Schweizermeisterschaft Zeitfahren Weinfelden 26.06.2019

Die Hitzewelle hat auch den Kanton Thurgau im Griff. In Weinfelden fanden die nationalen Zeitfahrmeisterschaften bei rund 35 Grad im Schatten statt. Die extremen Bedingungen hinderten «Hausherr» Stefan Küng nicht daran, sich zum dritten Mal in Serie die Goldmedaille umhängen zu lassen. Es sei nie einfach, eine Schweizer Meisterschaft zu gewinnen, erst recht nicht bei solchen Verhältnissen, erwiderte der 25-jährige Thurgauer auf die Frage, ob er als Favorit nicht fast habe reüssieren müssen. > Quelle swiss-cycling.ch

Ja und genau diese Hitzewelle hat mir heute total alles abverlangt ! Schon auf der lockeren Reko Runde um 14.00 Uhr war klar, dass die Sonnen und Asphaltabstrahlung einfach nur brutal ist, aber bis dato konnte ich solche Bedingungen psychisch und physisch gut annehmen und meine Leistung abrufen (auch das Einfahren am Vorabend bei grosser Hitze verlief super) Pia holt inzwischen Transponder und Startnummer ab- in die Badi zu gehen wäre definitiv der bessere Entscheid gewesen- Danke

Einfahren im Schatten bei Bussnang- kühlen mit Eisspray und nassen Tüchern-Schweiss in Strömen- ein riesiger Ventilator oder eine Eis-Kühlweste wie bei Stefan Küng von FDJ wäre nötig gewesen- 10′ vor dem Start Helm auf und zur Bike-Kontrolle- alles gut. Start um 15.25 Uhr und als letzter der Master 2 von der Rampe auf die kurzen aber heftigen 14.4km/95Hm. Die Pacing-Strategie klar, doch schon nach den ersten 200m ist bereits alles komplett obsolet, mein Motor will heute nicht drehen. Puls viel zu hoch- Leistung massiv zu tief- und das Kopfkino fängt gnadenlos an zu drehen…. Frust, Hilflosigkeit und Versagensangst mit einer super Form in ein SM-Desaster zu fahren. Ruhig bleiben und das unvermeidliche akzeptieren, drücken was geht, die Beine nicht hängen lassen aber die extrem frustrierende Leistungsanzeige ignorieren! Was für eine Erlösung, endlich ist der Zielbogen in Sicht- nun aber, koste es was es wolle, wenigstens die letzten 500m nochmals alles rausquetschen was nur irgendwie geht- tot-kaputt- erledigt- enttäuschtes Kopf schütteln und abwarten.

Zeit 19:47.26 und knappe 2″ vor Walter und 6″ vor Alex- die letzten Meter haben entschieden- never give up ! Master II Rang 1 / Overall Rang 8

Mein mit Abstand am härtesten erkämpfter Schweizermeister-Titel ! Warum mein Körper heute derart heftig auf die Hitze reagiert hat – keine Ahnung.

Nun etwas rausnehmen und dann wieder sachte aufbauen für die UCI TT Master WM in Polen Ende August

Ride on

Dani

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Weinfelden 26.06.2019

BOE Zeitfahren Krauchthal 19.05.2019

20km / 110Hm

Mit der Teilnahme am BOE Zeitfahren im Krauchthal wird endlich auch meine Saison eröffnet. Geplant war schon zwei Wochen vorher am Gürbetaler Zeitfahren teilzunehmen, aber bei 3° und Regen brauchte es keine Überredungskünste um stattdessen länger im Bett zu bleiben und dann im Verlauf des Morgens ein virtuelles Rennen auf dem Ergo zu absolvieren. Aber eben, Training ist nicht Rennen, daher war es mir wichtig bis zur SM in Weinfelden Ende Juni Rennkilometer zu machen. So wurde der Swiss Cycling Rennkalender nach Zeitfahrrennen durchkämmt und noch zwei passende Renn Termine gefunden.

Der Ex-Profi Marcel Wyss ist der Organisator des Krauchthal Zeitfahrens und bot am Sonntagvormittag vor dem Rennen einen Zeitfahr-Lehrgang für Nachwuchsfahrer und Interessierte an- klar bin auch ich dabei- es gibt immer was zu lernen. Im Vorfeld wurden interessante Unterlagen zu allen relevanten Themen fürs Selbststudium zugesendet, welche dann am Sonntagmorgen durch Marcel Kapitel für Kapitel durchgegangen und mit Praxisbeispielen uns 12 Teilnehmern erläutert wurden. Wir hätten wohl den ganzen Tag fragen und diskutieren können, so vielschichtig ist die ganze Materie des Zeitfahrens. Für mich persönlich habe ich die Kapitel „richtig Einfahren und Renn-Pacing “ dick angestrichen. Nach einem Teller Spaghetti und Apfelmus geht’s etwas später zusammen auf die Streckenbesichtigung, begleitet von Marcel auf einem massiv getuntem E-Bike, wobei er unsere Position auf der Maschine beobachtete und im Anschluss Empfehlungen abgab.

20‘ Einfahren nun nach neuesten Erkenntnissen vom Lehrgang (Laktat habe auch gute Aspekte..) Dunkle Wolken am Himmel und rechtzeitig zum Start fallen die ersten Tropfen- der erste Count-Down des Jahres und ab geht’s in ein spannendes neues Rennjahr.

DSC_0876

Die neue tiefere Position mit leicht angewinkelten Extension fühlt sich im Rennmodus gut an, die Beine nicht so drehfreudig wie gewünscht, aber nach den letzten harten Intervall Trainings nicht weiter verwunderlich- am 26.06.19 an der SM in Weinfelden wird abgerechnet. Ein solider Start in die Saison, darauf kann ich aufbauen.

sixty-sixers Hobby C 1966 Zeit 27:01 44.42 km/h Kat. Rang1 / Overall Rang 10

Ride on

Dani

BOE Zeitfahren Krauchthal 19.05.2019

Squadra Trainingslager auf Mallorca 17.03.-24.03.2019

Auch dieses Jahr ist die Squadra nicht in Vollbesetzung ins Trainingslager eingerückt. Hans-Urs genoss anstelle seine Honeymoon Reise mit Andrea. Dafür verstärkte uns kurzfristig Marc- wir werden dieses Jahr erneut ein MTB Etappenrennen zusammen bestreiten.

Roger als unser „Capitaine de Route“ führte uns auch dieses Jahr wieder auf neuen Routen durch die herrliche Insel- super. Harte Einheiten am Berg, Windstaffeln mit Kantä Figgä und natürlich unsere schon fast legendären all out Finale- ja alles war dabei- täglich heftiger Wind und überraschender Regen und Kälte am Coll D’Honor.

Einmal mehr in jeder Beziehung eine tolle Woche- super kameradschaftlich, physisch fordernd und höchst motivierend- Danke an alle

Die Grundlage für eine spannende Saison ist gelegt

Ride on

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Squadra Trainingslager auf Mallorca 17.03.-24.03.2019

06-07.10.2018 Tre Valli Varesine Gran Fondo UCI WM Qualifikation 2019

Eine lange und intensive Saison neigt sich mit diesem Race Weekend definitiv dem Ende zu. Noch voller WM Emotionen und Rennfieber habe ich mich schon drei Tage später für diesen Qualifikations-Event im Zeitfahren und Strassenrennen zur WM 2019 in Possen/Polen angemeldet. Zwei Wochen später beim King of the Lake noch voll im Saft fühlte ich bei den anschliessenden Rennen in Fulenbach und Trail Hero langsam aber sicher eine zunehmende, auch Mentale Müdigkeit- also nochmals aufraffen und all out. Ziel ist es bei beiden Rennen die Qualifikation zu schaffen, konkret innerhalb der ersten 25% der Starter zu sein. Beim Zeitfahren mit 18 Angemeldeten somit unter den besten vier !

Anreise bereits am Freitagmittag. Mit dabei sind auch Felix und Manfred vom VC Ehrendingen (Age-Group 60-64) Perfekt einquartiert gleich neben dem Start der Zeitfahrstrecke beim Ippodromo im Hotel Atahotel Varese.

Am Nachmittag geht’s bei bestem Wetter auf eine lockere Reko-Fahrt der Zeitfahrstrecke und einen Teil des Strassenrennens. Für das Wochenende ist aber leider eine hohe Regenwahrscheinlichkeit prognostiziert..

 

 

 

Individual Time Trial 22km/175Hm

Samstagmorgen, der Himmel bewölkt aber noch trocken, die Startunterlagen holen (eindeutig weniger Chaos 🙂 ) und zurück ins Hotel. Es verbleibt mehr als genug Zeit um Chip und Nummer zu montieren- Start um 15.37.30. Gehe über die Mittagszeit in der Tiefgarage 40‘ auf die Freirolle-

hilft den Organismus zu wecken und die aufkommende Nervosität im Zaum zu halten- danach im Zimmer Zeit totschlagen bis zum Warmfahren gegen 14.45 Uhr- Helm auf und zum Start, es ist trocken aber kühl- UCI Bike Check- alles i/O und in den Warteraum- mit der Nummer 76 auf die Rampe und mit dem letzten Countdown 2018  nochmals all out. Die Strecke noch bestens bekannt, finde schnell in den Rhythmus, bin im Flow- es dreht absolut super gut- kaum Wind- die Zeit vergeht wie im Fluge- fast schon meditativ- Kreisel-Tunnel-Wendepunkt-Highspeed zurück-Tunnel- Schlaglöcher- die kurze Rampe hoch zum Ippodromo und auf Anschlag im Ziel in 29.35.45- klare Age-Group Bestzeit und sogar Overall Tagesbestzeit- Wow.

Mit typisch italienischer Verspätung dann die Siegerehrung im Race-Village mit UCI Qualifier Sieger Trikot und Medaille, überreicht gemäss Speaker durch „Super VIP“ Maurizio Fondriest, einer italienische Radsportlegende.

und als Tagesschnellster noch eine Spezial Prämierung mit netter Dame 🙂

Manfred und Felix runden mit Ihrem zweiten und dritten Platz unser tolles Ergebnis ab- bei gutem Italienischem Essen und einem Glas Rotwein feiern wir unser Resultat und die geschaffte WM Qualifikation 2019

Gran Fondo 127km/1990Hm

Start um 09.35 im zugewiesenen Age Group 50-54 Startblock- bin um 09.10 Uhr da und wie zu erwarten war schon total gefüllt, das nun doch tolle Herbstwetter hat wohl viele Nachmelder akquiriert-shit-kurzentschlossen entlang der Absperrung nach vorne, Bike und Rider rüber hieven- sehr gut, ca. 300 Positionen gut gemacht…gemäss Speaker sind über 500 Fahrer gemeldet, viele werden aber dann auf den Medio Fondo abbiegen, da Sie keine WM Qualifikation beabsichtigt haben. Mit AC/DC’s Highway to Hell geht’s pünktlich los und like Hell knalle ich nach vorne und platziere mich in einer möglichst sicheren Position aussen rechts. Heute ist sogar der Tunnel beleuchtet- ein gutes Gefühl so ohne Schreie und Sturzgeräusche.. ohne Zwischenfälle zum ersten und echten Scharfrichter hoch zur Alpe Tedesco- und da gibt der WM zweite im Italo-Jersey mal kräftig Gas, bleibt zwar noch in Sichtweite aber ich leide gröber. Schnell zeigt sich mit wem ich heute die Runde fahren werde- in die schnelle enge Abfahrt und beim zweiten Anstieg bei Brusimpiano verabschieden sich mit dem Leader noch zwei andere Italos- unmöglich denen zu folgen. Zu viert (zwei Italiener und zwei Schweizer) versuchen wir nun mit fast schon harmonisch sauberen Ablösungen (natürlich nicht ohne ständiges Jammern Sie seien kaputt und könnten nur noch kurze Ablösungen fahren- du bist so schnell usw-blablabla- mein Kommentar; let’s Race !) den Schaden in Grenzen zu halten und holen tatsächlich bei Km110 zwei Ausreisser ein- nur das Italo-Jersey ist definitiv weg. Also geht es jetzt um die letzten zwei Podest Plätze (diesmal irre ich mich nicht..) und die Harmonie ist schlagartig weg- zweimal sprinte ich entlang dem Lago di Varese raus, werde aber umgehend gestellt, leider von jüngeren die wir eingeholt haben und in deren Windschatten fast gratis, meine direkten Konkurrenten 😦 Die letzten 4km hoch nach Varese werden also entscheiden- halte mich zurück und tatsächlich greifen die zwei eingeholten Italos an- gehe mit, versuche aber nicht zu überdrehen-komme wieder ran-fahre vorbei, habe aber keine Reserven um nun den Konter zu setzen-Flamme Rouge und wieder sprinten die zwei los- nun alles oder nichts hinterher- einer muss absitzen, gehe vorbei und mit Brechreiz und total blauen Beinen als dritter im Ziel- so affengeil-Zeit 3.39.53

Die Siegerehrung verpasse ich leider im ganzen Durcheinander mit zu knappem Organisation-Zeitplan, Transponder Abgabe und Hotelcheck-Out – schade aber die Emotionen sind für immer gespeichert 🙂

Nun aber ist mein Pulver verschossen, kein Bock mehr auf Startnummern und Laktatschwemme. So endet mit diesem top Highlight auch meine extrem spannende und emotionsgeladene Saison 2018 – danke für alles.

Ride on

Dani

06-07.10.2018 Tre Valli Varesine Gran Fondo UCI WM Qualifikation 2019

Trail Hero am Titisee-Neustadt 30.09.2018

„Trail Hero am Titisee“?! Nie gehört, so war meine Reaktion als mich Daniel im Hochsommer angerufen hat. Ein fast unmöglicher „60 % Trailanteil“ soll das erstmalige Bikerennen aufweisen und das im Schwarzwald mit der berüchtigten 2-Meter-Regel. Kaum zu glauben, aber auf der Homepage steht alles genau so geschrieben uns das ganz witzig produzierte Video passt perfekt und macht richtig gluschtig sich gleich anzumelden.

Wahlweise eine oder zwei Runden kann gefahren werden, pro Runde sind 1’250 Höhenmeter zu bewältigen und das Beste: Während dem Rennen kann jeder spontan entscheiden ob man(n) sich die 2. Runde antun möchte…

Kurz entschlossen melde mich sogleich an und konfrontiere Daniel mit meiner Anmeldung. Gehörig unter Druck jetzt, wird noch schnell Ramon überredet das Iron-Bike-Rennen in Einsiedeln sausen zu lassen und mit den „Alten“ den Trail Hero zu befahren. Diesmal sind Pia und Andrea mit dabei und unsere 5’er Truppe bereit für das Helden-Abenteuer bei Neustadt am Titisee. Wir sind am Titisee einquartiert für 2 Nächte, Christen’s können nur eine Nacht buchen, da ist die Suche nach einer passenden Unterkunft nicht ganz einfach. Wegen den beginnenden Herbstferien, haben wohl die Hotels wenig Lust, ihre Zimmer für nur eine Nacht herzurichten – denen scheint es richtig (zu) gut zu gehen…

Plan

sportograf-138936232_lowres

Am Samstag geht zur obligaten Rekoinspizierfahrt, wir treffen uns um die Mittagszeit bei bestem Wetter im Startgelände bei der Hochfirstschanze. Daniel und Ramon treffen nach einem Riesenumweg J vom Hotel zum Treffpunkt mit leichter Verspätung ein und schon geht’s auf einen Teil der Strecke. Die Test-, respektive Trainingsstecke bestätigt die Versprechen des Organisators (Profi Simon Stiebjahn vom Bulls-Bike-Team), super Strecke bergauf und bergab – wir können uns freuen! Das wird ein Bikefest am Sonntag!

IMG_1781

Dann abends gemeinsames Essen in unserem Romantik Hotel Treschers****, wunderbar getafelt und dann zeitig, voller Vorfreude geht’s zu Bett.

Da der Start erst um 10.30 Uhr abgesetzt ist, so kann für einmal das Frühstückbüffet in vernünftigem Mass genossen werden

Kurz nach 10 Uhr treffe ich im Start-/Zielgelände ein und suche den richtigen Startblock für mich, die sind nämlich nach Zeiten für eine Runde beschriftet. Der Bock D mit 1:50 bis 2:00 Stunden scheint mir realistisch, also sofort rein ins Getümmel, der Block ist nämlich bereits gut gefüllt.

sportograf-138931434_lowres.jpg

Im 2 Minutentakt geht’s dann schon los, das Rennen beginnt. Das übliche Gerangel und Hektik in den ersten Kurven findet komischerweise nicht statt, alles läuft in geordneten Bahnen ab. Vielleicht liegt es am relativ kleinen Startfeld, knapp unter 300 Fahrer sind gemeldet. Schnell habe ich meinen Rhythmus gefunden, ja nicht auf der ersten Runde „überzocken“, wenn ich schon da bin, will ich zwei Runden absolvieren. Die fiesen Rampen im letzten Drittel der Runden schmerzen gewaltig, schon kommen die ersten (negativen oder vernünftigen) Gedanken „Hans-Urs – Lass es gut sein, eine Runde reicht bei deinem Niveau.“ Jetzt muss ich mich entscheiden, ich fahre die steile Auslauframpe hoch: links zum Ziel oder rechts auf die zweite Runde?! Trotz müden Beinen, die 2. Runde muss einfach sein, selber Schuld, wenn du (zu) wenig trainiert hast. Plötzlich merke ich, da ist keiner mehr. Da waren wohl meine „Mitstreiter“ richtige „Weichbecher“ oder einfach nur vernünftig. Alle wählten den direkten linken Weg ins Ziel. Nun denn, so fahre ich halt nun praktisch mutterseelenallein die zweite Runde ab.

sportograf-138930595_lowres

Nur 36 der 214 gestarteten Hobbyfahrer haben die 2. Runde absolviert, all diese sind die wahren Heros! Ich bin auf der 2. Runde sogar schneller unterwegs gewesen, eher unüblich, aber in der ersten Runde hat es doch ab und zu gestockt. Auch musste kurz nach dem Start den Sattel nachziehen, noch nie passiert, muss beim nächsten Mal vorher die Schrauben checken. Dies zeugt nicht von einer seriösen Vorbereitung, nur mit einer Luftdruckkontrolle ist es eben nicht getan…

sportograf-138934602_lowres

Die 2. Runde macht wirklich Spass, auf der ganzen Runde konnte ich doch noch 5 Fahrer überholen, ansonsten geniessen der Strecke und gegen Ende musst ich aber ganz, ganz hart beissen, die fiesen kleinen Rampen ziehen mir fast den Stecker. Trotz allem einen ganz kleinen Schlusssprint hingelegt, mit 4:45 Stunden im ganzen hinteren Teil vom Feld gelandet. Macht nichts, für mich bin ich der Held. Sehr glücklich und extrem zufrieden geht’s zum Duschen ins Freibad.

Fazit: Eine absolute „geile“ Strecke bergauf und auch bergab, für richtige Biker mit Renngenen einfach ein Muss! Ein kleines Verbesserungspotential gibt es nur bei den Verpflegungsstellen, im Startgelände gehört noch ein zusätzlicher Posten für 2-Runden- Racer hin, ohne meinen Notprivat wäre ich direkt in einen Hungerast „gerast“…

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf’s 2019!

Hans-Urs

Nachtrag: Besonders toll ist das Goodie – die Foto’s des Sportfotografen können sich die Heroes kostenlos downloaden – Super Sache!

Dank einem Tipp von Bike-Kollege Michi aus DE wurde ich auf dieses erstmalig ausgetragene Bike-Race am Titisee aufmerksam gemacht- und das Format mit vielen Trails und nicht zu langen Aufstiegen hat mir sogleich total zugesagt. Nun wäre es natürlich toll als Family Race-Team da teilzunehmen-für Ramon eine nicht ganz einfache Entscheidung, hat er doch noch eine Rechnung mit IRB Einsiedeln offen der zur gleichen Zeit stattfindet- aber mit oder gegen den „Alten“ zu fahren hat ja auch seinen Reiz , so war die Gegenwehr nicht allzu heftig 🙂 (unser jüngster Fäbu hatte einen betrieblichen Lehrlingskurs zu besuchen- ist def. wichtiger als go umä bikä)

Einquartiert sind wir auf der gegenüberliegenden Seite von Titisee-Neustadt, dazwischen der Hochfirst, in Gaich in der heimeligen Pension Hochfirst- schön gelegen und nur knappe 7km vom Startgelände weg…wenn man richtig fahren würde!  Sorry Jefe für die Verspätung zur Reko Runde.

Sonntagmorgen kurz vor 10.00 Uhr geht’s über die Hochfirststrasse (und wieder mit Orientierungsproblemen und schon leichtem Anflug von nervöser Hektik..) rechtzeitig schaffen wir‘s hin und stehen im ersten Startblock ein, das Wetter einfach perfekt !

Für Ramon und mich ist klar, wir fahren zwei Runden- bin echt gespannt wie sich unser 800m Läufer auf 64km/2500Hm schlagen wird. Auf kurzer Distanz und Anstiegen habe ich null Brot gegen Ihn- ist zu spritzig und explosiv gegen meinen (immerhin) Euro 6 HDI-Diesel… Startschuss und sofort preschen wir nach vorne und hängen uns dem Spitzenquintett an. Das Tempo auf den ersten 8km und moderat steigenden Waldstrassen hin zum ersten Hügel ist hoch- die führenden werden vermutlich nur eine Runde fahren- also möglichst im Windschatten bleiben, was aber sobald es steiler wird nicht mehr klappt.Schon oben, heizen den flowigen schmalen Singel-Trail runter, wollen aufholen, werden aber bald vom schnellsten Bergfahrer blockiert- shit-der sitzt voll auf der Bremse, kommen dann aber doch irgendwie vorbei. Leider überholt uns dieser aber hinauf zum Hochfirst wieder, doch oben zwänge ich mich energisch vor Ihm in den nächsten schnellen Trail und lasse es laufen- Ramon hat da weniger Glück und muss sich im Trail vorbei kämpfen/würgen- ich warte nicht und fahre zu, spüre ab bald jemand im Rücken und tatsächlich holt er mich noch vor den steilen Schotter-und Waldpassagen wieder ein. So fahren wir als Team die verwinkelten, mit Rampen gespickten 12km zurück zum Ziel und biegen gemäss Speaker als die zwei führenden Fun Fahrer auf die zweite Runde ein 🙂  nun wird es sich zeigen, ob wir zusammen die Pace durchziehen können, doch kaum über die Zeitmessungs-Matte gefahren beendet ein lautes „OU NÄI“ alle Spekulationen und Freude schlagartig- „han ä Plattä“ ruft Ramon- huerä shit mein Feedback – ich kann nicht warten und ziehe leider alleine durch 😦 wirklich sehr schade- so wird es nun eine einsame zweite Runde, zwar immer noch zügig und biketechnisch nicht minder schön, aber ziemlich emotionslos- zu gerne hätte ich die zwei Runden mit Ramon durchgeheizt- so habe ich keinen Druck und geniesse die vielen roten Fliegenpilze entlang der Waldtrails und den Mini-Wasserfall, eingebettet im herrlichen grün von Moos und Farn. Da stehen Pia und auch Ramon, feuern mich an und schiessen Fotos- Danke- nochmals einen Teil der verwurzelten Cross Country Strecke hochfahren, durch den Schanzentisch-Tunnel und runter ins Ziel in 3.18.25 M3 Rang1 und Overall Rang 1

Ramon reicht es trotz dem unglaublichen Pneuschlitzer auf 1 Runde 32km/1250Hm in der Kategorie Männer zum tollen 2.Rang und Overall Rang 4- herzliche Gratulation- super Leistung, bin mächtig stolz auf Dich, hast mir nichts geschenkt- freue mich auf unser nächstes gemeinsames Rennen 🙂

Wirklich eine tolle Strecke, kaum Asphalt und tatsächlich viele herrliche Singel-Trails mit Wurzeln und Steinen versetzt, aber technisch nicht schwierig. Dass nur 36 Fahrer (davon 11 Lizenz Fahrer/innen) die zwei Runden absolviert haben ist überraschend, aber ich hoffe das all die positiven Feedbacks für 2019 mehr Teilnehmer motivieren an diesem genialen Bike-Race teilzunehmen.

Wir kommen sicher wieder

Ride on

Dani

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trail Hero am Titisee-Neustadt 30.09.2018

Paar-und Einzelzeitfahren Fulenbach 23.09.2018

20km/65Hm

Segeln im Sturmtief Fabienne, das war heute beim kleinen aber feinen Zeitfahren von Daniela & Herbert auf abwechslungsreicher Strecke angesagt. Schon bei der Besichtigung mit Michi hat’s mächtig gerüttelt- da wird das Windschattenfahren huerä heikel- also lieber nicht allzu nahe dran bleiben, doch die Scheibe bleibt drin aber vorne nur die 60mm Felge.

14.00 der Start für die zwei Runden im Team, welche wir wie gewohnt sehr harmonisch absolvierten- wobei auch zu überholende Autos und Fahrer auf Streckenbesichtigung uns nicht aus der Ruhe brachten…einzig eine heftige Windböhe lies in einer rechts Kurve beinahe Michi’s Vorderrad einklappen-viel Glück gehabt- im Ziel mit klarer Bestzeit 🙂

Eine knappe  Stunde später um 15.23 mein Start als Einzelfahrer.

Frisch und spritzig ist anders, aber ich wollte nochmals einen guten Trainigsreiz setzen für die WM Quali in Varese in zwei Wochen. Fabienne gab nun immer mehr Gas, jetzt hätte ich wirklich nicht mehr als Team fahren wollen. Böen von allen Seiten liessen mich heftig an die Extension krallen und mit dem Popometer auf dem Sattel Rodeo zu reiten, um auszugleichen und irgendwie auf der Spur zu bleiben. Mit fast identischen Wattwerten des PZF im Ziel und äs Blüemli für Pia gewonnen 🙂 Nun nehme ich es eine Woche locker, dann fahren Hans-Urs, Ramon und ich den Trail Hero Bike Marathon in Titisee-Neustadt bevor dann am 06/07.10.18 in Varese  nochmals all out gefordert ist

Ride on

Dani

Paar-und Einzelzeitfahren Fulenbach 23.09.2018

King of the Lake am Attersee 15.09.2018

47.5km / 300Hm

Unglaublich! Es ist bereits September 2018 – und heute sind wir zum ersten Mal als Team unterwegs. Auf dem Programm steht der «King of the Lake Attersee» in Österreich, in der Nähe von Salzburg. Diese Herausforderung lassen wir uns nicht entgehen und Daniel als Titelverteidiger ist sowieso gesetzt.

Am wirklich frühen Freitagmorgen – um Viertel nach 2 Uhr holt mich Daniel in Stans ab. Eine unmenschliche Zeit, aber um flüssig über München nach Seewalchen am Attersee zu gelangen, verzichten wir auf ein paar Stunden Schlaf. Wir sind zu zweit, ganz ohne weibliche Begleitung, unterwegs. Aufgrund der schlechten Wetterprognosen bleibt sie leider zu Hause. So werden in diesem Jahr die vielen privaten Bilder von Pia fehlen. Aber vorweg – im nächsten Jahr ist sie ganz sicher wieder dabei!

Der Weg ist 570 Kilometer oder 6 Fahrstunden. Fast schon traditionell gibt es eine kurze Pause nach München – Kaffeezeit. Kurz nach 8 Uhr treffen wir im ****Hotel ATTERSEE ein und freuen uns auf das super Frühstückbuffet. Und weil die Zimmer noch nicht bereits sind, geniessen wir das Zmorgä dementsprechend lang und ausgiebig.

Während des Tages wird aus dem Hotel fast schon ein richtiges «Schweizerhaus». Daniel – ein weiterer – mit Familie und seinen Eltern, Nicole und Michi sowie Manfred sind anwesend. So sind wir eine aufgestellte und lustige Truppe beisammen und erleben tolle Stunden zusammen.

1
Grau in grau….

Nicht ganz so toll ist das Wetter. Es spielt nicht wirklich mit und die vielen Regenwolken verziehen sich erst – zu spät – am Nachmittag. Daniel geht auf die Rolle und ich lasse mich unter die Bettdecke sinken. Der Schlafmangel in Kombination mit dem Alter fordern ihr Tribut. So wird nichts aus der Reko-Fahrt um den See. Für mich eine schlechte Ausgangslage, der TT-Racer kommt direkt aus dem Winterschlaf an den Attersee. Nur Manfred lässt sich nicht vom Wetter abhalten und fährt mit seinem Strassenrenner bei abtrocknender Strasse die Strecke ab. Er ist zum ersten Mal dabei, dafür hat er den Vorteil ein «alter» Zeitfahrhase zu sein.

Stattdessen geht es nach einem gemütlichen Freitagabend am Samstagmorgen nach dem Frühstück los. Wir fahren die ganze Strecke ab und ich bin mir nicht wirklich sicher, ob das eine so gute Idee ist, wenn ich mein Leistungsniveau in Betracht ziehe. Es ist definitiv nicht über alle Zweifel erhaben und einen haushälterischen Umgang mit den bestehenden Ressourcen sehr zu empfehlen. Nun denn, Daniel schafft es mir meine Zweifel in effizient kurzer Zeit auszureden und ich bin dabei.

 

8
In Vollmontur zum Start….

So starten wir um halb 10 zusammen mit Nicole, Michi und den beiden Daniels. Die als gemütliche Runde deklarierte Fahrt ist für mich schon nahe am Renntempo :-o! Nach 90 Minuten sind wir zurück, Startnummer abholen, Sensor montieren und dann noch schnell die notwendigen kleinen Optimierungen am Racer vornehmen. Jetzt beginnt das lange Warten. Ich starte um 14:53 Uhr, Daniel muss sich bis kurz vor 5 gedulden.

Im 15 Sekundentakt werden die TT-Fahrer auf die Strecke losgeschickt. Und jetzt bin ich endlich dran, einklicken und schon geht’s die Rampe runter auf die Strecke. Sofort im Wiegetritt über die kleine Kuppe und dann umgehend die Aeroposition einnehmen und dann nur noch….. «geniessen»…

2
Die Startrampe, wie bei den Profis…

Allerdings merke ich aber ziemlich schnell, dass mir die Spritzigkeit völlig abgeht. Die Morgenfahrt hat mich doch mehr hergenommen als befürchtet. Ich nehme Tempo zurück und mein Garmin pendelt sich bei 200 Watt oder zeitweise etwas darunter ein. Aber mehr geht beim besten Willen nicht – das Trainingsdefizit macht sich bemerkbar.

Dank meinen regelmässigen Yoga-Stunden und dem morgendlichen Training (kurz und intensiv) kann ich die Aeroposition problemlos halten, keine Krampferscheinungen in den Unterarmen. Das freut mich riesig, aber die Beine sollten noch etwas besser in Form sein…

Mit einer Zeit von über 1:19 Std. bin ich im hinteren Drittel platziert, aber in Anbetracht meines Leistungsniveaus geht das so in Ordnung. Mehr «Punch» geben die Beine einfach nicht her, daher muss ich mit dieser miserablen Zeit wohl oder übel umgehen, aber es wurmt mich natürlich trotzdem.

7
Daniel C auf dem letzten Kilometer…

Mein Fazit:

Es hat mir extrem viel Spass und Freude gemacht! Einfach ein ganz geniales Feeling, eine tolle Strecke mit einem unvergleichlichen Ambiente. An dieser Stelle ein grosses Lob an die Organisatoren und die vielen unzähligen Helfer – eine grossartige Hammerveranstaltung! Einen besonderen Dank geht aber an Karin Tschany vom OK-Team. Dank Karin konnte ich überhaupt an diesem Anlass teilnehmen, weil ich meine Anmeldung „verpennt“ habe.

Eine Veranstaltung durch und durch auf Profi-Niveau in einer wunderschönen Gegend. In dieser lieblichen Seen-Landschaft macht es gleich doppelt so viel Freunde und das «Krampfen» ist zum Glück schnell vergessen.

In einer hoffentlich viel, viel besseren Form und verschiedenen Materialoptimierungen – ich danke euch für die vielen tollen Ratschläge und Tipps – müsste der Attersee 2019 ein Erfolg werden. Auf dem Weg dorthin habe ich mit einem neuen Helm angefangen und strebe eine Endzeit um 1:15 Std. an. Das werde ich schaffen! So werden die sixty-sixers am 21. September 2019 wieder an den Attersee pilgern.

Zum Schluss noch meine Gratulation für die tollen Leistungen von Nicole, Manfred und Daniel. Super Podestplätze – super stark gefahren! Und unbedingt zu erwähnen, der King of the Lake hat seinen Platz erfolgreich verteidigt und sogar noch eine gehörige Schippe draufgelegt – Chappeau!

Hans-Urs

6
Der Neue ist der Alte….:-)))

Nach der Master WM in Varese noch voll im Saft, freute ich mich unglaublich auf das in jeder Hinsicht beste Zeitfahren Europas am Attersee. Das Ziel war glasklar vor Augen- den Schwellenbereich dieses Jahr auch wirklich über eine Stunde halten zu können.. Schmerzen sind vorprogrammiert-egal. Und tatsächlich, mit der Startnummer 1156 um 16.49.15 geht’s noch vor der mehrmaligen Queen of the Lake, bei besten Bedingungen von der Rampe- und die Beine drehen von Anfang an sensationell- schon fast meditativ mit sauberem rundem Tritt und konstantem Druck an der Schwelle knalle ich der abwechslungsreichen und niemals langweiligen Seestrasse entlang- total im Flow bis Km38 nach Nussdorf, da verspüre ich eine leichte Krise, die Beine rebellieren- muss mich zwingen die Leistung zu halten-  weiter über die 13% Rampe auf die letzten 4km, ansteigend vorbei an unserem Hotel wo Hans-Urs und Dani mir nochmals mächtig einheizen und mit Highspeed runter zur Seebrücke und komplett ausgeschossen ins Ziel (dann hat die Gesäss-Muskulatur zugemacht und laufen war nur ganz langsam möglich..)

Zeit: 1.01.32, Schnitt 46km/h und mit knapp 20Watt mehr auf der Kurbel absolut neue persönliche Bestzeit- super genial- konnte alles was geht abrufen- einfach Hammer- und der Thron der U60 Kategorie darf auch 2018 bestiegen werden 🙂

Aber auf den Lorbeeren ausruhen liegt definitiv nicht drin! Auf nächstes Jahr rücken sackstarke U50 Fahrer nach- ich muss also noch eine Minute finden!!

Ride on

Dani

 

 

 

King of the Lake am Attersee 15.09.2018