Master UCI Time Trial World Championship Albi 24.08.2017

PosterMein ganz grosses Saison Highlight, worauf ich gut und hart trainiert habe steht an und ich muss froh sein überhaupt an den Start gehen zu können- was ist passiert. Am Montag vor dem Rothaus Bike Giro treten auf der abendlichen Trainingsrunde plötzlich Bauchschmerzen auf, welche auch den ganzen Dienstag anhalten und mich nach Feierabend sogleich total schlapp ins Bett zwingen. Am Mittwochnachmittag trotz allem die Fahrt nach Rothausen-den weiterem Verlauf hat Hans-Urs in seinem Bericht bestens beschrieben.

Der Rothaus Bike Giro ist Geschichte, nun bleiben knappe 1 ½ Wochen bis zur Master TT WM in Albi und ein Arztbesuch ist unausweichlich- ich kann kaum Essen und wenn, will nichts mehr raus. So sind ganze 2.5kg Körpergewicht runter, somit auch Rennsubstanz, ich fühle mich Sch*****. Medis sollen helfen- auf die Frage ob diese auf der Dopingliste sind kann mir der Arzt nichts sagen- also Heim und unter Antidoping Schweiz eine Medi-Abfrage starten- leider ist das Medikament nicht erfasst- mit einer Email kann aber nachgefragt werden. Währenddessen werde ich aber auf der NADA Austria fündig; das Medikament ist keine Dopingsubstanz! Am nächsten Morgen kommt auch die Antwort vom Chef-Doping Schweiz Hr.Kamber selber und bestätigt die Unbedenklichkeit- Danke, das wäre nun geklärt. Zusätzliche Basenbäder sollen den total übersäuerten Körper reinigen- ich lasse bis zur Freitagnachtfahrt nichts unversucht, inkl. leichten Trainingsfahrten, um wieder auf Vordermann zu kommen. Die lange Nachtfahrt nach Albi Frankreich geht mehr schlecht als recht, aber nach knappen 11Std. mit Pausen erreichen wir den Camping Albirondack, wo wir für eine Woche in einem Holz Bungalow einquartiert sind. Da treffen nun nach und nach auch unsere Schweizer Kollegen und WM-Teilnehmer des Zeitfahrens und Strassenrennen ein.

Sonntagmorgen geht’s mit Pia auf City und E-Bike auf eine lockere Reko-Runde der TT Strecke- dank Download auf Garmin kein Problem- erster Eindruck; ganz mieser Asphalt, wellig, konditionell und speziell fahrtechnisch sehr anforderungsreich. Zurück im Bungalow geht Pia nach Albi shoppen, ich aber packe die Zeitfahrmaschine und gehe nochmals auf die Strecke und versuche so viel wie möglich zu verinnerlichen. Am Abend sitzen wir mit Felix, Ella und Manfred zum Nachtessen zusammen (wie danach fast jeden Abend) eine tolle Kollegenrunde.

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Ella, Felix, Manfred und Jungs (Pia wie meistens am Fotoapparat 🙂

Mein Appetit ist zurück und lässt mit etwas zuversichtlicher werden bis Donnerstag annähernd fit zu sein. Anscheinend haben auch die Moskitos Appetit und attackieren mich bei jeder Gelegenheit.

Montagmorgen noch vor dem Frühstück geht’s wieder auf die TT Reko Runde- ganz sachte fahre ich alle Belastungsbereiche an, aber die Beine und Gesäss wollen überhaupt nicht, sind wie verklebt, blockiert- frustrierend, wenn ich bedenke wie gut ich bis vor dem Bike Giro drauf war- Zwischenstopp bei einer Boulangerie und leckeres frisches Brot fürs Frühstück zu holen. Am Nachmittag machen wir eine gemütliche Ausfahrt ins Vallée du Tarn,

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Le Tour a Vélo – Vallée du Tarn

landschaftlich wunderbar- nur die Hitze von über 30°C macht etwas zu schaffen und es soll bis Donnerstag noch viel heisser werden..

Dienstag und Mittwochmorgenfrüh, auch um der Hitze zu entfliehen, fahre ich erneut die TT Strecke ab- mittlerweile kenne ich fast jedes Schlagloch, Kreisel Ein-Ausfahrten und die extrem heikle, stark abfallende 90° rechts Kurve, welche die Schlüsselstelle ist- hier kannst du alles verlieren. Pia’s Trigger Massagen haben Blockaden lösen können, kann erstmals wieder, wenn auch nur kurz, die hohen Wattbereiche drücken- die Zuversicht ist schon merklich grösser. Am Mittwochnachmittag fahren wir zur Expo an der Albi Circuit Rennstrecke um die Startnummer abzuholen und mein Bike von der UCI kontrollieren zu lassen­- mein Bike passt in die Lehre,

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auf den Millimeter genau..

aber Felix muss seinen Sattel oder Extension ganze 3cm zurück schieben- was haben die Funktionäre an der SM in Lüterkofen wohl gemessen?? Nun ist es fix, morgen Donnerstagnachmittag um 14.02.30 Uhr, mit der Nummer 476 und bei erwarteten 36°C geht’s in der Kategorie 50-54 ins Master Time Trail WM Abenteuer.

Donnerstagmorgen früh Tagwache, es ist viel zu heiss im Bett, Pia ist schon länger wach. Felix und Manfred sind schon in Aufbruchsstimmung- sie starten bereits am Vormittag. Plötzlich muss es Felix wohl gröber eingefahren sein­- er trällert lauthals den Schweizer Fahnenmarsch, eine üble sich stetig monoton wiederholende Melodie, die jeder Schweizer Wehrpflichtige kennt – verwundert blicke ich zu Ihrem Bungalow und da haut‘s mich fast aus den Socken- da stehen doch tatsächlich unsere Söhne Ramon und Fabio ganz in Rot gekleidet, mit Schweizer-und Nidwaldner Fahne bestück- ich bin sprachlos, kann es nicht glauben aber es ist so- die zwei sind in der Nacht den weiten Weg hierher gefahren um mich an der WM zu unterstützen- ich bin zutiefst berührt-was für eine totale Überraschung und Motivation.

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Ramon und Fabio-was für eine emotionale Überraschung

Gemeinsam frühstücken, dann starte ich wie gewohnt meine Rennvorbereitungen. Die Collès auf 7.5bar pumpen, mehr bringt bei dieser holprigen Strecke nichts. Ich werde gegen 12.00 Uhr mit dem Auto zum Start fahren und mich in der reservierten Schweizer Box einrichten-

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The Swissbox

Pia und Jungs folgen mit den Bikes. Um mich auf der Rolle einzufahren ist es mir eindeutig zu heiss- gehe stattdessen nur kurz auf Nebenstrassen meinen Organismus hochfahren- zurück zur Box, Gel rein und trinken- 20 Min. vor dem Start in die Kontrollzone um nochmals das Bike kontrollieren zu lassen- und ja, auch auf Tech-Doping wird kontrolliert- Trettlagerbereich und die Räder werden mit einem Tablet abgefahren und gescannt (anscheinend haben Sie letztes Jahr in St.Johann i.Tirol einen bereits überführten Chemisch-Doper nun auch noch mit Elekro-Doping erwischt) – was für kranke Typen!

Helm auf und rauf auf die Startrampe, nochmals tief durchatmen- äs chund wiäs chund-

Countdown

Countdown und ab auf die ersten Meter auf der Rennstrecke, dann raus auf die Strecke zur ersten Verzweigung mit ganz miesem Asphalt- rechts weg- Trittfrequenz im Soll, Puls ok, Beine wirklich gut aber die Leistung geht nur bis 90% meiner Schwellenleistung, es geht einfach nicht mehr- so what- weiter drücken und halten was nur irgendwie geht- dann ein total unerwarteter Motivationsschub- mitten auf der Strasse eine rote Bodenmarkierung“ Go Dani 66 und Schweizerkreuz“ unsere Jungs haben noch in der Nacht die Strecke abgefahren und die Markierungen angebracht- einfach Hammer Jungs!

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Motivationsschub im richtigen Moment

Bei km 8.8 links weg in den mit 5% moderaten 1km Anstieg- auch hier ist mir nicht möglich die volle Leistung abzurufen, aber unsere Jungs stehen da und feuern mich lautstark an- oben links weg auf 2km stetig leichtes auf und ab- links weg in die rasend schnelle Abfahrt voll in der Aeroposition, aufrichten, anbremsen und scharf links weg hin zur Schlüsselstelle bei km15- drei gelbe Pfeile zeigen den scharfen Richtungswechsel an- mit knapp 50km/h drauf los, anbremsen und von ganz aussen anfahren, dann gnadenlos reinstechen- nur knapp treibt`s mich nicht in die Wiese- Kopf runter und all out weiter- und wieder eine rote Motivationsmarkierung am Boden “Go Dani“ – ja ich gebe alles-

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last push

bei km 18 rechts weg im Gegenverkehr zurück zum Circuit- noch ein 180° Kreisel sauber anfahren und mit Schwung rum- noch 3km, scharf rechts rein zurück auf die Rennstrecke und die letzten finalen 2km auf dem glühenden Asphalt mit allem was noch geht und völlig leer ins Ziel in 31.54

Leicht ausfahren, duschen und abwarten zu was die heutige Leistung reicht. Technisch bin ich die Schlüsselpassagen sauber aber nicht mit allerletztem Risiko gefahren- Leistungsmässig fehlten im Ø 30 Watt zur Normalleistung- eine Welt, aber es wäre wirklich ein Wunder gewesen, nach alle den gesundheitlichen Problemen 100% abrufen zu können- da hätte es wohl die ärztliche Behandlung eines Profis benötigt. Felix und Pia warten bei der Rennleitung auf die Rangliste- dann ist es amtlich- es hat zum undankbaren 4.Rang gereicht, mit nicht sehr grossen Abständen bis vorne zum neuen Weltmeister.Rangliste

happy or not? Ja und nein- trotz allem so verdammt nahe dran zu sein, das tut im Moment schon huerä weh, aber immer noch besser als ein DNS oder DNF auf der Resultatliste.

Und bevor ich es vergesse, auch Dopingkontrollen wurden angekündigt-jeder Athlet müsse sich in Eigenverantwortung vor dem Doping Büro auf einer Liste vergewissern ob er zur Kontrolle muss oder nicht- einmal mehr eine Farce, zwei Pensionäre im Orga T-Shirt hielten eine Startliste in der Hand, ich schrieb meine Nummer 476 auf einen Fresszettel und Sie suchten verzweifelt die ganze Liste durch- und da war keine einzige Startnummer markiert…

Ein grosses herzliches Danke an Pia und Jungs für Eure super geniale Unterstützung, dies hat viel mehr ermöglicht als zu erwarten war.

Nun sind zwei Wochen totale Erholung im Oberengadin angesagt- die Batterien mit Pia auf lockeren Bike Ausfahrten aufladen, um nochmals mit 100% Power Ende September den King of the Lake zu rocken.

Und eines ist auch klar, mein Ziel für 2018 ist die UCI Master WM in Varese IT- eine Rechnung ist zu begleichen

Dani

Ps; Freitagmorgen bin ich mit dem Citybike nochmals die TT Strecke abgefahren um die Bodenmarkierungen unserer Jungs zu fotografieren und Emotional abzuschliessen. Bei der Schlüsselstelle sah ich dann ein unglaubliches Pneu-Massaker- dutzende teils meterlange Bremsspuren, welche dann abrupt im Abhang/Botanik endeten- und somit für jene Fahrer auch die WM.

Master UCI Time Trial World Championship Albi 24.08.2017

ROTHAUS BIKE GIRO Hochschwarzwald vom 10. bis 13. August 2017

Daniel, wie sieht’s du denn aus?! Ein kreidebleicher Daniel holt mich am Mittwochnachmittag in Stans ab – ein Magen-Darm-Infekt hat ihn erwischt…

Nun den, gemeinsam mit Pia fahren in den Hochschwarzwald und stürzen uns ins Abenteuer vom ROTHAUS BIKE GIRO. Die Wetterprognosen sind super mies und Daniel ist angeschlagen, ob das ein Spass wird….

Das Rennen wird in diesem Jahr in einem neuen Modus durchgeführt. Statt ein Etappenrennen mit Ortswechsel wie in den Jahren zuvor, werden in diesem Jahr an zwei Standorten jeweils 2 Etappen ausgetragen. Also insgesamt vier Etappen, die erste Etappe als Prolog mit Einzelstart. Bezüglich der Logistik natürlich eine enorme Erleichterung für unsere interne Planung aber sicher auch extern für die Anlassorganisation. Für uns bedeutet das nur 2 Hotels finden und buchen.

Pia – du hast das wie immer ganz wunderbar gemacht – vielen Dank!

Mit Zauberhand hat sie das für uns perfekt gelöst – tolle Unterkünfte mit viel Charme und sehr gutem Essen gefunden und als Krönung – immer in Startnähe, was uns eine entsprechende «Anreise» zu den Startortenerspart…

In diesem Jahr wird keine Massenunterkunft mehr angeboten. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer müssen sich ihre Unterkünfte selber organisieren. Das Dörfchen Grafenhausen/Rothaus und auch der Feldberg können unmöglich alle 400 Teilnehmer beherbergen. Schade, wir befürchten, dass sich das Teilnehmerfeld so verzettelt und ob dies der Stimmung, respektive der Anwesenheit bei den Rangverkündigungen gut tun wird?!

Wir treffen am späteren Nachmittag in ROTHAUS (grösste Bierbrauerei im Schwarzwald) und dürfen im neu renovierten Gästehaus ausserhalb vom Werkareal unsere Zimmer beziehen – wunderschön, mit ganz viel Charme und daher wunderbar gemütlich!

Unsere Unterkunft im Gästehaus der Brauerei ROTHAUS

Die Wolken hängen am Nachmittag noch sehr tief, aber es regnet wenigstens nicht. Der Prolog will nun angefahren werden, die GPX-Daten auf der Homepage stimmen mit der ausgeschilderten Strecke so gar nicht überein. Scheiss drauf, wir fahren den Richtungspfeilen hinterher und fahren sehr gut damit. Der Prolog ist rund 18.5 km lang und führt über alle Belagsarten die man sich so vorstellen kann. Neben Asphalt und Kies gibt es auch Wiesen, Sumpf, Waldboden, Holzbretter, Rasen, Schotter, Sand und sogar Verbundsteine. Ein Wald-Trail gespickt mit fiesen Querwurzeln ist auch mit dabei, schon heute anspruchsvoll zu fahren und Morgen ist Dauerregen angesagt. Das wird eine Herausforderung!

Der erste Renntag, der Donnerstag bricht mit Dauerregen an, der Start für den Prolog ist erst am späteren Nachmittag angesetzt. Das ist eine gute Idee, so können auch die Teilnehmer von weiter her erst im Laufe des Tages ohne Zeitstress anreisen und die Kosten für eine Übernachtung sparen.

Um die Mittagszeit klopft es an der Zimmertür, zwei nette Reinigungsfrauen wollen sich meinem Zimmer annehmen. «Nicht nötig», sage ich zu den Beiden. «Aber morgen werden Sie wegen dem Wetter nach unserer Abreise ganz viel zu tun haben». Die eine Frau fragt «Darf ich Sie was fragen?». Ja, sicher, meine Antwort. «Müssen Sie für sowas noch bezahlen…?!». «Ja, sicherlich» erwidere ich. Die Zwei schauen mich ganz ungläubig an und verstehen unsere «Bikewelt» ganz bestimmt nicht.

Aber jetzt im Detail…Die erste Etappe ist ein Einzelzeitfahren Rothaus 15.5 km – 310 hm. Wegen dem Dauerregen wird die Bergauflaufpassage im Wald gestrichen, ein ganz und gar vernünftiger Entscheid. Bei einem 20-Sekunden-Startziklus hätte es da unweigerlich unschöne Szenen gegeben. Ich fahre «Safty First». Ich hinke weit hinter meinem selber gesteckten Kilometersoll hinterher und darf ich mein (sehr bescheidenes) Pulver nicht schon verschiessen. Es heisst einteilen, ich will ja die 4 Tage geniessen. Für mich ist das Rennen eher eine organsierte 4-Tages-Biketour «all inklusive», aber ich bin total happy und geniesse den Regen-Schlamm-Dreck-Prolog.

Daniel probiert die Freilaufrolle aus…
Kurz vor dem Start….

Meine 46`er Zeit reicht für das hintere Mittelfeld und bin zufrieden. Daniel wird Zweiter seiner Kategorie, knapp hinter einem bis jetzt unbekannten CH-Biker. Gratulation meinerseits, sein Virus scheint besiegt….

Die abendliche Rangverkündigung ist eher ein «Trauerspiel», keine Anwesenden, ausser die Gewinner und deren Angehörige die auf einem Podestplatz stehen. Bis eine vollständiges Podest zu sehen ist, also Rang 1 bis 3, müssen die «alten Säcke» geehrt werden, vorher fehlt immer mindestens eine Person auf dem Siegerfoto. Schade! Aber dies wird sich erst am Schluss der Veranstaltung auf dem Feldberg bei der letzten Etappe ändern.

Die Master 3 – Herren

Zweite Etappe Rundkurs «Rothaus»: 65.4 km – 1450 hm
Kurzer, heftiger und abwechslungsreicher Rundkurs gespickt mit vielen Wald und Trailabschnitten. Natürlich sind die unvermeidlichen Strassen- und Schotterwegen im Schwarzwald nicht zu umgehen, aber alles in allem eine schöne Etappe im zeitweisen Graupelschauer, nicht allzu heftig zwar, der Dreck, die Nässe und der Schlamm spritzen mehrheitlich von unten.

Für Daniel ist vor der ersten Verpflegung der Ofen aus, nichts geht mehr, der Tank ist leer. Traurige Bilanz DNF = Don’t Finish → Frust pur. Zum Glück ist Pia vor Ort. Der Kampf mit Claudius Thommen um den Sieg in der Kategorie MEN MA3 wäre super spannend geworden – extrem schade für alle Beteiligten!

Ab jetzt ist Tee angesagt…:-(((

Dritte Etappe Rundkurs «Feldberg»: 76.6 km – 2430 hm
Die Königsetappe steht an. Und ich mache mich ohne Daniel auf den Weg. Es ist wahrlich eine königliche Strecke, sehr abwechslungsreich, extrem hoher Anteil an Trails (bergab und bergauf). Die Trailabfahrten sind nicht ohne, technisch auch für uns Schweizer anspruchsvoll, schnell, nass und glitschig – so sollte es immer sein.

Hans-Urs in Action

Vierte und letzte Etappe Rundkurs «Feldberg»: 54.6 km – 1660 hm
Mit müden Beinen geht zur letzten Etappe, die Wolken hängen sehr tief. Der Start erfolgt bei kühlen 10 Grad im dichten Nebel. Ob hier die Sonne eigentlich auch einmal scheint?

Das Warten auf den Startschuss im Nebel bei einer perfekten Herbststimmung…
Die Skirampe war definitiv (viel) zu steil für mich…
Bei den Wetter- und Bodenverhältnissen ist ein Hochdruckreiniger unabdingbar…

 

Wiederum abwechslungsreicher Rundkurs, nicht mehr ganz so toll wie gestern, aber das ist jammern auf hohen Niveau. Brutal schnelle Schotterabfahrt, irgendwie muss man ja vom Berg runter, zweimal über die verdammte, steile Rampe beim Skilift hochfahren und schon ist der ROTHAUS BIKE GIRO geschafft – es hat so viel Spass gemacht, trotz dem lausigen Wetter.

Randmässig bin ich im ganz hinteren Feld meiner Kategorie, der Ehrgeiz ist aber geweckt: Nächstes Jahr wird (hoffentlich) alles anders…

Alles in allem war es ein supertoller Anlass, obwohl die Stimmung bei den Rangverkündigungen aufgrund des neuen Konzepts der Unterkünfte stark gelitten hat.

Aber sonst beide Daumen hoch, die «sixty-sixers» kommen wieder. Daniel hat mit dem ROTHAUS BIKE GIRO noch eine Rechnung offen, diese wird im 2018 beglichen – Ich freue mich jetzt schon darauf!

Hans-Urs

PS. Die 4-Tages-Biketour hat mich bezüglich der Form weit nach vorne katapultiert. Die Dienstag-Abend-Fahrt mit dem Racer um den Sarnersee (mit Daniel im Windschatten, weil immer noch nicht «zwäg») habe ich in Rekordzeit absolviert – ein 33.5 km/h Durchschnitt ist doch ganz ordentlich!

 

 

ROTHAUS BIKE GIRO Hochschwarzwald vom 10. bis 13. August 2017

Kantonal Bernisches Einzelzeitfahren Bleienbach 01.08.2017

19.2km 140Hm

Eines meiner Lieblings-Zeitfahren steht bereits wieder auf dem Programm. Dieses Jahr aber nicht direkt aus den Engadin Sommerferien sondern von den Bike Transalp Trails rauf auf die Aeroposition.

Hans-Urs holt sich den letzten Schliff auf dem Bike für den Rothaus Bike Giro der Mitte August durch den Schwarzwald führt – also vertrete ich die 66er.

So ganz erholt fühle ich mich noch nicht, aber hinsichtlich der Zeitfahr WM am 24.08.17 in Albi ist es schon wichtig noch jeden Rennkilometer auf der Aerohobel zu nutzen. Zudem kann unter Rennbedingungen, und erst noch am Nationalfeiertag, das neue Zeitfahrdress mit Schweizerkreuz getestet werden 🙂

Start um 10.23 Uhr als letzter der alten Säcke Hobby 3 auf die Strecke. Erstaunlich was die täglichen Dehneinheiten bewirkt haben- hat sich tags zuvor schon beim Einfahren gezeigt- ich fühle mich so wohl wie noch nie in der tiefen Aeroposition, bringe die Kraft gefühlt viel besser auf die Pedalen. Bis Kilometer 15 kann ich den Schwellenwert wirklich sehr gut halten, dann geht der Saft doch langsam aber sicher aus- nicht weiter verwunderlich, aber trotzdem kein schönes Gefühl wenn du siehst wie die Leistungsanzeige Jo-Jo spielt und du mit allem was noch geht versuchst die anvisierte Zahl auf dem Display zu halten…

ORV2017

Die 2.6km leicht ansteigende kurvige Zielanfahrt schmerzt dann auch gröber, aber“ äs gid ä kä Birrä“- durchdrücken und die letzten 500m auf Tutti ins Ziel

Zeit 25.57 Ø 43.5km/h Hobby 3 Rang 1 / Overall Hobby Rang 1

Nächstes Highlight ist nun der Rothaus Bike Giro (ehemals VAUDE Transschwarzwald) welchen wir 66er als Einzelkämpfer und wieder mit Unterstützung unserer Frauen in Angriff nehmen werden.

Dani

Kantonal Bernisches Einzelzeitfahren Bleienbach 01.08.2017