verfüge, bin ich wieder mit dem LITEVILLE am Start. Letztes Wochenende war ich mit Stefan Frankhauser am Trailsurfen im Wallis, d.h. Federung auf super soft eingestellt. Peinlich, wenn man dies erst im Rennen wieder merkt. Mein Fahrwerk ist butterweich – meilenweit von einer seriösen Rennvorbereitung entfernt!
Daher die vielen schnellen Schotterabfahrten im Lockout-Modus hinuntergebrettert, dafür in den ruppigen Singletrails aber dann „voll Gas“!

So fahre nach 4:26 Std. als 187 von total 640 klassierten Fahrer ins Ziel. Müde, aber trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung, obwohl meine Zeit aus dem 2009 rund 15 Minuten schneller war. Sei’s drum, alles gut gegangen und das Rennen soweit es ging auch noch genossen – was will man(n) mehr!?

Herzliche Glückwünsche an Daniel zum tollen 4. Rang in der IXS-Gesamtwertung und an Franz und Odilo, die mir Beide während dem ganzen Rennen dicht auf der Pelle hockten………

Dani (101km/3600Hm)

Mit meinem Lieblingsmarathon und dies bei Kaiserwetter geht die Saison 2011 schon wieder zu Ende. Leider wird vom OK neu auf der langen Distanz nur noch eine Fun Kategorie gewertet, da anscheinend die Siegerehrung sonst zu lange daure- wo ist hier die Wertschätzung der Athleten?

Aber wie Hans-Urs schon angetönt hat, war bereits am Samstag in Ibach Schwyz das erste Highlight des Wochenendes. Das Mille Gruyere Final über 1000 Meter steht an und Ramon als Titelverteidiger im Fokus. Er hat hart für sein Highlight des Jahres trainiert, leider dann vor zwei Wochen noch einen Infekt eingezogen, mal schauen wie stark dies einschenken wird. Dann um 14.18 Uhr der Start des 20köpfigen U16 Feldes und sofort wird ein horrendes Tempo angeschlagen. Ramon reiht sich konsequent an dritter Stelle ein. Nach ende der ersten Runde hat er den Anschluss an die Spitze geschafft- er läuft schön- dann wird vorne ernst gemacht, nach 800 Meter ziehen die zwei an der Spitze einen langen super schnellen Sprint an dem Ramon nichts mehr entgegen zu setzen hat, nun fehlt doch etwas die Kraft, aber seinen dritten Platz verteidigt er sicher bis ins Ziel – Super Leistung, herzliche Gratulation.

Einsiedeln, Tagwache um 06.30 Uhr nach einer ruhigen Nacht und ab zum Frühstück obwohl ich kaum was runter bringe. Um 07.45 Uhr geht’s auf eine kurze Einfahrrunde bei angenehmer Temperatur und rein in den Startblock. Die heutige Ausgangslage ist ziemlich delikat, bin ich doch im Zwischenklassement der iXS Wertung auf Platz 3, aber die Punkteabstände sind knapp und von hinten drücken die Jungs- also von Platz 3-6 ist alles möglich. Meine Taktik? alles geben, an die eigene Stärke glauben und mit etwas Wettkampfglück..
Der obligate Bikersegen vom Pater darf natürlich nicht fehlen- mir machen nur die ersten 8km im grossen Pulk bis hin zur Teufelsbrücke etwas Sorgen. Startschuss und ab geht die Post- wie immer sehr schnell-höchst konzentriert bleiben und hoffen das dies alle sind. Tatsächlich schaffen wir es bis zur Teufelsbrücke ohne Stürze und der erste Anstieg bringt sofort Ruhe ins Geschehen. Nun gilt es möglichst lange an meinen Kollegen dran zu bleiben, was mir auch bis vor Willerzell gelingt. Da erwarten mich Pia, Ramon, Fabio und Göttibueb Nico-neues Bidon und weiter geht’s über Sattelegg und Büel ins Eutal- die steilen Rampen nur mit dem 34er Ritzel brennen. Im Eutal erneut Verpflegung durch meine Fans. Ramon; du bisch 5 Minutä hinder äm Gerber und 2 Minutä hinder äm Renato und Bärti- Danke. Weiter nun über Wisstannen nach Oberstuden in die Fläche. Anfangs alleine werde ich von 2 Fahrer aufgesogen, der eine ist Looser Kony vom Team Stöckli auf der 77km Runde- er fragt: fahren wir zusammen? Wieso nicht, also fahren wir kurze Ablösungen bis ich dann abzweige. Nun geht’s zur Sache, die steile Wiesenstrecke nach Oberiberg- da Verpflegung und Info durch meine Mannschaft und in die steilen Rampen und Tragepassage hoch zum Adlerhorst- und ich sehe die bekannten BiXS Dress vor mir- bis zur Fuederegg komme ich immer näher und in der Tragepassage zum Bergpreis am Spierstock bin ich an den beiden dran. Nun folgen die schnellen und ruppigen Abfahrten bis zur Holzegg- da laufe ich runter, ist mir zu rutschig. In der letzten Wiesenabfahrt gehe ich an den beiden vorbei und ziehe weg- ich muss Bärti für die iXS Wertung distanzieren. Da hilft mir nun Martin als Zugpferd den ich im zweitletzten Aufstieg zum Bogenfang vor mir sehe und einholen kann. In der Abfahrt fahre ich weg und endlich der letzte Hügel zum Strichen und wer sehe ich da, ein Déjà-vu zu 2009, es ist Gerber Hansjörg. Ich bin zwar ziemlich fertig, habe nun über 5 Minuten aufgeholt, ich will ihn schnappen und wirklich, wirklich ganz oben bin ich endlich dran und überspurte ihn und knalle in die letzte Abfahrt, kann ihn aber nicht entscheidend abhängen, er bleibt im Windschatten, die letzte Kurve, ich ziehe den Zielsprint über den Klosterplatz an und mit 2 Sekunden Vorsprung in 5.00.19 Std im Ziel. Rang 8 Fun/ Rang 2 Fun 3/ Overall Rang 20
iXS Gesamtwertung Fun lange Distanz 4.Rang

Fazit:
Ein tolles Wochenende mit einem super Abschluss. Die einwöchige Bike-Pause vor dem IRB liess mich die Batterie wieder aufladen um mit Power das letzte Rennen geniessen zu können.
Jetzt bin ich einfach müde und freue ich mich auf easy peasy Herbst-Touren ohne Zeitmessung.
Einen grossen Dank einmal mehr an meine Familie, ohne deren Unterstützung eine Marathonsaison so nicht möglich wäre
Dani
Oberiberg
Zielsprint nach 101km

IXS – 15. Iron Bike Race Einsiedeln, 25. September 2011

iXS O-Tour Obwalden, 11.09.2011

88km/3000Hm

Heimrennen und dazu wieder mal bei bestem Herbstwetter, das macht Spass. Noch mehr Spass macht mir aber die Premiere mit dem 29er Scott Scale, welches ich nach den Testfahrten zu einem wirklichen Kollegen Preis aus dem Stall von Hans-Urs entführen konnte. Trotz allem doch noch ein kleiner Wermutstropfen- die Strecke wurde „kastriert“! Der Aufstieg zum Muoterschwandenberg und der technische Rosstrail wurden gestrichen-da anscheinend zu gefährlich am Schluss eines Marathons (auf Kritik eines Lizenzfahrers…) für mich nicht nachvollziehbar. Ich werde mich per Email an das Ok der O-Tour wenden und Sie bitten dies auf nächstes Jahr wieder zu ändern> wir fahren ja nicht im Schwarzwald!

Nach einer unruhigen Nacht (wir hatten am Samstagabend noch ein gemütliches Klassentreffen) und leicht schwammigen Magen geht’s um 06.50 Uhr in Richtung Alpnach Flugplatz. Kurzes Einfahren bei angenehmen 15°C und einstehen im Startblock. Pünktlich um 08.00 Uhr der Startschuss und ab geht die Post. Die Sitzposition auf dem 29er ist super, die Beine drehen, ich konzentriere mich voll und ganz auf mich und lasse die Kameraden vorne abgehen, ich glaube an meine Stärke hinten raus. Marc hole ich ein; mir geht’s nicht gut meint er. Bald schon machen sich leider auch bei mir starke Rückenschmerzen bemerkbar, ich versuche locker zu bleiben und hoffe in der ersten Laufpassage die Verspannung lösen zu können- leider ohne Erfolg- trotzdem dran bleiben- jeder hat irgendwo ein weh-wehchen… kurz nach der Langispassage stehen Pia mit Jungs und Göttibueb Nico- Bidonwechsel und Anfeuerungsrufe-Danke. Die anschliessenden Singeltrails im Wald runter nach Alpnach fahre ich diskret aber sauber.

Zu viert passieren wir Alpnach, einer spielt in der Fläche den toten Mann, nur um dann bei Siebeneich uns alle stehen zu lassen.. egal. Im Kernwald muss ich dann mal für kleine Jungs, schliesse aber bald wieder auf. Die Rückenschmerzen sind nun etwas erträglicher, das lässt mich für den langen und steilen Anstieg Schwendi/Ächerli hoffen. Bei Samichlausen wieder Verpflegung durch Pia und Kids, meine Rangierung ist nur schwer zu erraten da Fun 4 und 3 neu zusammen sind- leider vergesse ich in der Hitze des Gefechts einen Gel zu nehmen-Anfängerfehler! Nun geht’s zur Sache, mit guter Kadenz und Zuversicht nehme ich die steilen Rampen in Angriff und überhole Fahrer um Fahrer, aber auch mein Magen meldet sich und Verpflegung gibt’s keine mehr-gut habe ich wenigsten ein Bidon mit Cola. Nun noch die letzten 500Hm hinauf zu Ächerli- ich sehe Peter vor mir, schliesse rasch auf und gehe vorbei- weiter vorne Renato im BiXS Dress, also ran, vorbei und weiter- es dreht nun wirklich gut und sehe ich da nicht noch ein BiXS Dress? Ja es ist Bärti, noch ein Motivationsschub. Auf dem Ächerli sticht er vor mir in die Abfahrt, der erste Teil ist mit Steinen gespickt-wurden wohl zum Verhängnis für Gerber Hansjörg- Platten. Nun gebe ich erst recht Gas- die Trails fahren sich mit dem 29er einfach genial und lockerer. Gerade noch vor der Einfahrt in den Kernwald und somit letzten kleinen Anstieg, hole ich auch noch Bärti ein und gehe vorbei. Nun noch ein neuer kurzer Waldtrail anstelle des Muoterschwandenbergs und die langweilige aber sehr schnelle Abfahrt auf der Bolstrasse anstelle des genialen Rosstrails-über den Flugplatz und rein nach Alpnach.

Im Ziel in 4.13 Std. Fun 3 Rang 4 /Overall Rang 17

Fazit:
Der 29er Einstand verlief absolut genial-Geometrie und Sitzposition ist für meine Körpergrösse einfach perfekt. Konditionell einmal mehr- hinten raus immer besser. Woher die plötzlichen Rückenschmerzen kommen ist mir ein Rätsel, aber wie gesagt, an einem solchen Rennen hat wohl jeder Mal seine kleineren oder grösseren Krisen- that`s Race !
Nun freue ich mich auf den IRB Einsiedeln in zwei Wochen, mal schauen was da noch geht.
Dani
Schwand/Ächerli

iXS O-Tour Obwalden, 11.09.2011