17.06.2012 – 15. Black Forest Ultra Bike Marathon, Kirchzarten D

Beim Black Forest mit seinen 116.9 km/3150 Hm haben wir schon alle Höhen und Tiefen erleben dürfen, der Ultra ist trotz oder wegen diesen Erinnerungen ein „Lieblingsrennen“ der sixty-sixers.

Am Samstag bei strahlendem Sonnenschein angereist. Anschliessend die Startnummer abholen und kurz die Bike-Expo besuchen. Nichts aufregendes, dies kann man schon als Routine bezeichnen. Die Wetteraussichten sind im Gegensatz zum letzten Jahr perfekt, einem interessanten Rennen steht also nicht im Wege.

Am Abend gemeinsames Nachtessen mit der Familie Christen, Daniel Egli und Peter Birrer beim Italiener. Kurzer Verdauungsspaziergang und ab in den Camper zum pennen.

In der Nacht ein kleiner Regenschauer und am Morgen ist der Himmel zwar bewölkt, dafür sind die Temperaturen sehr angenehm. Mit hängen und würgen ein Weissbrot mit Nutella mit einem Milchreis-Becher„genossen“, kurzes Einfahren in der Fläche und schon geht’s zum Start um 07.30 Uhr.

Der gleiche „Fehler“ wie am ELSA-Bike passiert mir heute nicht, jetzt ist der Pulsmesser montiert: Das Fahrgefühl kann ja bekanntlich täuschen, daher wird der Ultra nach den Fakten am Tacho gefahren! Also immer im G1 bis G3 – Bereich fahren…..

Normalerweise starte ich relativ langsam, aber Heute ändere ich meine Renntaktik komplett: Volles Rohr am Anfang, festbeissen an der Spitzengruppe bis es nicht mehr geht, zurück fallen lassen und auf eine von hinten anrauschende Gruppe mit „vernünftigem“ Tempo hoffen…..

Man(n) glaubt es kaum, zu 100 % aufgegangen: Ich konnte mich sehr lange in der Spitzengruppe halten. Erst ab km 38 musste ich die 4’Gruppe ziehen lassen, dass ist aber viel später als ich selber gehofft habe. Komischerweise drehten meine Beinen wie an den besten Tagen weiter und so konnte ich ein hohes Tempo am Berg durchziehen, nur in den diversen Flachpassagen fehlte ein wenig der Punch. Ich bin ja nicht gerade als bester Abfahrer bekannt, aber am heutigen Tage hat mich keiner in den schnellen Passagen überholt! Im Gegenteil, meine Begleiter habe ich regelmässig bei den zum Teil extrem schnellen Schotterabfahrten regelrecht stehen gelassen…

So komme ich nach 5:36 mit einer „Bombenzeit“ müde und abgekämpft, aber sehr glücklich ins Ziel. Sehr Nahe am perfekten Rennen, was will ich mehr?!

Rangmässig daher auch sehr erfreulich: Rang 142 von total 958 klassierten Rennfahrer, in meiner Alterskategorie schaut der sogar Rang 45 von 408 Teilnehmer heraus → Spitzenmässig!

Zum perfekten Abschluss habe ich eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt, dass gibt Motivation für die kommenden Rennen……..

Hans-Urs

hans-urs in action

Unser Familienausflug auf den schönen Camping Kirchzarten steht schon wieder an. Seit letztem Jahr aber nur noch in der komfortablen Ferienwohnung, man(n) wird ja nicht jünger.

Göttigbueb Nico hat immer noch grossen Spass uns an den Black Forest Marathon zu begleiten und am Samstag zusammen mit Fabio am U-13 Kids-Cup teilzunehmen. Also holen wir ihn ab und gegen 17.00 Uhr geht’s los in die gemeldeten Staus- wir konnten wählen zwischen Stau vor Basel oder rund um Baden… Wir entschlossen uns über Baden-Bad Säckingen und dann Überland durch den schönen Schwarzwald nach Kirchzarten zu fahren.

Samstagmorgen gehen die Jungs ihre Startnummer abholen. Anschliessend fahren wir zusammen den Technik-Parcour ab, dieses Jahr weniger technisch dafür konditionell anspruchsvoller. Start um 09.50 Uhr-3 Runden lang geben Nico und Fabio alles und haben Spass- tolle Leistung Jungs.
Als Belohnung offeriert Pia ihnen am Nachmittag Fahrten auf der Rodelbahn in Todtnau, worum nicht zweimal gebeten werden musste. Ich lasse derweil die Beine baumeln- einfahren macht mich gar nicht an- morgen wird’s noch anstrengend genug, zumal auch hohe Temperaturen gemeldet werden.
Am Abend treffen wir uns mit Hans-Urs, Anita, Dani und Peter auf ein unterhaltsames Nachtessen beim Italiener, war echt toll.

Tagwache um 05.45 Uhr- draussen der Himmel bewölkt- gut so, dann wird’s nicht zu heiss. Das Frühstücksbrötchen muss ich sprichwörtlich runterwürgen, mehr geht nicht rein,werde auf dem Weg zum Startblock eine halben Gel einverleiben müssen. Ganz kurzes Einfahren mit Hans-Urs und ab in Startblock 2. Mein Ziel für heute ist klar- unter 5 Std. und vielleicht reicht es endlich aufs Podest. 07.30 geht’s endlich los, bis zum ersten Anstieg bleibe ich schön hinten, dann wird der Block gesprengt und wir ziehen vorne in einer 12er Gruppe weg. Schön wie es läuft, wie es dreht- ich verspüre grosse Zufriedenheit und Zuversicht. Nach einer halben Stunde ist diese Zuversicht ziemlich weg, mein Herz rast völlig unvermittelt mit Puls 186, ungewöhnlich und abnormal, ich muss anhalten und den Puls runterholen- viele Gedanken gehen durch den Kopf, Angst habe ich nie, und schon ist wieder alles im normalen Bereich und ich kann mit Vollgas der Spitzengruppe hinterher jagen, komme tatsächlich fast wieder hin. Verpflegung durch Pia und Kids in Hinterzarten-moralische Unterstützung tut gut, in einer vierer Gruppe jagen wir den Führenden hinterher. Im steilen Aufstieg Menzenschwand bei km 54 verabschiede ich mich dann von der Gruppe und ziehe meinen Rhythmus durch, nun läufts wie geschmiert und die Zuversicht ist wieder da. Über Todtnau geht’s weiter zur legendären Rampe „The Wall“ bei Aftersteg- Heavy Metal peitscht mich locker die steile Rampe hoch, oben warten Pia und Kids, geben mir eine Cola. Pia informiert; Schatz du bisch dritt- blib dra. Ja das werde ich, mir geht es nun genial gut- immer wieder sehe ich zwischendurch das rote Trikot des Führenden aus meiner Kategorie, den zweit platzierten kenne ich nicht- aber ich bin überzeugt, dass ich noch hinkommen kann. Nach Hofsgrund, im zweitletzten Anstieg bin ich am zweiten dran, ziehe sofort durch und brettere in die lange Abfahrt. Im Sog der zwei Power-Track Führenden die mich einholen, knalle ich mit ihnen in den allerletzten kurzen Anstieg und endlich in die Abfahrt, rein ins Stadion.
Im Ziel, total ausgepumpt aber mit neuer Bestzeit von 4.50 Std. und Rang 2 Senioren 2 / Overall Rang 16

Fazit:

Ein tolles Rennen und endlich durfte ich mit dem Podestplatz einen lang gehegten Traum erfüllen. Ich bedanke mich herzlich bei Pia und Kids für den tollen Support, ein für mich wichtiger Bestandteil für ein erfolgreiches Race.
Konditionell stimmts – die unschönen körperlichen Nebengeräusche werde ich analisieren- nicht mehr und nicht weniger.

Herzliche Gratulation an Hans-Urs zu seiner super Leistung mit neuer Bestzeit

Dani

im 4er Zügli
die legendäre Rampe

17.06.2012 – 15. Black Forest Ultra Bike Marathon, Kirchzarten D

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