EZF Laufen-Delsberg 28.06.2015

Highspeed Rouleur auf 16.5km / 50Hm

Und wieder ist eine bis dato unbekannte Schweizer Rennserie auf unserem Radar aufgetaucht. Diesmal die bhfm, Basler Hobbyfahrer Meisterschaft.
Zwei lange Zeitfahren über 27km von Laufen nach Delémont sind im Programm des Veranstalters- Lauf 1 am 28.06.15, Lauf 2 am 06.09.15.
Ohne Nachmeldungen und uns Auswärtigen waren bereits 50 Teilnehmer registriert. Am Freitag vor dem Rennen kam dann noch ein Newsletter des Veranstalters- trotz Rennbewilligung wurde zwischen Liesberg und Laufen eine Baustelle eröffnet.. Somit Start in Liesberg und „nur“ noch 16.5km- Schade
Fahrt am Sonntagmorgen früh nach Liesberg Bahnhof- Startnummer 58 abholen, Start um 09.28 Uhr. Streckeninformationen hole ich mir bei Gesprächen mit den Locals ab- Flach, meistens auf Velostreifen, Achtung auf kleine Steine die von den Felswänden entlang der Strecke gefallen sind, zwei Unterführungen und der enge Wendepunkt auf der Hauptstrasse vor Delémont.
Klingt nach grösster Übersetzung und keine Erholung.. 30`einfahren auf der Rolle, abtrocknen, noch ein halbes Mars mit Cola (Zucker fürs Ross) reindrücken und ab an den Start.
Im 1 Minuten Takt werden wir auf die Strecke geschickt. Meine Renntaktik, sofern es eine braucht, lautet sehr schnell hochbeschleunigen um auf Tempo zu kommen und dann mit der grossen Scheibe Tempo halten, koste es was es wolle. Genauso knalle ich auch aus den Händen des Starthelfers los- einmal mehr faszinierend zu beobachten wie leicht die Leistungswerte in Sphären hochjagen, die nur im Rennmodus so easy gehen-Verstand einschalten und leicht rausnehmen- per Knopfdruck immer möglichst optimal vom 11er bis 13er Kranz hinten wechseln- Speed zwischen 40-55 km/h mit leichten Gegenwind in die Flächen entlang der Birs nach Delémont halten-Kopf tief und Position möglichst ruhig- mit extra Druck durch die zwei Unterführungen um keinen Speed zu verschenken- keine Kurve, kein Anstieg mit anschliessender Abfahrt um auch nur kurz die Beine hängen zu lassen- immer im hohen Bereich drücken und es brennt gewaltig in den Beinen. Da der Wendepunkt- nur nicht überschiessen- leicht anbremsen und in einem Zug um die Insel rum- im Wiegetritt hochwuchten und sofort wieder in Position auf der anderen Strassenseite zurück an den Start. Ein Auge auf Trittfrequenz und Leistung „motiviert“ mich konsequent die grösstmögliche Übersetzung mit rundem Tritt zu drücken- längst rebellieren Beine und Herz gegen die Belastung, doch wer hier wirklich schnell sein will muss Säure und Atemnot ausblenden und dies gelingt mir heute gefühlsmässig gut- endlich die Ortschaftstafel- die allerletzten Kräfte freisetzen und durchs Ziel- Zeit stoppen, ausrollen, Puls runterholen und zurück zum Auto auf die Rolle die Säure aus den Beinen fahren- wow- eine schöne und anspruchsvolle Strecke, gerade eben weil fast flach und technisch anspruchslos- keine Pausen, immer drücken, immer dran bleiben!
Per SMS erhalte ich meine Laufzeit 21.26.48 Ø 46.5km/h- was die Zeit wert ist weiss ich erst zu Hause, denn es gibt keine Siegerehrung, muss also dann auf der Homepage die Resultate abrufen.

Sagenhafte 71 Radsportbegeisterte haben heute an unserem Rennen teilgenommen. Aufgrund einer Baustelle kurz nach dem geplanten Start haben wir kurzerhand den Start und das Ziel nach Liesberg Station verlegt – Danke für euer Verständnis.

Mit einer Zeit von 21:26.48 fuhr Daniel Christen aus Ennetbürgen die Tagesbestzeit.

M40 – Männer, 40 bis 49 Jahre
Rang Name (Jahrgang) Wohnort (Verein) SNr. Zeit Wendepunkt
1. Christen Daniel (1966) 6373 Ennetbürgen (sixty-sixers) 58 00:21:26.48 / 00:10:50.75

Es hat sich total gelohnt einen Abstecher ins Baselbiet zu machen. Sehr gut organisiert und trotz starkem Wochenendverkehr keine Behinderungen auf der Rouleur Strecke. Freue mich auf den zweiten Lauf im September, dann hoffentlich über die 27km

Mit diesem Rennen geht’s in die Sommerpause. Nächster Termin ist der 01.08.15 mit dem EZF in Bleienbach über 20km- mit dabei als Debütant der zweite sixty-sixer
Hans-Urs – man wird uns nun wohl öfters auf der Lopperstrasse speeden sehen

Dani

EZF Laufen-Delsberg 28.06.2015

Ultra Bike Marathon KIRCHZARTEN vom 21. Juni 2015

Originalpressetext zum Rennen am Sonntag: Nur die Wetterfrösche haben sich komplett vertan! Statt den vorhergesagten „trockenen und bis 21 Grad warm“, gab es den gesamten Sonntag über Regen und recht kühlen Wind – dazu ganz oben im Schwarzwald echte „Schlotter-Temperaturen“. Den bekanntermaßen „harten Mountainbikern“ war es letztlich egal –> aber nicht den sixty-sixers! Am Feldberg wurden 5 – 6 Grad mit Regen gemeldet! Einmal erlebt, das reicht, keine Lust den Sonntag mit 5 -6 Stunden in Nässe, Kälte und Schlamm zu verbringen!
Daher haben wir nicht lange überlegen müssen und auf den Start „einstimmig“ verzichtet.

Nichts desto trotz war Kirchzarten mit Pia, Fabio, Ramon + Dänu wiederum eine Reise wert. Unser Mobilhome auf dem Campingplatz war der Hammer, super heimelig eingerichtet und extrem platzökonomisch für 5 Personen, ein echter Geheimtipp!

Mobilhome

Da mein bisheriger Saisonhöhepunkt sprichwörtlich im Schlamm versenkt wurde, musste „schnell“ ein neues Saisonziel her! Mit viel Glück und noch mehr Zufall konnte ich einen gebrauchten Tiefflieger zum Superschnäppchenpreis erwerben! Jawohl, auch der 2. sixty-sixers „versucht“ sich als Zeitfahrer…..

Ich weiss, dass ich noch vor kurzem über den Aeroschnickschnack von Daniel gelästert habe!

Flunder...

Der Start am Einzelzeitfahren am „King of the Lake 2015“ (Attersee in Austria) über 47 km auf einer komplett abgesperrten Strecke am 26. September 2015 ist fix gebucht, mein neues Saisonhighlight 2015!

Hans-Urs

Ultra Bike Marathon KIRCHZARTEN vom 21. Juni 2015

8. c.i.c.a.-Prosciutto Zeitfahren

wirklich „meisterlich“ ans- und übers Limit geführt worden

24.7km 240Hm
leicht nervös dem Meister hinterher
An der ZF SM 2014 in Pfaffnau bin ich in Kontakt zu Michi dem mehrfachen ZF Schweizermeister und Weltmeister 2011 gekommen. Locker wie ich bin, fragte ich ihn an, ob er sich vorstellen könnte mit mir in Sulz ein Paarzeitfahren oder sogar im vierer zu fahren- er kannte mich nicht, also hat sich das Thema schnell erledigt. Gegen Ende Jahr kamen wir erneut in Kontakt- mittlerweile hat er auch meine Resultate gesichtet- und wir verabredeten uns für das Paarzeitfahren in Andelfingen 2015.
Anlässlich des Donnerstagabend Rennen in Affoltern a. Albis sind wir letzte Woche mal eine Stunde auf die Zeitfahrboliden und zusammen die eine oder andere Ablösung gefahren. Die letzten Einzelzeitfahren sind wir zeitlich ziemlich ausgeglichen gefahren- kommt gut.
Fahrt am Sonntagmorgen früh ins Weingebiet Kleinandelfingen. Gleich beim Start auf einer Nebenstrasse parkiert und um 08.15 Uh schon zusammen auf die Besichtigungsfahrt. Im Uhrzeigersinn Überland nach Ossingen, immer leicht steigend bis Neunforn, sehr schnelle Abfahrt und lange Fläche bis Uesslingen- rechts weg in die Fläche nach Ellikon- scharf rechts weg in eine kurze heftige 8% Rampe, dann wieder flach bis Altikon zum nächsten leichten Anstieg aus dem Dorf raus auf die letzten 7km mit zwei längeren Kamelbuckel artigen Wellen und flach ins Ziel. So im Besichtigungs-Modus wirklich eine herrliche, fast sanftmütige Strecke..
Wir sprechen uns bezüglich Ablösungen ab- max. 30 Sekunden, dafür fast auf tutti- Windrichtung beachten und entsprechend ablösen- am besten mit Ellbogen-Blinker anzeigen. Die Anstiege nicht auf Anschlag hoch um oben sofort Tempo in die Flächen aufnehmen zu können und und und – da spricht einer, der weiss was Sache ist- kommt das gut?
Schnell zum Auto, die Rolle aufstellen und optimal einfahren.
Start um 10.00 Uhr und ich muss bekennen, obwohl ich meine Stärken kenne bin ich nun doch etwas nervös. Countdown und ab geht’s anfangs auf dem Fahrradweg, dann Strasse nach Ossingen- die erste Ablösung fährt Michi-sind schnell im Rhythmus- Intensität schon brutal hoch- Ablösung- Leistung halten- Blinker stellen- hinten rein und nah an seine Scheibe in den Windschatten. In Neunforn stechen wir in die Highspeed Abfahrt mit max.79km/h- mir fehlt ein 54er Blatt- durch schnaufen für die Fläche- hier drückt der brutal dicke Gänge mit hoher Trittfrequenz, muss mich konzentrieren- Ablösung- scharf rechts weg bei Uesslingen Km12 in die nächste Fläche- fahre meine Ablösung, bin schon im oberen Leistungsbereich und im Windschatten erholen ist nur noch Theorie- in Ellikon von vorne die kurze 8% Rampe im Wiegetritt hochwuchten, oben ablösen, habe immer mehr Mühe sein Hinterrad zu halten- festbeissen- 30 Sek. im Windschatten sind so kurz und im Wind so brutal lang- wie schon letztes Jahr in Sulz mit Dani wird mir nun Rennhärte, Trainingsalter- und Kilometer von Ex-Profis gnadenlos vor Augen geführt- Michi erholt sich in den kurzen Ablösungen im Windschatten und drückt dann wieder voll in den Wind, aber bei mir gehen langsam aber sicher die Lichter aus. Bei den Kamelbuckeln ist dann mein System total am Anschlag- terminata-lässt keine Ablösung mehr zu- bin blau und möchte abreissen lassen- no way! Die letzten 1.5km verbeisse ich mich an Michis Hinterrad- einfach irgendwie ins Ziel kommen- nochmals kicken um wenigstens neben Ihm über die Linie zu fahren.
Mein Gott bin ich fix und fertig- mag nicht reden-zurück an den Start und ab auf die Rolle ausfahren- Michi aber fährt in einer halben Stunde auch noch das Einzelzeitfahren…ich bin bedient, danke der Nachfrage.

Rangverkündigung bei Bratwurst, dolci e caffè
Das Team 66 + Popple auf Rang 1 in 32.17.35
Der Siegerpreis: jeder ein 3kg Prosciutto- cos`altro ??

Eine geniale und sehr abwechslungsreiche Strecke. Mit viel Herzblut organisiert vom Verein c.i.c.a. (club italiano ciclo amatori)
Ich komme wieder- vielleicht aber als Einzelzeitfahrer, da bestimme ich das Leiden…
Nichtsdestotrotz will ich aber unbedingt mal die Königsdisziplin, das 4er Mannschaftzeitfahren erleben- längere Distanz- höhere Geschwindigkeit…weniger Leiden?
Mir wurde heute klar aufgezeigt, dass meine ZF spezifische Kraft für dicke Gänge bei hoher Trittfrequenz noch ausbaufähig ist- Andiamo!

Dani

8. c.i.c.a.-Prosciutto Zeitfahren

EZF Gürbetal 06.06.2015

Tieffliegen im Gantrischgebiet 26.4km / 324Hm

ET go home..

Nach dem kurzen EZF in Thun nun im Rahmen des Gürbetal Duathlon zum langen und anspruchsvollen Gürbetaler Einzelzeitfahren mit 3 Runden à 8.8km/108Hm.
Nach dem letztjährigen Suchen auf der Schweizerlandkarte nach Mühleturnen im Gantrisch-Gebiet, ging`s diesmal schon sehr vertraut in diese herrliche Gegend. Wetter sensationell, mit bis zu 33°C für mich aber zu heiss. Trotz brütender Hitze, stehender Luft und damit verbundenen Unmengen von Schweiss, meine Erkenntnisse der letzten Rennen bezüglich einfahren, aber auch auf Empfehlung vom mehrmachen EZF Amateur Schweizermeister, werden heute umgesetzt- ich fahre mich konsequent eine halbe Stunde auf der Rolle ein um mit Schwellen-Intervallen mein System auf Touren zu bringen und verzichte dafür auf eine Streckenbesichtigung. Die Strecke soll ja die gleiche sein wie 2014- wie war das mit meinem Streckengedächtniss ??
Abtrocknen, trinken, Helm auf und ins Startgelände.
Start um 13.07.30, der grosse Favorit zwei Minuten vor mir. Kurze Vorstellung des 66er durch den Speaker und los von der Rampe.
Mit Highspeed auf die ersten 1.5km und leichtem Gegenwind- Position finden- die Beine drehen super, schnell mit guten Gefühl an der Schwelle- das Maso Rollen Einfahren hat sich gelohnt- scharf rechts weg auf die nächste 1.5km Gerade – hohe Kadenz und dicker Gang, aber ohne zu überpacen hin zum Anstieg und hinein- runter aufs 39er Blatt-hinten schon bald auf dem 25er Kranz, gebe die Aeroposition auf und drücke mit 90er Kadenz und über der Schwelle hoch- endlich wird’s kurz flacher, steigt nochmals leicht an- wieder runter liegen- rechts weg auf die Hauptstrasse nach Kirchdorf- mit der DI2 easy per Knopfdruck auf den 53er schalten-leicht abschüssig aber mit Gegenwind ins Dorf und wieder rechts weg leicht ansteigend in ein Nebenquartier-null Verkehr- wieder scharf rechts weg auf eine kleine Anhöhe hin zur rasanten Waldabfahrt- hoffe meine Streckenkenntnisse lassen mich nun nicht im Stich. Nicht mit allerletzter Konsequenz aber trotzdem über 60km/h durch das Kurvengeschlängel im Schatten durch den Wald auf die eine Haarnadelkurve hin- früh anbremsen- durch-hochbeschleunigen und mit maximalem Schuss und einer gehörigen Portion Mut in die 90° Linkskurve hinaus in die Fläche zurück nach Mühlethurnen, durchs Ziel auf die nächsten zwei Runden. Brutal Heiss, Visier schweissverschmiert, brennende Beine aber mit gutem Gefühl- den Anstieg wiederum über der Schwelle hochwuchten- überhole Fahrer um Fahrer, denn mittlerweile sind auch die Duathleten gestartet. Für die dritte und letzte Runde ist nun das Stehvermögen gefragt- nochmals mit Tunnelblick auf Strasse, den eine Minute vor mir gestarteten einheimischen Podest Anwärter und Leistungsanzeige auf Anschlag in den Anstieg- da schnappe ich den heimischen Biker und ziehe voll durch-nochmals total konzentriert durch die Dörfer, in die kurvige Highspeed Abfahrt und auf die schmerzhaften letzten 2km- all out mit grösstmöglicher Übersetzung und Leistung ins Ziel. Alles zittert- schmerzt und trotzdem ist es ein geiles Gefühl.
Ausfahren-schnell unter die Dusche, alles einpacken und ab ins Wettkampfgelände bei der Landi.
Kurz ein SMS an Pia; Hammer Beine- Resultat?? keine Ahnung.. Gefühl und Realität- wird spannend werden.
Gespanntes Warten auf die Siegerehrung des Zeitfahrens und ja, das Gefühl hat doch nicht getäuscht- Rang 2 mit 15 Sec. Rückstand auf den Favoriten.

Der Blick auf die Rundenzeiten bestätigt auch meine Vorliebe für die längeren Zeitfahren.
2. 136 Christen, Daniel 1966 Männer sixty-sixers
0:39:06,0 / 12:58,0 / 13:12,0 / 12:56,0 / +0:15,1

In einer Woche dann Premiere als Team im Paarzeitfahren in Kleinandelfingen mit dem mehrmaligen Master Schweizermeister Einzelzeitfahren und Master Weltmeister EZF 2011- man lernt nie aus.

Dani

EZF Gürbetal 06.06.2015