King of the Lake am Attersee 30.09.2017

47.5km / 300Hm

Seit Albi ist schon wieder viel Zeit ins Land gegangen- extrem wie die Zeit rast. Die Sommerferien waren voll auf Erholung ausgerichtet- lockere Bike Touren und Wandern mit Pia liessen meine Batterien sich wieder voll aufladen. Danach konnten die letzten drei Wochen vor dem Highlight am Attersee nochmals zielgerichtet genutzt werden um an der Spät Form zu feilen. Mit meiner erstmaligen Teilnahme am Paar-und Einzelzeitfahren in Fulenbach vor einer Woche verlief der letzte Test absolut perfekt- klare Bestzeit mit Michi als Team und zwei Stunden später auch im EZF der Kategorie.

Entsprechend zuversichtlich, gesund und motiviert gings also am Freitag in den ganz frühen Morgenstunden nach Seewalchen ins Hotel Attersee im Salzkammergut. Mit dabei auch Pia und Hans-Urs, der sein Speedbike für diesen top Anlass aus dem Winterschlaf geholt hat..

Nach ruhiger Nachtfahrt geht’s wie gewohnt direkt ans Frühstück Buffet, Queck- in, ein kurzer Power Nap und nach dem Mittag bei herrlichem Herbstwetter auf die See Umrundung. Mit dabei auch MC Taxi Dani, der auch im gleichen Hotel einquartiert ist. Pia als unsere 66er Hof-Fotografin auf dem E-Bike macht wieder super Shots-DankeReko

Reko-Pia

Renntag Samstag 30.09.17

Mit der Startnummer 638 werde ich um 14.55.15 Uhr auf die Strecke gehen. Viel Zeit um gemütlich zu Frühstücken und noch eine halbe Stunde auf die Strecke zu gehen um die Beine schon mal anzuheizen. Auffällig ist der starke böige Wind aus allen Richtungen, die erwartete Kaltfront meldet sich an- wird wohl eine harte See-Umrundung werden.

Gemäss Startliste sind starke Fahrer gemeldet-egal- heuer will ich den König stürzen, die Form passt und der Wind wird das Rennen noch härter machen.

Im 15“ Takt werden wir auf die Strecke geschickt, unglaublich viele Zuschauer im Start-Ziel Bereich- nochmals tief durchatmen und ab geht die Post- habe nun eine gute Stunde Zeit meinen Körper bis in die tiefsten Tiefen zu spüren… die Beine drehen, die Position passt und der Druck ist daRuhig atmen- dann bist du im Flow, wie in Trance- knallst dem See entlang durch Weyregg , Steinbach und Weissenbach- der Wind kommt von allen Seiten, erwartet habe ich Rückenwind.. bis jetzt bin ich nicht überholt worden, das soll auch nach der Umfahrung Unterach auf der anderen Seeseite, richtig wellig und mit dem erwarteten Gegenwind, nicht anders sein. Bemerke das eine oder andere Opfer der eigenen Pacing Strategie am Strassenrand stehend- die Körner schon im ersten Streckenteil verschossen- ja, gute Frage; wo ist dein Limit ?? Für mich gilt „Pain is only temporary“ ich habe ein Ziel, der alte König muss vom Thron runter-es läuft noch immer gut, Windböen verlangen Konzentration, drücke jede Welle auf dem neumontierten 54er Blatt hoch- mit Vollgas hin zur kurzen 13% Rampe, runter aufs 39er Blatt und all out voll in der Säure rüber wuchten, oben sofort zurück in die Aeroposition auf die letzten schnellen 4km, kurvig und kurz vor dem Ziel nochmals schmerzend ansteigend. Vorbei am Hotel Attersee, die allerletzten Reserven freimachen, mit Highspeed runter zur Brücke, sauber um die enge Kurve und ins Ziel in 1.04.26 Std / Ø 44km/h

Nach Luft schnappen, das versabberte Visier weg- ist der ganze Spuk nun echt schon vorbei? Unglaublich

Pia kommt in den Zielbereich (Sie war auf der Strecke und schoss Fotos) super „ du bisch aktuell zweitä hinder ämänä dütschä“- Dammi shit wieder nicht gereicht, aber mehr ging beim besten Willen nicht- der Thron muss leider warten 😦

Nach der Einfahrt von Hans-Urs und Dani zurück ins Hotel, duschen und ab zum Apéro, haben wir uns alle redlich verdient. Noch schnell ein Blick auf die Homepage unsere Platzierungen und den Zeitplan für die Siegerehrungen checken- und da mache ich aber ganz grosse Augen- EZF U60 auf Platz 1 der 66er / Overall Rang 17.. wir haben im Ziel die Overall Platzierung auf der Resultattafel gesehen, nicht die Kategorie – Hammer- der König ist tot, es lebe der König- huerä geil, ich darf endlich auf den Thron steigen 🙂

der König ist tot- es lebe der König

Nun aber ist mein Pulver verschossen, fühle mich leer und so endet mit diesem top Highlight auch meine extrem spannende und wiederum sehr lehrreiche Saison 2017 – danke für alles.

Ich freue mich schon wieder auf 2018, wo bereits wieder das eine oder andere Highlight auf dem Programm steht.

Dani

Rückblick des Veranstalters:

Zum bereits 7. Mal lud der Radsportverein Atterbiker.at am 30. September zum europaweit einzigartigen Einzel- und Mannschaftszeitfahren rund um den Attersee ein. Auch 2017 kämpften wieder 1.200 Rennradfahrer, darunter Profis wie Georg Preidler und Race-Across-America-Gewinner Christoph Strasser, aber vor allem auch die österreichische Bundesliga, unter perfekten Rennbedingungen um die „Krone“ am Attersee. Dank der für den Verkehr komplett gesperrten Straße konnten sich selbst Amateure einmal wie richtige Profis fühlen.

Nachtrag: die Atterbiker reden nicht nur, Sie setzen um ! Insgesamt wurden durch die NADA sieben Fahrer/innen zur Dopingkontrolle gebeten ! Ein Beispiel für viele andere Veranstalter- Danke für Eure Bemühungen für ehrlichen und sauberen Sport

 

Hans-Urs:

Es ist genauso. Mein T-T-Racer habe ich tatsächlich aus dem „Winterschlaf“ oder besser aus dem „Jahresschlaf“ geholt. Seit dem letzten „King of the Lake 2016“ zierte das Velo nur mein Velokeller, aber ich habe immer noch Freude an diesem schönen Teil. Leider ist der BMC-Hobel für eine gemütliche Runde weniger geeignet und daher muss er unter dem Jahr eben immer ein bisschen hinten anstehen.

Sei‘s drum, in aller Herrgottsfrühe geht’s am Freitagmorgen in Richtung Austria los. Wir wollen alle möglichen Stau’s umfahren und so kommen wir problemlos in Seewalchen am Attersee an und sitzen schon kurz nach acht Uhr bei einem herzhaften Frühstück und stärken uns für den Tag.

Nach einer kurzen Erholungspause geht es los mit der Rekofahrt. Schon hier merke ich, dass meine Yogastunden bei Tanja sehr gut investiert sind, meine Unterarme schlafen nicht ein oder zeigen Krampferscheinungen – im letzten Jahr war dies noch ganz anders. Auch spüre ich schnell, in welchen Wattbereich ich mich bewegen muss, damit ich mein „kraftlos-leere- Beine-Fiasko“ vom letzten Jahr umgehen kann. Die Wattwerte sind beschämend tief, aber was soll’s. Das Wichtigste ist doch trotzdem Freude haben und die 48 km Runde um den Attersee-See geniessen.

Am Samstag dann das eigentliche Rennen. Ich fahre die mir vorgenommenen Watt, aber natürlich schmerzen die Beine gegen Ende des Rennens trotzdem ganz heftig. Das darf und soll es aber auch sein. Es gelingt mir sogar ein paar Fahrer zu überholen – ein gutes Gefühl! Der Gegenwind auf dem Rückweg macht mir dann doch gehörig zu schaffen. Aber die Aeroposition muss ich nur 2 – 3 Mal bei den Anstiegen verlassen und im Wiegetritt die kurzen Anstiege „heraufwuchten“, ansonsten gelingt es mir immer schön „unten“ zu bleiben, das freut mich wirklich ausserordentlich. Im letzten Jahr musste ich doch noch wegen Krampfgefühlen rund ein Drittel der Strecke die Aeroposition verlassen!

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Mit einer Zeit von 1:18 Std. bin ich als 370 von 543 gestarteten Fahrer im hinteren Drittel platziert, aber in Anbetracht meiner äusserst minimalen Vorbereitung nicht so schlecht. Mehr „Punch“ geben die Beine momentan einfach nicht her, daher kann ich mit der Schlussrangierung sehr gut leben…

Die sixty-sixers haben den King in ihrer Reihe! Und so fühle ich mich jetzt halt als kleiner Kronprinz.

Die beeindruckende Leistung von Daniel wunderbar geplant, zielstrebig trainiert und genial umgesetzt – darum jetzt einfach…

—> Es lebe der „King of the Lake‘17“ aus Ennetbürgen!!!!!!!

Ich bin unheimlich stolz auf dich, wie du das geschafft hast!

Es war eine wirklich super-hammerhaften Veranstaltung und deren Inszenierung – also diese Krönungszeremonie ist einmalig – Wir kommen sicher wieder im 2018!

 

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King of the Lake am Attersee 30.09.2017

Master UCI Time Trial World Championship Albi 24.08.2017

PosterMein ganz grosses Saison Highlight, worauf ich gut und hart trainiert habe steht an und ich muss froh sein überhaupt an den Start gehen zu können- was ist passiert. Am Montag vor dem Rothaus Bike Giro treten auf der abendlichen Trainingsrunde plötzlich Bauchschmerzen auf, welche auch den ganzen Dienstag anhalten und mich nach Feierabend sogleich total schlapp ins Bett zwingen. Am Mittwochnachmittag trotz allem die Fahrt nach Rothausen-den weiterem Verlauf hat Hans-Urs in seinem Bericht bestens beschrieben.

Der Rothaus Bike Giro ist Geschichte, nun bleiben knappe 1 ½ Wochen bis zur Master TT WM in Albi und ein Arztbesuch ist unausweichlich- ich kann kaum Essen und wenn, will nichts mehr raus. So sind ganze 2.5kg Körpergewicht runter, somit auch Rennsubstanz, ich fühle mich Sch*****. Medis sollen helfen- auf die Frage ob diese auf der Dopingliste sind kann mir der Arzt nichts sagen- also Heim und unter Antidoping Schweiz eine Medi-Abfrage starten- leider ist das Medikament nicht erfasst- mit einer Email kann aber nachgefragt werden. Währenddessen werde ich aber auf der NADA Austria fündig; das Medikament ist keine Dopingsubstanz! Am nächsten Morgen kommt auch die Antwort vom Chef-Doping Schweiz Hr.Kamber selber und bestätigt die Unbedenklichkeit- Danke, das wäre nun geklärt. Zusätzliche Basenbäder sollen den total übersäuerten Körper reinigen- ich lasse bis zur Freitagnachtfahrt nichts unversucht, inkl. leichten Trainingsfahrten, um wieder auf Vordermann zu kommen. Die lange Nachtfahrt nach Albi Frankreich geht mehr schlecht als recht, aber nach knappen 11Std. mit Pausen erreichen wir den Camping Albirondack, wo wir für eine Woche in einem Holz Bungalow einquartiert sind. Da treffen nun nach und nach auch unsere Schweizer Kollegen und WM-Teilnehmer des Zeitfahrens und Strassenrennen ein.

Sonntagmorgen geht’s mit Pia auf City und E-Bike auf eine lockere Reko-Runde der TT Strecke- dank Download auf Garmin kein Problem- erster Eindruck; ganz mieser Asphalt, wellig, konditionell und speziell fahrtechnisch sehr anforderungsreich. Zurück im Bungalow geht Pia nach Albi shoppen, ich aber packe die Zeitfahrmaschine und gehe nochmals auf die Strecke und versuche so viel wie möglich zu verinnerlichen. Am Abend sitzen wir mit Felix, Ella und Manfred zum Nachtessen zusammen (wie danach fast jeden Abend) eine tolle Kollegenrunde.

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Ella, Felix, Manfred und Jungs (Pia wie meistens am Fotoapparat 🙂

Mein Appetit ist zurück und lässt mit etwas zuversichtlicher werden bis Donnerstag annähernd fit zu sein. Anscheinend haben auch die Moskitos Appetit und attackieren mich bei jeder Gelegenheit.

Montagmorgen noch vor dem Frühstück geht’s wieder auf die TT Reko Runde- ganz sachte fahre ich alle Belastungsbereiche an, aber die Beine und Gesäss wollen überhaupt nicht, sind wie verklebt, blockiert- frustrierend, wenn ich bedenke wie gut ich bis vor dem Bike Giro drauf war- Zwischenstopp bei einer Boulangerie und leckeres frisches Brot fürs Frühstück zu holen. Am Nachmittag machen wir eine gemütliche Ausfahrt ins Vallée du Tarn,

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Le Tour a Vélo – Vallée du Tarn

landschaftlich wunderbar- nur die Hitze von über 30°C macht etwas zu schaffen und es soll bis Donnerstag noch viel heisser werden..

Dienstag und Mittwochmorgenfrüh, auch um der Hitze zu entfliehen, fahre ich erneut die TT Strecke ab- mittlerweile kenne ich fast jedes Schlagloch, Kreisel Ein-Ausfahrten und die extrem heikle, stark abfallende 90° rechts Kurve, welche die Schlüsselstelle ist- hier kannst du alles verlieren. Pia’s Trigger Massagen haben Blockaden lösen können, kann erstmals wieder, wenn auch nur kurz, die hohen Wattbereiche drücken- die Zuversicht ist schon merklich grösser. Am Mittwochnachmittag fahren wir zur Expo an der Albi Circuit Rennstrecke um die Startnummer abzuholen und mein Bike von der UCI kontrollieren zu lassen­- mein Bike passt in die Lehre,

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auf den Millimeter genau..

aber Felix muss seinen Sattel oder Extension ganze 3cm zurück schieben- was haben die Funktionäre an der SM in Lüterkofen wohl gemessen?? Nun ist es fix, morgen Donnerstagnachmittag um 14.02.30 Uhr, mit der Nummer 476 und bei erwarteten 36°C geht’s in der Kategorie 50-54 ins Master Time Trail WM Abenteuer.

Donnerstagmorgen früh Tagwache, es ist viel zu heiss im Bett, Pia ist schon länger wach. Felix und Manfred sind schon in Aufbruchsstimmung- sie starten bereits am Vormittag. Plötzlich muss es Felix wohl gröber eingefahren sein­- er trällert lauthals den Schweizer Fahnenmarsch, eine üble sich stetig monoton wiederholende Melodie, die jeder Schweizer Wehrpflichtige kennt – verwundert blicke ich zu Ihrem Bungalow und da haut‘s mich fast aus den Socken- da stehen doch tatsächlich unsere Söhne Ramon und Fabio ganz in Rot gekleidet, mit Schweizer-und Nidwaldner Fahne bestück- ich bin sprachlos, kann es nicht glauben aber es ist so- die zwei sind in der Nacht den weiten Weg hierher gefahren um mich an der WM zu unterstützen- ich bin zutiefst berührt-was für eine totale Überraschung und Motivation.

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Ramon und Fabio-was für eine emotionale Überraschung

Gemeinsam frühstücken, dann starte ich wie gewohnt meine Rennvorbereitungen. Die Collès auf 7.5bar pumpen, mehr bringt bei dieser holprigen Strecke nichts. Ich werde gegen 12.00 Uhr mit dem Auto zum Start fahren und mich in der reservierten Schweizer Box einrichten-

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The Swissbox

Pia und Jungs folgen mit den Bikes. Um mich auf der Rolle einzufahren ist es mir eindeutig zu heiss- gehe stattdessen nur kurz auf Nebenstrassen meinen Organismus hochfahren- zurück zur Box, Gel rein und trinken- 20 Min. vor dem Start in die Kontrollzone um nochmals das Bike kontrollieren zu lassen- und ja, auch auf Tech-Doping wird kontrolliert- Trettlagerbereich und die Räder werden mit einem Tablet abgefahren und gescannt (anscheinend haben Sie letztes Jahr in St.Johann i.Tirol einen bereits überführten Chemisch-Doper nun auch noch mit Elekro-Doping erwischt) – was für kranke Typen!

Helm auf und rauf auf die Startrampe, nochmals tief durchatmen- äs chund wiäs chund-

Countdown

Countdown und ab auf die ersten Meter auf der Rennstrecke, dann raus auf die Strecke zur ersten Verzweigung mit ganz miesem Asphalt- rechts weg- Trittfrequenz im Soll, Puls ok, Beine wirklich gut aber die Leistung geht nur bis 90% meiner Schwellenleistung, es geht einfach nicht mehr- so what- weiter drücken und halten was nur irgendwie geht- dann ein total unerwarteter Motivationsschub- mitten auf der Strasse eine rote Bodenmarkierung“ Go Dani 66 und Schweizerkreuz“ unsere Jungs haben noch in der Nacht die Strecke abgefahren und die Markierungen angebracht- einfach Hammer Jungs!

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Motivationsschub im richtigen Moment

Bei km 8.8 links weg in den mit 5% moderaten 1km Anstieg- auch hier ist mir nicht möglich die volle Leistung abzurufen, aber unsere Jungs stehen da und feuern mich lautstark an- oben links weg auf 2km stetig leichtes auf und ab- links weg in die rasend schnelle Abfahrt voll in der Aeroposition, aufrichten, anbremsen und scharf links weg hin zur Schlüsselstelle bei km15- drei gelbe Pfeile zeigen den scharfen Richtungswechsel an- mit knapp 50km/h drauf los, anbremsen und von ganz aussen anfahren, dann gnadenlos reinstechen- nur knapp treibt`s mich nicht in die Wiese- Kopf runter und all out weiter- und wieder eine rote Motivationsmarkierung am Boden “Go Dani“ – ja ich gebe alles-

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last push

bei km 18 rechts weg im Gegenverkehr zurück zum Circuit- noch ein 180° Kreisel sauber anfahren und mit Schwung rum- noch 3km, scharf rechts rein zurück auf die Rennstrecke und die letzten finalen 2km auf dem glühenden Asphalt mit allem was noch geht und völlig leer ins Ziel in 31.54

Leicht ausfahren, duschen und abwarten zu was die heutige Leistung reicht. Technisch bin ich die Schlüsselpassagen sauber aber nicht mit allerletztem Risiko gefahren- Leistungsmässig fehlten im Ø 30 Watt zur Normalleistung- eine Welt, aber es wäre wirklich ein Wunder gewesen, nach alle den gesundheitlichen Problemen 100% abrufen zu können- da hätte es wohl die ärztliche Behandlung eines Profis benötigt. Felix und Pia warten bei der Rennleitung auf die Rangliste- dann ist es amtlich- es hat zum undankbaren 4.Rang gereicht, mit nicht sehr grossen Abständen bis vorne zum neuen Weltmeister.Rangliste

happy or not? Ja und nein- trotz allem so verdammt nahe dran zu sein, das tut im Moment schon huerä weh, aber immer noch besser als ein DNS oder DNF auf der Resultatliste.

Und bevor ich es vergesse, auch Dopingkontrollen wurden angekündigt-jeder Athlet müsse sich in Eigenverantwortung vor dem Doping Büro auf einer Liste vergewissern ob er zur Kontrolle muss oder nicht- einmal mehr eine Farce, zwei Pensionäre im Orga T-Shirt hielten eine Startliste in der Hand, ich schrieb meine Nummer 476 auf einen Fresszettel und Sie suchten verzweifelt die ganze Liste durch- und da war keine einzige Startnummer markiert…

Ein grosses herzliches Danke an Pia und Jungs für Eure super geniale Unterstützung, dies hat viel mehr ermöglicht als zu erwarten war.

Nun sind zwei Wochen totale Erholung im Oberengadin angesagt- die Batterien mit Pia auf lockeren Bike Ausfahrten aufladen, um nochmals mit 100% Power Ende September den King of the Lake zu rocken.

Und eines ist auch klar, mein Ziel für 2018 ist die UCI Master WM in Varese IT- eine Rechnung ist zu begleichen

Dani

Ps; Freitagmorgen bin ich mit dem Citybike nochmals die TT Strecke abgefahren um die Bodenmarkierungen unserer Jungs zu fotografieren und Emotional abzuschliessen. Bei der Schlüsselstelle sah ich dann ein unglaubliches Pneu-Massaker- dutzende teils meterlange Bremsspuren, welche dann abrupt im Abhang/Botanik endeten- und somit für jene Fahrer auch die WM.

Master UCI Time Trial World Championship Albi 24.08.2017

ROTHAUS BIKE GIRO Hochschwarzwald vom 10. bis 13. August 2017

Daniel, wie sieht’s du denn aus?! Ein kreidebleicher Daniel holt mich am Mittwochnachmittag in Stans ab – ein Magen-Darm-Infekt hat ihn erwischt…

Nun den, gemeinsam mit Pia fahren in den Hochschwarzwald und stürzen uns ins Abenteuer vom ROTHAUS BIKE GIRO. Die Wetterprognosen sind super mies und Daniel ist angeschlagen, ob das ein Spass wird….

Das Rennen wird in diesem Jahr in einem neuen Modus durchgeführt. Statt ein Etappenrennen mit Ortswechsel wie in den Jahren zuvor, werden in diesem Jahr an zwei Standorten jeweils 2 Etappen ausgetragen. Also insgesamt vier Etappen, die erste Etappe als Prolog mit Einzelstart. Bezüglich der Logistik natürlich eine enorme Erleichterung für unsere interne Planung aber sicher auch extern für die Anlassorganisation. Für uns bedeutet das nur 2 Hotels finden und buchen.

Pia – du hast das wie immer ganz wunderbar gemacht – vielen Dank!

Mit Zauberhand hat sie das für uns perfekt gelöst – tolle Unterkünfte mit viel Charme und sehr gutem Essen gefunden und als Krönung – immer in Startnähe, was uns eine entsprechende «Anreise» zu den Startortenerspart…

In diesem Jahr wird keine Massenunterkunft mehr angeboten. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer müssen sich ihre Unterkünfte selber organisieren. Das Dörfchen Grafenhausen/Rothaus und auch der Feldberg können unmöglich alle 400 Teilnehmer beherbergen. Schade, wir befürchten, dass sich das Teilnehmerfeld so verzettelt und ob dies der Stimmung, respektive der Anwesenheit bei den Rangverkündigungen gut tun wird?!

Wir treffen am späteren Nachmittag in ROTHAUS (grösste Bierbrauerei im Schwarzwald) und dürfen im neu renovierten Gästehaus ausserhalb vom Werkareal unsere Zimmer beziehen – wunderschön, mit ganz viel Charme und daher wunderbar gemütlich!

Unsere Unterkunft im Gästehaus der Brauerei ROTHAUS

Die Wolken hängen am Nachmittag noch sehr tief, aber es regnet wenigstens nicht. Der Prolog will nun angefahren werden, die GPX-Daten auf der Homepage stimmen mit der ausgeschilderten Strecke so gar nicht überein. Scheiss drauf, wir fahren den Richtungspfeilen hinterher und fahren sehr gut damit. Der Prolog ist rund 18.5 km lang und führt über alle Belagsarten die man sich so vorstellen kann. Neben Asphalt und Kies gibt es auch Wiesen, Sumpf, Waldboden, Holzbretter, Rasen, Schotter, Sand und sogar Verbundsteine. Ein Wald-Trail gespickt mit fiesen Querwurzeln ist auch mit dabei, schon heute anspruchsvoll zu fahren und Morgen ist Dauerregen angesagt. Das wird eine Herausforderung!

Der erste Renntag, der Donnerstag bricht mit Dauerregen an, der Start für den Prolog ist erst am späteren Nachmittag angesetzt. Das ist eine gute Idee, so können auch die Teilnehmer von weiter her erst im Laufe des Tages ohne Zeitstress anreisen und die Kosten für eine Übernachtung sparen.

Um die Mittagszeit klopft es an der Zimmertür, zwei nette Reinigungsfrauen wollen sich meinem Zimmer annehmen. «Nicht nötig», sage ich zu den Beiden. «Aber morgen werden Sie wegen dem Wetter nach unserer Abreise ganz viel zu tun haben». Die eine Frau fragt «Darf ich Sie was fragen?». Ja, sicher, meine Antwort. «Müssen Sie für sowas noch bezahlen…?!». «Ja, sicherlich» erwidere ich. Die Zwei schauen mich ganz ungläubig an und verstehen unsere «Bikewelt» ganz bestimmt nicht.

Aber jetzt im Detail…Die erste Etappe ist ein Einzelzeitfahren Rothaus 15.5 km – 310 hm. Wegen dem Dauerregen wird die Bergauflaufpassage im Wald gestrichen, ein ganz und gar vernünftiger Entscheid. Bei einem 20-Sekunden-Startziklus hätte es da unweigerlich unschöne Szenen gegeben. Ich fahre «Safty First». Ich hinke weit hinter meinem selber gesteckten Kilometersoll hinterher und darf ich mein (sehr bescheidenes) Pulver nicht schon verschiessen. Es heisst einteilen, ich will ja die 4 Tage geniessen. Für mich ist das Rennen eher eine organsierte 4-Tages-Biketour «all inklusive», aber ich bin total happy und geniesse den Regen-Schlamm-Dreck-Prolog.

Daniel probiert die Freilaufrolle aus…
Kurz vor dem Start….

Meine 46`er Zeit reicht für das hintere Mittelfeld und bin zufrieden. Daniel wird Zweiter seiner Kategorie, knapp hinter einem bis jetzt unbekannten CH-Biker. Gratulation meinerseits, sein Virus scheint besiegt….

Die abendliche Rangverkündigung ist eher ein «Trauerspiel», keine Anwesenden, ausser die Gewinner und deren Angehörige die auf einem Podestplatz stehen. Bis eine vollständiges Podest zu sehen ist, also Rang 1 bis 3, müssen die «alten Säcke» geehrt werden, vorher fehlt immer mindestens eine Person auf dem Siegerfoto. Schade! Aber dies wird sich erst am Schluss der Veranstaltung auf dem Feldberg bei der letzten Etappe ändern.

Die Master 3 – Herren

Zweite Etappe Rundkurs «Rothaus»: 65.4 km – 1450 hm
Kurzer, heftiger und abwechslungsreicher Rundkurs gespickt mit vielen Wald und Trailabschnitten. Natürlich sind die unvermeidlichen Strassen- und Schotterwegen im Schwarzwald nicht zu umgehen, aber alles in allem eine schöne Etappe im zeitweisen Graupelschauer, nicht allzu heftig zwar, der Dreck, die Nässe und der Schlamm spritzen mehrheitlich von unten.

Für Daniel ist vor der ersten Verpflegung der Ofen aus, nichts geht mehr, der Tank ist leer. Traurige Bilanz DNF = Don’t Finish → Frust pur. Zum Glück ist Pia vor Ort. Der Kampf mit Claudius Thommen um den Sieg in der Kategorie MEN MA3 wäre super spannend geworden – extrem schade für alle Beteiligten!

Ab jetzt ist Tee angesagt…:-(((

Dritte Etappe Rundkurs «Feldberg»: 76.6 km – 2430 hm
Die Königsetappe steht an. Und ich mache mich ohne Daniel auf den Weg. Es ist wahrlich eine königliche Strecke, sehr abwechslungsreich, extrem hoher Anteil an Trails (bergab und bergauf). Die Trailabfahrten sind nicht ohne, technisch auch für uns Schweizer anspruchsvoll, schnell, nass und glitschig – so sollte es immer sein.

Hans-Urs in Action

Vierte und letzte Etappe Rundkurs «Feldberg»: 54.6 km – 1660 hm
Mit müden Beinen geht zur letzten Etappe, die Wolken hängen sehr tief. Der Start erfolgt bei kühlen 10 Grad im dichten Nebel. Ob hier die Sonne eigentlich auch einmal scheint?

Das Warten auf den Startschuss im Nebel bei einer perfekten Herbststimmung…
Die Skirampe war definitiv (viel) zu steil für mich…
Bei den Wetter- und Bodenverhältnissen ist ein Hochdruckreiniger unabdingbar…

 

Wiederum abwechslungsreicher Rundkurs, nicht mehr ganz so toll wie gestern, aber das ist jammern auf hohen Niveau. Brutal schnelle Schotterabfahrt, irgendwie muss man ja vom Berg runter, zweimal über die verdammte, steile Rampe beim Skilift hochfahren und schon ist der ROTHAUS BIKE GIRO geschafft – es hat so viel Spass gemacht, trotz dem lausigen Wetter.

Randmässig bin ich im ganz hinteren Feld meiner Kategorie, der Ehrgeiz ist aber geweckt: Nächstes Jahr wird (hoffentlich) alles anders…

Alles in allem war es ein supertoller Anlass, obwohl die Stimmung bei den Rangverkündigungen aufgrund des neuen Konzepts der Unterkünfte stark gelitten hat.

Aber sonst beide Daumen hoch, die «sixty-sixers» kommen wieder. Daniel hat mit dem ROTHAUS BIKE GIRO noch eine Rechnung offen, diese wird im 2018 beglichen – Ich freue mich jetzt schon darauf!

Hans-Urs

PS. Die 4-Tages-Biketour hat mich bezüglich der Form weit nach vorne katapultiert. Die Dienstag-Abend-Fahrt mit dem Racer um den Sarnersee (mit Daniel im Windschatten, weil immer noch nicht «zwäg») habe ich in Rekordzeit absolviert – ein 33.5 km/h Durchschnitt ist doch ganz ordentlich!

 

 

ROTHAUS BIKE GIRO Hochschwarzwald vom 10. bis 13. August 2017

Kantonal Bernisches Einzelzeitfahren Bleienbach 01.08.2017

19.2km 140Hm

Eines meiner Lieblings-Zeitfahren steht bereits wieder auf dem Programm. Dieses Jahr aber nicht direkt aus den Engadin Sommerferien sondern von den Bike Transalp Trails rauf auf die Aeroposition.

Hans-Urs holt sich den letzten Schliff auf dem Bike für den Rothaus Bike Giro der Mitte August durch den Schwarzwald führt – also vertrete ich die 66er.

So ganz erholt fühle ich mich noch nicht, aber hinsichtlich der Zeitfahr WM am 24.08.17 in Albi ist es schon wichtig noch jeden Rennkilometer auf der Aerohobel zu nutzen. Zudem kann unter Rennbedingungen, und erst noch am Nationalfeiertag, das neue Zeitfahrdress mit Schweizerkreuz getestet werden 🙂

Start um 10.23 Uhr als letzter der alten Säcke Hobby 3 auf die Strecke. Erstaunlich was die täglichen Dehneinheiten bewirkt haben- hat sich tags zuvor schon beim Einfahren gezeigt- ich fühle mich so wohl wie noch nie in der tiefen Aeroposition, bringe die Kraft gefühlt viel besser auf die Pedalen. Bis Kilometer 15 kann ich den Schwellenwert wirklich sehr gut halten, dann geht der Saft doch langsam aber sicher aus- nicht weiter verwunderlich, aber trotzdem kein schönes Gefühl wenn du siehst wie die Leistungsanzeige Jo-Jo spielt und du mit allem was noch geht versuchst die anvisierte Zahl auf dem Display zu halten…

ORV2017

Die 2.6km leicht ansteigende kurvige Zielanfahrt schmerzt dann auch gröber, aber“ äs gid ä kä Birrä“- durchdrücken und die letzten 500m auf Tutti ins Ziel

Zeit 25.57 Ø 43.5km/h Hobby 3 Rang 1 / Overall Hobby Rang 1

Nächstes Highlight ist nun der Rothaus Bike Giro (ehemals VAUDE Transschwarzwald) welchen wir 66er als Einzelkämpfer und wieder mit Unterstützung unserer Frauen in Angriff nehmen werden.

Dani

Kantonal Bernisches Einzelzeitfahren Bleienbach 01.08.2017

Bike Transalp 16-22.07.2017

7 Etappen 545km / 17‘987 HM

Team bikeholiday.ch/bike arena emmetten

Im Herbst 2016 kommt die unerwartete telefonische Anfrage vom sicherlich stärksten Schweizer Grandmaster Marathonfahrer Gerber Hansjürg mit Ihm die Bike Transalp 2017 zu fahren- kurzes Zögern (will ich mir das wirklich antun..) ein schneller Entschluss und die Zusage. Nun werde ich also erleben wie es ist das schwächere Glied im Team zu sein- ist mir definitiv eine Erfahrung wert. Beatrice managt alles Organisatorische, ich muss nur schauen bis dahin fit und gesund sein.

Anreise am Samstag nach Mayrhofen. Beatrice wird uns die ganze Woche an der Strecke betreuen und nach dem Rennen massieren. Die Wetteraussichten sind sehr vielversprechend- tolle Aussichten nach meinem total verregneten Debut 2014 mit fünf Regenetappen..

Etappe 1 Mayrhofen-Brixen 108km / 3119 Hm

Die Königsetappe am ersten Tag. Da Hansjürg als Titelverteiger in der Grandmaster Kategorie antritt, starten wir aus dem ersten Startblock. Die letztjährigen zweiten aus Deutschland und Slowenien (jeweilige Staatsmeister) sind auch wieder da und wollen nun unbedingt den verpassten Gesamtsieg einfahren. Schon die ersten 32km mit 1500Hm am Stück hoch zum Pfitscherjoch fahren wir zusammen.

In den schnellen Kies und Strassenabfahrten sind wir aber schneller, fahren mit einem jungen Team davon und ziehen über das Valser Jöchl bis nach Brixen durch- Tagessieg mit 5‘ Vorsprung und Übernahme des grünen Leader-Trikots- Hammergefühl an der Siegerehrung.

Etappe 2 Brixen-St.Vigil 63km/ 2668Hm

1700Hm auf 18km vom Start weg auf einem Schlittelweg hoch zur Rossalm lassen mich auch im Leadertrikot erschaudern.. die zweiten wollen es nun wissen und attackieren vom Start weg- leider ist bei mir irgendwas nicht im Lot, aus dem Rücken kommt kaum Kraft und so wird das für mich nicht möglich gehaltene Szenario war- ich mache nun tatsächlich selber die Erfahrung vom Teampartner immer wieder angeschoben zu werden…aber so können wir den Rückstand bis oben mit knappen 3 Min. einigermassen in Grenzen halten.

Bis zum Würzjoch auf grösstenteils Asphalt kann ich mich irgendwie erholen und tatsächlich sehen wir die Leader vor uns. Ganze 2km vor dem Ziel in St.Vigil fahren wir zu ihnen auf, verschnaufen kurz und ziehen mit einem langen Sprint durch- Tagessieg – unglaublich

Ziel Sprint

Aber was ist der Grund für meine Schwäche ? Bea’s Massage bringt es ans Licht „ du bist mit Altlasten hier angetreten“ die Adduktoren sind total verklebt und verspannt- wirkt sich negativ auf den unteren Rücken aus- daher hast du auch eine schlechte Kraftentfaltung. Sie findet die brutal schmerzenden Trigger Punkte und löst was machbar ist und ermuntert mich nun täglich zu dehnen..

Etappe 3 St.Vigil-St.Christina 65km / 2460Hm

Heute gibt’s Dolomiten Total- kenne ich teilweise von unseren Rucksack Touren mit Hans-Urs. Start wieder aus dem Leader Startblock im grossen Feld locker nach Pederü, dann geht die Post ab hoch zur Faneshütte-Limojoch-Tadegajoch. Meine Beschwerden sind etwas besser aber weit nicht 100%- leiden und beissen und hin zur obligaten 1.4km Downhill Tragepassage.

Diese ist teils so steil und verblockt, dass ich schon jetzt weiss was diese unmögliche Wandertour mir als Velo-Bewegungsidiot muskulär auslösen wird ! Leider halten sich nicht alle Teams an die Weisung und fahren wo möglich (was dann im Ziel auch dem Profi-Team von Vaude zum Verhängnis werden wird) Unsere GM Leader haben wieder voll attackiert- ich gebe alles was geht- Hansjürg aber kann zeitweise „go blüemälä“…weiter über Corvara hoch zum Grödnerjoch und in die Trails-

kurz vor dem Desaster

da wollen wir wieder aufholen- verpassen eine ansteigende Linkskurve- drücke durch- ein Knall und die Kette liegt am Boden- Kettenriss- Hektik pur- Werkzeug und Ersatzglied raus-drei total verbogene Glieder müssen entfernt werden- werde also nicht mehr alle Gänge benutzen können-unendlich lang dauert das- endlich wieder los- einfach ins Ziel kommen und den Schaden in Grenzen halten- die noch folgenden steilen Anstiege muss ich leider laufend erklimmen- will kein Risiko eingehen. Im Ziel mit über 20‘ Rückstand und das Leadertrikot ist weg.

Im Ziel beim Shimano- Techstand, und nur mit deren absolutem Wiederwillen, die Konkurrenz-SRAM Kette montieren lassen- und das erst noch an einem Versender Bike aus DE- kam mir noch selten so beschissen behandelt vor- passt wohl zum Tag.

Bea’s Massage wieder in die Trigger Punkte hilft und lässt mich hoffen Hansjürg nicht total hängen zu lassen.

Etappe 4 St.Katarina- Kaltern am See 98km / 3000Hm

Auch als GM zweite dürfen wir noch immer im ersten Startblock starten- wenigstens das. Tatsächlich hat die gestrige Wanderetappe ihre Wirkung nicht verfehlt- ich habe brutalen Muskelkater in den Oberschenkeln (wovon auch ganz prominente Profis nicht verschont blieben..) Heute geht’s über unzählige Anstiege auf eine Marathondistanz, weg von den Dolomiten über die herrliche Seiseralm und rund um den Langkofel ins Etschtal

Seiseralm

– zu verlieren haben wir nichts mehr- ich beisse und leide. Die technischen Trails fahren wir sauber und wirklich schnell- ein Genuss. Unten im Tal wird’s sehr heiss und über den Kojotenpass nach Kaltern als zweite GM ins Ziel und ab ins Luxus Hotel mit Spa-Bereich go bädälä. Die Massagen zeigen positive Wirkung und auch meine plötzliche Dehnmotivation ist beeindruckend..

Etappe 5 Kaltern am See- Trento 85km / 2620 Hm

15km neutralisiert im grossen Feld bis zum Anstieg hoch zum Gfrillner Sattel, dann durch herrliche Lärchenwald Trails wie im Oberengadin runter nach Lavis. Die GM Leader haben sich wieder aus dem Staub gemacht- ich kann auch heute nicht ganz mithalten- you have to accept it- Der letzte Schotteranstieg hoch zum Monte Calisio kenne ich noch von 2014- ist jemand hinter uns? Ich sehe zwei grüne Trikots und orange Federgabel- durchzuckt mich heftig- es sind zweifellos die GM Leader- Hansjürg sage ich nichts, gebe nun aber auf Anschlag mein allerletztes- oben informiere ich meinen Partner und knallen volle Kanne in den Affengeilen aber tricky, mit engen Felsen- und Baumpassagen versetzten Singeltrail runter nach Trento- tatsächlich holen wir uns den 3. Etappensieg (anscheinend haben sich die Leader verfahren- alles ist möglich)

wie die Jungfrau zum Kinde

Etappe 6 Trento- Lavarone 49.5km / 2000 Hm

Eine kurze Sprint Etappe, die es aber voll in Sich hat. Neutralisiert aus der schönen Innenstadt von Trento raus auf die 10km hoch zum Passo Cimirlo – das Tempo sehr hoch- mir geht es schon viel besser und die Leader bleiben im Sichtfeld, ziehen aber schliesslich doch kontinuierlich davon- ruhig bleiben und den eigenen Rhythmus fahren. Steile Anstiege wechseln sich mit schönen Waldtrails ab- auf Schotterstrassen und schmalen Waldtrails hoch zum Passo de la Fricca und weiter zum Monte Tablat, um da auf der spassigen Freeride Strecke von Lavarone ins Ziel zu heizen.

die Zuversicht ist zurück

Wieder etwas Zeit verloren, aber es war auch schon mehr-auch die Leader werden müde und es steht noch eine Etappe an.

Etappe 7 Lavarone- Riva 79km/ 2117 Hm

Der Muskelkater von der Wandereinheit in Etappe 3 hat sich gelegt und Bea’s Massagen zeigen Wirkung- mein Rücken fühlt sich Welten besser an, entsprechend bin ich sehr zuversichtlich heute nochmals mit Hansjürg eine vernünftige Pace anzuschlagen und die Leader zu fordern. Nochmals im vordersten Startblock einstehen und 5km neutralisiert runter hin zum ersten Anstieg hoch zum Forte Cherle- wie schon gewohnt können wir die Leader nicht halten, verlieren aber bis oben nicht allzu viel Zeit. Auf Waldstrassen mit gutem Speed im Windschatten eines Master Teams hin zum Ospedale Militare, dann schlägt erneut die Pech-Hexe gnadenlos zu- eine Glasscherbe zerschneidet mir genau in der Mitte den Vorderpneu- massiv spritzt die NoTubes Milch raus, versabbert alles und in Sekunden ist der Pneu platt- es soll einfach nicht sein- gottver******Sch*****- Konkurrenten fahren vorbei und rufen in allen Sprachen Oh no- not again !! fragen ob wir alles haben- ja danke- Rad raus, Schlitz suchen- Schlauch rein und ein Stück Gummi zwischen Schlitzer und Schlauch legen- mit Kartusche aufpumpen- Rad in die gute aber umständliche RS1 Gabel einfädeln (nicht ganz einfach in der Hektik -der Bulls Mech hat mir ja gesagt es sei ein “ gefigge“) und mit Wut im Bauch rollen wir nun das Feld von hinten auf- bis zum Passo Coè und Dosso del Sommo wird nur überholt

in der langen teils sehr technischen Abfahrt ist Geduld gefragt-überholen leider teils unmöglich, runter schleichen und genau desshalb haut’s uns auch fast in die Steine. Unten in Calliano auf Radwegen in der brütenden Hitze nach Rovereto auf die mit bis 20% Rampen  gespickte Strasse hoch zum Monte Faè. Zwischenzeitlich sind wir wieder auf dem zweiten Rang, immerhin, aber die Leader werden wir wohl nicht mehr jagen können. Noch zwei Anstiege, dann die lange steile und sauschnelle Abfahrt auf Betonrampen nach Nago und als Zeitfahrteam über die Fläche nach Arco und nach 3.42 Std. im Ziel in Riva.

alles gegeben, aber es sollte nicht sein

Lausige 56 Sekunden fehlten uns zum 4. Etappensieg- der slowenische Fahrer des Leaderteams war platt- es sollte nicht sein. Gratulation an die verdienten Sieger

23) Overall Ranking Grand Master

          rank       num        rider name             UCI code               team         time                     

  1. 165-1 Damm Thorsten    GER19650506       Scott Fahrradladen Gudensberg 26:15.03,1 GER
                                        165-2      Vesel Peter        SLO19651208 —– SLO
  1.             102-1 Gerber Hansjürg       bikeholiday.ch/bike arena emmetten          26:42.23,6          SUI
  102-2      Christen Daniel                                                                                              +27.20 SUI
  1.             39-1 Alberton Alessandro ITA19661105     MB TEAM MACRO                           29:29.19,8     ITA
39-2        Zonta Daniele                                                                                              +3:14.16 ITA

Fazit:

Eine tolle, nein schlicht hervorragende Betreuung durch Beatrice, Hansjörg und Hanna als Physio , Verpfleger-Team und Freunde hat mir/uns die optimale Voraussetzung geschaffen trotz Widrigkeiten eine tolle und unvergessliche Transalp-Erfahrung zu machen. Hansjürg ist stärker, dessen war ich mir aber bewusst, doch meine muskulären Probleme und das unmögliche technische Pech hat unser wahres Potential leider nicht zugelassen. Trotz allem haben wir als Team genial harmoniert, hat Spass gemacht. Ich aber habe meine Lektion verstanden und werde die bitter nötige, aber leider jahrelang sträflich vernachlässigte Körperpflege für meine Muskulatur nun konsequent umsetzen.

Materialtechnisch war das Fully für meine ungeplanten Beschwerden rückblickend die richtige Wahl- ich wusste aber nicht, dass SRAM kein Tech-Team stellen wird und Shimano logischerweise am Konkurrenzprodukt kein Finger rühren würde- als mir dann noch durch die Blume mitgeteilt wurde, dass SRAM Produke und diese erst noch an einem Versender Bike ein Overkill darstellen war ich total bedient.

Mit dem gewonnen Startplatz für 2018 gibt’s ev. ein Comeback als Team bikeholiday.ch/bike arena emmetten- nun erst mal alles setzen lassen

PS; wie gut die Bike Transalp finanziell dasteht kann nur spekuliert werden- zwei Tage vor Rennende wurden die Profi-Teams informiert, dass 2017 kein Preisgeld ausbezahlt wird…

Dani

 

Bike Transalp 16-22.07.2017

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Lüterkofen-Ichertswil 22.06.2017

19.3km / 235Hm

Bei heissen 34°C und auf einer wirklich abwechslungsreichen aber herausfordernden Rennstrecke mit langem Anstieg, schnellen technischen Kurven und Rollerpassagen wurden heute die Schweizermeister Titel vergeben. Leider hat Swiss Cycling auch eine FUN Kategorie angeboten, mit dem Resultat, dass viele Master Fahrer nun da teilnahmen und wir in der M2 Kategorie nur 9 anstelle der nötigen 10 Fahrer stellen konnten und somit kein Schweizermeister Trikot vergeben wird- sehr schade!

Letztes Jahr noch sehr nervös, war ich diesmal ziemlich relaxed. Die Vorbereitungsrennen gaben mir ein positives Gefühl und nach der Streckenbesichtigung über Pfingsten wusste ich, dass mir die Strecke liegt. Aufgrund der Wettervorhersage als heissester Tag der Woche habe ich am Vorabend noch auf Google Earth ein Schattenplatz im Wald gesucht und gefunden. Das war zugleich Treffpunkt um 12.00 Uhr mit Michi und MC Taxi Dani. Gemeinsam ging‘s nochmals locker auf Streckenbesichtigung- bis zum Aetigkofen Anstieg Gegenwind, dann leichter Rückenwind- mit 53/11 bin ich in den Abfahrten nicht optimal bestückt. Zurück in den Schatten, umziehen und das Kühltuch um den Hals um nicht zu überhitzen.

Gegen 14.15 Uhr auf die Rolle und so viel wie nötig einfahren… Start um 15.41 als letzter der Master 2, aber 15‘ vorher noch zum obligaten Bike-Check in der Mass-Lehre. Dieses Jahr gibt’s keine Beanstandungen, alles nach UCI Norm, andere jedoch sind hektisch am Verstellen von Sattel oder Extensions.

 

Rauf auf die Startrampe- höre Zuschauer sagen; das isch dä Favorit vo dä Maschter zwei- tönt huerä guet

Im Minuten-Intervall lassen Sie uns auf die Strecke- meine Pacing Strategie steht- in der Fläche an der Schwelle kratzen, die 2.1km Steigung klar darüber- simpel nicht? Count-Down und weg ins erste Saison Highlight 2017.

Mit 100er Kadenz jage ich dem Begleitmoto hinterher, die Position passt gut aber kaum richtig im Schwellenbereich angekommen schmerzen die Beine so richtig ekelhaft, tun weh- kommt das gut? In Gedanken sehe ich schon den starken nach mir gestarteten Swiss-American Racer mich ein- und überholen- niemals ! no pain no gain!

Halte einfach die Schwellenleistung- scheiss Watt Zahlen.. 6.5km leiden bis zum Anstieg Aetigkofen- ev. hilft ja der Rhythmus Wechsel alles etwas erträglicher zu machen? scharf rechts weg in den anfangs bis 13% Anstieg- Aeroposition gebe ich auf- Pacing Strategie? kann ich nur phasenweise einhalten- Puls auf Anschlag, Beine geben nicht mehr her-Schmerzen bleiben-oben wird’s flacher, drücken was geht und mit Schwung über die Kuppe in die erste Abfahrt-kurz Beine hängen lassen, ein Schluck Wasser- nun folgt stetig coupiertes Gelände bis zur schnellen Waldabfahrt- die enge Kurve sauber erwischt- aber mit 53/11 ist es unmöglich hinunter nach Gossliwil weiterzutreten- Zwangspause- rechts weg auf die letzten 7km Rollerstrecke- die Hitze ist brutal- Schweiss all over- alles vollgesabbert- drücken was noch geht- die Flamme Rouge-

auf Anschlag in die extrem enge Zielkurve, über die Ziellinie- tot, abgebrannt aber der Swiss-Ami hat mich nicht geholt..

Zeit 27.51.12 und klarer Sieger der Master 2 / Overall Rang 5 und ganze 16‘ hinter dem Podest

Subjektiv durch die ungewohnt schmerzenden Beine ein total verkrampftes Rennen – Fakt aber ist, dass ich bis dato noch nie so hohe Werte gedrückt habe- trotzdem ärgert es mich, dass am Anstieg nicht mehr ging.

Der Fahrplan zur Master-WM in Albi FRA stimmt- technisch aber unbedingt noch die Übersetzung anpassen.

Die nächsten zwei Wochenende stehen noch ein Paarzeitfahren mit Michi und ein Einzelzeitfahren auf dem Kalender, dann wechsle ich auf‘s Bike um ab dem 16.07.17 mit Hansjürg Gerber als Grand Master Team die Bike Transalp durch die Dolomiten unter die Räder zu nehmen- Happy Trails

Dani

 

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Lüterkofen-Ichertswil 22.06.2017

9.Nationales Einzelzeitfahren Thun-West 14.05.2017

14.7km/140HM

Speedweek

Nun wo endlich klar ist, dass die Zeitfahr- Schweizermeisterschaft am 22.06.17 in Lüterkofen SO stattfinden wird, kam diese Woche mit drei intensiven Rennen gerade recht um so richtig Fahrt aufzunehmen.

Der Anfang machte das Mittwochabend Rennen vom RMVZOL in Russikon- zwei Runden mit knackigen Höhenmetern. Einmalmehr zeigte die Stage-Kurbel keine Werte an und prompt hat’s mich in der ersten Runde richtig hingestellt- klar hatte ich nach der Wanderwoche mit Pia noch gefühlt Wanderschuhe an den Füssen, aber das die erste Runde so desolat schwach war habe ich noch nie zuvor so extrem erlebt. Aufgeben ist keine Option, daher nahm ich auch die zweite Runde in Angriff- und erstaunlich- die Beine gingen einigermassen auf- what’s up ?? Abhaken und vorwärts schauen. Die nächste Chance am Sonntag in Thun, zuerst im Einzel und gleich anschliessend im Team mit Themann Michi.

Die Wetteraussichten verhiessen bis zum frühen Sonntagnachmittag trockene Verhältnisse. In der Hoffnung nun die Wanderschuhe endgültig abzulegen (und mein Magen-Darm dicht hält..) fuhr ich mich richtig gut auf der Rolle ein.

10.39 Uhr mein Start von der Rampe im gut besetzen Starterfeld der H3- nothing to lose, just fullgaz- und ja, mein Motor läuft schon viel besser und auch der Garmin gibt alle Daten zum Besten- also nicht überpacen! Die hohe Kadenz kann ich zwar auch heute nicht wie gewünscht halten, aber der Druck ist da. Die Strecke erstmals seit Jahren komplett trocken, kaum Wind und kein Verkehr. Den schnellen Kreisel in der Abfahrt nach Wahlen hätte man auch mit springen abkürzen können-lieber bremsen und aussen rum. Die letzten 2.3km leicht ansteigend zum Ziel nochmals ganz bewusst mit dickem Gang und über dem Schwellenbereich ins Ziel- Zeit 20.01.21 Ø 45.2km/h H3 Rang 1 / Overall Rang 1

EZF

Besser als ernsthaft erwartet- doch nun sofort für das Paarzeitfahren mit Michi den Transponder wechseln, auf die Rolle leicht ausfahren, essen trinken und bis zum Start um 12.29 Uhr wieder Spannung aufbauen- klingt so easy, die Beine aber gaben ein anderes Feedback..

 

 

Regenwolken ziehen auf und bis zu unserem Start gab’s Rückmeldungen von Fahrer, die in der schnellen Abfahrt zum Kreisel bereits auf nasser Strasse fahren mussten- Thun geht wohl nicht ohne nass! IMG_2536

Mit angesäuerten Beinen knallen wir nochmals auf die knappen 15km – Michi macht die erste 30“ Ablösung, ich halte mich so nah wie möglich in seinem Windschatten. Die Wechsel funktionieren gut- den leichten Anstieg nach Höfen drückt Michi von vorne so brutal hoch, dass ich sogar im Windschatten im Spitzenbereich fahren muss um nicht abreissen zu müssen..und dann kommt bereits wieder meine Ablösung-habe aus Fehler gelernt und drücke nun im noch „gesunden“ EB-Bereich (beim ersten PZF mit Michi hat’s mich komplett aufgestellt, war dauernd im tiefroten Bereich). Die ersten Tropfen auf der Brille, den feuchten Kreisel in Blumenstein von vorne ohne Risiko, dann ein Wolkenbruch und die Strasse ist wortwörtlich geflutet- Mundspülung im Windschatten, teils mit organischem Beigemüse 😦 die Abfahrt zum Highspeed-Kreisel müssen wir sehr früh anbremsen, anfangs kaum Bremswirkung- sachte rum- und nochmals mit maximalem Druck auf die letzten 2.3km und Seite an Seite durchs Ziel- Zeit 19.40.62 Ø 46km/h / Kategorie und Overall Rang 1

Fazit

Körperlich war es eine komische Woche, vermutlich aus der Wanderwoche nicht nur schwere Beine heimgenommen- daher super konnte ich heute zweimal sehr ansprechende Leistungen abrufen. Das stimmt zuversichtlich im Hinblick auf die SM im Juni, der Fahrplan passt.

Keep on going

Dani

9.Nationales Einzelzeitfahren Thun-West 14.05.2017