GP Luzern EZF Pfaffnau 12.06.2013

Vom Hobby Sportler zum Amateur

Eigentlich war das nächste EZF auf Ende Juni in Bad Saulgau eingeplant, doch die Homepage hobbyradcup.ch offenbarte noch eine Fahrgelegenheit, quasi vor der Haustür beim GP Luzern in Pfaffnau.
Die Ausschreibung bezüglich Teilnahme für Hobbfahrer zwar ziemlich unverständlich beschrieben, doch mit div. Emails an die Organisatoren konnte dies geklärt werden;
willst du mitmachen, musst du eine Swiss-Cycling Tageslizenz lösen und somit bei den Amateuren starten. Na dann, VW Käfer gegen Ferrari.. egal, mein Hauptziel wird sein nicht überrundet zu werden.
Mittwochnachmittag arbeitsfrei und um 15.00 Uhr die Startnummer und Tageslizenz lösen.
Zeitmesschip montieren und mit dem normalen Rennrad auf die Streckenbesichtigung Pfaffnau-Roggliswil-St.Urban-Pfaffnau, und die hatte es in sich. Typisch Luzernerhinterland, ein ewiges auf und ab mit kurzen giftigen und langen schleichenden Anstiegen, schnelle kurvige Abfahrten – sehr unrhythmisch. Im Renntempo werden das zwei harte Runden werden.
Wechsel auf den Tiefflieger und ab ins Startgelände, mein Start ist nach der Elite um 16.35- der frischerkorene Amateur wird langsam nervös..Anstehen zum Startblock, geile Hightech Boliden rund um und siehe da, es wird nach UCI Reglement jede Maschine kontrolliert. Gespannt und nervös schaue ich dem Kontrolleur zu wie er mit Wasserwaage bewaffnet meine Sattelneigung kontrolliert. Die Luftblase fällt fast vorne raus, die Sattelneigung beträgt -9°, erlaubt ist max.- 3°. Du musst den Sattel neue einstellen. Trocken sage ich; dann kannst du mich gleich heim schicken, ich habe kein Werkzeug dabei und in Thun durfte ich als Hobbyfahren so fahren. Ein netter Kontrolleur, er zeigte Verständnis und gab mir Anfänger Amateur doch grünes Licht für den Start, mit dem Rat das UCI Reglement zu konsultieren- werde ich machen.
Der Countdown läuft- los geht’s auf zwei harte Runden. Beschleunigen, runter auf den Lenker, rechts weg in den ersten Anstieg aus dem Dorf- hohe Kadenz ist heute der Schlüssel- links weg nach Roggliswil- kurze Abfahrt und rein in den kontinuierlichen Anstieg durch Roggliswil bis Netzelen- runter schalten auf das kleine Blatt- Position möglichst tief halten. Es ist sehr heiss- Puls wie immer knapp an der Schwelle, die Beine drehen gut. Endlich oben in Netzelen, sofort aufs grosse Blatt schalten, mit 53/11 und bis 70km/h in die Abfahrt knallen, jede Kurve möglichst ohne Aufrichten durchfahren- herrlich die Abkühlung im Fahrtwind- wieder ein Gegenanstieg- voll durchdrücken- nächste Abfahrt auf die langen Gerade nach St.Urban, endlich mal ein Rhythmus. Rechts links auf die Hauptstrasse und sofort wieder rechts weg- nun muss die vernichtete Höhe auf lang ansteigender Strecke und einer giftigen Rampe zurück nach Pfaffnau wieder erarbeitet werden. Gut überholt mich in diesem Moment ein Elite Fahrer auf seiner zweiten Runde- irgendwie dran bleiben, aber nicht im Windschatten- ok nur ganz kurz. Brutal hart, immer am Drücken, schmerzende Oberschenkel hin oder her in die zweite Runde. Die Kraft ist merklich geschwunden, mit wirklich hohen Kadenzen versuche ich das Tempo hoch zu halten. Ich hoffe meine Marathon Qualitäten helfen mir die zweite Runde anständig zu überstehen. Das Visier meines neuen Zeitfahrhelmes ist verschmiert mit Schweiss- du wolltest es so. Endlich auf der langen leicht ansteigenden Zielgeraden und auf der allerletzten Rille durch.
Zeit : 41.36.74, 26.8km mit ca. 450Hm, Amateur Rang 14

Fazit:
Die Strecke war schon mal Austragungsort einer SM- eine würdige und selektive Runde.
Für Marathonfahrer sind EZF eine totale Umstellung-Achtung fertig Vollgas und durchhalten, aber Abwechslung macht das Leben süss.
Eine Tageslizenz für 30.- zu lösen um teilnehmen zu können, finde ich nicht die geeignete Lösung um dem Teilnehmerschwund an Rennen entgegen zu wirken.
Kaum zu Hause wurde sofort mit Senkel und Massband mein Tiefflieger UCI konform eingestellt- gut um bis Ende Juni die neue Position einzufahren.
Mein Gefühl in der Aeroposition nicht richtig Druck auf die Pedalen zu bringen wurde mir vom heutigen Amateur Sieger bestätigt- bis 10% weniger Druck-Effizienz, wird aber von den Aerodynamischen Vorteilen wieder mehr als kompensiert. Der 66er hat wieder was gelernt.

Dani

GP Luzern EZF Pfaffnau 12.06.2013

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