EZF Laufen-Delémont-Laufen 26.06.2016

28km/70Hm

Die EZF SM in Matigny war eine heftige Anstrengung – der Rebberg und Walliser Wind hat ganze Arbeit geleistet! Lockere recovery Ausfahrten entspannten die Muskulatur bis Freitag etwas, doch das Einfahren am Samstag für das EZF in Laufen, wieder in höheren Belastungsbereichen, war eine echte Challenge- speziell im Kopf- denn irgendwie ist ja mein Ziel und Highlight jetzt erreicht, also für was noch quälen?

Die Beine drehen zwar, aber die Leidensfähigkeit an die Schwelle zu gehen, da wo es halt weh tut, ist reine Kopfsache und wollte nicht mehr wirklich gelingen. So war ich mir absolut nicht sicher überhaupt am EZF in Laufen teilzunehmen. Denn nur um 28km abzufahren kann ich auch zu Hause eine lockere Runde drehen.

Aber ich mag dieses Rennen, kommt mir als Roller total entgegen, und zudem steht Ende September noch das Lange King of the Lake Race an-da zählt jeder TT Kilometer- let’s go!

Trotzdem, mit gemischten Gefühlen am Sonntagmorgen früh los, diesmal über den landschaftlich herrlichen Passwang nach Laufen anstelle Autobahn blochen.

Die Startnummer 53 lösen- Start um 09.23 Uhr- kurzes Gespräch mit Tom dem Praying Mantis Rider, Material auspacken und ab auf die Rolle. Und wie gehabt, die Beine drehen- solange es nicht weh tut- der Rennmodus muss es richten.

Im 1 Minuten Takt werden wir auf die Strecke geschickt, hinter mir kommt gleich Tom. Ich kenne die Strecke- sehr schnell auf Speed kommen und dann mit der grossen Scheibe Tempo halten, koste es was es wolle. Genauso starte ich aus den Händen des Starthelfers – hochbeschleunigen und ab sofort bis zum Wendepunkt in der tiefsten Aeroposition bleiben. Gemäss Tom war’s beim Strecke abfahren windstill, jetzt bläst Gegenwind- bin schnell im hohen EB Bereich, aber die optimale 100er Kadenz kann ich heute beim besten Willen nicht halten, der Motor will nicht, doch die dicken Gänge zwischen 80-90er Kadenz drücken geht erstaunlich gut- die Kraft ist also noch da und die Beine gehen auf- einmal mehr, der Rennmodus macht’s doch möglich. Speed trotz Wind zwischen 40-50 km/h- gewunden auf teils frisch saniertem Strassenbelag entlang der Birs -Kopf tief und Position möglichst ruhig- mit extra Druck durch die zwei Unterführungen um keinen Speed zu verschenken- die Strecke gibt dir keine Möglichkeit auch nur kurz die Beine hängen zu lassen ohne Zeit zu verlieren- immer maximaler Druck. Da die Fahnen beim Wendepunkt vor Delémont- leicht anbremsen, zum ersten Mal kein Druck auf der Pedale und erlaubt, wenn auch nur für Sekunden, etwas Erholung-in einem Zug um die Insel rum- im Wiegetritt hochwuchten und sofort wieder in Position auf der anderen Strassenseite zurück nach Laufen.

Kurz darauf kreuze ich Tom- ist er näher gekommen? Ein Auge auf die Leistung „motiviert“ mich konsequent die grösstmögliche Übersetzung mit rundem Tritt zu drücken- na tut‘s weh? Trotz kühlen 14° fliesst der Schweiss in Strömen. Mehrere vor mir gestartete Fahrer dienen nun als Motivator, fliege mit wummerndem Sound der Scheibe an Ihnen vorbei-die aller letzten Kräfte freisetzen und durchs Ziel- kurz ausrollen, ausschnaufen und zurück zum Auto – eine quickie Rasierwasser-Dusche – alles einpacken. Per SMS kommt schon meine Laufzeit von 37.01.80 und Ø 45.4km/h daher. Bei Kaffee und Kuchen mit Tom erfahre ich, dass dies die Tagesbestzeit ist 🙂

M50 Rang 1 / Overall Rang 1

Nun diese Woche etwas rausnehmen und wenn Themann Michi nach seinem groben Trainingssturz vom Doc grünes Licht bekommt, werden wir am kommenden Sonntag beim 4er-Mannschaftszeitfahren in Effretikon Gas geben.

Dani

EZF Laufen-Delémont-Laufen 26.06.2016

Contre la montre Championnats Suisse 22.06.2016 in Martigny

Nun ist es also soweit, mein grosses Saison Highlight steht an und es wird sich zeigen, ob mein Plan aufgeht und ich auf den Punkt meine Beste Leistung abrufen kann.

Am Morgen noch an der Arbeit, aber ich muss gestehen, auch wenn es „nur“ um einen Master 2 SM Titel geht, das Kopf-Kino drehte plötzlich auf Hochtouren- gut geht’s nach dem Mittag in Begleitung von Pia endlich los nach Martigny. Der Start zwar erst sehr spät um 20.14 Uhr, aber um nicht unnötig in Stress zu geraten lieber früh genug da sein. Das hat sich dann auch tatsächlich ausgezahlt- he, wir sind nun in der Westschweiz, da tickt alles ein wenig anders- übersichtliche Beschriftungen? fehl am Platz- wo ist die Akkreditierung, wo sind die Formulare für die Tageslizenz- gibt’s Duschen usw. und Deutsch geht sowieso nicht, aber Englisch mögen sie- also Help yourself …Einfahren

Zurück zum Auto und auf zur Streckenbesichtigung. Auf Google Earth habe ich mir die Strecke mal kurz angeschaut- da ist eine Steigung in einen Rebberg hoch, gar nicht optimal für mich aber sollte mit 39/25 durchgedrückt werden können…

Bei 32°C und heftigsten Windböen im Rücken gehe ich mit Pia (E-Bike) nach 16.00 Uhr auf die Strecke. Versuche jedes Streckendetail zu verinnerlichen. Nach 4.5km rechts abbiegen in den Rebberg und da wird mir ganz schnell ganz anders- eine 1000m Rampe mit bis zu 17% türmt sich vor mir auf- 39/30 wäre nun wohl die richtige Wahl. Die Abfahrt extrem schnell auf sehr schlechtem Belag, in den Kurven liegt teils Kies und Gras – und hier fährt auch die Schweizer Elite? also Master 2, nur nicht jammern! Zurück in der Fläche erneut auf schlechtem Belag und vielen Schlaglöchern, auch in den engen Kurven. Ab dem Wendepunkt voll in den massiven Gegenwind zurück nach Martigny.

Fazit: Eine sehr selektive und nicht ungefährliche Strecke. Der Rebberg ist entscheidend- oben fast blau ankommen und in der Abfahrt möglichst gut erholen, um die letzten 10.5km im Gegenwind zu überleben? Wind hin oder her- hinten Scheibe und vorne die 808 bleibt montiert.

Noch bleibt viel Zeit bis zum Start- dösen im Schatten, essen und trinken. Bin erstaunlich ruhig. Gegen 18.45 Uhr Einteiler montieren und eine halbe Stunde auf die Rolle. Letzter Gel rein drücken und auf ins Startgelände zur obligaten UCI Bike-Kontrolle 15min.vor dem Start- Bike in den Messrahmen stellen-meine Extension seien 1cm ausserhalb der 750mm Toleranz- was? Unmöglich ich habe alles selber nachgemessen, mein Puls steigt schlagartig- gedanklich bin ich schon zurück beim Auto um hektisch zu schrauben- „ok, we let it as it is“ meint der Funktionär gutmütig- Puls sinkt wieder.

falsch gemessen ??
falsch gemessen ??

Einreihen und mit der Startnummer 165 geht’s auf die Startrampe- nun alles ausblenden- du hast gut trainiert „äs chund wiäs chund“- Count-Down und das Abenteuer SM geht los. Zwei schnelle Kurven durch die Stadt und auf die ersten 4.5km hinter dem Begleitmotorrad her- böiger Rückenwind und über 50km/h- konzentriert in Position bleiben, die Extension immer fest im Griff um die Böen auszugleichen- mit +/- 100er Trittfrequenz und EB Leistung hin zum Rebberg und da steht Sie, die Rampe-

Rampensau

im Wiegetritt auf Anschlag wuchte ich hoch- Pia steht da, feuert mich an- längst gibt’s keinen Gang mehr zum runterschalten- ganz kurz wird’s etwas flacher- absitzen und drücken- die letzte Rampe auf Anschlag zum höchsten Punkt und wirklich fast blau steche ich in die ruppige enge Abfahrt. Höchstkonzentriert, mit schweissverschmierter Brille knalle ich in die Ecken. Wirklich hart aber trete ich nie in die Pedalen-bleibe auch am Oberlenker- Hirn einschalten- scharf links rechts in einen Weiler und hin zum Wendepunkt- immer wieder Schlaglöcher ausweichend, hinein in den wirklich starken Gegenwind. Gerade Du drückst immer um den Schwellenbereich, Kopf ganz tief und trotzdem das scheiss Gefühl nicht vorwärts zu kommen- es schüttelt dich hin und her- immer härter und verkrampfter hältst du dich an den Extension fest und versuchst auf den folgenden elend langen 2.5 km und 3km Geraden die Spur zu halten-die Beine brennen, verzweifelter Blick auf den Leistungsmesser- längst keine konstante Werte mehr-nur noch Jo-Jo- spüre wie die Energie schwindet- reine Kopfsache- so manche Suicide Intervalls im Training durchgehalten, dann wirst du hier und jetzt auf keinen Fall schlapp machen- endlich kurvig rein nach Martigny, da die Flamme Rouge- die 500 Meter Marke-nochmals total all out auf Anschlag und kurz vor dem Explodieren im Ziel.Zieleinfahrt

Kurze Zeit später ist schon Pia bei mir- meinen Namen hätte Sie vom Speaker gehört- gibt’s irgendwo eine Rangliste? Help yourself- Pia findet einen Funktionär- ja ich soll mich zum Podest im Festgelände begeben. Da steht einer von Swiss Cycling mit der Rangliste in der Hand- ein Blick darauf und ich bin kurz sprachlos; Christen Daniel Zeit 29.26.30, Master 2 Rang 1, Overall Rang 4

Kurz darauf die Siegerehrungen aller Master Kategorien. Spätestens auf dem Podest, als mir das Master 2 Schweizermeister Trikot übergezogen wurde und die National Hymne erklang wurde mir voll bewusst, dass ich mein grosses Ziel und Traum erreicht habe- Gänsehaut Feeling und grosse Dankbarkeit pur.

Podest
Podest Master 2

Ein hartes und selektives Zeitfahren. Die Rampe wirklich zu extrem, hat vermutlich alle Teilnehmer an ihre Grenzen gebracht hat (die Elite fuhren da zweimal hoch)                       Eine erste Analyse meiner Abschnittszeiten zeigt auch klar auf, dass ich da 40“ auf den zweiten Overall verloren habe- im Ziel waren es noch ganze 10“. Das da in der Abfahrt hohe Risikobereitschaft auch einen hohen Preis kosten kann, wird leider mit dem Sturz und groben Verletzungen von BMC Elite Fahrer Stefan Küng bestätigt.

Nun freue ich mich auf das eine oder andere Paar-und 4er Mannschaftszeitfahren, bevor es dann in die Ferien ins Oberengadin und zurück auf das Mountainbike geht

Dani

Contre la montre Championnats Suisse 22.06.2016 in Martigny

18. Black Forest Bike Marathon – 19. Juni 2016

Newsletter vom 21. Juni 2016: Regen, Regen und nochmal Regen. Vor dem Rennwochenende hätte man ja verzweifeln können, als Organisator, Sportler und als Helfer. Doch obwohl das Wetter nicht 100 % mitgespielt hat und die Bedingungen auf der Strecke – sagen wir mal – interessant waren! Der 18. Black Forest ULTRA Bike Marathon war wieder mal ein voller Erfolg. Einen, wenn nicht den größten Anteil daran haben die unzähligen Streckenabsperrer, Wasserreicher, Bikeabspritzer, Brillenputzer, Kettenöler und wen es da noch so alles gab an der Strecke. An euch alle ein ULTRA großes Dankeschön für euer Engagement.

Eine einzige grosse (verdammte) Schlammschlacht würde ich sagen, aber immer schön der Reihe nach:

Fast schon Tradition hat unsere Anreise am Freitag am späteren Nachmittag, natürlich hat unser Quartiermeister Pia wieder das Mobilheim Nr. 2 auf dem Campingplatz gebucht: super heimelig, praktisch eingerichtet und extrem platzökonomisch für 4 Personen!

Fabio wird seine Rennpremiere am Sonntag als Biker feiern, Dänu wird ihm als Edelhelfer zur Seite stehen.

Am Samstag mit Kaffee und Kuchen die Beine ein wenig in Schwung gebracht, was nicht wirklich toll funktionierte, reine Kopfsache, aber die Spannung ist halt am Samstag noch nicht da! Um ja unsere Bike nicht dreckig zu machen, fahren wir wie Radtouristen nur auf den asphaltierten Radwegen in Richtung FREIBURG und nach einem Beizenstopp wieder retour. Anschliessend ab zur Bike-Expo auf dem Zielgelände, da war auch schon mehr los….

Dänu traut seinen Beinen gar nicht, er muss am späteren Nachmittag nochmals auf Bike. Er kehrt mit erfreulichen News zurück, der erste Teil der Strecke ist praktisch trocken…..

Nach dem EM-Match Austria-Portugal geht’s zügig zu Bett, für mich ist der Start ja auf 07.30 Uhr angesetzt. Die Herren Fabio + Dänu können ausschlafen, die Startzeit vom SPEED TRACK > 52 km ist erst um 12.00 Uhr.

So um 03.00 Uhr weckt mich ein Geräusch das ich ganz und gar nicht Liebe oder besser ich hasse es: Prasselnder Regen setzt ein! Scheisse, die Wetter-Apps sind ein Fluch und Segen zugleich, aber so heftiger Regen wurde nirgends gemeldet. An Schlaf war bei mir ab jetzt nicht mehr zu denken, habe gewartet bis es (endlich) aufhört zu regnen, ab 06.30 Uhr hat doch jemand (dort oben) ein Einsehen und der Regen lässt nach.

Nun denn, es gibt kein Zurück, Dänu meint als Warmduscher sind wasserabweisende Arm- und Beinlinge bei mir sicher angesagt, welch weise Entscheidung……

Schon geht’s los, im Volldampf im Pulk von Startblock 3 aus dem Dorf und kurz danach folgt unbefestigtes Gelände, keine 500 m weiter schon komplett mit Schlamm und Dreck zu gepappt, auf den nächsten 116 km wird sich diesbezüglich nicht Grundsätzliches mehr ändern! Eine einzige Schlammschlacht von A bis Z, ab HINTERZARTEN fängt es für gute 2 ½ Stunden wieder an zu regen, Schlamm/Dreck/Nässe spritzt von unten und von oben schüttet es mehr oder weniger stark.

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Am ersten Verpflegungsposten fragt mich eine ältere Dame ob sie meine Brille putzen darf, super Service denke ich: „Ja, sehr gerne und vielen Dank“. Ich tausche mein Bidon in der Zwischenzeit aus, Banane und Riegel im Rennmodus in den Mund (rein)gedrückt, eigentlich möchte ich jetzt weiterfahren, ich bin ja in einem Rennen, aber die Dame putzt in einer Seelenruhe meine Brille weiter und ich bringe es nicht über mein Herz zu sagen: „Bitte ein wenig zügiger bitteschön“, es ist ja eine Rennveranstaltung. Nach einer gefühlten Ewigkeit steckt sie mir die wirklich perfekt geputzte Brille entgegen und sagt mit einem Lächeln: „Gell, heute ist ankommen Alles“! Was will man(n) da noch dazu sagen, Recht hat Sie, ich bedanke mich ganz herzlich bei ihr und den anderen Helfern und „düse“ wieder los. Bezüglich Helfereinsatz ist das Rennen wirklich der Hammer, im strömenden Regen ausharrend, immer freundlich und zuvorkommend, an dieser Stelle in ganz grosses Kompliment und riesiges Dankeschön an die Organisatoren.

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In TODTNAU-AFTERSTEG „The Wall“ im ganz, ganz steilen Abschnitt steht plötzlich Dänu vor mir: „Was macht er den da?!“; oben rennt mir Fabio strahlend entgegen und Pia fotografiert wie ein Profi: „Seit ihr nicht gefahren“ – „Nein, wegen dem Regen und den Streckenverhältnissen“, meint Fabio. Finde ich sehr vernünftig! Zur Premiere hat Fabio bessere Verhältnisse verdient, die Streckenverhältnisse sind heute wirklich grenzwertig,  resp. prekär und z.T. auch gefährlich. Leider mehrere Stürze aus nächster Nähe „miterleben“ dürfen, zum Glück sind diese ohne ernsthafte Verletzungen abgelaufen…

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An persönliche Bestzeiten ist natürlich bei solchen Verhältnissen bei meinem Formstand nicht wirklich zu denken, der tiefe Boden saugt mir förmlich den Saft aus den Beinen. Schon sehr früh muss ich mir eingestehen, dass wird eine (sehr) lange „Biketour“ geben.

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Über 1 Stunde länger als meine Bestzeit brauche ich am heutigen Tag, aber alles gegeben und nudelfertig fahre ich ins Ziel ein. Meine Zeit von 6:40 Std. ist zum vergessen, sozusagen „unterirdisch“ aber dafür unfall- und pannenfrei über die Runden gekommen und es hat sogar (mehrheitlich) Spass gemacht….

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Der Angriff auf meine Bestzeit ist halt jetzt auf 2017 verschoben, KIRCHZARTEN wir kommen wieder…………..!

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Lieben Dank an Pia, Fabio + Dänu für den Support ab TODTNAU-AFTERSTEG, aus der Not eine Tugend gemacht – super flott von euch Dreien. Einen ganz speziellen Dank an Fabio für deine tatkräftige Mithilfe bei der Bikewäsche mittels Hochruckreiniger. Ein paar Minuten später sieht mein Spezi-Hardtail aus, als wäre nichts gewesen…………..

18. Black Forest Bike Marathon – 19. Juni 2016

Das WWW hat uns wieder – www.sixty-sixers.ch

Geduld war noch nie wirklich unsere Tugend- und die unendliche Geschichte mit der unausweichlichen Migration unsers Blog’s hat uns wirklich fast den letzten Nerv getötet. Nicht etwa das die Welt ohne unsere Berichte und Erlebnisse leben könnte, aber nachdem der Blog blockiert war und wir aus Melancholie in den alten Berichten rumgestöbert haben, wurde uns so richtig bewusst, was wir in den letzten Jahren alles erleben durften. Zudem war es eine grosse Hilfe unserem neuen „Grand-Master“ Hans-Urs mit alten Bildern und Zitaten über die 50er Zeitschwelle zu helfen 😉

Ein kurzer Rückblick:

Nach Abschluss der Saison 2015 traf sich unsere Squadra um Roger, Urs und wir 66er – das 2016 Trainingslager Mitte April auf Mallorca wurde geplant und war dann einmal mehr einfach genial. Perfektes Wetter und die von Roger zusammengestellte Touren auf landschaftlich hammerhaften Nebenstrassen liessen die Woche viel zu schnell vorbei gehen. Die eine oder andere (natürlich aussichtslose) Attacke auf unsere glatt rasierten Beine, von nicht ganz austrainierten übermotivierten Ballermann-Radler Truppen, wird unvergessen bleiben.

Die Saisonplanung 2016 hat jeder für sich zusammengestellt und die Highlights, je nach aktueller Lebens- und Beziehungssituation gesetzt 😉

Die 66er werden aber auch dieses Jahr das eine oder andere Race zusammen bestreiten.

Dani:

Mein Fokus ist klar auf die Zeitfahr-SM in Martigny gesetzt. Die Aussage eines starken Kategorien Konkurrenten „du hast ja immer eine gute Form“ hat mich nachdenklich gemacht und meine Trainings-und Belastungsmethoden hinterfragen lassen. Erstmals werde ich mit einem Trainings-Tapering versuchen auf den Punkt genau topfit zu sein- Termin 22.06.16

Als Vorbereitung bin ich im Mai wiederum das kupierte Mittwochabendrennen in Russikon gefahren- einmal mehr sehr hart aber sehr aufschlussreich- die geänderte Aero-Position passt +/-, aber die EZF spezifische Kraftentfaltung lässt zu wünschen übrig.

Ganz bewusst werde ich bis zur SM nie mein bestes TT-Material einsetzen- all in wenn‘s zählt !

Völlig ungeplant taucht da das Highway to Sky Rennen auf den Susten auf dem Radar auf- 24km/1300HM- für mich als Schwergewichts Bergziege eine optimale Kraftausdauer Herausforderung. Das mich Pia nach Innertkirchen begleitete und da mit Ihrem IBEX E-Bike Ihre erste Passfahrt auf zwei Räder hoch zum Himmeltor absolvierte machte den Anlass bei herrlichem Bergwetter umso schöner. Auch mit gutem Training konnte ich die Hangabtriebskraft leider nicht ausser Kraft setzen…das Resultat aber nicht übel.

Als letzter harter Test vor der SM diente das Weekend mit dem Nationalen EZF Thun am Samstag und die Wittnau Challenge im Fricktal am Sonntag. Leider war von Sommerwetter an beiden Tagen nichts zu spüren- Regen ohne Ende.

Thun sollte mir im direkten Vergleich aufzeigen wo ich stehe- und das Resultat war äusserst erfreulich-schnellste Zeit aller Hobby Fahrer und ein Blumenstrauss für Pia.

Die Wittnau Challenge als einzigartiges Format mit 10.5km EZF und anschliessender Bergverfolgung ging dann voll an die Substanz. Das Zeitfahren mit Rennvelo und Tria-Aufleger konnte ich erstaunlicherweise mit 10“ Vorsprung für mich entscheiden- fast alle fuhren mit der TT-Maschine und Scheibe. Am Berg dann konnte ich trotz brutalen Wattwerten und total blau die erhebliche Gewichtsdifferenz zum Verfolger um knappe 4“ nicht wettmachen- aber auch der zweite Rang gab einen schönen Blumenstrauss.

Dieses Wochenende hat mir in der folgenden Woche mein Leistungs/Erholungslimit aufgezeigt- Flasche leer- Regeneration war dringend nötig- cool and clean !

Nun steht unser obligates Black-Forest Weekend vor der Tür. Als freudige Premiere werde ich als „Edelhelfer“ mit Fabio den 52km/1180Hm Speed-Track fahren

Gruess und allen eine tolle Saison

Hans-Urs + Dani

Das WWW hat uns wieder – www.sixty-sixers.ch