Medizinische Nachlese zum BerGiBike

– Mo 07.30 Uhr Anruf an den Hausarzt –> Notfall Spital STANS
– Mo 10.00 Uhr Nachkontrolle durch Notfallarzt –> Sofortige Operation unumgänglich!?
– Mo 13.15 Uhr Operation unter Vollnarkose  –> 7 Schrauben drin!
– Mo 20.45 Uhr Aus der Vollnarkose erwacht und gleich wieder eingenickt…
– Di 11.30 Uhr Das erste Mal das Bett verlassen und etwas gegessen!
– Do 10.00 Uhr Kann das Spital STANS (endlich) verlassen…..

Gemäss Physio ist jetzt Ruhe angesagt, die Bikesaison 2012 ist für mich (leider) gelaufen. Bei Fabian C geht dies aber nicht so lange, aber die Physio hat kein Gehör für mich: „Machen Sie sich fit für die Langlaufsaison“! Dass einzige Positive ist, am Do Morgen kann ich heim.
Jetzt heisst es Gelassenheit und Ruhe „geniessen“…….

Hans-Urs

Ein grosses Dankeschön für die zahlreichen Genesungswünsche

Die Metallteile

Medizinische Nachlese zum BerGiBike

iXS BerGiBike Fribourg-Bulle,24.06.12

79km/2460Hm

Premiere am iXS BerGiBike – in jeder Beziehung.

Logistisch gesehen ist ein Rennen von A nach B immer mit Mehraufwand verbunden. Abfahrt am Samstagmittag nach Fribourg-Hotel beziehen und Bikes einstellen, weiter nach Ressens die Startnummer abholen, dann nach Bulle um das Auto im Zielgelände abzustellen und zu guter letzt mit dem Zügli wieder retour nach Fribourg. Für diesen Aufwand muss die Rennstrecke dann einiges hergeben…

Nach einer lärmigen Nacht ( hupende Fussballfans ) Tagwache um 06.15 Uhr. Schnelles Frühstück und schon geht’s los- wo ist bloss das Startgelände- da zwei Biker mit Nummer am Lenker- denen nach.

Die Anmeldung für den BerGi war ziemlich unübersichtlich- viele Kategorien-Chaos und schlussendlich starte ich bei den Lizenzfahrern mit der roten Nummer. Ein Vorteil ist, dass ich im ersten Startblock einstehen kann.
08.00 Startschuss und wie die Hasen jagen wir durch Fribourg, die Strassen nicht gesperrt, Autos kommen entgegen… endlich sind wir ausserhalb und schon die ersten Rampen. Gemäss Höhenprofil sollte es nun stetig und lange steigen…habe wohl das Profil zuwenig angeschaut- ein ewiges auf und ab und immer wieder steile Rampen-dann der erste Bergpreis am La Berra mit einer Laufpassage hoch zum Gipfel und runter in die ruppige schnelle Abfahr-brutal fürs Material- zu dieser Zeit bin ich +/- eine Minute hinter Hansjürg und Bärti- also voll im Fahrplan. Endlich unten geht’s weiter auf abwechslungsreichen Waldtrails, zu zweit rauschen wir durch den Wald, dann falle ich sprichwörtlich fast vom Bike- ein lauter Knall und ich sitze auf der Felge, die Beine vollgespritzt mit Milch- wieso auch immer, der Hinterpneu ist von der Felge gesprungen- grosse Sch…erstaunlicher Weise bleibe ich ziemlich ruhig. Mit viel Mühe bringe ich irgendwann in der ganzen Schweinerei den Schlauch rein und den Pneu auf die Felge- wieso ich nur ca.1.5bar Luft reinbringe ist mir nicht klar-weiter geht’s- immer wieder anhalten nachpumpen- aber die Luft ist auch bei mir nun ziemlich draussen. Einfach noch anständig ins Ziel kommen, doch es ist noch weit…zu allem Übel kommen immer wieder brutal steile Rampen, so auch zum zweiten Bergpreis Les Gibloux und die Abfahrten haben’s ins sich. Prompt fange ich mir nach einem Durchschlag einen schleichenden am Hinterrad ein- nochmals Nachpumpen und endlich im Ziel in 4.03 Std. Senioren Rang 9/ Overall Rang 63

Fazit:
Premieren haben es in sich.
Die Strecke ist absolut selektiv- technisch und konditionell.
Nun habe auch ich meinen ersten gröberen Defekt eingezogen, es war anscheinend an der Zeit.
Im Ziel ein Blick auf mein Handy-während dem Rennen habe ich eine SMS erhalten- Hans-Urs hat geschrieben; schwerer Sturz auf die Schulter-Ambulanz kommt. Sofort rufe ich ihn an- Diagnose Schlüsselbeinbruch links, wir sehen uns im Hospital in Riaz bei Bulle.
Premieren über Premieren- zu viele auf einmal und solche, auf die man getrost verzichten könnte.

Dani

@ Hans-Urs: gute Besserung und schnelle Genesung- unser Team besteht aus zwei Fahrer!

So schnell kanns gehen, nach der super Leistung in Kirchzarten folgt der super „Fahrfehler“ am Bergi-Bike! Aber schön der Reihe nach….
Samstag die Anreise nach Friburg, Nummer in der „Pampas“ abholen, Auto in Bulle parkieren und Retourfahrt mit dem Regioexpress – ein Riesenaufwand der sich hoffentlich lohnt?!
Start um 08.20 Uhr im letzten Starblock, als „Hamburger ohne Ambitionen“ heisst es hinten anstehen. Ab dem Start gehts zuerst durch die winkligen Gassen der Altstadt rauf und runter, nach 4 km kommen die ersten Trails. Mir läuft es nicht schlecht, ich kann mich im vorderen Teil der Gruppe festbeissen. Schon  „stehen“ die ersten Biker vom zweiten Startfeld im Wege, aber mit dem habe ich gerechnet – Gelassenheit ist gefragt. Irgendwie stimmt das Höhenprofil nicht mit der Strecke überein, statt ständig rauf, gehts fortwährend rauf und runter…
Doch dann, der lange Anstieg zum BERRA beginnt doch noch, ich finde einen schnellen Rythmus. So kann ich mich stedig nach vorne kämpfen, kurz vor dem Gipfel noch eine (unnötige) Laufpassage, schon gehts extrem steil herunter. Die Abfahrt ist schnell und gefahrlich: Wiesen, Karrwege, Geröllhalden und Skipisten wechseln sich in schneller Abfolge ab. In einem Wiesenabschnitt fahre ich auf einen Biker auf, dass geht aber schneller, sogleich will ich links vorbeischiessen! Leider ein Erdloch oder ähnliches im halbhohen Gras übersehen, im hohen Bogen im Salto über den Lenker katapultiert und lande relativ unsanft im Gras, kleine Rutschpartie und es macht „Klack“! Scheissse, da ging wohl was in die Brüche!? Zuerst die Sterne im Kopf ein wenig beruhigen, leicht benommen gehts ein kurzes Stück hinauf. Der Streckenposten springt schon voller Aufregung auf mich zu, kurze nonverbale Kommunikation und schon steht ein Sanitäter vor mir – dies ging aber sehr fix! Die Sache scheint klar zu sein, ein klassischer Schlüsselbeinbruch! Schnell ist die Infusion gesteckt, gehts mit dem Quad zum nächsten Parkplatz und gleich weiter mit der  Ambulanz zum Hospital in Riaz. Zuerst mal Formulare ausfühlen, röntgen, anschliessend den „Rucksack“ montiert und zur Kontrolle wieder zum röntgen.  Alles paletti, der Arzt gibt sein OK, Dani kann mich nach Hause nehmen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Streckposten, Rennarzt, Quat-Fahrer, Ambulanzteam, Spitalpersonal und dem Arzt: Hatte immer das Gefühl in sehr guten Händen zu sein, trotz den zeitweiligen Sprachproblemen. Aber mit einer Mischung von D – F – E und „Bilderbüchlein“ hat die Konversation sehr gut geklappt. 
An dieser Stelle ein riesengosses DANKESCHÖN an Daniel! Er bringt noch mein 29’Merida vom Zielort Bulle mit, übersetzt bei der Arztvisite und besorgt die Zwischenverpflegung für die Heimfahrt – genialer sixty-sixers-Teamkamerad!
So geht das Bergibike eher in negativer Hinsicht zu Ende, am Montag gehts zum Hausarzt….

iXS BerGiBike Fribourg-Bulle,24.06.12

17.06.2012 – 15. Black Forest Ultra Bike Marathon, Kirchzarten D

Beim Black Forest mit seinen 116.9 km/3150 Hm haben wir schon alle Höhen und Tiefen erleben dürfen, der Ultra ist trotz oder wegen diesen Erinnerungen ein „Lieblingsrennen“ der sixty-sixers.

Am Samstag bei strahlendem Sonnenschein angereist. Anschliessend die Startnummer abholen und kurz die Bike-Expo besuchen. Nichts aufregendes, dies kann man schon als Routine bezeichnen. Die Wetteraussichten sind im Gegensatz zum letzten Jahr perfekt, einem interessanten Rennen steht also nicht im Wege.

Am Abend gemeinsames Nachtessen mit der Familie Christen, Daniel Egli und Peter Birrer beim Italiener. Kurzer Verdauungsspaziergang und ab in den Camper zum pennen.

In der Nacht ein kleiner Regenschauer und am Morgen ist der Himmel zwar bewölkt, dafür sind die Temperaturen sehr angenehm. Mit hängen und würgen ein Weissbrot mit Nutella mit einem Milchreis-Becher„genossen“, kurzes Einfahren in der Fläche und schon geht’s zum Start um 07.30 Uhr.

Der gleiche „Fehler“ wie am ELSA-Bike passiert mir heute nicht, jetzt ist der Pulsmesser montiert: Das Fahrgefühl kann ja bekanntlich täuschen, daher wird der Ultra nach den Fakten am Tacho gefahren! Also immer im G1 bis G3 – Bereich fahren…..

Normalerweise starte ich relativ langsam, aber Heute ändere ich meine Renntaktik komplett: Volles Rohr am Anfang, festbeissen an der Spitzengruppe bis es nicht mehr geht, zurück fallen lassen und auf eine von hinten anrauschende Gruppe mit „vernünftigem“ Tempo hoffen…..

Man(n) glaubt es kaum, zu 100 % aufgegangen: Ich konnte mich sehr lange in der Spitzengruppe halten. Erst ab km 38 musste ich die 4’Gruppe ziehen lassen, dass ist aber viel später als ich selber gehofft habe. Komischerweise drehten meine Beinen wie an den besten Tagen weiter und so konnte ich ein hohes Tempo am Berg durchziehen, nur in den diversen Flachpassagen fehlte ein wenig der Punch. Ich bin ja nicht gerade als bester Abfahrer bekannt, aber am heutigen Tage hat mich keiner in den schnellen Passagen überholt! Im Gegenteil, meine Begleiter habe ich regelmässig bei den zum Teil extrem schnellen Schotterabfahrten regelrecht stehen gelassen…

So komme ich nach 5:36 mit einer „Bombenzeit“ müde und abgekämpft, aber sehr glücklich ins Ziel. Sehr Nahe am perfekten Rennen, was will ich mehr?!

Rangmässig daher auch sehr erfreulich: Rang 142 von total 958 klassierten Rennfahrer, in meiner Alterskategorie schaut der sogar Rang 45 von 408 Teilnehmer heraus → Spitzenmässig!

Zum perfekten Abschluss habe ich eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt, dass gibt Motivation für die kommenden Rennen……..

Hans-Urs

hans-urs in action

Unser Familienausflug auf den schönen Camping Kirchzarten steht schon wieder an. Seit letztem Jahr aber nur noch in der komfortablen Ferienwohnung, man(n) wird ja nicht jünger.

Göttigbueb Nico hat immer noch grossen Spass uns an den Black Forest Marathon zu begleiten und am Samstag zusammen mit Fabio am U-13 Kids-Cup teilzunehmen. Also holen wir ihn ab und gegen 17.00 Uhr geht’s los in die gemeldeten Staus- wir konnten wählen zwischen Stau vor Basel oder rund um Baden… Wir entschlossen uns über Baden-Bad Säckingen und dann Überland durch den schönen Schwarzwald nach Kirchzarten zu fahren.

Samstagmorgen gehen die Jungs ihre Startnummer abholen. Anschliessend fahren wir zusammen den Technik-Parcour ab, dieses Jahr weniger technisch dafür konditionell anspruchsvoller. Start um 09.50 Uhr-3 Runden lang geben Nico und Fabio alles und haben Spass- tolle Leistung Jungs.
Als Belohnung offeriert Pia ihnen am Nachmittag Fahrten auf der Rodelbahn in Todtnau, worum nicht zweimal gebeten werden musste. Ich lasse derweil die Beine baumeln- einfahren macht mich gar nicht an- morgen wird’s noch anstrengend genug, zumal auch hohe Temperaturen gemeldet werden.
Am Abend treffen wir uns mit Hans-Urs, Anita, Dani und Peter auf ein unterhaltsames Nachtessen beim Italiener, war echt toll.

Tagwache um 05.45 Uhr- draussen der Himmel bewölkt- gut so, dann wird’s nicht zu heiss. Das Frühstücksbrötchen muss ich sprichwörtlich runterwürgen, mehr geht nicht rein,werde auf dem Weg zum Startblock eine halben Gel einverleiben müssen. Ganz kurzes Einfahren mit Hans-Urs und ab in Startblock 2. Mein Ziel für heute ist klar- unter 5 Std. und vielleicht reicht es endlich aufs Podest. 07.30 geht’s endlich los, bis zum ersten Anstieg bleibe ich schön hinten, dann wird der Block gesprengt und wir ziehen vorne in einer 12er Gruppe weg. Schön wie es läuft, wie es dreht- ich verspüre grosse Zufriedenheit und Zuversicht. Nach einer halben Stunde ist diese Zuversicht ziemlich weg, mein Herz rast völlig unvermittelt mit Puls 186, ungewöhnlich und abnormal, ich muss anhalten und den Puls runterholen- viele Gedanken gehen durch den Kopf, Angst habe ich nie, und schon ist wieder alles im normalen Bereich und ich kann mit Vollgas der Spitzengruppe hinterher jagen, komme tatsächlich fast wieder hin. Verpflegung durch Pia und Kids in Hinterzarten-moralische Unterstützung tut gut, in einer vierer Gruppe jagen wir den Führenden hinterher. Im steilen Aufstieg Menzenschwand bei km 54 verabschiede ich mich dann von der Gruppe und ziehe meinen Rhythmus durch, nun läufts wie geschmiert und die Zuversicht ist wieder da. Über Todtnau geht’s weiter zur legendären Rampe „The Wall“ bei Aftersteg- Heavy Metal peitscht mich locker die steile Rampe hoch, oben warten Pia und Kids, geben mir eine Cola. Pia informiert; Schatz du bisch dritt- blib dra. Ja das werde ich, mir geht es nun genial gut- immer wieder sehe ich zwischendurch das rote Trikot des Führenden aus meiner Kategorie, den zweit platzierten kenne ich nicht- aber ich bin überzeugt, dass ich noch hinkommen kann. Nach Hofsgrund, im zweitletzten Anstieg bin ich am zweiten dran, ziehe sofort durch und brettere in die lange Abfahrt. Im Sog der zwei Power-Track Führenden die mich einholen, knalle ich mit ihnen in den allerletzten kurzen Anstieg und endlich in die Abfahrt, rein ins Stadion.
Im Ziel, total ausgepumpt aber mit neuer Bestzeit von 4.50 Std. und Rang 2 Senioren 2 / Overall Rang 16

Fazit:

Ein tolles Rennen und endlich durfte ich mit dem Podestplatz einen lang gehegten Traum erfüllen. Ich bedanke mich herzlich bei Pia und Kids für den tollen Support, ein für mich wichtiger Bestandteil für ein erfolgreiches Race.
Konditionell stimmts – die unschönen körperlichen Nebengeräusche werde ich analisieren- nicht mehr und nicht weniger.

Herzliche Gratulation an Hans-Urs zu seiner super Leistung mit neuer Bestzeit

Dani

im 4er Zügli
die legendäre Rampe

17.06.2012 – 15. Black Forest Ultra Bike Marathon, Kirchzarten D

iXS Elsa Bike-Trophy Estavayer, 10.06.2012

So, die Rennsaison der sixty-sixers ist mit dem IXS ELSA-Bike-Rennen in Estavayer-le-Lac mit 60 km und 1785 Hm eröffnet.

Pünktlich um 08.30 Uhr holt mich Daniel ab und wir fahren die rund 180 km ins Welschland runter, zum Glück bessert sich das Wetter westwärts stetig.

Meinerseits sehe ich dem Start mit gemischten Gefühlen entgegen?! Im Trainingsbuch 2012 stehen fast so viele Kilometer wie im 2011, aber die langen Einheiten und die dazugehörigen Höhenmeter fehlen in diesem Jahr.

Kurz nach 10 Uhr sind wir schon in Estavayer-le-Lac eingetroffen und wollen zügig die Formalitäten erledigen. Aber hoppla, dass wollen Andere auch und schon stehen wir am Ende einer langen Schlange – dies sind wir uns aber gar nicht gewohnt! Aber Daniel trifft zufällig im vorderen Teil der Schlange alte „Kumpanen“ und so kommen wir auch ohne grosses Anstehen zu unseren Startnummern – sehr gut gemacht Daniel.

Wie immer kurzes einfahren bei Sonnenschein und schon geht’s um 12.01 Uhr los. Am Anfang wie immer sehr hektisch, für einige zu hektisch und schon liegt vor mir ein „herrenloses“ Bike = Vollbremsung und Füsse zu Boden! Mit Glück ein Sturz verhindert, nun braust aber das „halbe“ Feld an mir vorbei und ich mit „Volldampf“ hinterher….

Die Bodenverhältnisse sind erstaunlich gut, ein paar wenige schlammige Passagen sind die Ausnahme. Der Rest des Cross-Country ist gut bis sehr gut befahrbar, dass macht ja richtig Spass.

Gefühlsmässig bin ich richtig gut unterwegs, die Beine drehen wie gewünscht und schon steht auf der Tafel die Dreissig = halbe Streck zurückgelegt. Da ich mich sehr gut fühle, erhöhe ich jetzt den Zug an meiner Kette und so lasse ich meine unmittelbaren Begleiter mit Leichtigkeit zurück.

Vor mir eine 12’er Gruppe, angeführt von 2 Frauen und im Schlepptau nur Männer. So was geht natürlich nicht, ich „schiesse“ vorbei und keiner kann oder will mir folgen…….?!

Nun stehen schon die letzten 5 Rennkilometer an, ich schliesse auf eine 3’er Gruppe auf. Im Stil eines Schnellzuges preschen wir in Estavayer um die Hausecken, ich an dritter Position. Der Spurtsieg ist mein Ziel, unter allen Umständen! Der Spurt im richtigen Zeitpunkt lanciert und so sind meine Gefährten im Endeffekt „chancenlos“ – ich komme mir vor wie Tom Boonen!!!

Mit dem Rennen bin ich wirklich ausserordentlich zufrieden, hat von A bis Z sehr viel Spass und Freude bereitet.

Am Abend dann die grosse Ernüchterung, im 2011 bin ich 15 Minuten schneller unterwegs gewesen! Kann dies sein? Es ist (leider) so: Zahlen und Rangierungen lügen nicht, mein Renngefühl hat mir da einen Streich gespielt! Nach dem der erste „Frust“ mit einer Glace gekühlt ist, überwiegen die positiven Erlebnisse am Rennen dennoch bei weitem.

Hans-Urs
Macht Spass die Elsa Trails
Hans-Urs im Zielsprint

Endlich geht auch für uns die Saison 2012 los und Gott sei Dank nicht mehr mit dem gandenlosen Monte Generoso- man bin ich froh (das der Anlass aber ganz verschwindet finde ich sehr schade)

Die ganze Nacht regnet es bei uns durch- wie sieht es wohl auf den vielen Waldtrails am Elsa Bike aus, Schlamm und Matsch? Das Wetterradar zeigt um 07.00 Uhr wenigstens keine Regenwolken im Westen an- sehr gut.
08.30 Uhr Hans-Urs abholen und los geht’s.
Anscheinend sind wir dieses Jahr einwenig später dran als üblich, lange Warteschlangen an den Startnummerausgaben- nicht so mein Ding, aber es ist wie am Skilift…Dann kurzes Einfahren und wie üblich sehr früh einstehen- das gesittete einreihen in Startblöcke haben sie da leider immer noch nicht im Griff..
Endlich um12.01 Uhr der Startschuss und ab geht die Post- nun werden die Karten auf den Tisch gelegt. Ich halte mich möglichst weit vorne auf- mein Ziel ist es so lange wie möglich das Rad meiner direkten Kontrahenten zu halten. Nun der erste steile Anstieg -Puls auf Anschlag- die Beine drehen prächtig und ich bleibe dran- super, ich kann den Rhythmus mitgehen, nun heißt es solange wie nur möglich den Anschluss zu halten. Bis Km17, wo mich Pia und Jungs erstmals anfeuern, bin ich noch dran, dann zahle ich allmählich Tribut für den für mich sehr schnellen Start und schon vergrössert sich der Abstand stetig. Gut überholt mich in dieser Phase des Rennens Peter aus der gleichen Kategorie, ich beisse mich nun in den unzähligen knackigen Waldtrails mit aller Macht an seinem Hinterrad fest und tatsächlich spüre ich langsam aber sicher die zweite Luft und fahre mich aus der Minikrise. Halte mich konsequent immer hinten in unserer sechsköpfigen Gruppe auf. Dann ca. 10 Km vor dem Ziel attackiere ich mit viel Optimismus in einem ansteigenden Wiesentrail und distanziere die Gruppe sogleich- Lunge und Beine brennen brutal, aber ich will weg um alleine in den letzten technischen auf- und ab Passagen fahren zu können- der noch ausstehende Podestplatz am Elsa sollte möglich sein. Da sehe ich auf den letzten 5km den grünen Helm von Bärti vor mir- das setzt nochmals Körner frei. Jeden Anstieg drücke ich im Wiegetritt hoch und ca. 1km vor dem Ziel bin ich dran und sprinte sogleich durch und rein ins Dorf von Estavayer- sofort schnappt er sich meinen Windschatten, ich kann ihn nicht abschütteln- fahre Schlangenlinien-lasse die Beine hängen- er bleibt hinten- wieder ziehe ich voll durch- ohne Erfolg-Beine hängen lassen- die letzten 200m und nochmals volle Kanne- eine Blick zurück- endlich lässt er die Beine hängen und ich ziehe wirklich auf der letzten Rille und voll in der Säure durch.
In 2.38.20 Std. im Ziel. Rang 2 H3/ Overall Rang 27

Fazit:
Eine geniale Strecke die schlichtweg Spass macht.
Leistungsmässig und körperlich darf ich sehr zufrieden sein- die leichte Schwächeperiode im Mittelteil war nach dem für meine Verhältnisse super schnellen Start zu erwarten- einmal mehr kann ich hintenraus wieder zusetzen- das stimmt mich für mein Saison Highlight dem Peakbreak in Österreich sehr zuversichtlich.

Dani

Verpflegung gegen die Mini Krise
Endlich auf dem Elsa Podest

iXS Elsa Bike-Trophy Estavayer, 10.06.2012

tour-grischa gescheitert

ich konnte es fast nicht glauben, aber die Mitteilung der Organisatoren ist eindeutig:
Hallo Daniel Christen

Mit grösstem Bedauern müssen wir dir mitteilen, dass die tour-grischa abgesagt werden musste. Der Hauptgrund dafür ist die zu geringe Zahl der eingegangenen Anmeldungen. Neben diesem, aber auch aus weiteren Gründen kann die tour-grischa nicht kostendeckend durchgeführt werden.

Es tut uns unglaublich leid, dir dieses Mountainbike-Abenteuer in den Bündner Bergen nicht ermöglichen zu können.
Medienmitteilung
Persönliches Statement vom Veranstalter

Ich habe mich wirklich gefreut, erstmals an einem Schweizer Bike-Etappenrennen in einer fantastischen Gegend teilzunehmen. Und nun dies, einmal mehr gelingt es einer Minderheit soviele Hindernisse aufzubauen, dass auch der stärkste Optimist aufgeben muss. Unglaublich finde ich, dass der touristische und volkswirtschaftliche Gewinn eines solchen schweizweit einmaligen Events nicht erwünscht/erkannt wird und dies im sogenannten Veloland-Schweiz
Einfach nur traurig

Dani

tour-grischa gescheitert