Paar-und Einzelzeitfahren Fulenbach 23.09.2018

20km/65Hm

Segeln im Sturmtief Fabienne, das war heute beim kleinen aber feinen Zeitfahren von Daniela & Herbert auf abwechslungsreicher Strecke angesagt. Schon bei der Besichtigung mit Michi hat’s mächtig gerüttelt- da wird das Windschattenfahren huerä heikel- also lieber nicht allzu nahe dran bleiben, doch die Scheibe bleibt drin aber vorne nur die 60mm Felge.

14.00 der Start für die zwei Runden im Team, welche wir wie gewohnt sehr harmonisch absolvierten- wobei auch zu überholende Autos und Fahrer auf Streckenbesichtigung uns nicht aus der Ruhe brachten…einzig eine heftige Windböhe lies in einer rechts Kurve beinahe Michi’s Vorderrad einklappen-viel Glück gehabt- im Ziel mit klarer Bestzeit 🙂

Eine knappe  Stunde später um 15.23 mein Start als Einzelfahrer.

Frisch und spritzig ist anders, aber ich wollte nochmals einen guten Trainigsreiz setzen für die WM Quali in Varese in zwei Wochen. Fabienne gab nun immer mehr Gas, jetzt hätte ich wirklich nicht mehr als Team fahren wollen. Böen von allen Seiten liessen mich heftig an die Extension krallen und mit dem Popometer auf dem Sattel Rodeo zu reiten, um auszugleichen und irgendwie auf der Spur zu bleiben. Mit fast identischen Wattwerten des PZF im Ziel und äs Blüemli für Pia gewonnen 🙂 Nun nehme ich es eine Woche locker, dann fahren Hans-Urs, Ramon und ich den Trail Hero Bike Marathon in Titisee-Neustadt bevor dann am 06/07.10.18 in Varese  nochmals all out gefordert ist

Ride on

Dani

Paar-und Einzelzeitfahren Fulenbach 23.09.2018

King of the Lake am Attersee 15.09.2018

47.5km / 300Hm

Unglaublich! Es ist bereits September 2018 – und heute sind wir zum ersten Mal als Team unterwegs. Auf dem Programm steht der «King of the Lake Attersee» in Österreich, in der Nähe von Salzburg. Diese Herausforderung lassen wir uns nicht entgehen und Daniel als Titelverteidiger ist sowieso gesetzt.

Am wirklich frühen Freitagmorgen – um Viertel nach 2 Uhr holt mich Daniel in Stans ab. Eine unmenschliche Zeit, aber um flüssig über München nach Seewalchen am Attersee zu gelangen, verzichten wir auf ein paar Stunden Schlaf. Wir sind zu zweit, ganz ohne weibliche Begleitung, unterwegs. Aufgrund der schlechten Wetterprognosen bleibt sie leider zu Hause. So werden in diesem Jahr die vielen privaten Bilder von Pia fehlen. Aber vorweg – im nächsten Jahr ist sie ganz sicher wieder dabei!

Der Weg ist 570 Kilometer oder 6 Fahrstunden. Fast schon traditionell gibt es eine kurze Pause nach München – Kaffeezeit. Kurz nach 8 Uhr treffen wir im ****Hotel ATTERSEE ein und freuen uns auf das super Frühstückbuffet. Und weil die Zimmer noch nicht bereits sind, geniessen wir das Zmorgä dementsprechend lang und ausgiebig.

Während des Tages wird aus dem Hotel fast schon ein richtiges «Schweizerhaus». Daniel – ein weiterer – mit Familie und seinen Eltern, Nicole und Michi sowie Manfred sind anwesend. So sind wir eine aufgestellte und lustige Truppe beisammen und erleben tolle Stunden zusammen.

1
Grau in grau….

Nicht ganz so toll ist das Wetter. Es spielt nicht wirklich mit und die vielen Regenwolken verziehen sich erst – zu spät – am Nachmittag. Daniel geht auf die Rolle und ich lasse mich unter die Bettdecke sinken. Der Schlafmangel in Kombination mit dem Alter fordern ihr Tribut. So wird nichts aus der Reko-Fahrt um den See. Für mich eine schlechte Ausgangslage, der TT-Racer kommt direkt aus dem Winterschlaf an den Attersee. Nur Manfred lässt sich nicht vom Wetter abhalten und fährt mit seinem Strassenrenner bei abtrocknender Strasse die Strecke ab. Er ist zum ersten Mal dabei, dafür hat er den Vorteil ein «alter» Zeitfahrhase zu sein.

Stattdessen geht es nach einem gemütlichen Freitagabend am Samstagmorgen nach dem Frühstück los. Wir fahren die ganze Strecke ab und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob das eine so gute Idee ist, wenn ich mein Leistungsniveau in Betracht ziehe. Es ist definitiv nicht über alle Zweifel erhaben und einen haushälterischen Umgang mit den bestehenden Ressourcen sehr zu empfehlen. Nun denn, Daniel schafft es mir meine Zweifel in effizient kurzer Zeit auszureden und ich bin dabei.

 

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In Vollmontur zum Start….

So starten wir um halb 10 zusammen mit Nicole, Michi und den beiden Daniels. Die als gemütliche Runde deklarierte Fahrt ist für mich schon nahe am Renntempo :-o! Nach 90 Minuten sind wir zurück, Startnummer abholen, Sensor montieren und dann noch schnell die notwendigen kleinen Optimierungen am Racer vornehmen. Jetzt beginnt das lange Warten. Ich starte um 14:53 Uhr, Daniel muss sich bis kurz vor 5 gedulden.

Im 15 Sekundentakt werden die TT-Fahrer auf die Strecke losgeschickt. Und jetzt bin ich endlich dran, einklicken und schon geht’s die Rampe runter auf die Strecke. Sofort im Wiegetritt über die kleine Kuppe und dann umgehend die Aeroposition einnehmen und dann nur noch….. «geniessen»…

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Die Startrampe, wie bei den Profis…

Allerdings merke ich aber ziemlich schnell, dass mir die Spritzigkeit völlig abgeht. Die Morgenfahrt hat mich doch mehr hergenommen als befürchtet. Ich nehme Tempo zurück und mein Garmin pendelt sich bei 200 Watt oder zeitweise etwas darunter ein. Aber mehr geht beim besten Willen nicht – das Trainingsdefizit macht sich bemerkbar.

Dank meinen regelmässigen Yoga-Stunden und dem morgendlichen Training (kurz und intensiv) kann ich die Aeroposition problemlos halten, keine Krampferscheinungen in den Unterarmen. Das freut mich riesig, aber die Beine sollten noch etwas besser in Form sein…

Mit einer Zeit von über 1:19 Std. bin ich im hinteren Drittel platziert, aber in Anbetracht meines Leistungsniveaus geht das so in Ordnung. Mehr «Punch» geben die Beine einfach nicht her, daher muss ich mit dieser miserablen Zeit wohl oder übel umgehen, aber es wurmt mich natürlich trotzdem.

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Daniel C auf dem letzten Kilometer…

Mein Fazit:

Es hat mir extrem viel Spass und Freude gemacht! Einfach ein ganz geniales Feeling, eine tolle Strecke mit einem unvergleichlichen Ambiente. An dieser Stelle ein grosses Lob an die Organisatoren und die vielen unzähligen Helfer – eine grossartige Hammerveranstaltung! Einen besonderen Dank geht aber an Karin Tschany vom OK-Team. Dank Karin konnte ich überhaupt an diesem Anlass teilnehmen, weil ich meine Anmeldung „verpennt“ habe.

Eine Veranstaltung durch und durch auf Profi-Niveau in einer wunderschönen Gegend. In dieser lieblichen Seen-Landschaft macht es gleich doppelt so viel Freunde und das «Krampfen» ist zum Glück schnell vergessen.

In einer hoffentlich viel, viel besseren Form und verschiedenen Materialoptimierungen – ich danke euch für die vielen tollen Ratschläge und Tipps – müsste der Attersee 2019 ein Erfolg werden. Auf dem Weg dorthin habe ich mit einem neuen Helm angefangen und strebe eine Endzeit um 1:15 Std. an. Das werde ich schaffen! So werden die sixty-sixers am 21. September 2019 wieder an den Attersee pilgern.

Zum Schluss noch meine Gratulation für die tollen Leistungen von Nicole, Manfred und Daniel. Super Podestplätze – super stark gefahren! Und unbedingt zu erwähnen, der King of the Lake hat seinen Platz erfolgreich verteidigt und sogar noch eine gehörige Schippe draufgelegt – Chappeau!

Hans-Urs

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Der Neue ist der Alte….:-)))

Nach der Master WM in Varese noch voll im Saft, freute ich mich unglaublich auf das in jeder Hinsicht beste Zeitfahren Europas am Attersee. Das Ziel war glasklar vor Augen- den Schwellenbereich dieses Jahr auch wirklich über eine Stunde halten zu können.. Schmerzen sind vorprogrammiert-egal. Und tatsächlich, mit der Startnummer 1156 um 16.49.15 geht’s noch vor der mehrmaligen Queen of the Lake, bei besten Bedingungen von der Rampe- und die Beine drehen von Anfang an sensationell- schon fast meditativ mit sauberem rundem Tritt und konstantem Druck an der Schwelle knalle ich der abwechslungsreichen und niemals langweiligen Seestrasse entlang- total im Flow bis Km38 nach Nussdorf, da verspüre ich eine leichte Krise, die Beine rebellieren- muss mich zwingen die Leistung zu halten-  weiter über die 13% Rampe auf die letzten 4km, ansteigend vorbei an unserem Hotel wo Hans-Urs und Dani mir nochmals mächtig einheizen und mit Highspeed runter zur Seebrücke und komplett ausgeschossen ins Ziel (dann hat die Gesäss-Muskulatur zugemacht und laufen war nur ganz langsam möglich..)

Zeit: 1.01.32, Schnitt 46km/h und mit knapp 20Watt mehr auf der Kurbel absolut neue persönliche Bestzeit- super genial- konnte alles was geht abrufen- einfach Hammer- und der Thron der U60 Kategorie darf auch 2018 bestiegen werden 🙂

Aber auf den Lorbeeren ausruhen liegt definitiv nicht drin! Auf nächstes Jahr rücken sackstarke U50 Fahrer nach- ich muss also noch eine Minute finden!!

Ride on

Dani

 

 

 

King of the Lake am Attersee 15.09.2018

UCI Gran Fondo World Championships Varese-Italy 29.08.-02.09.2018

Mein Highlight des Jahres steht an. Die Master WM in Varese und viel näher wird wohl kaum mehr eine MWM organisiert werden. Entsprechend hoch waren dann auch die Wildcard Anfragen an Swiss-Cycling. Auch ich habe mich vorsorglich um Wildcard‘s für das Zeitfahren und Strassenrennen beworben, denn ich habe keine Qualifikationsrennen im nahen Ausland bestritten und Schweizermeister mit automatischer Qualifikation für die WM ist man erst, wenn das Rennen gewonnen ist- also lieber auf Nummer sicher gehen.

Die letztjährige WM Teilnahme in Albi FRA, krank und trotzdem auf dem undankbaren 4.Platz beim Zeitfahren, war über den ganzen Winter die grosse Motivation 2018 einen rauszuhauen. Hart waren all die Suicide Intervalls auf dem Ergo, der erste Lohn war der Gewinn des 3.Schweizermeister Titels in der Master 2 Klasse. Entsprechend motiviert und intensiv habe ich das Zeitfahrtraining weitergeführt- und nun ist der Tag X gekommen.

Am Montagmorgen fahren Pia und ich ganz entspannt den Katzensprung nach Varese. Einquartiert sind wir im kleinen aber heimeligen B&B Villa Adriana etwas ausserhalb von Varese- da treffen nun nach und nach auch unsere Schweizer Kollegen und WM-Teilnehmer des Zeitfahrens und Strassenrennen ein. Die Wetteraussichten bis Donnerstag heiss und trocken, Freitag und Samstag soll’s regnen, aber für das Strassenrennen am Sonntag  wird‘s wieder trocken und warm.

Bereits am Nachmittag geht’s mit Michi zur Reko auf den ersten Teil der Gran Fondo Strecke- auch die Zeitfahrstrecke können wir so wunderbar integrieren. Diese ist technisch trotz drei Kreisel und zwei unbeleuchteten Tunnels nicht sehr selektiv, aber durch das stetige sanfte auf-und ab und ohne Berg eine Drückerstrecke.

Am Dienstagmorgen, nach einem typisch italienisch süssen Morgenessen.. wird die Zeitfahrmaschine gepackt und die TT Strecke verinnerlicht- die Highspeed Tunnel ein-und Ausfahrt zweimal durchfahren, darin alle Schlaglöcher merken. Am Nachmittag geniessen Pia und ich auf City Bikes die wirklich sehr schöne Lago di Varese Rundfahrt.

Mittwochmorgen gegen 10.00 Uhr wollen Manfred und ich die Startunterlagen holen, danach nochmals locker um den Lago di Varese. Also runter ins Race-Village im Zentrum von Varese. Da stehen schon die ersten Teilnehmer und wollen ihre TT-Maschinen (inoffiziell) ausmessen lassen oder die Unterlagen holen. Klar strukturiert sieht anders aus. Wo welche Age-Group anstehen muss ist auch trotz lauten Anweisungen eines Funktionärs nicht ersichtlich-Getto pur, endlich stehe ich in der richtigen Reihe, dann wird’s erst so richtig spannend-Lizenz und UCI ID Nummer Kontrolle durch den Funktionär-Name suchen auf einer Teilnehmerliste-UCI ID Nummer (11stellig) von Hand beim Namen reinschreiben- ä Papierfötzel vom A4 Block abreissen und die Startnummer drauf schreiben (TT 339) und dasselbe Prozedere für das Strassenrennen (GF4058) und die Warteschlange wird immer länger…endlich Lizenz und die zwei Papierfötzel erhalten und zur Starterpacket Ausgabe. Kaum vorstellbar, dass wir uns über eine Anmeldeplattform angemeldet haben und die Lizenz als PDF hochladen mussten… nur ganz leicht genervt geht’s endlich locker und mit Cappuccino Stopp um den Lago. Gegen Abend nochmals auf die TT Strecke, was sich gelohnt hat, denn beim Wendepunkt bei Valganna wird am Renntag nicht wie offiziell beschildert um den Kreisel gefahren, sondern bereits vorher abgebogen..

Donnerstag-Renntag Time-Trial 22km/180Hm

Start erst sehr spät um 14.49 Uhr vor der Pferderennbahn Ippodromo. Also mehr als genug Zeit um ausgiebig das mittlerweile ernährungstechnisch privat leicht optimierte Frühstück zu geniessen. Danach die üblichen Rennvorbereitungen mit Startnummer montieren und Bike-Check, was nicht sehr viel Zeit in Anspruch nimmt- also ziehe ich mich um und mache eine kurze Rennradrunde nach Brinzio- einfach die Beine drehen und die Zeit totschlagen. Kaum zurück werde ich vom spontanen Besuch von Ramon überrascht- eine freudige und motivierende Überraschung. Langsam tickt die Uhr runter, die körperliche und mentale Anspannung nimmt kontinuierlich zu- 13.00 Uhr, rein in den Einteiler und rauf auf die Freilaufrolle einfahren. Die Beine fühlen sich sehr gut an, bin positiv nervös- ein gutes Zeichen. Kurz nach 14.00 Uhr geht’s in ET-Vollmontur die 2.5km runter ins Startgelände- Ramon nimmt mir sicherheitshalber die Trainingsräder mit- man weiss ja nie bei den miesen Strassenzuständen. 20Min. vor dem Start reihe ich mich in der Kontrollzone ein und lasse mein Bike auf der offiziellen Lehre ausmessen und mit einem Tablet auf Tech-Doping checken- alles i/O- rauf auf die Startrampe, tief durchatmen und den 30“ Countdown runterzählen- Go- volle Kanne raus und sofort in den max. Schwellenbereich – diesen gilt es nun unbedingt zu halten- ja und du spürst es sofort- heute ist ein guter Tag- super wie es dreht, die Leistung ist im Soll- rechts links und scharf links runter auf die Hauptstrasse hin zum ersten Kreisel- da steht Ramon und feuert mich an- ohne Risiko rechts rum mit Highspeed hinunter zum nächsten Kreisel bei Km3- sauber anfahren, durchziehen und jetzt geht es 6km zwischen 2-8% kontinuierlich ansteigend hoch- Schweiss in Strömen und schmerzende Beine, aber Trittfrequenz und Leistung im angepeilten Bereich- fühle mich prächtig- die nächsten 3km fast flach hin zum Wendepunkt „vor dem Kreisel“!! die Funktionäre wedeln wie wild mit Ihren orangen Flaggen, doch der vor mir gestartete Irländer ist wohl im tief roten Bereich und will partout um den Kreisel fahren…- ich bremse sehr spät an und ziehe sauber rum- nun alles auspacken – no pain no gain-

überhole den Iren und mit 68km/h in den ersten Tunnel, links bleiben und den Schlaglöchern ausweichen- rein in die letzte Fläche- rechts weg und auf der grossen Scheibe im Wiegetritt in den giftig steilen Anstieg, über die shit Betonschwellen hüpfen und scharf rechts weg hoch zum Ippodromo und all out ins Ziel- TOT-KAPUTT- ATEMNOT- gut so ! Bin total happy mit meiner Leistung- alles abgeholt was möglich war.

Zeit 29.48.65 und gespannter Blick auf die Digitale Resultatleinwand- dann geht’s schnell-bum bum bum- und der 66er ist auf dem 9.Rang- was für eine riesige Enttäuschung! Ich, aber auch Pia und Ramon sind erstmal sprachlos. Gesund und massiv stärker gefahren als 2017 und nun nicht mal unter den Top 5- hart zu akzeptieren! Gegen Abend, nach Analyse der Daten und Sichtung aller Schweizer Ergebnisse konnte ich meine Leistung realistisch einordnen und akzeptieren. Ich muss und kann neidlos zugestehen, dass das Leistungsniveau meiner Konkurrenten einfach brutal hoch und Sie entsprechend besser sind!

Fazit: ride on- have fun and there is always room for improvement…

Freitag und Samstag ist wie angekündigt eine Kaltfront anmarschiert, was Pia und ich nutzten um durch Varese zu schlendern und den ein oder anderen Cappuccino zu trinken. Ganz überraschend tauchen da plötzlich meine Schwägerin Lucia mit Knofi und Nina auf- Sie wollen mich an der Strecke anfeuern- super toll

Trotz kühlem nassem Wetter und schlechten Strassen sind viele unentwegte WM Teilnehmer nicht vom Outdoor Training abzuhalten- oh wie schön dürfen wir die Garage der Villa Chefin benutzen und da lockere Freirolle Einheiten mit Musik abspulen.

Sonntag- Renntag Gran Fondo 127km/1990HM

Bereits im Vorfeld habe ich meinem Squadra-Trainingskollegen Roger gesagt, dass ich das Strassenrennen als grosses Abenteuer betrachte , ohne grosse Erwartungen aber heil und gesund durchkommen will (mein letztes Strassenrennen war die Seeland-Classic 2014) Die Strecke ist mir nach den herbstlichen Reko-Ausfahrten letzten Oktober bestens bekannt.

Start meiner Age-Group 50-54 mit 406 Startern um 07.58 Uhr im zugewiesenen Startblock- und wie es zu erwarten war ist der Startblock um 07.20 Uhr bereits fast bis zuhinterst gefüllt.. also hinten anstehen- amüsiert zuschauen, wie sich UCI Funktionäre mit Tablet durch die Fahrer quetschen um Stichproben bez. Tech-Doping zu machen- so weit sind wir also!

Dann, 7 Minuten nach Roger’s Age Group 45-49 fällt unser Startschuss und sofort all out nach vorne preschen- habe genau 12km bis zum Anstieg zur Alpe Tedesco Zeit um mich vorne einzureihen, denn da wird das Feld definitiv zerrissen und die Spitze formiert. Bis es aber soweit war mussten einige hoch intensive Intervalle durch Varese gesprintet werden, eine Vollbremsung bei knapp 60km/h nach dem Ippodromo vor dem Kreisel in die Viala Valganna, und mit vieeel Glück um zwei in sich verkeilte stürzende Fahrer und Karbonspeichen-Regen zirkeln…durch die zwei dunklen unbeleuchteten Tunnels war so ziemlich jeder Muskel wie ein Stahlseil gespannt-hässliche Geräusche von Stürzen und Fluchen im Nacken. Einigermassen gesittet schaffen wir es danach in den erlösenden Anstieg zur Alpe Tedesco und dan geht wie erwartet die Post ab- mit super Beinen schaffe ich bis oben den Anschluss an die Italienische Mannschaft an der Spitze- rein in die enge schnelle Abfahrt- idiotische Überholmanöver on Mass- aber ich bin dabei. Dem Luganer See entlang wir die Taktik der Italiener klar, sie haben Ihren Favoriten und seine Helfer im Wind und wir auswärtigen sollen gefälligst möglichst viel mitführen- könnt ihr haben- ab Brusimpiano forciere ich nun in jedem der noch folgendem Anstiege das Tempo von vorne- es ist mein persönliches Abenteuer und ich will Rennen fahren, nicht taktierenist es für mich hart, müssen auch die anderen Leiden und hinten raus bin ich stark. In den Flächen von Luino nach Porte Valtravaglia fahre ich aber nur sehr kurze Ablösungen, der Italo-Leader versteckt sich. Im Hinterland ab Mesanzana holen wir bereits die ersten Fahrerpulks des Medio Fondo ein- nun wird’s total unübersichtlich und in den schnellen engen Abfahrten und Kurven extrem gefährlich- so krass sind die fahrtechnischen Unterschiede- die Schutzengel haben Extraschicht… Im 7km langen Aufstieg nach Brinzio übernehme ich wieder die Initiative fahre mit guten Druck alles von vorne hoch- und unsere Gruppe wird stetig kleiner- fast oben erwarten mich Pia und Fan’s- mit Nidwaldner-und Schweizerfahne werde ich begrüsst und Pia reicht mir höchst konzentriert bei über 30km/h ein Bidon.. ist halt keine gemütliche Bike Marathon Verpflegung.

Nun sind die gröbsten Höhenmeter durch, aber noch immer sind wir gegen 10 Fahrer und in der Fläche am Lago di Varese kann sich keine Fluchtgruppe absetzen- zweimal versuche auch ich einen Ausreissversuch, doch die Mitfahrer sind leider nicht stark genug-Abbruch- was soll ich machen ? Im Sprint habe ich gegen den Italo Leader keine Chance- beim Km123 im Kreisel hoch nach Varese greife ich an- und wie es zu erwarten war springt mir der Italo ans Hinterrad- einer nach dem anderen muss abreissen lassen- die Flamme Rouge- nochmals auf Anschlag kicken- die letzte Kurve, dann sprintet der Italo an mir vorbei, ich will dran bleiben doch mein Tank ist leer und trotz Tigersprung muss ich mich noch um Zentimeter von einem Deutschen geschlagen geben. Trotz allem-was für ein geiles Rennen- es war mein Abenteuer, voll auf Angriff und gespickt mit Emotionen, hat unglaublich Spass gemacht.

PS: in der ganzen Rennhektik habe ich nicht bemerkt, dass der TT Weltmeister aus Canada und ein Italiener uns bei Brusimpiano vor dem zweiten Anstieg entwischt sind… so wird aus dem emotionalen Podestplatz ein etwas beschissener 5.Rang

Fazit:

Alles falsch gemacht ,zu viel Initiative ergriffen, unnötig Körner verschossen und daher im Sprint chancenlos um die so schöne Bronze Medaille? Vielleicht- aber „hätte wenn und Aber“ zählt nicht – ich bin mein persönliches Abenteuer mit Leib und Seele gefahren und habe unbezahlbare Emotionen- und um das geht es uns Amateure ja schlussendlich- erfahren dürfen.

Es war eine tolle und unterhaltsam lustige Woche zusammen mit Sportkameraden/innen in der herrlichen Lombardei.

Ein grosses herzliches Dankeschön an Pia und Familie für die jederzeit so wertvolle Unterstützung.

Und herzliche Gratulation an Roger zu seinem fantastischen 3.Platz in der Age Group 45-49- du hast es total verdient!

Ob ich nächstes Jahr auch in Polen dabei sein werde ? Erst mal alles setzen lassen

Ride on

 

UCI Gran Fondo World Championships Varese-Italy 29.08.-02.09.2018

Bike Transalp 15-21.July 2018

7 Etappen 506km / 18167Hm

Team bikeholiday.ch / terreactive IT security

Nach der Schlussetappe 2017 war für mich lange nicht klar, ob ich die Transalp nochmals fahren werde-oder ganz konkret, ob ich mich nochmals von Hansjürg über 7 Etappen quälen lassen möchte. Ich war ab der zweiten Etappe immer am Limit und so macht es natürlich keinen Spass und keinen Sinn. Warum dies so war lag glasklar auf der Hand und mit dem Ziel an diesen Schwächen zu arbeiten gab ich Hansjürg im Herbst die Zusage nochmals mit Ihm die Transalp zu fahren.

Anreise am Samstagvormittag nach Imst. Dieses Jahr begleitet mich Pia, wird mit Beatrice an den Strecken verpflegen und nach den Etappen die müden Muskeln massieren- perfekt. Auch die Wetteraussichten sind gut, versprechen trockene Trails.

Das diesjährige Teilnehmerfeld in der Grand Master Kategorie ist wirklich  sehr stark besetzt- aufs Podest zu fahren wird nicht selbstverständlich werden, aber unser klares Ziel sein.

Etappe 1 Imst-Nauders 89km / 2942 Hm

Bewölkt aber noch trocken. Aufruf für in den ersten Startblock, der Countdown, der Puls steigt, der Startschuss und ab geht die Meute hin zur Pillerhöhe. Mit gutem Rhythmus im Pulk gehts hoch, dann ziehen die GM Favoriten Claudius und Thomas Team Stoll-Bikes  davon. Die auf Papier zweitstärksten KTM Fahrer sehen wir in einer Waldabfahrt mit Platten am Rand stehen. Im leichten Nieselregen über das Pfundser Tschey, das lange Flachstück nach Martina und über die Norbertshöhe nach Imst. GM Rang 2- ein sehr guter Start

Etappe 2 Nauders-Livigno 102km / 3512 Hm 

Die Königsetappe am zweiten Tag- ein eindrückliches Höhenprofil, teils bekannt vom Engadiner Bikemarathon. Schnell setzen sich das Stoll und KTM Team ab. Ich fahre meine Pace, lasse mich hoch zum Bergkastel nicht stressen- in den Downhills sind wir nicht die langsamsten…entlang dem Reschensee mit drei anderen Teams, fahre im Windschatten, spare Kraft den ab Laatsch gehts nun 20 km immer steiler werdend hoch zur Döss Radond- zu steil für mich, kostet viel Kraft und bin nicht wirklich schnell. Durchs flowige Val Mora lassen wir’s aber wieder krachen, bis ein komisches Geräusch in meine Ohren gelangt- sehe und spüre nichts- kein Geräusch mehr, aber nun sehe ich was runterhängen- die linke Umwerferschaltung hat sich los vibriert und baumelt gefährlich nahe am Vorderrad- ziehe das Kabel mit Schaltung zum Lenker hin und versuche es so gut es geht mit zwei Finger zu fixieren und mit dem Mittelfinger die HR Bremse zu betätigen. Vor dem Alpisella beidhändig die Schaltung fassen und aufs kleine Ketteblatt schalten. In Livigno schicken Sie uns noch auf eine Zusatzschlaufe mit kurzen aber sehr steilen Rampen. Ziemlich geschafft im Ziel –  GM Rang 3

Etappe 3 Livigno-Bormio 68km / 2239 m

Steil ist geil- eher nicht für mich ,

aber die Etappe geht durch  das Val Fedeia mit sehr steilen Schotter-Rampen hoch zum Carasello 3000 zu der 10km langen Flowtrail Abfahrt runter nach Livigno. Weiter durch das Val Torto geht es auf einem coolen Waldpfad nach Trepalle, von da über den Passo Trela zur Alpe Trela und schließlich über die Bocchetta di Trela mit herrlichem Blick in die Gletscher der Cima Piazzi hinab zum Almgelände von Vezzola. Mit guten Beinen hoch zum Passo Fraele und 5km vor Bormio ist die Ziel Linie erreicht. Viel besser als ich es erwartet habe- GM Rang 2

Noch immer fühle ich mich sehr gut- keine körperlichen Beschwerden die den Kraftfluss vom Rücken in die Beine abwürgen- die unumgänglichen Verspannungen in der Muskulatur löst Pia mit einem Hauch von Sado-Maso Triggermassagen..

Etappe 4 Bormio-Ponte di Legno 58km / 2393Hm

Und wieder eine kurze und knackige Etappe und gemäss Race-Briefing eingeteilt in zwei Sektionen. Im ersten Teil hinauf zum Passo Gavia sind fast 1.800 Höhenmeter zu bewältigen, ab dem Lago Nero wird’s anspruchsvoll technisch.

Nach einem wiederum schnellen Start reihen wir uns bald als dritte der GM ein- auf Forststrassen bis St.Katarina die Valfurva und die nächsten 900 Hm hoch zum Gavia mit guten Beinen, auch ein Blick in die grandiose Landschaft lasse ich mir nicht nehmen-Verpflegung durch Pia am Fusse des Passes und oben nochmals durch Beatrice-kurze Abfahrt auf der Passtrasse, dann zweigen wir in die zweite und somit technische Sektion ein-steil, eng, steinig verblockt- also alles was anspruchsvoll macht- gut habe ich trotz Mehrgewicht eine Dropper-Seatpost- die Cross-Country Spezialisten lasse ich vorbei-so sollte man runter huntern können-eindrücklich. Ohne Sturz und Panne schaffen wir es runter-noch eine lange eklig steile Wald-Schiebepassage, dann knallen wir in den mit Steps und Rockgarden gespickten Pegrà-Flowtrail runter ins Ziel. GM Rang 3

Etappe 5 Ponte di Legno- Val di Sole 50km / 1967Hm

Man glaubt es kaum, aber diese Etappe wurde so als quasi Erholungsetappe angepriesen! Wohl kaum – konzentriert auf dem steinigen Säumerpfad hoch die Ideal-Linie suchen und hinein in den schmalen Alta Via Camuma Pfad in den Bergwiesen auf 9 Kilometern hin zum Passo Tonale. Da distanzieren wir die letztjährigen GM Sieger, einen Blick in die Adamello-Gletscher aber ist ein Muss. Über den Passo Tonale, wo uns Pia verpflegt, hinüber ins Val di Sole.

Auf schnellen Forstwegen und kleineren Waldwegen 900 Höhenmeter hinab, vorbei am Forte Strino, einer Festung aus dem 1. Weltkrieg nach Ossana und zum nicht enden wollenden Schlussanstieg hinauf nach Valpiana und endlich in den finalen Trail ins Tal nach Pellizzano. GM Rang 2

Etappe 6 Vale di Sole-Vale del Chiese 79km / 2805 Hm

Eine Schlechtwetterfront ist im Anmarsch. Am Morgen aber noch Sonne pur.

10km neutralisierter Start, vorne mehr oder weniger stressfrei, dann wird das Rennen freigegeben und ein fast 15km langer Anstieg reiht das Feld ein- die KTM Brüder wollen es wissen und attackieren die GM Leader- wir kämpfen wie meistens mit den letztjährigen Sieger um den dritten Platz die bis zum zweiten Berg Bregn da l’Ors mit Schiebepassage dran bleiben, dann aber schütteln wir Sie endlich ab und ziehen unsere Peace konstant durch. Im letzten Anstieg fahren wir in ein richtiges Gebirgsgewitter mit Blitz und Donner, kühl ist es aber nicht. Einmal mehr sind die Wald-und Schotterabfahrten extrem schnell, Hansjürg sieht eine Wasserinne zu spät und kassiert einen heftigen Schlag aufs Hinterrad-unten, 8km vor dem Ziel, bemerkt er Luftverlust, anhalten und hoffen das Loch zu finden um mit einem Wurm abzudichten- wir sehen nichts- nachpumpen und weiter- dieses Prozedere wiederholen wir noch zweimal- immer nervöse Blicke nach hinten ob wir noch vom dritten Platz abgefangen werden, dann sind wir im Ziel. Glück gehabt-GM Rang 3.

Mein Bike übergebe ich wie jeden Tag dem Scott Service Stand, Hansjürg muss den Pneu wechseln und ich brauche nun eine gute lösende Massage- alle sind nun müde aber noch steht eine Etappe an.

Etappe 7 Vale del Chiese-Arco 60km / 2309 Hm

Die letzte Etappe und eindringlich wird nach den abendlichen Siegerehrungen beim Race-Briefing an die Konzentration appelliert-noch sind wir nicht am Ziel. Overall sind wir knapp hinter KTM auf dem dritten Platz- mit dem kann ich gut leben. Am Vorabend und bis in die Nacht hinein hat es heftig geregnet, gar nicht mein Ding- also no risk aber nochmals mit guter Pace die letzten drei Anstiege in Angriff nehmen. Am Start ist es noch trocken wird aber definitiv nicht so bleiben. Bereits nach 12km im Aufstieg zum Passo di Giovo werden wir gründlich von Oben vom Waldschlamm gereinigt. Die GM Leader haben wir immer im Blickfeld, die KTM Truppe ist wie immer gesplittet, einer fährt voraus und der andere ist hinter uns und hofft mit Kamikaze Downhills wieder zu uns aufzuschliessen.. Nochmals 800Hm am Stück hinauf zur Bocca di Trat, dann in den steilen Bremsenmordenden Geröll Karrenweg, genannt Adrenalina- ein low light, aber extrem anstrengend und höchste Konzentration fordernd, immer die richtige Linie finden um nicht noch eine technischen Defekt einzufangen. Da lassen wir nun auch den vorne fahrenden KTM Biker stehen und ziehen voll über die letzten Dörfer und  Olivenplantagen durch ins Ziel in Arco.

Wiederum nur knapp hinter dem sehr starken und sympathischen Stoll-Team auf Rang 2-und auch Overall zurück auf dem zweiten Platz 🙂 was das KTM Team wohl  dazu veranlasste nicht an der Rangverkündigung teilzunehmen- wirklich sehr schade 😦Overall Ranking Grand Master

1. Stoll Bikes Thommen Claudius 1966 SUI Girardi Thomas 1968 SUI 26:20.09,5 (7) Teams/14. 4:04.35,1 1. ¦ 5:09.40,6 2. ¦ 3:27.41,5 1. ¦ 3:25.01,1 1. ¦ 2:44.06,4 1. ¦ 4:13.39,4 2. ¦ 3:15.25,4 1. ¦

2. bikeholiday.ch/terreActiv Christen Daniel 1966 SUI Gerber Hansjürg 1966 SUI 26:50.59,3 (7) Teams/17. 4:08.16,8 2. ¦ 5:22.52,9 3. ¦ 3:32.57,8 2. ¦ 3:26.31,7 3. ¦ 2:44.36,8 2. ¦ 4:19.47,0 3. ¦ 3:15.56,3 2. ¦

3. TEAM KTM RAD.SPORT.SZENE Warter Anton 1972 AUT Zörweg Heinz 1962 AUT 26:58.59,9 (7) Teams/18. 4:22.25,4 5. ¦ 5:07.36,6 1. ¦ 3:36.38,5 3. ¦ 3:25.44,7 2. ¦ 2:48.25,7 4. ¦ 4:12.20,3 1. ¦ 3:25.48,7 4. ¦

Fazit:

Eine erlebnisreiche und erfolgreiche Woche ist mit extrem grosser Unterstützung durch unser Frauen Pia und Beatrice bereits wieder vorbei-kaum zu glauben. Nach der zweiten Etappe hatte ich noch das Gefühl diese Woche werde nie enden, auch der Druck möglichst schnell zu fahren um meinen Partner nicht hängen zu lassen war bis dahin sehr belastend, bis ich nach einem abendlichen Gespräch mit Pia mich wieder auf meine Stärken besann, diese so auch akzeptierte und beschloss niemandem mehr etwas beweisen zu müssen.  Dann jeder Tag „und täglich grüsst das Murmeltier“ das selbe Prozedere- Aufstehen um 06.15 Uhr-Frühstücken-packen und sinnlos rumhängen im Hotelzimmer bis 08.00 Uhr- Einfahren ab 08.15 Uhr und zum namentlichen Call-In für den Startblock A1 um 08.40 Uhr-Start Rennen 09.00 Uhr- Zieleinfahrt-Bike Service- viel Essen und Trinken-Massage durch Pia- fades geschmackloses Pasta-Essen und Rangverlesen- dann mit unseren Frauen die Verpflegungsposten der nächsten Etappe planen- Spaziergang zum letzten Cappuccino oder Radler und Nachtruhe ab 22.00 Uhr- und nun ist es vollbracht. Ich bin absolut happy mit meiner Leistung, das harte Wintertraining und die täglichen Dehnübungen haben sich bezahlt gemacht- die Therapie beim Osteopathen haben die schmerzende Energieblockaden im Rücken lösen können und auch Materialtechnisch hatten wir 2018 alles Glück auf unserer Seite. Aber mehr ist für mich nun nicht mehr möglich, zu stark ist das Gewichtshandicap am Berg. Hansjürg ist nach wie vor klar stärker als ich und kann somit nicht sein volles Potential abrufen. Daher ist für mich nun klar, dass die zweite auch die letzte gemeinsam Bike Transalp war. Ich habe mein Leistungslimit erreicht und kann dies so sehr gut akzeptieren- es werden andere coole Rennen kommen, vielleicht mal ein Etappenrennen mit unserem Sohn Ramon- wer weiss.

Ride on

Dani

Bike Transalp 15-21.July 2018

VAUDE Engadin Bike Giro 29.06.-01.07.2018

Kurzentschlossen angemeldet (natürlich mit Blick auch auf die Wetterprognosen..) als Vorbereitung und Test für die Transalp. Eigentlich wollte ich dieses Rennen nie fahren, da wir seit über 20 Jahren im Oberengadin unsere Sommerferien verbringen und ich die Trails und steilen Aufstiege bestens kenne und diese im Ferienmodus auch viel angenehmer zu fahren sind.. Pia wird es da gelassener nehmen, Sie wird die herrliche Oberengadiner Landschaft per E-Bike erfahren und mich entlang der Strecke verpflegen.

Also nun 3 Etappen Zeit um mich von der Aero wieder in die Trail Position zu bringen- ob es schlau ist vom Flachland direkt in die Höhe ohne Akklimatisation Vollgas zu geben ?

Das Bergzeitfahren als heavy Guy lief super gut- ärgerlich war nur das anstehen im Corviglia Flow-Trail, überholen war leider nicht möglich .Das am Ende dann zwei Sekunden zum dritten Platz fehlten hat mich dann schon ziemlich geärgert, denn bei unserem hochgradigen Fun 4 Teilnehmerfeld ist ein Podestplatz absolut nicht selbstverständlich.

Die zweite Etappe mit Stazerwald Trails, Alp Muntatsch, Marguns und die brutal steile Glüna liess mich dann schon ziemlich heftig leiden.

Das es dann zum dritten Platz gereicht hat (trotz Anfängersturz in einer Steilwandkurve mit Tapetenwechsel an Bein und Arm) umso schöner.

Die dritte Etappe mit knappen 2000 Hm auf 60km und vielen technischen Trails liess mich doch etwas unruhig schlafen. Tatsächlich ging mir dann im Verlauf der Etappe sukzessive die Luft aus. 

In all den Jahren habe ich die langweiligen Schotter und Betonrampen von Salastrains hoch zur Corviglia erfolgreich ignoriert- zu Recht, ein absolutes low light, speziell wenn Flasche leer… auch die schöne Aussicht auf dem Trail um den Piz Nair hin zum Suvretta Pass konnte nicht mehr entschädigen- ich bin kaputt- nun einfach möglichst konzentriert und  heil  den technisch wirklich verblockten Suvretta Trail ins Val Champfèr runter krampfen. Endlich im Ziel, ich kann’s noch, das ist positiv 🙂

Nun gilt es sich gut zu erholen um frisch und motiviert mit Hansjürg die Transalp 2018 zu geniessen 😉

Ride on

Dani

 

VAUDE Engadin Bike Giro 29.06.-01.07.2018

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Schneisingen 27.06.2018

18.5km / 325 Hm

Bei herrlichem Sommerwetter, mit leichter Bise und somit nicht zu heiss, durften wir uns heute an der wirklich sehr selektiven Zeitfahrstrecke in Schneisingen wiederum als Laktat-Junkies versuchen. Gegen 15.00 Uhr in Begleitung von Pia und dank Felix mit Vitamin B bei der Landi , gleich neben dem Start, im Schatten parkiert- perfekt und genug Zeit um sich einzurichten und gemässigt einzufahren. Abfahren werde ich die Strecke nicht mehr, bin im Vorfeld zweimal rum- meine Pacing- Strategie steht. Bis zur und in der steilen Belchen Auffahrt die Schwelle kratzen, aber nicht mehr, denn die letzten ansteigenden 8km werden entscheiden, da muss noch Power in den Beinen sein.

Start um 17.11 Uhr als Titelverteidiger und letzter der Master 2 Fahrer – gleich von Beginn weg fühle ich super Beine und Rhythmus- ein Blick aber immer auf der Leistungsanzeige- rausnehmen, nur nicht übermotiviert sein- eine heikle enge links-rechts Kurve- mit nahezu 60km/h durch Siglistorf und rein in den steilen Belchen Hoger- hier werde ich als heavy Guy keine Zeit gutmachen können- also gut pacen und oben mit viel Schwung in die rasend schnelle und holprige Abfahrt knallen- getraue mich nicht in der Aeropositon zu bleiben- mit über 85km/h früh anbremsen und trotzdem etwas zu schnell, erwische die 90° links Abzweigung in Fisibach gerade noch so. Nun heisst es konstant und konsequent Druck auf dem Pedal halten- voll in den Gegenwind auf dem gesperrten Radweg entlang dem Rhein nach Rümikon zum zweiten leichten Anstieg- hohe Kadenz und super Druck- vorbei an Felix der mich anfeuert und motiviert. Nach Wislikon auf die Hauptstrasse zu den letzten leicht ansteigenden 3km- nun brennt es schon gewaltig in den Beinen- aber jetzt zählt’s doppelt- hier wird in unserer Kategorie der Unterschied gemacht- über der Schwelle kann ich’s hochdrücken-in die Abfahrt-scharf rechts weg und all out hoch hoch zum Ziel- die letzte rechts Kurve und ausgeschossen im Ziel in 28.49.53

Masters 2 Rang 1 / Overall Rang 8 und diesmal auf dem Podest mit Schweizermeister Trikot und Landeshymne- everything paid off- Danke für alles !

Ride on

Dani

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Schneisingen 27.06.2018

11. c.i.c.a. Prosciutto Paar-Zeitfahren 24.06.2018

17km / 115Hm

Das sympathische Einzel-und Paarzeitfahren des club italiano ciclo amatori in Andelfingen als letzter Formtest als 2er Team vor der Zeitfahr SM ins Schneisingen am 27.06.18

Leider auf Grund eine Baustelle um selektive 7km verkürzt, doch besser kurz als gar nicht. Das es dann auch verkürzt sehr intensiv sein wird, dafür haben wir gleich selber gesorgt- wir kamen knappe 40″ zu spät an den Start… Ihr könnt gleich weiterfahren, die Zeit läuft schon ! Völlig verdutzt schaue ich den Starter an, Michi knallt los- ich wollte eigentlich noch Wasser lassen und das Visier muss ich auch noch montieren, freihändig rolle ich Michi hinterher, platziere das Visier und fahre dann die bereits 50m grosse Lücke zu Michi zu – auf diesen Schock hin sind die Beine sofort offen- mit extra harten Ablösungen knallen wir die herrliche Strecke ab- wir sind ein gutes und eingespieltes Team 🙂 und geben nicht auf- all out

Im Ziel in 21.41 und einem 47er Schnitt – zu was es reichen wird, keine Ahnung. Nach gemütlichem Beisammensein mit  Bratwurst e Dolci klärt der Speaker bei der Rangverkündung auf, dass auch andere Team’s infolge des versetzten Startes ähnlich spät an den Start kamen- den Siegerschinken aber war trotzdem unser 🙂

Nun gut erholen und mit grosser Zuversicht an die Zeitfahr Master SM in Schneisingen

Ride on

Dani

11. c.i.c.a. Prosciutto Paar-Zeitfahren 24.06.2018