60. Bergrennen SILENEN-BRISTEN vom 29. Mai 2014

Die sixty-sixers stehen zum ersten Mal in dieser Saison gemeinsam am Start: Das nationale Bergrennen Silenen-Amsteg-Bristen in der 60. Jubiläumsausgabe steht an!

Für mich zwar mit vielen Fragenzeichen behaftet?! Der Start in die Saison 2014 mit dem milden Winter/Frühling hat mir viele Kilometer beschert, aber in den letzten Wochen bin ich zu einem veritablen Wochenendvelofahrer verkommen. Jetzt steht also die Stunde, resp. Viertelstunde der Wahrheit vor der Türe: Massenstart mit Zeitmessung, d.h. schonungslose Wahrheitsfindung………….

Im Gegensatz zum letzten Jahr nur rund 1 ½ Stunden vorher auf Platz. Anschliessend fahren wir die gesamte Bergstrecke im „Schongang“ mal ab, hatte es im letzten Jahr auch so viele steile Kurven…..?!

Wie bei der Tour de France muss vor dem Start unsere Unterschrift aufs Rennblatt, ich stelle mich im grossen Hauptfeld eher hinten an und schon geht los. Bei den ersten beiden Wellen im Dorf Silenen kann ich mich kaum am Ende vom grossen Hauptfeld halten, also im letzten Jahr fuhr ich da im Schongang mit, meine Wattanzeige zeigt auch schon über 400 Watt an, das wird aber heiter werden!

Jetzt scharf links rein und schon geht’s im Höllentempo in die Steigung rein. Jetzt nur nicht überziehen, links und rechts schiessen diesmal keine Fahrer an mir vorbei, ich bin fast am Ende vom Feld………..
Der Rhythmus, resp. den Tritt im orange-roten Bereich habe ich aber schnell gefunden und schon geht’s ans „aufholen“. Da die Bergstrecke „nur“ 4.5 km lang ist und 275 Hm aufweist, ist keine Zeit sich mit der schönen Landschaft und den vielen Zuschauer auseinanderzusetzen. Meine Wattzahlen sind leider mit rund 300 Watt relativ tief, aber die Beine haben einfach zu wenig Saft drin! Aber mehr geht wirklich nicht, meine Oberschenkel schmerzen höllisch. Im oberen Teil der Strecke hat es sehr viele Leute, die mit Zurufen und Kuhglocken eine super Stimmung erzeugen. Ein letzter Kräfte-Motivationsschub bei der 1000 m Marke, ein Zwischenspurt im Wiegetritt angedeutet und noch ein Fahrer niedergespurtet und schon unter dem Zielbanner hindurch!

Mit einem 9. Rang von 18. Teilnehmer in unserer Kategorie ist das Resultat für mich (leider) weniger erfreulich, meine Zeit war im Gegensatz zum letzten Jahr wesentlich schlechter! Über 2 Minuten auf Daniel verloren, dass ist wirklich kein Ruhmesblatt!

Daniel und Roger haben die jeweilige Kategorie souverän gewonnen – herzliche Gratulation an die beiden „Bergziegen“ – toll gemacht……

Bei der Rangverkündigung doch noch was Erfreuliches, für den 8. Rang gibt es sogar auch noch einen „Batzen“ – 25. Fr. Startgeld und 30 Fr. Rangprämie erhalten –nicht schlecht!

Daher ein herzliches Dankeschön von den sixty-sixers an den VMC Silenen für den überaus toll organisierten und sehr stimmungsvollen Anlass.

Das Bergrennen hat wiederum viel Spass gemacht – die sixty-sixers kommen sicherlich im 2015 zur 61. Ausgabe wieder!

Daniel
Daniel kraftvoll….

Hans-Urs
Hans-Urs sitzend….

Roger
Roger kämpfend…..

60. Bergrennen SILENEN-BRISTEN vom 29. Mai 2014

EZF GP Amerigo Gerlafingen, 18.05.2014

Speed Zone

Back to the roots an den Ort, wo ich letztes Jahr mein erstes EZF auf meinem abgeänderten Strassenvelo gefahren bin und voll mit dem Speed-Virus infiziert wurde.
Nichts ist mehr so wie es damals war, fast alles hat sich seither kontinuierlich und grundlegend geändert-Rennmaschine-Sitzposition-Material-Training-Rennerfahrung-nicht genug, habe ich was vergessen?
Dementsprechend baute sich im Verlauf vom Samstag allmählich eine positive Spannung/Nervosität auf. Nicht wegen der Rangierung, nein- vielmehr war ich total gespannt wie der Vergleich zum letzten Jahr mit all den Veränderungen ausfallen wird. Wie nahe komme ich diesmal, mit gleich langen Spiessen, an die schnellsten ran, wie gross ist die Differenz- wir werden sehen.

Erstmals kommt auch die ganze Familie an ein EZF mit um hautnah mal mitzuerleben was der „Alte“ da immer von Speed, Sound und so erzählt..
Wetter super, die Biese nicht mehr allzu stark aber mit Scheibe und Hochprofil-Felge nie zu unterschätzen. Fast perfekte Bedingungen für alle.
Nummer holen, dann auf der Rolle einfahren- ohne Fahrtwind eine schweisstreibende Angelegenheit, aber enorm wichtig um vom Start weg auf Betriebstemperatur zu sein. Scheibenrad montieren, leicht einrollen und hin zur Startrampe- Start mit Verspätung um 14.12 Uhr- und dann ertönt er endlich wieder, der gnadenlose Count-Down- los runter von der Rampe auf zwei leicht kupierte Vollgas Runden à 13km. Volle Beschleunigung, aber nicht gleich überdrehen, alle Nervosität und Anspannung löst sich sofort auf- bin schnell in der Aeroposition, fühle mich wohl und die Beine drehen super- das spürst du sofort.
Kadenz zwischen 90-100, die Leistung möglichst immer an der Schwelle, der Puls interessiert mich nicht. Die Strecke in nicht gesperrt, also trotz Laktatfestival in den Beinen und Schleierblick konzentriert bleiben. Die erste Welle über die Autobahn wird im obersten Spitzenbereich hochgedrückt, rein ins erste Dorf, mit etwas schreien wird ein Seitenwagen und ein Cabrio überholt, scharf rechts weg hin zur zweiten Welle, die brennt wiederum massiv, aber die Position kann ich halten-lange Gerade mit Seitenwind von vorne, rein ins nächste Dorf, aufrichten, nicht zu viel Tempo verlieren wieder scharf rechts weg auf eine Nebenstrasse hin zur Hauptstrasse in den Wald, mit 50km/h auf den Kreisel los (da stehen Pia und Jungs), getraue mich nicht in der Aeroposition durchzufahren, auf die lange Gerade im dicken Gang, mit maximal Druck auf der Kette und Highspeed zurück nach Gerlafingen in die zweite Runde. Der Speaker heizt mir nochmals ein. Mein Motor läuft noch immer auf Hochtouren – mit Tunnelblick auf Strecke, Leistungsanzeige und wirklich heftig schmerzenden Beinen nochmals über die zwei Wellen drücken, durch die Dörfer in den Wald, volle Kanne durch den Kreisel und all out mit über 55km/h auf die letzte Gerade- scharf rechts weg leicht ansteigend ins Ziel. Wow, total ausgepumpt aber vom Gefühl her ein super Rennen geliefert- ausfahren und duschen.

Zeit: 34.47.00 / Runde 1 17.24.90 / Runde 2 17.22.10 / Ø 44.8km/h
Herren Hobby B Rang 2 / Overall Rang 2

Fazit:
Die Disziplin Einzelzeitfahren mit seiner grossen Bandbreite von extrem einflussreichen Facetten ist schlichtweg Faszination pur.
Alle insgeheim erhofften Verbesserungen im Vergleich zur Teilnahme 2013 sind total übertroffen worden. Beinahe 3 Minuten schneller als letztes Jahr und noch ganze 4.5 Sekunden Rückstand zum nicht ganz unbekannten Kategoriensieger-habe ich so echt nicht erwartet.
Super, das Set-up stimmt nun soweit. Aufgrund der Fotos von Pia und den Filmaufnahmen der Jungs kann ich nun an der Aerodynamik feilen und step by step bis zum nächsten Rennen Mitte Juni das Cockpit tiefer legen.
Continuous improvement – wie das ganze Leben eben 🙂

Dani

http://my1.raceresult.com/details/index.php?page=4&eventid=27590&lang=de

Kreisel Jagd

all out

EZF GP Amerigo Gerlafingen, 18.05.2014

Seeland Classic, 10.05.2014

Seeland Classic 101.8km/1260Hm

Endlich geht’s los. Bis am Donnerstag war es aber alles andere als klar, ob ich am Samstag starten kann- erst der Arztbesuch am Donnerstagmorgen gab mir die Gewissheit „keinen Seich“ zu machen; die Grippe ist am abklingen- mal schauen was geht.
Hans-Urs einmal mehr im Büro anstelle auf dem Racer, an seiner Stelle kam dafür Urs aus unserer Trainingsgruppe mit.

Die Wetteraussichten nicht schlecht, die Temperatur angenehme 18°C. Kurzes Einfahren hinauf zum Bergpreis Frienisberg- und, es ist nicht flacher geworden..
Einstehen im grossen über 260 Fahrer starken Teilnehmerfeld inkl. Fäbu Cancellara als Ehrengast.
Und los geht’s auf drei Runden à 34km und 400Hm- der Frühling war sensationell trocken- es gab also für alle viele Trainingskilometer- sehe rundum gut trainierte Beine-wird wohl sehr schnell werden.
Sofort weit vorne einreihen und konzentriert die ersten 6km im riesigen Feld heil überstehen, alle wollen vorne fahren, denn vorne hat`s immer Platz. Nun wird’s richtig weh tun-rein in die erste Rampe hoch zum Bergpreis, das Tempo brutal hoch, die Wattanzeige zeigt Werte im dunkel-dunkelroten Bereich an- kaum Erholung in der kurzen Abfahrt und wieder auf Anschlag in die zweite Rampe hinauf bis zum Bergpreis- die Beine drehen gut- die Atmung nicht weiter verwunderlich etwas schwer und der Puls rast. Reserven habe ich keine mehr, aber mit einem schmerzhaften Sprint hechte ich mich bis ganz oben wieder an die immer noch sehr grosse Spitzengruppe ran- erstes Ziel erreicht, durchschnaufen, Laktat abbauen.
Starker Gegenwind in der Fläche, zeige mich ab und zu vorne und fahre die eine oder andere Ablösung. Die Strecke vor dem Ziel führt neu kreuz und quer durch Quartiere, ist teilweise sehr schmal- nervöse Angelegenheit. Schon geht’s in die zweite Runde, was nun kommt ist allen klar; die Spitzengruppe muss dezimiert werden. Kontinuierlich wird das Tempo angezogen, Fäbu und die leichten Bergfahrer drücken gewaltig zum Frienisberg hoch- voll in der Säure muss ich wiederum alles und noch mehr geben um den Anschluss nicht zu verlieren- das Feld dezimiert sich und erneut, und nur mit dem äusserst schmerzhaften 100m Bergsprint komme ich wieder zur Spitzengruppe hin. Oben lassen plötzlich alle die Beine etwas hängen- bin also nicht nur ich auf Anschlag gefahren und blau- kurble mir mit dosiertem Pedaldruck das Laktat aus den Beinen und knalle so als erster in die rasend schnelle Abfahrt- was für ein Genuss- mit Vollgas ohne zu bremsen in die Ecken- ein Blick zurück- oh, der Chef Fäbu persönlich hat meine Verfolgung aufgenommen, mit drei Fahrer im Schlepptau, das Feld 200m zurück. Zu fünft kreiseln wir im Gegenwind und auch Fäbu arbeitet schön mit, er will ja gut trainieren ;-). Für mich aber ist klar, wir sind, leider, eine Runde zu früh in Front- es besteht keine Chance durchzukommen- so mache ich nur kurze Ablösungen-wir werden wieder gestellt. Hinten einreihen, verpflegen, einen Moment nicht aufmerksam und beinahe verpassen Gerber Hansjürg und ich in der Fläche den Anschluss, weil sie vor uns eine Lücke nicht zufahren- Fäbu und Ex-Pro Heule machen vorne gerade mal richtig Dampf- mit allem was wir haben überholen, den Sattel tief im A.. und mit über 50km/h hecheln wir uns wieder ran- Glück gehabt, beinahe wäre der Zug ohne uns abgefahren!
Rein in die dritte und letzte Runde. Unsere Spitzengruppe ist noch immer gegen 40 Mann stark- nicht allzu schnell wird zum letzten mal hin zum Scharfrichter Frienisberg gefahren- alle sind müde- alle wissen, dass jetzt nochmals gnadenlos aussortiert wird- schon wird vorne voll attackiert- drei Fahrer mit Fäbu können sich absetzen- keine Chance da dran zu bleiben- Puls, Laktat und Leistung jetzt im schwarz-dunkelroten Bereich- einfach dran bleiben- ran an Hansjürg, endlich oben- ein Blick zurück-die Spitzengruppe hat sich tatsächlich nochmals beinahe halbiert- Los hinterher, wir sehen nach der Abfahrt die Ausreisser vor uns, aber unsere Gruppe harmoniert überhaupt nicht, so machen Hansjürg und ich als Biker immer wieder Tempo, wohlwissend, dass dies nicht optimal für den Schlusssprint ist-egal wir wollen racen, nicht taktieren.
Kurz vor dem Ziel reihe ich mich dann an etwa 8.Stelle ein, schalte auf einen dicken Gang, greife in den Unterlenker, rein in die letzten zwei Kurven auf die 250m Zielgerade und sprinte und zerre mit allem was noch geht dem Zielstrich entgegen- und beinahe reicht es bis ganz nach vorne…

Fazit:
Im Ziel in 2:36.31,67, Ø 39,04 km/h, Herren2 Rang 2 / Overall Rang 7
Einmal mehr ein super Rennen. Die Strecke liegt mir irgendwie- auch wenn der Bergpreis hoch zum Frienisberg jedes Mal eine mentale Herausforderung mit körperliche Schmerzen darstellt um nicht abgehängt zu werden
Das am Schluss ganze 11 Hundertstel für den 3.Rang Overall fehlen ärgert mich nicht mal-alles gegeben, mehr lag einfach nicht drin.
Danke an meine Squadra Trainingskollegen Urs, Roger und Hans-Urs- die unterhaltsamen und intensiven Trainings-Ausfahrten mit Euch gaben mir das super Fundament für die Saison 2014
Dani

Seeland Classic, 10.05.2014

Den Saisonstart 2014 unfreiwillig verschoben

Eigentlich wäre letzten Samstag meine Saison 2014 mit dem Einzelzeitfahren in Amsoldingen so richtig lanciert worden. Nein,es lag nicht am miserablen Wetter, dass der 66er nicht auf der Rangliste figuriert- nein, eine fiese und grobe Angina, begleitet mit einer Stirnhöhlenentzündung, hat mich die ganze letzte Woche komplett außer Gefecht gesetzt und verweigerte auch einem etwas sturen Bock wie mir jegliche unvernünftigen Startambitionen. Wirklich sehr schade, doch nun gilt es sich diese Woche wieder langsam aufzubauen und am Samstag an der Seeland Classic in Lyss die spannende Saison 2014 hoffentlich erfolgreich zu starten.

Dani

Den Saisonstart 2014 unfreiwillig verschoben