iXS BerGiBike Fribourg-Bulle,24.06.12

79km/2460Hm

Premiere am iXS BerGiBike – in jeder Beziehung.

Logistisch gesehen ist ein Rennen von A nach B immer mit Mehraufwand verbunden. Abfahrt am Samstagmittag nach Fribourg-Hotel beziehen und Bikes einstellen, weiter nach Ressens die Startnummer abholen, dann nach Bulle um das Auto im Zielgelände abzustellen und zu guter letzt mit dem Zügli wieder retour nach Fribourg. Für diesen Aufwand muss die Rennstrecke dann einiges hergeben…

Nach einer lärmigen Nacht ( hupende Fussballfans ) Tagwache um 06.15 Uhr. Schnelles Frühstück und schon geht’s los- wo ist bloss das Startgelände- da zwei Biker mit Nummer am Lenker- denen nach.

Die Anmeldung für den BerGi war ziemlich unübersichtlich- viele Kategorien-Chaos und schlussendlich starte ich bei den Lizenzfahrern mit der roten Nummer. Ein Vorteil ist, dass ich im ersten Startblock einstehen kann.
08.00 Startschuss und wie die Hasen jagen wir durch Fribourg, die Strassen nicht gesperrt, Autos kommen entgegen… endlich sind wir ausserhalb und schon die ersten Rampen. Gemäss Höhenprofil sollte es nun stetig und lange steigen…habe wohl das Profil zuwenig angeschaut- ein ewiges auf und ab und immer wieder steile Rampen-dann der erste Bergpreis am La Berra mit einer Laufpassage hoch zum Gipfel und runter in die ruppige schnelle Abfahr-brutal fürs Material- zu dieser Zeit bin ich +/- eine Minute hinter Hansjürg und Bärti- also voll im Fahrplan. Endlich unten geht’s weiter auf abwechslungsreichen Waldtrails, zu zweit rauschen wir durch den Wald, dann falle ich sprichwörtlich fast vom Bike- ein lauter Knall und ich sitze auf der Felge, die Beine vollgespritzt mit Milch- wieso auch immer, der Hinterpneu ist von der Felge gesprungen- grosse Sch…erstaunlicher Weise bleibe ich ziemlich ruhig. Mit viel Mühe bringe ich irgendwann in der ganzen Schweinerei den Schlauch rein und den Pneu auf die Felge- wieso ich nur ca.1.5bar Luft reinbringe ist mir nicht klar-weiter geht’s- immer wieder anhalten nachpumpen- aber die Luft ist auch bei mir nun ziemlich draussen. Einfach noch anständig ins Ziel kommen, doch es ist noch weit…zu allem Übel kommen immer wieder brutal steile Rampen, so auch zum zweiten Bergpreis Les Gibloux und die Abfahrten haben’s ins sich. Prompt fange ich mir nach einem Durchschlag einen schleichenden am Hinterrad ein- nochmals Nachpumpen und endlich im Ziel in 4.03 Std. Senioren Rang 9/ Overall Rang 63

Fazit:
Premieren haben es in sich.
Die Strecke ist absolut selektiv- technisch und konditionell.
Nun habe auch ich meinen ersten gröberen Defekt eingezogen, es war anscheinend an der Zeit.
Im Ziel ein Blick auf mein Handy-während dem Rennen habe ich eine SMS erhalten- Hans-Urs hat geschrieben; schwerer Sturz auf die Schulter-Ambulanz kommt. Sofort rufe ich ihn an- Diagnose Schlüsselbeinbruch links, wir sehen uns im Hospital in Riaz bei Bulle.
Premieren über Premieren- zu viele auf einmal und solche, auf die man getrost verzichten könnte.

Dani

@ Hans-Urs: gute Besserung und schnelle Genesung- unser Team besteht aus zwei Fahrer!

So schnell kanns gehen, nach der super Leistung in Kirchzarten folgt der super „Fahrfehler“ am Bergi-Bike! Aber schön der Reihe nach….
Samstag die Anreise nach Friburg, Nummer in der „Pampas“ abholen, Auto in Bulle parkieren und Retourfahrt mit dem Regioexpress – ein Riesenaufwand der sich hoffentlich lohnt?!
Start um 08.20 Uhr im letzten Starblock, als „Hamburger ohne Ambitionen“ heisst es hinten anstehen. Ab dem Start gehts zuerst durch die winkligen Gassen der Altstadt rauf und runter, nach 4 km kommen die ersten Trails. Mir läuft es nicht schlecht, ich kann mich im vorderen Teil der Gruppe festbeissen. Schon  „stehen“ die ersten Biker vom zweiten Startfeld im Wege, aber mit dem habe ich gerechnet – Gelassenheit ist gefragt. Irgendwie stimmt das Höhenprofil nicht mit der Strecke überein, statt ständig rauf, gehts fortwährend rauf und runter…
Doch dann, der lange Anstieg zum BERRA beginnt doch noch, ich finde einen schnellen Rythmus. So kann ich mich stedig nach vorne kämpfen, kurz vor dem Gipfel noch eine (unnötige) Laufpassage, schon gehts extrem steil herunter. Die Abfahrt ist schnell und gefahrlich: Wiesen, Karrwege, Geröllhalden und Skipisten wechseln sich in schneller Abfolge ab. In einem Wiesenabschnitt fahre ich auf einen Biker auf, dass geht aber schneller, sogleich will ich links vorbeischiessen! Leider ein Erdloch oder ähnliches im halbhohen Gras übersehen, im hohen Bogen im Salto über den Lenker katapultiert und lande relativ unsanft im Gras, kleine Rutschpartie und es macht „Klack“! Scheissse, da ging wohl was in die Brüche!? Zuerst die Sterne im Kopf ein wenig beruhigen, leicht benommen gehts ein kurzes Stück hinauf. Der Streckenposten springt schon voller Aufregung auf mich zu, kurze nonverbale Kommunikation und schon steht ein Sanitäter vor mir – dies ging aber sehr fix! Die Sache scheint klar zu sein, ein klassischer Schlüsselbeinbruch! Schnell ist die Infusion gesteckt, gehts mit dem Quad zum nächsten Parkplatz und gleich weiter mit der  Ambulanz zum Hospital in Riaz. Zuerst mal Formulare ausfühlen, röntgen, anschliessend den „Rucksack“ montiert und zur Kontrolle wieder zum röntgen.  Alles paletti, der Arzt gibt sein OK, Dani kann mich nach Hause nehmen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Streckposten, Rennarzt, Quat-Fahrer, Ambulanzteam, Spitalpersonal und dem Arzt: Hatte immer das Gefühl in sehr guten Händen zu sein, trotz den zeitweiligen Sprachproblemen. Aber mit einer Mischung von D – F – E und „Bilderbüchlein“ hat die Konversation sehr gut geklappt. 
An dieser Stelle ein riesengosses DANKESCHÖN an Daniel! Er bringt noch mein 29’Merida vom Zielort Bulle mit, übersetzt bei der Arztvisite und besorgt die Zwischenverpflegung für die Heimfahrt – genialer sixty-sixers-Teamkamerad!
So geht das Bergibike eher in negativer Hinsicht zu Ende, am Montag gehts zum Hausarzt….

iXS BerGiBike Fribourg-Bulle,24.06.12

2 Gedanken zu “iXS BerGiBike Fribourg-Bulle,24.06.12

  1. Bärti schreibt:

    Hallo Hans Urs

    ich wünsche Die alles Gute und vorallem beste Genesungswünsche. Ich habe das Gefühl, dass ich dem Wassergraben, in welchen Du gefahren bist, auch nur knapp entronnen bin. Wollte den Steinen in der Fahrspur ausweichen und sah im letzten Moment einen Wassergraben. Das aprupte Bremsmanöver beschädigte meine Felge durch welche in der Folge Lutt entwcheichen konnte. Aber solange man noch ausweichen und nachpumpen kann, geht es ja noch. Aber die Abfahrt war schon grenzwärtig.

    Gute Besserung
    Bärti

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