Bike Transalp 15-21.July 2018

7 Etappen 506km / 18167Hm

Team bikeholiday.ch / terreactive IT security

Nach der Schlussetappe 2017 war für mich lange nicht klar, ob ich die Transalp nochmals fahren werde-oder ganz konkret, ob ich mich nochmals von Hansjürg über 7 Etappen quälen lassen möchte. Ich war ab der zweiten Etappe immer am Limit und so macht es natürlich keinen Spass und keinen Sinn. Warum dies so war lag glasklar auf der Hand und mit dem Ziel an diesen Schwächen zu arbeiten gab ich Hansjürg im Herbst die Zusage nochmals mit Ihm die Transalp zu fahren.

Anreise am Samstagvormittag nach Imst. Dieses Jahr begleitet mich Pia, wird mit Beatrice an den Strecken verpflegen und nach den Etappen die müden Muskeln massieren- perfekt. Auch die Wetteraussichten sind gut, versprechen trockene Trails.

Das diesjährige Teilnehmerfeld in der Grand Master Kategorie ist wirklich  sehr stark besetzt- aufs Podest zu fahren wird nicht selbstverständlich werden, aber unser klares Ziel sein.

Etappe 1 Imst-Nauders 89km / 2942 Hm

Bewölkt aber noch trocken. Aufruf für in den ersten Startblock, der Countdown, der Puls steigt, der Startschuss und ab geht die Meute hin zur Pillerhöhe. Mit gutem Rhythmus im Pulk gehts hoch, dann ziehen die GM Favoriten Claudius und Thomas Team Stoll-Bikes  davon. Die auf Papier zweitstärksten KTM Fahrer sehen wir in einer Waldabfahrt mit Platten am Rand stehen. Im leichten Nieselregen über das Pfundser Tschey, das lange Flachstück nach Martina und über die Norbertshöhe nach Imst. GM Rang 2- ein sehr guter Start

Etappe 2 Nauders-Livigno 102km / 3512 Hm 

Die Königsetappe am zweiten Tag- ein eindrückliches Höhenprofil, teils bekannt vom Engadiner Bikemarathon. Schnell setzen sich das Stoll und KTM Team ab. Ich fahre meine Pace, lasse mich hoch zum Bergkastel nicht stressen- in den Downhills sind wir nicht die langsamsten…entlang dem Reschensee mit drei anderen Teams, fahre im Windschatten, spare Kraft den ab Laatsch gehts nun 20 km immer steiler werdend hoch zur Döss Radond- zu steil für mich, kostet viel Kraft und bin nicht wirklich schnell. Durchs flowige Val Mora lassen wir’s aber wieder krachen, bis ein komisches Geräusch in meine Ohren gelangt- sehe und spüre nichts- kein Geräusch mehr, aber nun sehe ich was runterhängen- die linke Umwerferschaltung hat sich los vibriert und baumelt gefährlich nahe am Vorderrad- ziehe das Kabel mit Schaltung zum Lenker hin und versuche es so gut es geht mit zwei Finger zu fixieren und mit dem Mittelfinger die HR Bremse zu betätigen. Vor dem Alpisella beidhändig die Schaltung fassen und aufs kleine Ketteblatt schalten. In Livigno schicken Sie uns noch auf eine Zusatzschlaufe mit kurzen aber sehr steilen Rampen. Ziemlich geschafft im Ziel –  GM Rang 3

Etappe 3 Livigno-Bormio 68km / 2239 m

Steil ist geil- eher nicht für mich ,

aber die Etappe geht durch  das Val Fedeia mit sehr steilen Schotter-Rampen hoch zum Carasello 3000 zu der 10km langen Flowtrail Abfahrt runter nach Livigno. Weiter durch das Val Torto geht es auf einem coolen Waldpfad nach Trepalle, von da über den Passo Trela zur Alpe Trela und schließlich über die Bocchetta di Trela mit herrlichem Blick in die Gletscher der Cima Piazzi hinab zum Almgelände von Vezzola. Mit guten Beinen hoch zum Passo Fraele und 5km vor Bormio ist die Ziel Linie erreicht. Viel besser als ich es erwartet habe- GM Rang 2

Noch immer fühle ich mich sehr gut- keine körperlichen Beschwerden die den Kraftfluss vom Rücken in die Beine abwürgen- die unumgänglichen Verspannungen in der Muskulatur löst Pia mit einem Hauch von Sado-Maso Triggermassagen..

Etappe 4 Bormio-Ponte di Legno 58km / 2393Hm

Und wieder eine kurze und knackige Etappe und gemäss Race-Briefing eingeteilt in zwei Sektionen. Im ersten Teil hinauf zum Passo Gavia sind fast 1.800 Höhenmeter zu bewältigen, ab dem Lago Nero wird’s anspruchsvoll technisch.

Nach einem wiederum schnellen Start reihen wir uns bald als dritte der GM ein- auf Forststrassen bis St.Katarina die Valfurva und die nächsten 900 Hm hoch zum Gavia mit guten Beinen, auch ein Blick in die grandiose Landschaft lasse ich mir nicht nehmen-Verpflegung durch Pia am Fusse des Passes und oben nochmals durch Beatrice-kurze Abfahrt auf der Passtrasse, dann zweigen wir in die zweite und somit technische Sektion ein-steil, eng, steinig verblockt- also alles was anspruchsvoll macht- gut habe ich trotz Mehrgewicht eine Dropper-Seatpost- die Cross-Country Spezialisten lasse ich vorbei-so sollte man runter huntern können-eindrücklich. Ohne Sturz und Panne schaffen wir es runter-noch eine lange eklig steile Wald-Schiebepassage, dann knallen wir in den mit Steps und Rockgarden gespickten Pegrà-Flowtrail runter ins Ziel. GM Rang 3

Etappe 5 Ponte di Legno- Val di Sole 50km / 1967Hm

Man glaubt es kaum, aber diese Etappe wurde so als quasi Erholungsetappe angepriesen! Wohl kaum – konzentriert auf dem steinigen Säumerpfad hoch die Ideal-Linie suchen und hinein in den schmalen Alta Via Camuma Pfad in den Bergwiesen auf 9 Kilometern hin zum Passo Tonale. Da distanzieren wir die letztjährigen GM Sieger, einen Blick in die Adamello-Gletscher aber ist ein Muss. Über den Passo Tonale, wo uns Pia verpflegt, hinüber ins Val di Sole.

Auf schnellen Forstwegen und kleineren Waldwegen 900 Höhenmeter hinab, vorbei am Forte Strino, einer Festung aus dem 1. Weltkrieg nach Ossana und zum nicht enden wollenden Schlussanstieg hinauf nach Valpiana und endlich in den finalen Trail ins Tal nach Pellizzano. GM Rang 2

Etappe 6 Vale di Sole-Vale del Chiese 79km / 2805 Hm

Eine Schlechtwetterfront ist im Anmarsch. Am Morgen aber noch Sonne pur.

10km neutralisierter Start, vorne mehr oder weniger stressfrei, dann wird das Rennen freigegeben und ein fast 15km langer Anstieg reiht das Feld ein- die KTM Brüder wollen es wissen und attackieren die GM Leader- wir kämpfen wie meistens mit den letztjährigen Sieger um den dritten Platz die bis zum zweiten Berg Bregn da l’Ors mit Schiebepassage dran bleiben, dann aber schütteln wir Sie endlich ab und ziehen unsere Peace konstant durch. Im letzten Anstieg fahren wir in ein richtiges Gebirgsgewitter mit Blitz und Donner, kühl ist es aber nicht. Einmal mehr sind die Wald-und Schotterabfahrten extrem schnell, Hansjürg sieht eine Wasserinne zu spät und kassiert einen heftigen Schlag aufs Hinterrad-unten, 8km vor dem Ziel, bemerkt er Luftverlust, anhalten und hoffen das Loch zu finden um mit einem Wurm abzudichten- wir sehen nichts- nachpumpen und weiter- dieses Prozedere wiederholen wir noch zweimal- immer nervöse Blicke nach hinten ob wir noch vom dritten Platz abgefangen werden, dann sind wir im Ziel. Glück gehabt-GM Rang 3.

Mein Bike übergebe ich wie jeden Tag dem Scott Service Stand, Hansjürg muss den Pneu wechseln und ich brauche nun eine gute lösende Massage- alle sind nun müde aber noch steht eine Etappe an.

Etappe 7 Vale del Chiese-Arco 60km / 2309 Hm

Die letzte Etappe und eindringlich wird nach den abendlichen Siegerehrungen beim Race-Briefing an die Konzentration appelliert-noch sind wir nicht am Ziel. Overall sind wir knapp hinter KTM auf dem dritten Platz- mit dem kann ich gut leben. Am Vorabend und bis in die Nacht hinein hat es heftig geregnet, gar nicht mein Ding- also no risk aber nochmals mit guter Pace die letzten drei Anstiege in Angriff nehmen. Am Start ist es noch trocken wird aber definitiv nicht so bleiben. Bereits nach 12km im Aufstieg zum Passo di Giovo werden wir gründlich von Oben vom Waldschlamm gereinigt. Die GM Leader haben wir immer im Blickfeld, die KTM Truppe ist wie immer gesplittet, einer fährt voraus und der andere ist hinter uns und hofft mit Kamikaze Downhills wieder zu uns aufzuschliessen.. Nochmals 800Hm am Stück hinauf zur Bocca di Trat, dann in den steilen Bremsenmordenden Geröll Karrenweg, genannt Adrenalina- ein low light, aber extrem anstrengend und höchste Konzentration fordernd, immer die richtige Linie finden um nicht noch eine technischen Defekt einzufangen. Da lassen wir nun auch den vorne fahrenden KTM Biker stehen und ziehen voll über die letzten Dörfer und  Olivenplantagen durch ins Ziel in Arco.

Wiederum nur knapp hinter dem sehr starken und sympathischen Stoll-Team auf Rang 2-und auch Overall zurück auf dem zweiten Platz 🙂 was das KTM Team wohl  dazu veranlasste nicht an der Rangverkündigung teilzunehmen- wirklich sehr schade 😦Overall Ranking Grand Master

1. Stoll Bikes Thommen Claudius 1966 SUI Girardi Thomas 1968 SUI 26:20.09,5 (7) Teams/14. 4:04.35,1 1. ¦ 5:09.40,6 2. ¦ 3:27.41,5 1. ¦ 3:25.01,1 1. ¦ 2:44.06,4 1. ¦ 4:13.39,4 2. ¦ 3:15.25,4 1. ¦

2. bikeholiday.ch/terreActiv Christen Daniel 1966 SUI Gerber Hansjürg 1966 SUI 26:50.59,3 (7) Teams/17. 4:08.16,8 2. ¦ 5:22.52,9 3. ¦ 3:32.57,8 2. ¦ 3:26.31,7 3. ¦ 2:44.36,8 2. ¦ 4:19.47,0 3. ¦ 3:15.56,3 2. ¦

3. TEAM KTM RAD.SPORT.SZENE Warter Anton 1972 AUT Zörweg Heinz 1962 AUT 26:58.59,9 (7) Teams/18. 4:22.25,4 5. ¦ 5:07.36,6 1. ¦ 3:36.38,5 3. ¦ 3:25.44,7 2. ¦ 2:48.25,7 4. ¦ 4:12.20,3 1. ¦ 3:25.48,7 4. ¦

Fazit:

Eine erlebnisreiche und erfolgreiche Woche ist mit extrem grosser Unterstützung durch unser Frauen Pia und Beatrice bereits wieder vorbei-kaum zu glauben. Nach der zweiten Etappe hatte ich noch das Gefühl diese Woche werde nie enden, auch der Druck möglichst schnell zu fahren um meinen Partner nicht hängen zu lassen war bis dahin sehr belastend, bis ich nach einem abendlichen Gespräch mit Pia mich wieder auf meine Stärken besann, diese so auch akzeptierte und beschloss niemandem mehr etwas beweisen zu müssen.  Dann jeder Tag „und täglich grüsst das Murmeltier“ das selbe Prozedere- Aufstehen um 06.15 Uhr-Frühstücken-packen und sinnlos rumhängen im Hotelzimmer bis 08.00 Uhr- Einfahren ab 08.15 Uhr und zum namentlichen Call-In für den Startblock A1 um 08.40 Uhr-Start Rennen 09.00 Uhr- Zieleinfahrt-Bike Service- viel Essen und Trinken-Massage durch Pia- fades geschmackloses Pasta-Essen und Rangverlesen- dann mit unseren Frauen die Verpflegungsposten der nächsten Etappe planen- Spaziergang zum letzten Cappuccino oder Radler und Nachtruhe ab 22.00 Uhr- und nun ist es vollbracht. Ich bin absolut happy mit meiner Leistung, das harte Wintertraining und die täglichen Dehnübungen haben sich bezahlt gemacht- die Therapie beim Osteopathen haben die schmerzende Energieblockaden im Rücken lösen können und auch Materialtechnisch hatten wir 2018 alles Glück auf unserer Seite. Aber mehr ist für mich nun nicht mehr möglich, zu stark ist das Gewichtshandicap am Berg. Hansjürg ist nach wie vor klar stärker als ich und kann somit nicht sein volles Potential abrufen. Daher ist für mich nun klar, dass die zweite auch die letzte gemeinsam Bike Transalp war. Ich habe mein Leistungslimit erreicht und kann dies so sehr gut akzeptieren- es werden andere coole Rennen kommen, vielleicht mal ein Etappenrennen mit unserem Sohn Ramon- wer weiss.

Ride on

Dani

Bike Transalp 15-21.July 2018

VAUDE Engadin Bike Giro 29.06.-01.07.2018

Kurzentschlossen angemeldet (natürlich mit Blick auch auf die Wetterprognosen..) als Vorbereitung und Test für die Transalp. Eigentlich wollte ich dieses Rennen nie fahren, da wir seit über 20 Jahren im Oberengadin unsere Sommerferien verbringen und ich die Trails und steilen Aufstiege bestens kenne und diese im Ferienmodus auch viel angenehmer zu fahren sind.. Pia wird es da gelassener nehmen, Sie wird die herrliche Oberengadiner Landschaft per E-Bike erfahren und mich entlang der Strecke verpflegen.

Also nun 3 Etappen Zeit um mich von der Aero wieder in die Trail Position zu bringen- ob es schlau ist vom Flachland direkt in die Höhe ohne Akklimatisation Vollgas zu geben ?

Das Bergzeitfahren als heavy Guy lief super gut- ärgerlich war nur das anstehen im Corviglia Flow-Trail, überholen war leider nicht möglich .Das am Ende dann zwei Sekunden zum dritten Platz fehlten hat mich dann schon ziemlich geärgert, denn bei unserem hochgradigen Fun 4 Teilnehmerfeld ist ein Podestplatz absolut nicht selbstverständlich.

Die zweite Etappe mit Stazerwald Trails, Alp Muntatsch, Marguns und die brutal steile Glüna liess mich dann schon ziemlich heftig leiden.

Das es dann zum dritten Platz gereicht hat (trotz Anfängersturz in einer Steilwandkurve mit Tapetenwechsel an Bein und Arm) umso schöner.

Die dritte Etappe mit knappen 2000 Hm auf 60km und vielen technischen Trails liess mich doch etwas unruhig schlafen. Tatsächlich ging mir dann im Verlauf der Etappe sukzessive die Luft aus. 

In all den Jahren habe ich die langweiligen Schotter und Betonrampen von Salastrains hoch zur Corviglia erfolgreich ignoriert- zu Recht, ein absolutes low light, speziell wenn Flasche leer… auch die schöne Aussicht auf dem Trail um den Piz Nair hin zum Suvretta Pass konnte nicht mehr entschädigen- ich bin kaputt- nun einfach möglichst konzentriert und  heil  den technisch wirklich verblockten Suvretta Trail ins Val Champfèr runter krampfen. Endlich im Ziel, ich kann’s noch, das ist positiv 🙂

Nun gilt es sich gut zu erholen um frisch und motiviert mit Hansjürg die Transalp 2018 zu geniessen 😉

Ride on

Dani

 

VAUDE Engadin Bike Giro 29.06.-01.07.2018

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Schneisingen 27.06.2018

18.5km / 325 Hm

Bei herrlichem Sommerwetter, mit leichter Bise und somit nicht zu heiss, durften wir uns heute an der wirklich sehr selektiven Zeitfahrstrecke in Schneisingen wiederum als Laktat-Junkies versuchen. Gegen 15.00 Uhr in Begleitung von Pia und dank Felix mit Vitamin B bei der Landi , gleich neben dem Start, im Schatten parkiert- perfekt und genug Zeit um sich einzurichten und gemässigt einzufahren. Abfahren werde ich die Strecke nicht mehr, bin im Vorfeld zweimal rum- meine Pacing- Strategie steht. Bis zur und in der steilen Belchen Auffahrt die Schwelle kratzen, aber nicht mehr, denn die letzten ansteigenden 8km werden entscheiden, da muss noch Power in den Beinen sein.

Start um 17.11 Uhr als Titelverteidiger und letzter der Master 2 Fahrer – gleich von Beginn weg fühle ich super Beine und Rhythmus- ein Blick aber immer auf der Leistungsanzeige- rausnehmen, nur nicht übermotiviert sein- eine heikle enge links-rechts Kurve- mit nahezu 60km/h durch Siglistorf und rein in den steilen Belchen Hoger- hier werde ich als heavy Guy keine Zeit gutmachen können- also gut pacen und oben mit viel Schwung in die rasend schnelle und holprige Abfahrt knallen- getraue mich nicht in der Aeropositon zu bleiben- mit über 85km/h früh anbremsen und trotzdem etwas zu schnell, erwische die 90° links Abzweigung in Fisibach gerade noch so. Nun heisst es konstant und konsequent Druck auf dem Pedal halten- voll in den Gegenwind auf dem gesperrten Radweg entlang dem Rhein nach Rümikon zum zweiten leichten Anstieg- hohe Kadenz und super Druck- vorbei an Felix der mich anfeuert und motiviert. Nach Wislikon auf die Hauptstrasse zu den letzten leicht ansteigenden 3km- nun brennt es schon gewaltig in den Beinen- aber jetzt zählt’s doppelt- hier wird in unserer Kategorie der Unterschied gemacht- über der Schwelle kann ich’s hochdrücken-in die Abfahrt-scharf rechts weg und all out hoch hoch zum Ziel- die letzte rechts Kurve und ausgeschossen im Ziel in 28.49.53

Masters 2 Rang 1 / Overall Rang 8 und diesmal auf dem Podest mit Schweizermeister Trikot und Landeshymne- everything paid off- Danke für alles !

Ride on

Dani

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Schneisingen 27.06.2018

11. c.i.c.a. Prosciutto Paar-Zeitfahren 24.06.2018

17km / 115Hm

Das sympathische Einzel-und Paarzeitfahren des club italiano ciclo amatori in Andelfingen als letzter Formtest als 2er Team vor der Zeitfahr SM ins Schneisingen am 27.06.18

Leider auf Grund eine Baustelle um selektive 7km verkürzt, doch besser kurz als gar nicht. Das es dann auch verkürzt sehr intensiv sein wird, dafür haben wir gleich selber gesorgt- wir kamen knappe 40″ zu spät an den Start… Ihr könnt gleich weiterfahren, die Zeit läuft schon ! Völlig verdutzt schaue ich den Starter an, Michi knallt los- ich wollte eigentlich noch Wasser lassen und das Visier muss ich auch noch montieren, freihändig rolle ich Michi hinterher, platziere das Visier und fahre dann die bereits 50m grosse Lücke zu Michi zu – auf diesen Schock hin sind die Beine sofort offen- mit extra harten Ablösungen knallen wir die herrliche Strecke ab- wir sind ein gutes und eingespieltes Team 🙂 und geben nicht auf- all out

Im Ziel in 21.41 und einem 47er Schnitt – zu was es reichen wird, keine Ahnung. Nach gemütlichem Beisammensein mit  Bratwurst e Dolci klärt der Speaker bei der Rangverkündung auf, dass auch andere Team’s infolge des versetzten Startes ähnlich spät an den Start kamen- den Siegerschinken aber war trotzdem unser 🙂

Nun gut erholen und mit grosser Zuversicht an die Zeitfahr Master SM in Schneisingen

Ride on

Dani

11. c.i.c.a. Prosciutto Paar-Zeitfahren 24.06.2018

TdS Challenge Frauenfeld 09.06.2018

18.3km mit 170Hm als letzter Test vor der Zeitfahr SM in Schneisigen. Früh am Morgen vor meinem Start um 10.19.15 fahre ich mit Michi bei schwül heissem Wetter die Strecke ab und verinnerliche mir so gut als möglich alle Details. Eine wirklich tolle Überland-Strecke mit allen Facetten – coupiert, eine schnelle Abfahrt und zum Schluss mehrere technische Kurven.

im 15″ Takt lassen sie uns von der offiziellen TdS Startrampe los preschen- irgendwo unter 30 Min. max. Dauerleistung ist nun gefragt- und es läuft hammermässig-super Beine-super Rhythmus, nur die Hangabtriebskraft mit meinen gut 80kg Lebendgewicht kann ich auch heute nicht überlisten, leiden und massiv über der Schwelle drücken – lasse es halt in der Abfahrt entsprechend krachen und mit Schwung in die Flächen raus.

Auf den letzten 4km durch die technischen Kurven, gut rausbeschleunigen, all out auf die lange Zielgerade und in sehr guten 25.01 im Ziel. Master 3 Rang 1 / Overall Rang 8

Ein gelungener Formtest 🙂

Cool and Clean

Ride on

Dani

TdS Challenge Frauenfeld 09.06.2018

EZF Gürbetal 22.04.2018

Die Saison 2018 ist wiederum im Gantrischgebiet beim anspruchsvollen EZF Gürbetal mit 26.4km / 324Hm eröffnet worden.

Lange ist es her-das nervös flaue Gefühl im Magen vor dem Start, die Abläufe und Vorbereitungen bis zur Startrampe- habe es vermisst. Der Winter verlief sehr gut, keine gesundheitlichen Probleme aber leider extrem wenig Straßen Kilometer auf Grund der komplizierten Wetterverhältnisse, der Indoor-Ergo musste reichen 😦

Nun geht’s also wieder los-Einfahren und Streckenbesichtigung mit MCTaxi Dani und um 11.40 Uhr mit dem ersten Count-Down der Saison wird die Form getestet- und ja, ganz schlecht lief es nicht- die tiefe Aeroposition ist zwar auch 2018 und 1 Jahr älter nicht komfortabler geworden und die Kraftentfaltung ist definitiv nicht vergleichbar mit dem Rennrad.Gürbe2018

So war auch das Gefühl von Beginn weg nicht sehr berauschend, eher schlecht, denn wirklich konstant konnte ich Kadenz und Druck über die drei Runden nicht halten, aber der Wille zu beissen war da, auch wenn’s brutal weh tat- gut so- und das Resultat schlussendlich besser als das Gefühl es vermuten liess- sehr motivierend 🙂

 Zeit 0:38:08,4 12:42,4 12:50,3 12:35,6 +0:33,7

Somit ist der Start in eine ereignisreiche und spannende Saison mit den Highlights Master SM Zeitfahren, der Bike Transalp mit Hansjürg und die Time Trail Master WM in Varese geglückt- ride on

No shortcuts-Cool and Clean

Dani

EZF Gürbetal 22.04.2018

Squadra Trainingslager auf Mallorca 02.03.-09.03.2018

Vom Winter in den Frühling und wieder zurück.

Leider konnte die mit MCTaxi Dani verstärkte Squadra nicht komplett reisen (Hans-Urs musste geschäftlich umdisponieren). Nichtsdestotrotz hat uns Roger wiederum auf neuen Routen durch die Insel geführt. Harte Einheiten am Berg, Windstaffeln und mit äusserst nahrhaften Finale- alles war dabei- und ja, auch ungewöhnlich viele Pannen forderten das technische Geschick 😉

In jeder Beziehung eine tolle Woche- kameradschaftlich, physisch fordernd und höchst motivierend- Danke

Die Grundlage für eine spannende Saison ist gelegt

Ride on

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Squadra Trainingslager auf Mallorca 02.03.-09.03.2018

King of the Lake am Attersee 30.09.2017

47.5km / 300Hm

Seit Albi ist schon wieder viel Zeit ins Land gegangen- extrem wie die Zeit rast. Die Sommerferien waren voll auf Erholung ausgerichtet- lockere Bike Touren und Wandern mit Pia liessen meine Batterien sich wieder voll aufladen. Danach konnten die letzten drei Wochen vor dem Highlight am Attersee nochmals zielgerichtet genutzt werden um an der Spät Form zu feilen. Mit meiner erstmaligen Teilnahme am Paar-und Einzelzeitfahren in Fulenbach vor einer Woche verlief der letzte Test absolut perfekt- klare Bestzeit mit Michi als Team und zwei Stunden später auch im EZF der Kategorie.

Entsprechend zuversichtlich, gesund und motiviert gings also am Freitag in den ganz frühen Morgenstunden nach Seewalchen ins Hotel Attersee im Salzkammergut. Mit dabei auch Pia und Hans-Urs, der sein Speedbike für diesen top Anlass aus dem Winterschlaf geholt hat..

Nach ruhiger Nachtfahrt geht’s wie gewohnt direkt ans Frühstück Buffet, Queck- in, ein kurzer Power Nap und nach dem Mittag bei herrlichem Herbstwetter auf die See Umrundung. Mit dabei auch MC Taxi Dani, der auch im gleichen Hotel einquartiert ist. Pia als unsere 66er Hof-Fotografin auf dem E-Bike macht wieder super Shots-DankeReko

Reko-Pia

Renntag Samstag 30.09.17

Mit der Startnummer 638 werde ich um 14.55.15 Uhr auf die Strecke gehen. Viel Zeit um gemütlich zu Frühstücken und noch eine halbe Stunde auf die Strecke zu gehen um die Beine schon mal anzuheizen. Auffällig ist der starke böige Wind aus allen Richtungen, die erwartete Kaltfront meldet sich an- wird wohl eine harte See-Umrundung werden.

Gemäss Startliste sind starke Fahrer gemeldet-egal- heuer will ich den König stürzen, die Form passt und der Wind wird das Rennen noch härter machen.

Im 15“ Takt werden wir auf die Strecke geschickt, unglaublich viele Zuschauer im Start-Ziel Bereich- nochmals tief durchatmen und ab geht die Post- habe nun eine gute Stunde Zeit meinen Körper bis in die tiefsten Tiefen zu spüren… die Beine drehen, die Position passt und der Druck ist daRuhig atmen- dann bist du im Flow, wie in Trance- knallst dem See entlang durch Weyregg , Steinbach und Weissenbach- der Wind kommt von allen Seiten, erwartet habe ich Rückenwind.. bis jetzt bin ich nicht überholt worden, das soll auch nach der Umfahrung Unterach auf der anderen Seeseite, richtig wellig und mit dem erwarteten Gegenwind, nicht anders sein. Bemerke das eine oder andere Opfer der eigenen Pacing Strategie am Strassenrand stehend- die Körner schon im ersten Streckenteil verschossen- ja, gute Frage; wo ist dein Limit ?? Für mich gilt „Pain is only temporary“ ich habe ein Ziel, der alte König muss vom Thron runter-es läuft noch immer gut, Windböen verlangen Konzentration, drücke jede Welle auf dem neumontierten 54er Blatt hoch- mit Vollgas hin zur kurzen 13% Rampe, runter aufs 39er Blatt und all out voll in der Säure rüber wuchten, oben sofort zurück in die Aeroposition auf die letzten schnellen 4km, kurvig und kurz vor dem Ziel nochmals schmerzend ansteigend. Vorbei am Hotel Attersee, die allerletzten Reserven freimachen, mit Highspeed runter zur Brücke, sauber um die enge Kurve und ins Ziel in 1.04.26 Std / Ø 44km/h

Nach Luft schnappen, das versabberte Visier weg- ist der ganze Spuk nun echt schon vorbei? Unglaublich

Pia kommt in den Zielbereich (Sie war auf der Strecke und schoss Fotos) super „ du bisch aktuell zweitä hinder ämänä dütschä“- Dammi shit wieder nicht gereicht, aber mehr ging beim besten Willen nicht- der Thron muss leider warten 😦

Nach der Einfahrt von Hans-Urs und Dani zurück ins Hotel, duschen und ab zum Apéro, haben wir uns alle redlich verdient. Noch schnell ein Blick auf die Homepage unsere Platzierungen und den Zeitplan für die Siegerehrungen checken- und da mache ich aber ganz grosse Augen- EZF U60 auf Platz 1 der 66er / Overall Rang 17.. wir haben im Ziel die Overall Platzierung auf der Resultattafel gesehen, nicht die Kategorie – Hammer- der König ist tot, es lebe der König- huerä geil, ich darf endlich auf den Thron steigen 🙂

der König ist tot- es lebe der König

Nun aber ist mein Pulver verschossen, fühle mich leer und so endet mit diesem top Highlight auch meine extrem spannende und wiederum sehr lehrreiche Saison 2017 – danke für alles.

Ich freue mich schon wieder auf 2018, wo bereits wieder das eine oder andere Highlight auf dem Programm steht.

Dani

Rückblick des Veranstalters:

Zum bereits 7. Mal lud der Radsportverein Atterbiker.at am 30. September zum europaweit einzigartigen Einzel- und Mannschaftszeitfahren rund um den Attersee ein. Auch 2017 kämpften wieder 1.200 Rennradfahrer, darunter Profis wie Georg Preidler und Race-Across-America-Gewinner Christoph Strasser, aber vor allem auch die österreichische Bundesliga, unter perfekten Rennbedingungen um die „Krone“ am Attersee. Dank der für den Verkehr komplett gesperrten Straße konnten sich selbst Amateure einmal wie richtige Profis fühlen.

Nachtrag: die Atterbiker reden nicht nur, Sie setzen um ! Insgesamt wurden durch die NADA sieben Fahrer/innen zur Dopingkontrolle gebeten ! Ein Beispiel für viele andere Veranstalter- Danke für Eure Bemühungen für ehrlichen und sauberen Sport

 

Hans-Urs:

Es ist genauso. Mein T-T-Racer habe ich tatsächlich aus dem „Winterschlaf“ oder besser aus dem „Jahresschlaf“ geholt. Seit dem letzten „King of the Lake 2016“ zierte das Velo nur mein Velokeller, aber ich habe immer noch Freude an diesem schönen Teil. Leider ist der BMC-Hobel für eine gemütliche Runde weniger geeignet und daher muss er unter dem Jahr eben immer ein bisschen hinten anstehen.

Sei‘s drum, in aller Herrgottsfrühe geht’s am Freitagmorgen in Richtung Austria los. Wir wollen alle möglichen Stau’s umfahren und so kommen wir problemlos in Seewalchen am Attersee an und sitzen schon kurz nach acht Uhr bei einem herzhaften Frühstück und stärken uns für den Tag.

Nach einer kurzen Erholungspause geht es los mit der Rekofahrt. Schon hier merke ich, dass meine Yogastunden bei Tanja sehr gut investiert sind, meine Unterarme schlafen nicht ein oder zeigen Krampferscheinungen – im letzten Jahr war dies noch ganz anders. Auch spüre ich schnell, in welchen Wattbereich ich mich bewegen muss, damit ich mein „kraftlos-leere- Beine-Fiasko“ vom letzten Jahr umgehen kann. Die Wattwerte sind beschämend tief, aber was soll’s. Das Wichtigste ist doch trotzdem Freude haben und die 48 km Runde um den Attersee-See geniessen.

Am Samstag dann das eigentliche Rennen. Ich fahre die mir vorgenommenen Watt, aber natürlich schmerzen die Beine gegen Ende des Rennens trotzdem ganz heftig. Das darf und soll es aber auch sein. Es gelingt mir sogar ein paar Fahrer zu überholen – ein gutes Gefühl! Der Gegenwind auf dem Rückweg macht mir dann doch gehörig zu schaffen. Aber die Aeroposition muss ich nur 2 – 3 Mal bei den Anstiegen verlassen und im Wiegetritt die kurzen Anstiege „heraufwuchten“, ansonsten gelingt es mir immer schön „unten“ zu bleiben, das freut mich wirklich ausserordentlich. Im letzten Jahr musste ich doch noch wegen Krampfgefühlen rund ein Drittel der Strecke die Aeroposition verlassen!

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Mit einer Zeit von 1:18 Std. bin ich als 370 von 543 gestarteten Fahrer im hinteren Drittel platziert, aber in Anbetracht meiner äusserst minimalen Vorbereitung nicht so schlecht. Mehr „Punch“ geben die Beine momentan einfach nicht her, daher kann ich mit der Schlussrangierung sehr gut leben…

Die sixty-sixers haben den King in ihrer Reihe! Und so fühle ich mich jetzt halt als kleiner Kronprinz.

Die beeindruckende Leistung von Daniel wunderbar geplant, zielstrebig trainiert und genial umgesetzt – darum jetzt einfach…

—> Es lebe der „King of the Lake‘17“ aus Ennetbürgen!!!!!!!

Ich bin unheimlich stolz auf dich, wie du das geschafft hast!

Es war eine wirklich super-hammerhaften Veranstaltung und deren Inszenierung – also diese Krönungszeremonie ist einmalig – Wir kommen sicher wieder im 2018!

 

King of the Lake am Attersee 30.09.2017

Master UCI Time Trial World Championship Albi 24.08.2017

PosterMein ganz grosses Saison Highlight, worauf ich gut und hart trainiert habe steht an und ich muss froh sein überhaupt an den Start gehen zu können- was ist passiert. Am Montag vor dem Rothaus Bike Giro treten auf der abendlichen Trainingsrunde plötzlich Bauchschmerzen auf, welche auch den ganzen Dienstag anhalten und mich nach Feierabend sogleich total schlapp ins Bett zwingen. Am Mittwochnachmittag trotz allem die Fahrt nach Rothausen-den weiterem Verlauf hat Hans-Urs in seinem Bericht bestens beschrieben.

Der Rothaus Bike Giro ist Geschichte, nun bleiben knappe 1 ½ Wochen bis zur Master TT WM in Albi und ein Arztbesuch ist unausweichlich- ich kann kaum Essen und wenn, will nichts mehr raus. So sind ganze 2.5kg Körpergewicht runter, somit auch Rennsubstanz, ich fühle mich Sch*****. Medis sollen helfen- auf die Frage ob diese auf der Dopingliste sind kann mir der Arzt nichts sagen- also Heim und unter Antidoping Schweiz eine Medi-Abfrage starten- leider ist das Medikament nicht erfasst- mit einer Email kann aber nachgefragt werden. Währenddessen werde ich aber auf der NADA Austria fündig; das Medikament ist keine Dopingsubstanz! Am nächsten Morgen kommt auch die Antwort vom Chef-Doping Schweiz Hr.Kamber selber und bestätigt die Unbedenklichkeit- Danke, das wäre nun geklärt. Zusätzliche Basenbäder sollen den total übersäuerten Körper reinigen- ich lasse bis zur Freitagnachtfahrt nichts unversucht, inkl. leichten Trainingsfahrten, um wieder auf Vordermann zu kommen. Die lange Nachtfahrt nach Albi Frankreich geht mehr schlecht als recht, aber nach knappen 11Std. mit Pausen erreichen wir den Camping Albirondack, wo wir für eine Woche in einem Holz Bungalow einquartiert sind. Da treffen nun nach und nach auch unsere Schweizer Kollegen und WM-Teilnehmer des Zeitfahrens und Strassenrennen ein.

Sonntagmorgen geht’s mit Pia auf City und E-Bike auf eine lockere Reko-Runde der TT Strecke- dank Download auf Garmin kein Problem- erster Eindruck; ganz mieser Asphalt, wellig, konditionell und speziell fahrtechnisch sehr anforderungsreich. Zurück im Bungalow geht Pia nach Albi shoppen, ich aber packe die Zeitfahrmaschine und gehe nochmals auf die Strecke und versuche so viel wie möglich zu verinnerlichen. Am Abend sitzen wir mit Felix, Ella und Manfred zum Nachtessen zusammen (wie danach fast jeden Abend) eine tolle Kollegenrunde.

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Ella, Felix, Manfred und Jungs (Pia wie meistens am Fotoapparat 🙂

Mein Appetit ist zurück und lässt mit etwas zuversichtlicher werden bis Donnerstag annähernd fit zu sein. Anscheinend haben auch die Moskitos Appetit und attackieren mich bei jeder Gelegenheit.

Montagmorgen noch vor dem Frühstück geht’s wieder auf die TT Reko Runde- ganz sachte fahre ich alle Belastungsbereiche an, aber die Beine und Gesäss wollen überhaupt nicht, sind wie verklebt, blockiert- frustrierend, wenn ich bedenke wie gut ich bis vor dem Bike Giro drauf war- Zwischenstopp bei einer Boulangerie und leckeres frisches Brot fürs Frühstück zu holen. Am Nachmittag machen wir eine gemütliche Ausfahrt ins Vallée du Tarn,

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Le Tour a Vélo – Vallée du Tarn

landschaftlich wunderbar- nur die Hitze von über 30°C macht etwas zu schaffen und es soll bis Donnerstag noch viel heisser werden..

Dienstag und Mittwochmorgenfrüh, auch um der Hitze zu entfliehen, fahre ich erneut die TT Strecke ab- mittlerweile kenne ich fast jedes Schlagloch, Kreisel Ein-Ausfahrten und die extrem heikle, stark abfallende 90° rechts Kurve, welche die Schlüsselstelle ist- hier kannst du alles verlieren. Pia’s Trigger Massagen haben Blockaden lösen können, kann erstmals wieder, wenn auch nur kurz, die hohen Wattbereiche drücken- die Zuversicht ist schon merklich grösser. Am Mittwochnachmittag fahren wir zur Expo an der Albi Circuit Rennstrecke um die Startnummer abzuholen und mein Bike von der UCI kontrollieren zu lassen­- mein Bike passt in die Lehre,

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auf den Millimeter genau..

aber Felix muss seinen Sattel oder Extension ganze 3cm zurück schieben- was haben die Funktionäre an der SM in Lüterkofen wohl gemessen?? Nun ist es fix, morgen Donnerstagnachmittag um 14.02.30 Uhr, mit der Nummer 476 und bei erwarteten 36°C geht’s in der Kategorie 50-54 ins Master Time Trail WM Abenteuer.

Donnerstagmorgen früh Tagwache, es ist viel zu heiss im Bett, Pia ist schon länger wach. Felix und Manfred sind schon in Aufbruchsstimmung- sie starten bereits am Vormittag. Plötzlich muss es Felix wohl gröber eingefahren sein­- er trällert lauthals den Schweizer Fahnenmarsch, eine üble sich stetig monoton wiederholende Melodie, die jeder Schweizer Wehrpflichtige kennt – verwundert blicke ich zu Ihrem Bungalow und da haut‘s mich fast aus den Socken- da stehen doch tatsächlich unsere Söhne Ramon und Fabio ganz in Rot gekleidet, mit Schweizer-und Nidwaldner Fahne bestück- ich bin sprachlos, kann es nicht glauben aber es ist so- die zwei sind in der Nacht den weiten Weg hierher gefahren um mich an der WM zu unterstützen- ich bin zutiefst berührt-was für eine totale Überraschung und Motivation.

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Ramon und Fabio-was für eine emotionale Überraschung

Gemeinsam frühstücken, dann starte ich wie gewohnt meine Rennvorbereitungen. Die Collès auf 7.5bar pumpen, mehr bringt bei dieser holprigen Strecke nichts. Ich werde gegen 12.00 Uhr mit dem Auto zum Start fahren und mich in der reservierten Schweizer Box einrichten-

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The Swissbox

Pia und Jungs folgen mit den Bikes. Um mich auf der Rolle einzufahren ist es mir eindeutig zu heiss- gehe stattdessen nur kurz auf Nebenstrassen meinen Organismus hochfahren- zurück zur Box, Gel rein und trinken- 20 Min. vor dem Start in die Kontrollzone um nochmals das Bike kontrollieren zu lassen- und ja, auch auf Tech-Doping wird kontrolliert- Trettlagerbereich und die Räder werden mit einem Tablet abgefahren und gescannt (anscheinend haben Sie letztes Jahr in St.Johann i.Tirol einen bereits überführten Chemisch-Doper nun auch noch mit Elekro-Doping erwischt) – was für kranke Typen!

Helm auf und rauf auf die Startrampe, nochmals tief durchatmen- äs chund wiäs chund-

Countdown

Countdown und ab auf die ersten Meter auf der Rennstrecke, dann raus auf die Strecke zur ersten Verzweigung mit ganz miesem Asphalt- rechts weg- Trittfrequenz im Soll, Puls ok, Beine wirklich gut aber die Leistung geht nur bis 90% meiner Schwellenleistung, es geht einfach nicht mehr- so what- weiter drücken und halten was nur irgendwie geht- dann ein total unerwarteter Motivationsschub- mitten auf der Strasse eine rote Bodenmarkierung“ Go Dani 66 und Schweizerkreuz“ unsere Jungs haben noch in der Nacht die Strecke abgefahren und die Markierungen angebracht- einfach Hammer Jungs!

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Motivationsschub im richtigen Moment

Bei km 8.8 links weg in den mit 5% moderaten 1km Anstieg- auch hier ist mir nicht möglich die volle Leistung abzurufen, aber unsere Jungs stehen da und feuern mich lautstark an- oben links weg auf 2km stetig leichtes auf und ab- links weg in die rasend schnelle Abfahrt voll in der Aeroposition, aufrichten, anbremsen und scharf links weg hin zur Schlüsselstelle bei km15- drei gelbe Pfeile zeigen den scharfen Richtungswechsel an- mit knapp 50km/h drauf los, anbremsen und von ganz aussen anfahren, dann gnadenlos reinstechen- nur knapp treibt`s mich nicht in die Wiese- Kopf runter und all out weiter- und wieder eine rote Motivationsmarkierung am Boden “Go Dani“ – ja ich gebe alles-

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last push

bei km 18 rechts weg im Gegenverkehr zurück zum Circuit- noch ein 180° Kreisel sauber anfahren und mit Schwung rum- noch 3km, scharf rechts rein zurück auf die Rennstrecke und die letzten finalen 2km auf dem glühenden Asphalt mit allem was noch geht und völlig leer ins Ziel in 31.54

Leicht ausfahren, duschen und abwarten zu was die heutige Leistung reicht. Technisch bin ich die Schlüsselpassagen sauber aber nicht mit allerletztem Risiko gefahren- Leistungsmässig fehlten im Ø 30 Watt zur Normalleistung- eine Welt, aber es wäre wirklich ein Wunder gewesen, nach alle den gesundheitlichen Problemen 100% abrufen zu können- da hätte es wohl die ärztliche Behandlung eines Profis benötigt. Felix und Pia warten bei der Rennleitung auf die Rangliste- dann ist es amtlich- es hat zum undankbaren 4.Rang gereicht, mit nicht sehr grossen Abständen bis vorne zum neuen Weltmeister.Rangliste

happy or not? Ja und nein- trotz allem so verdammt nahe dran zu sein, das tut im Moment schon huerä weh, aber immer noch besser als ein DNS oder DNF auf der Resultatliste.

Und bevor ich es vergesse, auch Dopingkontrollen wurden angekündigt-jeder Athlet müsse sich in Eigenverantwortung vor dem Doping Büro auf einer Liste vergewissern ob er zur Kontrolle muss oder nicht- einmal mehr eine Farce, zwei Pensionäre im Orga T-Shirt hielten eine Startliste in der Hand, ich schrieb meine Nummer 476 auf einen Fresszettel und Sie suchten verzweifelt die ganze Liste durch- und da war keine einzige Startnummer markiert…

Ein grosses herzliches Danke an Pia und Jungs für Eure super geniale Unterstützung, dies hat viel mehr ermöglicht als zu erwarten war.

Nun sind zwei Wochen totale Erholung im Oberengadin angesagt- die Batterien mit Pia auf lockeren Bike Ausfahrten aufladen, um nochmals mit 100% Power Ende September den King of the Lake zu rocken.

Und eines ist auch klar, mein Ziel für 2018 ist die UCI Master WM in Varese IT- eine Rechnung ist zu begleichen

Dani

Ps; Freitagmorgen bin ich mit dem Citybike nochmals die TT Strecke abgefahren um die Bodenmarkierungen unserer Jungs zu fotografieren und Emotional abzuschliessen. Bei der Schlüsselstelle sah ich dann ein unglaubliches Pneu-Massaker- dutzende teils meterlange Bremsspuren, welche dann abrupt im Abhang/Botanik endeten- und somit für jene Fahrer auch die WM.

Master UCI Time Trial World Championship Albi 24.08.2017