Paar-und Einzelzeitfahren Fulenbach 23.09.2018

20km/65Hm

Segeln im Sturmtief Fabienne, das war heute beim kleinen aber feinen Zeitfahren von Daniela & Herbert auf abwechslungsreicher Strecke angesagt. Schon bei der Besichtigung mit Michi hat’s mächtig gerüttelt- da wird das Windschattenfahren huerä heikel- also lieber nicht allzu nahe dran bleiben, doch die Scheibe bleibt drin aber vorne nur die 60mm Felge.

14.00 der Start für die zwei Runden im Team, welche wir wie gewohnt sehr harmonisch absolvierten- wobei auch zu überholende Autos und Fahrer auf Streckenbesichtigung uns nicht aus der Ruhe brachten…einzig eine heftige Windböhe lies in einer rechts Kurve beinahe Michi’s Vorderrad einklappen-viel Glück gehabt- im Ziel mit klarer Bestzeit 🙂

Eine knappe  Stunde später um 15.23 mein Start als Einzelfahrer.

Frisch und spritzig ist anders, aber ich wollte nochmals einen guten Trainigsreiz setzen für die WM Quali in Varese in zwei Wochen. Fabienne gab nun immer mehr Gas, jetzt hätte ich wirklich nicht mehr als Team fahren wollen. Böen von allen Seiten liessen mich heftig an die Extension krallen und mit dem Popometer auf dem Sattel Rodeo zu reiten, um auszugleichen und irgendwie auf der Spur zu bleiben. Mit fast identischen Wattwerten des PZF im Ziel und äs Blüemli für Pia gewonnen 🙂 Nun nehme ich es eine Woche locker, dann fahren Hans-Urs, Ramon und ich den Trail Hero Bike Marathon in Titisee-Neustadt bevor dann am 06/07.10.18 in Varese  nochmals all out gefordert ist

Ride on

Dani

Paar-und Einzelzeitfahren Fulenbach 23.09.2018

King of the Lake am Attersee 15.09.2018

47.5km / 300Hm

Unglaublich! Es ist bereits September 2018 – und heute sind wir zum ersten Mal als Team unterwegs. Auf dem Programm steht der «King of the Lake Attersee» in Österreich, in der Nähe von Salzburg. Diese Herausforderung lassen wir uns nicht entgehen und Daniel als Titelverteidiger ist sowieso gesetzt.

Am wirklich frühen Freitagmorgen – um Viertel nach 2 Uhr holt mich Daniel in Stans ab. Eine unmenschliche Zeit, aber um flüssig über München nach Seewalchen am Attersee zu gelangen, verzichten wir auf ein paar Stunden Schlaf. Wir sind zu zweit, ganz ohne weibliche Begleitung, unterwegs. Aufgrund der schlechten Wetterprognosen bleibt sie leider zu Hause. So werden in diesem Jahr die vielen privaten Bilder von Pia fehlen. Aber vorweg – im nächsten Jahr ist sie ganz sicher wieder dabei!

Der Weg ist 570 Kilometer oder 6 Fahrstunden. Fast schon traditionell gibt es eine kurze Pause nach München – Kaffeezeit. Kurz nach 8 Uhr treffen wir im ****Hotel ATTERSEE ein und freuen uns auf das super Frühstückbuffet. Und weil die Zimmer noch nicht bereits sind, geniessen wir das Zmorgä dementsprechend lang und ausgiebig.

Während des Tages wird aus dem Hotel fast schon ein richtiges «Schweizerhaus». Daniel – ein weiterer – mit Familie und seinen Eltern, Nicole und Michi sowie Manfred sind anwesend. So sind wir eine aufgestellte und lustige Truppe beisammen und erleben tolle Stunden zusammen.

1
Grau in grau….

Nicht ganz so toll ist das Wetter. Es spielt nicht wirklich mit und die vielen Regenwolken verziehen sich erst – zu spät – am Nachmittag. Daniel geht auf die Rolle und ich lasse mich unter die Bettdecke sinken. Der Schlafmangel in Kombination mit dem Alter fordern ihr Tribut. So wird nichts aus der Reko-Fahrt um den See. Für mich eine schlechte Ausgangslage, der TT-Racer kommt direkt aus dem Winterschlaf an den Attersee. Nur Manfred lässt sich nicht vom Wetter abhalten und fährt mit seinem Strassenrenner bei abtrocknender Strasse die Strecke ab. Er ist zum ersten Mal dabei, dafür hat er den Vorteil ein «alter» Zeitfahrhase zu sein.

Stattdessen geht es nach einem gemütlichen Freitagabend am Samstagmorgen nach dem Frühstück los. Wir fahren die ganze Strecke ab und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob das eine so gute Idee ist, wenn ich mein Leistungsniveau in Betracht ziehe. Es ist definitiv nicht über alle Zweifel erhaben und einen haushälterischen Umgang mit den bestehenden Ressourcen sehr zu empfehlen. Nun denn, Daniel schafft es mir meine Zweifel in effizient kurzer Zeit auszureden und ich bin dabei.

 

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In Vollmontur zum Start….

So starten wir um halb 10 zusammen mit Nicole, Michi und den beiden Daniels. Die als gemütliche Runde deklarierte Fahrt ist für mich schon nahe am Renntempo :-o! Nach 90 Minuten sind wir zurück, Startnummer abholen, Sensor montieren und dann noch schnell die notwendigen kleinen Optimierungen am Racer vornehmen. Jetzt beginnt das lange Warten. Ich starte um 14:53 Uhr, Daniel muss sich bis kurz vor 5 gedulden.

Im 15 Sekundentakt werden die TT-Fahrer auf die Strecke losgeschickt. Und jetzt bin ich endlich dran, einklicken und schon geht’s die Rampe runter auf die Strecke. Sofort im Wiegetritt über die kleine Kuppe und dann umgehend die Aeroposition einnehmen und dann nur noch….. «geniessen»…

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Die Startrampe, wie bei den Profis…

Allerdings merke ich aber ziemlich schnell, dass mir die Spritzigkeit völlig abgeht. Die Morgenfahrt hat mich doch mehr hergenommen als befürchtet. Ich nehme Tempo zurück und mein Garmin pendelt sich bei 200 Watt oder zeitweise etwas darunter ein. Aber mehr geht beim besten Willen nicht – das Trainingsdefizit macht sich bemerkbar.

Dank meinen regelmässigen Yoga-Stunden und dem morgendlichen Training (kurz und intensiv) kann ich die Aeroposition problemlos halten, keine Krampferscheinungen in den Unterarmen. Das freut mich riesig, aber die Beine sollten noch etwas besser in Form sein…

Mit einer Zeit von über 1:19 Std. bin ich im hinteren Drittel platziert, aber in Anbetracht meines Leistungsniveaus geht das so in Ordnung. Mehr «Punch» geben die Beine einfach nicht her, daher muss ich mit dieser miserablen Zeit wohl oder übel umgehen, aber es wurmt mich natürlich trotzdem.

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Daniel C auf dem letzten Kilometer…

Mein Fazit:

Es hat mir extrem viel Spass und Freude gemacht! Einfach ein ganz geniales Feeling, eine tolle Strecke mit einem unvergleichlichen Ambiente. An dieser Stelle ein grosses Lob an die Organisatoren und die vielen unzähligen Helfer – eine grossartige Hammerveranstaltung! Einen besonderen Dank geht aber an Karin Tschany vom OK-Team. Dank Karin konnte ich überhaupt an diesem Anlass teilnehmen, weil ich meine Anmeldung „verpennt“ habe.

Eine Veranstaltung durch und durch auf Profi-Niveau in einer wunderschönen Gegend. In dieser lieblichen Seen-Landschaft macht es gleich doppelt so viel Freunde und das «Krampfen» ist zum Glück schnell vergessen.

In einer hoffentlich viel, viel besseren Form und verschiedenen Materialoptimierungen – ich danke euch für die vielen tollen Ratschläge und Tipps – müsste der Attersee 2019 ein Erfolg werden. Auf dem Weg dorthin habe ich mit einem neuen Helm angefangen und strebe eine Endzeit um 1:15 Std. an. Das werde ich schaffen! So werden die sixty-sixers am 21. September 2019 wieder an den Attersee pilgern.

Zum Schluss noch meine Gratulation für die tollen Leistungen von Nicole, Manfred und Daniel. Super Podestplätze – super stark gefahren! Und unbedingt zu erwähnen, der King of the Lake hat seinen Platz erfolgreich verteidigt und sogar noch eine gehörige Schippe draufgelegt – Chappeau!

Hans-Urs

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Der Neue ist der Alte….:-)))

Nach der Master WM in Varese noch voll im Saft, freute ich mich unglaublich auf das in jeder Hinsicht beste Zeitfahren Europas am Attersee. Das Ziel war glasklar vor Augen- den Schwellenbereich dieses Jahr auch wirklich über eine Stunde halten zu können.. Schmerzen sind vorprogrammiert-egal. Und tatsächlich, mit der Startnummer 1156 um 16.49.15 geht’s noch vor der mehrmaligen Queen of the Lake, bei besten Bedingungen von der Rampe- und die Beine drehen von Anfang an sensationell- schon fast meditativ mit sauberem rundem Tritt und konstantem Druck an der Schwelle knalle ich der abwechslungsreichen und niemals langweiligen Seestrasse entlang- total im Flow bis Km38 nach Nussdorf, da verspüre ich eine leichte Krise, die Beine rebellieren- muss mich zwingen die Leistung zu halten-  weiter über die 13% Rampe auf die letzten 4km, ansteigend vorbei an unserem Hotel wo Hans-Urs und Dani mir nochmals mächtig einheizen und mit Highspeed runter zur Seebrücke und komplett ausgeschossen ins Ziel (dann hat die Gesäss-Muskulatur zugemacht und laufen war nur ganz langsam möglich..)

Zeit: 1.01.32, Schnitt 46km/h und mit knapp 20Watt mehr auf der Kurbel absolut neue persönliche Bestzeit- super genial- konnte alles was geht abrufen- einfach Hammer- und der Thron der U60 Kategorie darf auch 2018 bestiegen werden 🙂

Aber auf den Lorbeeren ausruhen liegt definitiv nicht drin! Auf nächstes Jahr rücken sackstarke U50 Fahrer nach- ich muss also noch eine Minute finden!!

Ride on

Dani

 

 

 

King of the Lake am Attersee 15.09.2018

EZF Gürbetal 22.04.2018

Die Saison 2018 ist wiederum im Gantrischgebiet beim anspruchsvollen EZF Gürbetal mit 26.4km / 324Hm eröffnet worden.

Lange ist es her-das nervös flaue Gefühl im Magen vor dem Start, die Abläufe und Vorbereitungen bis zur Startrampe- habe es vermisst. Der Winter verlief sehr gut, keine gesundheitlichen Probleme aber leider extrem wenig Straßen Kilometer auf Grund der komplizierten Wetterverhältnisse, der Indoor-Ergo musste reichen 😦

Nun geht’s also wieder los-Einfahren und Streckenbesichtigung mit MCTaxi Dani und um 11.40 Uhr mit dem ersten Count-Down der Saison wird die Form getestet- und ja, ganz schlecht lief es nicht- die tiefe Aeroposition ist zwar auch 2018 und 1 Jahr älter nicht komfortabler geworden und die Kraftentfaltung ist definitiv nicht vergleichbar mit dem Rennrad.Gürbe2018

So war auch das Gefühl von Beginn weg nicht sehr berauschend, eher schlecht, denn wirklich konstant konnte ich Kadenz und Druck über die drei Runden nicht halten, aber der Wille zu beissen war da, auch wenn’s brutal weh tat- gut so- und das Resultat schlussendlich besser als das Gefühl es vermuten liess- sehr motivierend 🙂

 Zeit 0:38:08,4 12:42,4 12:50,3 12:35,6 +0:33,7

Somit ist der Start in eine ereignisreiche und spannende Saison mit den Highlights Master SM Zeitfahren, der Bike Transalp mit Hansjürg und die Time Trail Master WM in Varese geglückt- ride on

No shortcuts-Cool and Clean

Dani

EZF Gürbetal 22.04.2018

ROTHAUS BIKE GIRO Hochschwarzwald vom 10. bis 13. August 2017

Daniel, wie sieht’s du denn aus?! Ein kreidebleicher Daniel holt mich am Mittwochnachmittag in Stans ab – ein Magen-Darm-Infekt hat ihn erwischt…

Nun den, gemeinsam mit Pia fahren in den Hochschwarzwald und stürzen uns ins Abenteuer vom ROTHAUS BIKE GIRO. Die Wetterprognosen sind super mies und Daniel ist angeschlagen, ob das ein Spass wird….

Das Rennen wird in diesem Jahr in einem neuen Modus durchgeführt. Statt ein Etappenrennen mit Ortswechsel wie in den Jahren zuvor, werden in diesem Jahr an zwei Standorten jeweils 2 Etappen ausgetragen. Also insgesamt vier Etappen, die erste Etappe als Prolog mit Einzelstart. Bezüglich der Logistik natürlich eine enorme Erleichterung für unsere interne Planung aber sicher auch extern für die Anlassorganisation. Für uns bedeutet das nur 2 Hotels finden und buchen.

Pia – du hast das wie immer ganz wunderbar gemacht – vielen Dank!

Mit Zauberhand hat sie das für uns perfekt gelöst – tolle Unterkünfte mit viel Charme und sehr gutem Essen gefunden und als Krönung – immer in Startnähe, was uns eine entsprechende «Anreise» zu den Startortenerspart…

In diesem Jahr wird keine Massenunterkunft mehr angeboten. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer müssen sich ihre Unterkünfte selber organisieren. Das Dörfchen Grafenhausen/Rothaus und auch der Feldberg können unmöglich alle 400 Teilnehmer beherbergen. Schade, wir befürchten, dass sich das Teilnehmerfeld so verzettelt und ob dies der Stimmung, respektive der Anwesenheit bei den Rangverkündigungen gut tun wird?!

Wir treffen am späteren Nachmittag in ROTHAUS (grösste Bierbrauerei im Schwarzwald) und dürfen im neu renovierten Gästehaus ausserhalb vom Werkareal unsere Zimmer beziehen – wunderschön, mit ganz viel Charme und daher wunderbar gemütlich!

Unsere Unterkunft im Gästehaus der Brauerei ROTHAUS

Die Wolken hängen am Nachmittag noch sehr tief, aber es regnet wenigstens nicht. Der Prolog will nun angefahren werden, die GPX-Daten auf der Homepage stimmen mit der ausgeschilderten Strecke so gar nicht überein. Scheiss drauf, wir fahren den Richtungspfeilen hinterher und fahren sehr gut damit. Der Prolog ist rund 18.5 km lang und führt über alle Belagsarten die man sich so vorstellen kann. Neben Asphalt und Kies gibt es auch Wiesen, Sumpf, Waldboden, Holzbretter, Rasen, Schotter, Sand und sogar Verbundsteine. Ein Wald-Trail gespickt mit fiesen Querwurzeln ist auch mit dabei, schon heute anspruchsvoll zu fahren und Morgen ist Dauerregen angesagt. Das wird eine Herausforderung!

Der erste Renntag, der Donnerstag bricht mit Dauerregen an, der Start für den Prolog ist erst am späteren Nachmittag angesetzt. Das ist eine gute Idee, so können auch die Teilnehmer von weiter her erst im Laufe des Tages ohne Zeitstress anreisen und die Kosten für eine Übernachtung sparen.

Um die Mittagszeit klopft es an der Zimmertür, zwei nette Reinigungsfrauen wollen sich meinem Zimmer annehmen. «Nicht nötig», sage ich zu den Beiden. «Aber morgen werden Sie wegen dem Wetter nach unserer Abreise ganz viel zu tun haben». Die eine Frau fragt «Darf ich Sie was fragen?». Ja, sicher, meine Antwort. «Müssen Sie für sowas noch bezahlen…?!». «Ja, sicherlich» erwidere ich. Die Zwei schauen mich ganz ungläubig an und verstehen unsere «Bikewelt» ganz bestimmt nicht.

Aber jetzt im Detail…Die erste Etappe ist ein Einzelzeitfahren Rothaus 15.5 km – 310 hm. Wegen dem Dauerregen wird die Bergauflaufpassage im Wald gestrichen, ein ganz und gar vernünftiger Entscheid. Bei einem 20-Sekunden-Startziklus hätte es da unweigerlich unschöne Szenen gegeben. Ich fahre «Safty First». Ich hinke weit hinter meinem selber gesteckten Kilometersoll hinterher und darf ich mein (sehr bescheidenes) Pulver nicht schon verschiessen. Es heisst einteilen, ich will ja die 4 Tage geniessen. Für mich ist das Rennen eher eine organsierte 4-Tages-Biketour «all inklusive», aber ich bin total happy und geniesse den Regen-Schlamm-Dreck-Prolog.

Daniel probiert die Freilaufrolle aus…
Kurz vor dem Start….

Meine 46`er Zeit reicht für das hintere Mittelfeld und bin zufrieden. Daniel wird Zweiter seiner Kategorie, knapp hinter einem bis jetzt unbekannten CH-Biker. Gratulation meinerseits, sein Virus scheint besiegt….

Die abendliche Rangverkündigung ist eher ein «Trauerspiel», keine Anwesenden, ausser die Gewinner und deren Angehörige die auf einem Podestplatz stehen. Bis eine vollständiges Podest zu sehen ist, also Rang 1 bis 3, müssen die «alten Säcke» geehrt werden, vorher fehlt immer mindestens eine Person auf dem Siegerfoto. Schade! Aber dies wird sich erst am Schluss der Veranstaltung auf dem Feldberg bei der letzten Etappe ändern.

Die Master 3 – Herren

Zweite Etappe Rundkurs «Rothaus»: 65.4 km – 1450 hm
Kurzer, heftiger und abwechslungsreicher Rundkurs gespickt mit vielen Wald und Trailabschnitten. Natürlich sind die unvermeidlichen Strassen- und Schotterwegen im Schwarzwald nicht zu umgehen, aber alles in allem eine schöne Etappe im zeitweisen Graupelschauer, nicht allzu heftig zwar, der Dreck, die Nässe und der Schlamm spritzen mehrheitlich von unten.

Für Daniel ist vor der ersten Verpflegung der Ofen aus, nichts geht mehr, der Tank ist leer. Traurige Bilanz DNF = Don’t Finish → Frust pur. Zum Glück ist Pia vor Ort. Der Kampf mit Claudius Thommen um den Sieg in der Kategorie MEN MA3 wäre super spannend geworden – extrem schade für alle Beteiligten!

Ab jetzt ist Tee angesagt…:-(((

Dritte Etappe Rundkurs «Feldberg»: 76.6 km – 2430 hm
Die Königsetappe steht an. Und ich mache mich ohne Daniel auf den Weg. Es ist wahrlich eine königliche Strecke, sehr abwechslungsreich, extrem hoher Anteil an Trails (bergab und bergauf). Die Trailabfahrten sind nicht ohne, technisch auch für uns Schweizer anspruchsvoll, schnell, nass und glitschig – so sollte es immer sein.

Hans-Urs in Action

Vierte und letzte Etappe Rundkurs «Feldberg»: 54.6 km – 1660 hm
Mit müden Beinen geht zur letzten Etappe, die Wolken hängen sehr tief. Der Start erfolgt bei kühlen 10 Grad im dichten Nebel. Ob hier die Sonne eigentlich auch einmal scheint?

Das Warten auf den Startschuss im Nebel bei einer perfekten Herbststimmung…
Die Skirampe war definitiv (viel) zu steil für mich…
Bei den Wetter- und Bodenverhältnissen ist ein Hochdruckreiniger unabdingbar…

 

Wiederum abwechslungsreicher Rundkurs, nicht mehr ganz so toll wie gestern, aber das ist jammern auf hohen Niveau. Brutal schnelle Schotterabfahrt, irgendwie muss man ja vom Berg runter, zweimal über die verdammte, steile Rampe beim Skilift hochfahren und schon ist der ROTHAUS BIKE GIRO geschafft – es hat so viel Spass gemacht, trotz dem lausigen Wetter.

Randmässig bin ich im ganz hinteren Feld meiner Kategorie, der Ehrgeiz ist aber geweckt: Nächstes Jahr wird (hoffentlich) alles anders…

Alles in allem war es ein supertoller Anlass, obwohl die Stimmung bei den Rangverkündigungen aufgrund des neuen Konzepts der Unterkünfte stark gelitten hat.

Aber sonst beide Daumen hoch, die «sixty-sixers» kommen wieder. Daniel hat mit dem ROTHAUS BIKE GIRO noch eine Rechnung offen, diese wird im 2018 beglichen – Ich freue mich jetzt schon darauf!

Hans-Urs

PS. Die 4-Tages-Biketour hat mich bezüglich der Form weit nach vorne katapultiert. Die Dienstag-Abend-Fahrt mit dem Racer um den Sarnersee (mit Daniel im Windschatten, weil immer noch nicht «zwäg») habe ich in Rekordzeit absolviert – ein 33.5 km/h Durchschnitt ist doch ganz ordentlich!

 

 

ROTHAUS BIKE GIRO Hochschwarzwald vom 10. bis 13. August 2017

Kantonal Bernisches Einzelzeitfahren Bleienbach 01.08.2017

19.2km 140Hm

Eines meiner Lieblings-Zeitfahren steht bereits wieder auf dem Programm. Dieses Jahr aber nicht direkt aus den Engadin Sommerferien sondern von den Bike Transalp Trails rauf auf die Aeroposition.

Hans-Urs holt sich den letzten Schliff auf dem Bike für den Rothaus Bike Giro der Mitte August durch den Schwarzwald führt – also vertrete ich die 66er.

So ganz erholt fühle ich mich noch nicht, aber hinsichtlich der Zeitfahr WM am 24.08.17 in Albi ist es schon wichtig noch jeden Rennkilometer auf der Aerohobel zu nutzen. Zudem kann unter Rennbedingungen, und erst noch am Nationalfeiertag, das neue Zeitfahrdress mit Schweizerkreuz getestet werden 🙂

Start um 10.23 Uhr als letzter der alten Säcke Hobby 3 auf die Strecke. Erstaunlich was die täglichen Dehneinheiten bewirkt haben- hat sich tags zuvor schon beim Einfahren gezeigt- ich fühle mich so wohl wie noch nie in der tiefen Aeroposition, bringe die Kraft gefühlt viel besser auf die Pedalen. Bis Kilometer 15 kann ich den Schwellenwert wirklich sehr gut halten, dann geht der Saft doch langsam aber sicher aus- nicht weiter verwunderlich, aber trotzdem kein schönes Gefühl wenn du siehst wie die Leistungsanzeige Jo-Jo spielt und du mit allem was noch geht versuchst die anvisierte Zahl auf dem Display zu halten…

ORV2017

Die 2.6km leicht ansteigende kurvige Zielanfahrt schmerzt dann auch gröber, aber“ äs gid ä kä Birrä“- durchdrücken und die letzten 500m auf Tutti ins Ziel

Zeit 25.57 Ø 43.5km/h Hobby 3 Rang 1 / Overall Hobby Rang 1

Nächstes Highlight ist nun der Rothaus Bike Giro (ehemals VAUDE Transschwarzwald) welchen wir 66er als Einzelkämpfer und wieder mit Unterstützung unserer Frauen in Angriff nehmen werden.

Dani

Kantonal Bernisches Einzelzeitfahren Bleienbach 01.08.2017

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Lüterkofen-Ichertswil 22.06.2017

19.3km / 235Hm

Bei heissen 34°C und auf einer wirklich abwechslungsreichen aber herausfordernden Rennstrecke mit langem Anstieg, schnellen technischen Kurven und Rollerpassagen wurden heute die Schweizermeister Titel vergeben. Leider hat Swiss Cycling auch eine FUN Kategorie angeboten, mit dem Resultat, dass viele Master Fahrer nun da teilnahmen und wir in der M2 Kategorie nur 9 anstelle der nötigen 10 Fahrer stellen konnten und somit kein Schweizermeister Trikot vergeben wird- sehr schade!

Letztes Jahr noch sehr nervös, war ich diesmal ziemlich relaxed. Die Vorbereitungsrennen gaben mir ein positives Gefühl und nach der Streckenbesichtigung über Pfingsten wusste ich, dass mir die Strecke liegt. Aufgrund der Wettervorhersage als heissester Tag der Woche habe ich am Vorabend noch auf Google Earth ein Schattenplatz im Wald gesucht und gefunden. Das war zugleich Treffpunkt um 12.00 Uhr mit Michi und MC Taxi Dani. Gemeinsam ging‘s nochmals locker auf Streckenbesichtigung- bis zum Aetigkofen Anstieg Gegenwind, dann leichter Rückenwind- mit 53/11 bin ich in den Abfahrten nicht optimal bestückt. Zurück in den Schatten, umziehen und das Kühltuch um den Hals um nicht zu überhitzen.

Gegen 14.15 Uhr auf die Rolle und so viel wie nötig einfahren… Start um 15.41 als letzter der Master 2, aber 15‘ vorher noch zum obligaten Bike-Check in der Mass-Lehre. Dieses Jahr gibt’s keine Beanstandungen, alles nach UCI Norm, andere jedoch sind hektisch am Verstellen von Sattel oder Extensions.

 

Rauf auf die Startrampe- höre Zuschauer sagen; das isch dä Favorit vo dä Maschter zwei- tönt huerä guet

Im Minuten-Intervall lassen Sie uns auf die Strecke- meine Pacing Strategie steht- in der Fläche an der Schwelle kratzen, die 2.1km Steigung klar darüber- simpel nicht? Count-Down und weg ins erste Saison Highlight 2017.

Mit 100er Kadenz jage ich dem Begleitmoto hinterher, die Position passt gut aber kaum richtig im Schwellenbereich angekommen schmerzen die Beine so richtig ekelhaft, tun weh- kommt das gut? In Gedanken sehe ich schon den starken nach mir gestarteten Swiss-American Racer mich ein- und überholen- niemals ! no pain no gain!

Halte einfach die Schwellenleistung- scheiss Watt Zahlen.. 6.5km leiden bis zum Anstieg Aetigkofen- ev. hilft ja der Rhythmus Wechsel alles etwas erträglicher zu machen? scharf rechts weg in den anfangs bis 13% Anstieg- Aeroposition gebe ich auf- Pacing Strategie? kann ich nur phasenweise einhalten- Puls auf Anschlag, Beine geben nicht mehr her-Schmerzen bleiben-oben wird’s flacher, drücken was geht und mit Schwung über die Kuppe in die erste Abfahrt-kurz Beine hängen lassen, ein Schluck Wasser- nun folgt stetig coupiertes Gelände bis zur schnellen Waldabfahrt- die enge Kurve sauber erwischt- aber mit 53/11 ist es unmöglich hinunter nach Gossliwil weiterzutreten- Zwangspause- rechts weg auf die letzten 7km Rollerstrecke- die Hitze ist brutal- Schweiss all over- alles vollgesabbert- drücken was noch geht- die Flamme Rouge-

auf Anschlag in die extrem enge Zielkurve, über die Ziellinie- tot, abgebrannt aber der Swiss-Ami hat mich nicht geholt..

Zeit 27.51.12 und klarer Sieger der Master 2 / Overall Rang 5 und ganze 16‘ hinter dem Podest

Subjektiv durch die ungewohnt schmerzenden Beine ein total verkrampftes Rennen – Fakt aber ist, dass ich bis dato noch nie so hohe Werte gedrückt habe- trotzdem ärgert es mich, dass am Anstieg nicht mehr ging.

Der Fahrplan zur Master-WM in Albi FRA stimmt- technisch aber unbedingt noch die Übersetzung anpassen.

Die nächsten zwei Wochenende stehen noch ein Paarzeitfahren mit Michi und ein Einzelzeitfahren auf dem Kalender, dann wechsle ich auf‘s Bike um ab dem 16.07.17 mit Hansjürg Gerber als Grand Master Team die Bike Transalp durch die Dolomiten unter die Räder zu nehmen- Happy Trails

Dani

 

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Lüterkofen-Ichertswil 22.06.2017