Schweizer Firmen-Triathlon 23.07.2016

3 Disziplinen – 3 Arbeitskollegen – 1 Team

Schwimmen (750 Meter, 1 Runde) / Radstrecke (25 Kilometer, 2 Runden)               Laufstrecke (7 Kilometer, 1 Runde, flach)

Noch nie von diesem Anlass gehört, bis im Frühling über das Firmen-Intranet ein Aufruf für die Teilnahme als Team reinflatterte. Laufen und Radfahren ok, aber Schwimmhäute hat längst nicht jeder 😉 – trotz allem bekamen wir aber zwei motivierte Team’s aus Stans zusammen, und logischerweise bleibe ich auf Räder.. in unserem Team RUAG 7 wird Willy schwimmen und Urs übernimmt das Laufen.

Samstagmorgen Fahrt nach Zürich Parking Sihlcity (gratis Parkplätze sind rar) und von da zu Fuss mit Tasche am Rücken und TT-Maschine auf die Landiwiese. Treffpunkt um 11.00 Uhr, ich aber wieder mal viel zu früh schon vor Ort, gibt mir aber Zeit um im im Athleten Getümmel nach Akkrediterung und Garderoben zu suchen. Wetter noch trocken und ziemlich schwül. Urs holt wie besprochen die Startnummern ab, nun dürfen wir mit all unserem Gepäck zur Wechselzone auf der SAFFA-Insel zum Bike Check- in, kriegen da den Zeit Chip welchen ich Willy unserem Schwimmer übergebe und werden freundlich in die Bike Depot Zone 4200-4300 eingewiesen- noch sind kaum Bikes abgestellt, aber es soll eine Rekordbeteiligung geben.. mit etwas mulmigem Gefühl hänge ich meine Hightech TT Macchina bei der Nr.4263 an die Stange- ganz eng neben einem am Ende seines Lebenszyklus angelangten Citybike mit Packträger und Bärentatzen… ab in die Ryder Lounge, Gel’s reinhauen und im Schatten die Zeit totschlagen. Gegen 13.00 Uhr kommt langsam Bewegung rein- Willy geht sich einschwimmen, Urs und ich gehen uns umziehen. Schon komisch so im Einteiler und rasierten Beinen, unter all den vielen Gelegenheit Sportler- und Couchpotatos in ihren farbenfrohen Oversize- und sonstigen Firmen Dresses, als ET go home Spezies (und übermotivierter?) rumzulaufen 😉 Spätestens aber auf der Insel in der Wechselzone sah ich dann doch noch die eine oder andere bekannte Einteiler-Spezies- komischerweise müssen diese raren schnellen TT-Experten extra für diesen Firmen Triathlon einen befristeten Ein Tages Arbeitsvertrag erhalten haben… soll uns nicht weiter kümmern. Mehr zu denken gibt mir, dass ich mich nicht einfahren kann- das Laufen von der Übergabezone zum Bike und raus auf die Hauptstrasse zur markierten Auf-/Absteigezone muss halt reichen.

14.00 der Start – unser Schwimmer Willy hat sich soeben todesmutig in das schlagende, kratzende und festhaltende Getümmel gestürzt- er wollte möglichst weit vorne bis zur ersten Boje sein, um nicht im Pulk eingekesselt und nur im Brustschwimm-Stil die 750m schwimmen zu müssen. Nervös stehe ich zuhinterst in der Übergabezone- Box, Helm schon auf, da kommen nach etwas mehr als 10 Minuten schon die ersten Muskelbepackten Neptune aus dem Wasser gehechtet-extrem schnell- die ersten Biker sprinten los- ich zapple herum- dammi, hoffentlich kommt Willy heil durch, er wollte unter 15Min reinkommen-hektische Blicke um Ihn ja nicht zu verpassen- und da kommt er ja schon- schreien und gestikulieren was das Zeug hält- er erkennt mich- schnell Klett-Chip übergeben und sofort am linken Fussgelenk montieren-Adrenalin und Hektik pur- Sprint zum Bike und wie auf Stögeli-Schuhen auf dem blauen Teppich die 200m zur markierten Auf-/Absteigezone- der Puls huerä höch- Sprung auf den Sattel und sofort in Position, die Aufholjagd ist eröffnet. Bis zum ersten Wendepunkt nach 1km sind schon die ersten geschnappt- ich höre bekannt Stimmern rufen- Pia und Fabio sind auch an der Strecke, motiviert zusätzlich-zurück auf die lange Gerade nach Kilchberg zum „Heartbreak-Hill“ , die Beine wollen noch nicht so recht, drehen nicht locker- keine Zeit um nachzudenken- zu viel Betrieb auf der Strecke-konzentriert die Überholmanöver vorbei an Citybikes… Rennräder und Triathlon-Bikes ansetzen- rechts weg in den Heartbreak-Hill über 1km und bis 11% Steigung- da gehen nun die Beine richtig auf- mir geht’s prächtig, auch wenn’s brennt und keucht-oben vor der Abfahrt eine Wasserflasche vom Helfer packen, Mund spülen und weg damit- mit Highspeed im vorgeschriebenen Oberlenkergriff wieder runter auf die Seestrasse, in die Aeroposition und zurück zum oberen Wendepunkt

DSC_0192ET holt auf- kann nun ganze Gruppen aufsammeln- Trittfrequenz und Leistung ziemlich konstant im Zielbereich- um den Wendepunkt auf die zweit Runde- noch immer sind Motivatoren vor mir- nochmals über der Schwelle hoch zum Heartbreak- Hill drücken-viele Zuschauer feuern uns Athleten an- oben fast blau- Wasserflasche packen, kleiner Schluck und weg damit- nun mit Streckenkenntnis volle Kanne in die rasende Abfahrt- Sprung über Trottoir Kanten und um die Kurven auf die letzte Gerade zum Ziel- nur noch einzelne Biker sehe ich vor mir, aber genau diese will ich unbedingt noch packen um Urs eine gute Ausgangslage für den finalen Lauf zu geben. Auf Anschlag fliege ich der Abstiegszone entgegen, anbremsen und auf einer Pedale stehend zur Markierung, abspringen und ziemlich fertig mit miserablen Laufstil auf dem blauen Teppich zurück zur Wechselzone-

DSC_0206 - Kopie

Bike an die Stange hängen und Blick in die Wechselzone- Urs steht zuvorderst, schreit und winkt- Zeit-Chip abnehmen und letzter Sprint zur Übergabe- Vollgas Urs!

Schweiss abtrocken- trinken- Riegel rein, dann RUAG T-Shirt überziehen und sofort mit Willy in den Zielbereich um gemeinsam mit Urs die letzten 50m ins Ziel einzulaufen. Willy informiert mich, dass ich als vierter an Urs übergeben habe- ein Top Ten Platz könnte also durchaus drin liegen.

Wieder aufgeregtes warten. Schon kommt der erste Läufer mit klarem Vorsprung, dann der zweite, dritte, vierte… und da kommt Urs auf dem letzten Drücker an neunter Stelle Overall – genial- als Team sprinten wir dem Ziel entgegen- tolles Gefühl- danke an meine Teamkollegen- hat echt Spass gemacht.

DSC_0228 - Kopie

Relay Men

Rang 7             4263 RUAG 7    RUAG Schweiz AG

Imhof, Willi            1 SWIM   38            0:14:18

Christen, Daniel    2 BIKE     1              0:36:27

Moor, Urs              3 RUN     38            0:30:38

Dani

Schweizer Firmen-Triathlon 23.07.2016

Fricktalisches Mannschaftszeitfahren 10.07.2016

110Hm/28.5km

Die vielen Renntermine im Juli bringen logischerweise Überschneidungen mit sich und so musste ich schon früh entscheiden ob UCI XCO Lenzerheide Race mit allen Top-Cracks schauen oder Mannschaftszeitfahren in Sulz. Der Kompromiss war am Samstag mit meiner Family die crazy Downhiller zu schauen (starke Leistungen-konnte mich aber nicht wirklich begeistern) und am Sonntag das Mannschaftszeitfahren zu bestreiten.

Geplant war wiederum mit Dani von DeinRad GmbH zu fahren, doch aus gesundheitlichen Gründen musste er die Vernunft walten lassen und absagen- absolut vernünftig.

Was mach ich nun? Das Startgeld ist bezahlt und Race ist immer besser als Training- ich kann also alleine fahren oder einen neuen Partner finden. Schnell kam ich auf Tom den Praying Mantis Rider aus Luzern- genauso schnell kam seine Zusage, wenn auch mit Bedenken, da er bis dato keine Erfahrung im Team Zeitfahren hat. Schnell eine E-Mail an Bernadette vom Org.Team- alles ok, aber da Tom einiges jünger ist müssten wir die Kategorie wechseln und zwei Runden absolvieren- nein danke, ist mir zu viel- wir starten bei den Gentlemen B über eine Runde- halt „ausser Konkurrenz“

Sonntagmorgen hole ich ihn früh um 07.30 Uhr ab-wir wollen die Zeit bis zum Start um 10.34 Uhr nutzen um die Strecke gemeinsam abzufahren und die eine oder andere Ablösung zu üben. Das ging auch gar nicht so schlecht- ich schlage max. 30“ Ablösungen vor. Bei brütender Hitze zurück zum Auto, umziehen, noch ein Gel rein hauen und ab zum Start.

Team ODLO+sixty-sixers prescht los, dem Führungsmotorrad hinterher, runter nach Reinsulz zum Kreisel, ich ziehe von vorne hinein und durch- fühle das Tom nicht an meinen Hinterrad ist- leicht rausnehmen-Wechsel- funktioniert nicht so schlecht-hin zum ersten Wendepunkt bei Laufenburg- zurück auf der Hauptstrasse in Richtung Leibstadt, anfangs flach dann ab Schwaderloch bei Km 11 leicht ansteigend- Tom vorne und ziemlich abrupt lässt sein Druck nach- er hat überzogen- muss rausnehmen-ihm ist also der selbe Fehler wie mir letztes Jahr mit Michi passiert- hat sich unter Druck setzen lassen und seine Ablösungen über der Schwelle absolviert und zusätzlich den Windschatten nicht optimal zur Erholung nutzen können, da zu weit vom Hinterrad weg- also nehmen wir leicht raus und ich übernehme lange Ablösungen bis zum äussersten Wendepunkt Leibstadt mit Fahnen signalisiert-kontrolliert von vorne anbremsen und rum-nun geht’s wieder leicht runter zum Schwaderloch, Tom übernimmt – so erhole ich mich für die nächste lange Ablösung-Wechsel- und mit 53/11 in die Fläche- habe sehr gute Beine, es dreht herrlich, Tom aber leidet gröber.

Die Unterführung wieder ohne Risiko von vorne und rein in die 2.3km ansteigende Zielauffahrt- und wenn du leer bist ist das verdammt weit- mit allem was noch geht ziehen wir hoch und ins Ziel in 36.51 Min und einem Schnitt von 46.4 km/h.

Ganz kurz ausfahren und ab unter die Dusche. Mein Partner Tom ist ziemlich enttäuscht ob seiner Leistung- ich kenne seine Leistungsfähigkeit und die ist definitiv ebenbürtig zu meiner. Kopf hoch, wieder was dazu gelernt- next time it gonna be better 🙂

Ein tolles Rennen, super organisiert- gegen 60 Mannschaften waren in verschiedenen Kategorien auf der Strecke- wir kommen wieder

Dani

Fricktalisches Mannschaftszeitfahren 10.07.2016