King of the Lake 2016 – Das Einzelzeitfahren rund um den Attersee vom 24. September 2016

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Ich kann‘s fast nicht glauben, ich sitze im Auto von Daniel mit Pia nach Austria! Zwar am Freitag in aller herrgottsfrühe um 02.15 Uhr, aber es klappt endlich Mal. Mit Rennen in Austria hat es in den letzten Jahren nie geklappt, immer kam entweder krankheitshalber, arbeitstechnisch oder sonst was dazwischen, hat sich fast zum „Fluch“ ausgeweitet! Aber jetzt scheint es zu klappen….

Das Einzelzeitfahren rund um den Attersee mit 48 km und 250 Hm findet am Samstag statt und dies jetzt zum zweiten Mal auf einer komplett abgesperrten Strecke!

Es stehen 570 km mit einer Fahrzeit von 5:30 Std. an, mit Decke und Kissen bewaffnet machen wir (Pia + ich) es uns im Auto „gemütlich“. Daniel unser versierter Chauffeur bringt uns mit einem kurzen Kaffeestopp in runden 6 Stunden wohlbehalten ans Ziel – SEEWALCHEN AM ATTERSEE. Der Start war zwar harzig, die Autobahneinfahrt STANS-Nord war gesperrt, Auffahrt erst in HERGISWIL, dann Abzweiger RATHAUSEN ebenfalls zu, Umfahrung über ROTHENBURG, anschliessend wegen eines Unfalles in LACHEN SZ, wieder Umleitung auf die Hauptstrasse…….

Kurz nach Acht treffen wir im ****-Hotel ATTERSEE sein und steuern direkt ans Frühstückbuffet. Da die Zimmer noch nicht bezugsbreit sind, kurzer Spaziergang um die Beine zu vertreten. Um Elf können wir die Zimmer beziehen, kurzer Power-Nap und um Eins geht’s mit den Zeitfahrhobeln auf die Rekotour um den See. Selbstverständlich mit Pia als Fotografin auf Ihrem schnellen E-Bike im Schlepptau.

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Wir Nehmens gemütlich, Fotosession mit Pia, geniessen die Landschaft, ab und zu volle Power um die Beine zu kitzeln und der obligate Kaffee-Kuchen-Halt darf auch nicht fehlen. Da ich zum ersten Mal in diesem Jahr auf dem TT sitze, muss ich mich zuerst Mal an das spezielle Fahrverhalten und die Position (wieder) gewöhnen, die Arme und Rücken zwicken schon nach ein paar Minuten und Morgen soll ich diese Positionen fünfviertel Stunden einnehmen……….?!

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Cool –> Kurzvideo der Strecke!

Anschliessend Startnummer abholen, wir sind in der Kategorie U60 eingeteilt – wir werden definitiv Alt! Deren Montage geht fix und dann zum Apéro am See und ein sehr feines Nachtessen im Hotel zum Abschluss. Da der Start bei mir um 15:15 Uhr, resp. bei Daniel um 15.18 Uhr angesetzt ist, ist auch keine Eile bei der Bettruhe von Nöten!

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Der Start-Zielgelände liegt im Nachbardorf Schörfling am Attersee und der ATTERSEE wird im Uhrzeigersinn umrundet.

Am Samstag geht’s erstmal um Elf mal kurz noch auf die Strecke zum Einfahren, ab 12.15 Uhr beginnt die Veranstaltung mit dem 4-er-Mannschaftszeitfahren, wir schlagen derweil bis zum Start irgendwie die Zeit tot.

Meine „Taktik“ auf der ersten Streckenhälfte wäre so um 250 Watt zu fahren und auf dem Rückweg im Modus „All in“ so um 300 Watt auf die Pedale zu bringen!

Jetzt geht’s Schlag auf Schlag, im 15 Sekundenabständen werden die TT-Gladiatoren auf die Strecke gelassen, so jetzt bin ich gleich dran, einklicken und schon geht’s die Rampe runter auf die Strecke. Da gleich eine leichte Steigung ansteht, sofort in den Wiegetritt um den TT-Boliden hinauf zu wuchten, auf der Kuppe sofort die Aeroposition einnehmen und jetzt einfach „geniessen“….

Die 250 Watt kann ich fast nicht halten, die Beine schmerzen und in den Unterarmen stellen sich schnell leichte Krampferscheinungen ein! Gfeller, du bist ein Depp, das ganze Jahr nie auf dem TT-Hobel und gleich 48 km – eine seriöse Vorbereitung sieht (ganz) anders aus!

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Nun denn, da muss ich durch, kaum gedacht, flitzt oder besser schiesst Daniel regelrecht an mir vorbei! Wenigstens ein sixty-sixers der sehr flott unterwegs ist. Die Strecke ist unglaublich abwechslungsreich, mit Kuppen, schnellen Kurven, Abfahrten und technische Passagen, immer aufpassen auf die Schachtdeckel, es macht wirklich sehr viel Freude, wenn auch die Beine schnell höllisch schmerzen. Auf dem Rückweg sind es statt 300 Watt nur noch 200 Watt, soviel zum meiner derzeitigen Verfassung.

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Hans-Urs in voller Fahrt……………..

Nichtdestotrotz geht es viel zu schnell vorüber, nach „nur“ 1:17 Std (= 36.6 km/h – Rang 393 von 569) bin ich im Ziel, total abgekämpft,  aber überglücklich – hat trotz allem extrem viel Spass + Freude bereitet! Es kommt einem vor, als sei man an einem Zeitfahren à la „Tour de France“, einfach ein ganz geniales Feeling und Ambiente. An dieser Stelle ein ganz dickes Lob an die Organisatoren – eine Hammer-Veranstaltung!

Mein Fazit:

Eine Veranstaltung durch und durch auf Profi-Niveau in einer wunderbaren Gegend ausgetragen. In dieser lieblichen Seen-Landschaft macht es doppelt Spass und das Leiden ist schnell vergessen. Bei mir ist dabei sein zurzeit sowieso das Wichtigste, ich komme sicherlich im nächsten Jahr wieder. Mit (hoffentlich) einer besseren Form (sprich mehr km in den Beinen) und diversen Materialoptimierungen sollte doch eine Endzeit um 1:10 Std. für mich sicherlich drin liegen! Wir werden sehen………….…………….

Hans-Urs

Austria ist doch gar nicht so schlimm Hans-Urs 🙂  schön hat es doch noch mal geklappt.

Für mich ist dieses TT Race ein absolutes Highlight und würdiger Saisonabschluss- daher war ich auch ziemlich nervös. Nicht wegen der Distanz- nein- die Nachwehen des O-Tour Sturzes und eine leichte Grippe vermittelten mir nicht wirklich ein positives Körpergefühl um den angepeilten Sprung auf den Thron des Kings zu schaffen.

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Umso mehr bin ich nun total happy das meine Beine doch zu 98% drehten und ich mit der Zeit von 1.03.12 Std Ø 45km/h immerhin ganz nahe beim Thron des U60 King of the Lake hin stehen durfte (U60 Rang 2 / Overall Rang 21)

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Nächstes Jahr wird der King gestürzt- der König ist tot-es lebe der König

Dani

King of the Lake 2016 – Das Einzelzeitfahren rund um den Attersee vom 24. September 2016

O-Tour Bikemarathon Alpnach, 11.09.2016

85km/3080Hm

Soll ich oder soll ich nicht- die O-Tour war nie eingeplant, mein Lieblings Rennen ist es auch nicht, doch ein offerierter Startplatz von Deinrad GmbH und die tollen Wetteraussichten lies mich nach 4 Jahren Abstinenz ganz spontan das Heimrennen wieder einmal unter die Räder nehmen.

Sonntagmorgen gegen 07.00 Uhr in aller Ruhe nach Alpnach und mitten im Dorf einen Parkplatz ergattert- ganz kurz einfahren und ab in den Startblock.

Familien Power gibt’s heute nicht- selbst ist der Mann.

Start um 08.01 Uhr und sofort ganz nach vorne zur Spitze, welche ich lange gerade so halten kann, doch nach dem ersten von noch mehreren Kettenproblemen ist der Zug abgefahren- ist mir recht, so überdrehe ich nicht und fahre nun meinen Rhythmus über die knackige mit Steinen bespickte Polenstrasse zum Schrotenegg und über die Lochalp zum Langis. In den flachen Passagen zum Kaltbad lutscht ein Junger ständig im Windschatten, will ihn vorbei lassen, was er aber partout nicht will-„warum du mich hesch überholed?? jetz du fahre“- ich bremse voll ab- Kraftausdrücke werden ausgetauscht, dann lässt er abreisen…Soweit alles geregelt, alleine weiter zum Langis, dann über teils kiesbedeckte Abfahrten in Richtung Schneeloch- sehe einen Fun 3 vor mir- den hole ich mir zurück- kaum gedacht mit viel zu viel Speed in eine zumachende leicht kiesige Linkskurve- das reicht nie- bremsen-driften-Bein raus- zu spät- Highspeed Abflug über die Strassenkante in die Bäume- Bum- überall Schmerzen- leicht desorientiert Bike packen und rauf auf die Strasse kraxeln- der linke Arm ist wie elektrisiert, spüre die Hand kaum- rauf aufs Bike- alles funktioniert noch- Prellungen und Schürfungen all over – from Hero to Zero- sehr kontrolliert über die Schoried Trails runter nach Alpnach. Kurz denke ich über eine Aufgabe nach, doch die Beine fühlen sich sehr gut an und behindernde Schmerzen spüre ich (noch) keine- also weiter. Alleine über den Flugplatz, Kernwald und mit guter Kadenz hinauf zu Ächerli. Im Ächerli Wiesentrail muss ich die vor der Passhöhe überholte Damen Leaderin wieder vorbei lassen…schon extrem was ein angeknacktes Selbstvertrauen ausmacht- aber nochmals abfliegen will ich nun wirklich nicht, Ego hin oder her. Spätestens aber als ich das Fun Leader Trikot sehr unsicher fahrend vor mir in einem Trail sehe und umgehend stehen lassen kann, wittere ich die Chance doch noch ein gutes Resultat rausfahren zu können. Die Motivation ist zurück, jede Welle wird voll durchgezogen und die letzten Trails runter zum Flugplatz machen sogar echt Spass. Nochmals richtig über die Fläche drücken und in 4.25 Std. im Ziel.

Fun 3 Rang 3 / Overall 33

Schnell unter die Dusche um Dreck und verkrustetes Blut loszuwerden, dann zur Sanität- sehr viel Glück gehabt, nur Schürfungen und viele Prellungen von der Hüfte bis zum Nacken.

Nicht ganz optimal für das lange Einzelzeitfahren King of the Lake im Salzburger Land in zwei Wochen- schmirä und salbä hilft allenthalbä

Dani

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