Schweizermeisterschaft Zeitfahren Lüterkofen-Ichertswil 22.06.2017

19.3km / 235Hm

Bei heissen 34°C und auf einer wirklich abwechslungsreichen aber herausfordernden Rennstrecke mit langem Anstieg, schnellen technischen Kurven und Rollerpassagen wurden heute die Schweizermeister Titel vergeben. Leider hat Swiss Cycling auch eine FUN Kategorie angeboten, mit dem Resultat, dass viele Master Fahrer nun da teilnahmen und wir in der M2 Kategorie nur 9 anstelle der nötigen 10 Fahrer stellen konnten und somit kein Schweizermeister Trikot vergeben wird- sehr schade!

Letztes Jahr noch sehr nervös, war ich diesmal ziemlich relaxed. Die Vorbereitungsrennen gaben mir ein positives Gefühl und nach der Streckenbesichtigung über Pfingsten wusste ich, dass mir die Strecke liegt. Aufgrund der Wettervorhersage als heissester Tag der Woche habe ich am Vorabend noch auf Google Earth ein Schattenplatz im Wald gesucht und gefunden. Das war zugleich Treffpunkt um 12.00 Uhr mit Michi und MC Taxi Dani. Gemeinsam ging‘s nochmals locker auf Streckenbesichtigung- bis zum Aetigkofen Anstieg Gegenwind, dann leichter Rückenwind- mit 53/11 bin ich in den Abfahrten nicht optimal bestückt. Zurück in den Schatten, umziehen und das Kühltuch um den Hals um nicht zu überhitzen.

Gegen 14.15 Uhr auf die Rolle und so viel wie nötig einfahren… Start um 15.41 als letzter der Master 2, aber 15‘ vorher noch zum obligaten Bike-Check in der Mass-Lehre. Dieses Jahr gibt’s keine Beanstandungen, alles nach UCI Norm, andere jedoch sind hektisch am Verstellen von Sattel oder Extensions.

 

Rauf auf die Startrampe- höre Zuschauer sagen; das isch dä Favorit vo dä Maschter zwei- tönt huerä guet

Im Minuten-Intervall lassen Sie uns auf die Strecke- meine Pacing Strategie steht- in der Fläche an der Schwelle kratzen, die 2.1km Steigung klar darüber- simpel nicht? Count-Down und weg ins erste Saison Highlight 2017.

Mit 100er Kadenz jage ich dem Begleitmoto hinterher, die Position passt gut aber kaum richtig im Schwellenbereich angekommen schmerzen die Beine so richtig ekelhaft, tun weh- kommt das gut? In Gedanken sehe ich schon den starken nach mir gestarteten Swiss-American Racer mich ein- und überholen- niemals ! no pain no gain!

Halte einfach die Schwellenleistung- scheiss Watt Zahlen.. 6.5km leiden bis zum Anstieg Aetigkofen- ev. hilft ja der Rhythmus Wechsel alles etwas erträglicher zu machen? scharf rechts weg in den anfangs bis 13% Anstieg- Aeroposition gebe ich auf- Pacing Strategie? kann ich nur phasenweise einhalten- Puls auf Anschlag, Beine geben nicht mehr her-Schmerzen bleiben-oben wird’s flacher, drücken was geht und mit Schwung über die Kuppe in die erste Abfahrt-kurz Beine hängen lassen, ein Schluck Wasser- nun folgt stetig coupiertes Gelände bis zur schnellen Waldabfahrt- die enge Kurve sauber erwischt- aber mit 53/11 ist es unmöglich hinunter nach Gossliwil weiterzutreten- Zwangspause- rechts weg auf die letzten 7km Rollerstrecke- die Hitze ist brutal- Schweiss all over- alles vollgesabbert- drücken was noch geht- die Flamme Rouge-

auf Anschlag in die extrem enge Zielkurve, über die Ziellinie- tot, abgebrannt aber der Swiss-Ami hat mich nicht geholt..

Zeit 27.51.12 und klarer Sieger der Master 2 / Overall Rang 5 und ganze 16‘ hinter dem Podest

Subjektiv durch die ungewohnt schmerzenden Beine ein total verkrampftes Rennen – Fakt aber ist, dass ich bis dato noch nie so hohe Werte gedrückt habe- trotzdem ärgert es mich, dass am Anstieg nicht mehr ging.

Der Fahrplan zur Master-WM in Albi FRA stimmt- technisch aber unbedingt noch die Übersetzung anpassen.

Die nächsten zwei Wochenende stehen noch ein Paarzeitfahren mit Michi und ein Einzelzeitfahren auf dem Kalender, dann wechsle ich auf‘s Bike um ab dem 16.07.17 mit Hansjürg Gerber als Grand Master Team die Bike Transalp durch die Dolomiten unter die Räder zu nehmen- Happy Trails

Dani

 

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Lüterkofen-Ichertswil 22.06.2017

9.Nationales Einzelzeitfahren Thun-West 14.05.2017

14.7km/140HM

Speedweek

Nun wo endlich klar ist, dass die Zeitfahr- Schweizermeisterschaft am 22.06.17 in Lüterkofen SO stattfinden wird, kam diese Woche mit drei intensiven Rennen gerade recht um so richtig Fahrt aufzunehmen.

Der Anfang machte das Mittwochabend Rennen vom RMVZOL in Russikon- zwei Runden mit knackigen Höhenmetern. Einmalmehr zeigte die Stage-Kurbel keine Werte an und prompt hat’s mich in der ersten Runde richtig hingestellt- klar hatte ich nach der Wanderwoche mit Pia noch gefühlt Wanderschuhe an den Füssen, aber das die erste Runde so desolat schwach war habe ich noch nie zuvor so extrem erlebt. Aufgeben ist keine Option, daher nahm ich auch die zweite Runde in Angriff- und erstaunlich- die Beine gingen einigermassen auf- what’s up ?? Abhaken und vorwärts schauen. Die nächste Chance am Sonntag in Thun, zuerst im Einzel und gleich anschliessend im Team mit Themann Michi.

Die Wetteraussichten verhiessen bis zum frühen Sonntagnachmittag trockene Verhältnisse. In der Hoffnung nun die Wanderschuhe endgültig abzulegen (und mein Magen-Darm dicht hält..) fuhr ich mich richtig gut auf der Rolle ein.

10.39 Uhr mein Start von der Rampe im gut besetzen Starterfeld der H3- nothing to lose, just fullgaz- und ja, mein Motor läuft schon viel besser und auch der Garmin gibt alle Daten zum Besten- also nicht überpacen! Die hohe Kadenz kann ich zwar auch heute nicht wie gewünscht halten, aber der Druck ist da. Die Strecke erstmals seit Jahren komplett trocken, kaum Wind und kein Verkehr. Den schnellen Kreisel in der Abfahrt nach Wahlen hätte man auch mit springen abkürzen können-lieber bremsen und aussen rum. Die letzten 2.3km leicht ansteigend zum Ziel nochmals ganz bewusst mit dickem Gang und über dem Schwellenbereich ins Ziel- Zeit 20.01.21 Ø 45.2km/h H3 Rang 1 / Overall Rang 1

EZF

Besser als ernsthaft erwartet- doch nun sofort für das Paarzeitfahren mit Michi den Transponder wechseln, auf die Rolle leicht ausfahren, essen trinken und bis zum Start um 12.29 Uhr wieder Spannung aufbauen- klingt so easy, die Beine aber gaben ein anderes Feedback..

 

 

Regenwolken ziehen auf und bis zu unserem Start gab’s Rückmeldungen von Fahrer, die in der schnellen Abfahrt zum Kreisel bereits auf nasser Strasse fahren mussten- Thun geht wohl nicht ohne nass! IMG_2536

Mit angesäuerten Beinen knallen wir nochmals auf die knappen 15km – Michi macht die erste 30“ Ablösung, ich halte mich so nah wie möglich in seinem Windschatten. Die Wechsel funktionieren gut- den leichten Anstieg nach Höfen drückt Michi von vorne so brutal hoch, dass ich sogar im Windschatten im Spitzenbereich fahren muss um nicht abreissen zu müssen..und dann kommt bereits wieder meine Ablösung-habe aus Fehler gelernt und drücke nun im noch „gesunden“ EB-Bereich (beim ersten PZF mit Michi hat’s mich komplett aufgestellt, war dauernd im tiefroten Bereich). Die ersten Tropfen auf der Brille, den feuchten Kreisel in Blumenstein von vorne ohne Risiko, dann ein Wolkenbruch und die Strasse ist wortwörtlich geflutet- Mundspülung im Windschatten, teils mit organischem Beigemüse 😦 die Abfahrt zum Highspeed-Kreisel müssen wir sehr früh anbremsen, anfangs kaum Bremswirkung- sachte rum- und nochmals mit maximalem Druck auf die letzten 2.3km und Seite an Seite durchs Ziel- Zeit 19.40.62 Ø 46km/h / Kategorie und Overall Rang 1

Fazit

Körperlich war es eine komische Woche, vermutlich aus der Wanderwoche nicht nur schwere Beine heimgenommen- daher super konnte ich heute zweimal sehr ansprechende Leistungen abrufen. Das stimmt zuversichtlich im Hinblick auf die SM im Juni, der Fahrplan passt.

Keep on going

Dani

9.Nationales Einzelzeitfahren Thun-West 14.05.2017

EZF Gürbetal 23.04.2017

Saisonstart im Gantrischgebiet 26.4km / 324Hm

Schon wieder eine ganze Weile her seit dem letzten Rennen und mit dem Gürbetaler wird meine Saison 2017 endlich lanciert.

Das Ramon als 800m Läufer sich zugleich als Duathlon- Rookie versucht und Pia uns an der Strecke anfeuert und Fotos schiesst macht den Saisoneinstieg noch schöner.

Nach einer Woche mit sehr harten Belastungen gehe ich ohne Resultaterwartungen in das sehr selektive Rennen. Wichtig ist mir die dicken Gänge zu drücken und Bike und Position zu spüren. Das Einfahren auf der Rolle lasse ich aus, fahre stattdessen zur Besichtigung mit Ramon zur sehr schnellen und technisch anspruchsvollen Waldabfahrt. Er startet um 11.58 Uhr – ich um 12.23 Uhr und bin sehr gespannt was die Beine noch hergeben werden.

Einfahren

Bei Sonnenschein und kühlen 10° mit leichter Bise werden wir sicher nicht überhitzen..rauf auf die Rampe und im 30“ Intervall lässt mich der Starthelfer mit der Startnummer 15 rausknallen- mit Highspeed auf die ersten 1.5km mit leichtem Gegenwind- schnell in Position- fühlt sich gut an, nicht überdrehen, zur Kontrolle ein Blick auf den Garmin, aber da steht rein gar nichts..kurz bin ich etwas konsterniert- hilft nichts, dann fährst du halt nach Gefühl- scharf rechts weg auf die nächste 1.5km Gerade –dicker Gang hin zum Anstieg – ganz Optimist mit dem 53er hinein- zu optimistisch- runter schalten und aus der Aeroposition- kurz wird’s flacher, steigt nochmals leicht an- rechts weg im Wiegetritt über die kleine Kuppe auf die Hauptstrasse nach Kirchdorf- leichtes auf und ab und dickem Gang ins Dorf- gelangweilte unkonzentrierte Streckenposten-  rechts weg leicht ansteigend in ein Nebenquartier- wieder scharf rechts weg auf eine kleine Anhöhe und hin zur rasanten Waldabfahrt- mit gegen 70km/h durch das Kurvengeschlängel im Schatten durch den Wald auf die Haarnadelkurve hin- anbremsen- durch-hochbeschleunigen und mit maximalem Schuss in die 90° Linkskurve hinaus in die Fläche zurück nach Mühlethurnen, durchs Ziel auf die nächsten zwei Runden.

 

AeroFahren nach Gefühl- keine Watt, Trittfrequenz und auch keine Pulsangaben, ganz speziell. Ich spüre gute Beine, kann drücken aber nicht die hohen Kadenzen und der Puls geht nicht wirklich hoch-logisch, die letzte Woche zeigt ihre Wirkung, aber die zwei letzten Runden kann ich trotzdem erstaunlich konstant fahren, auch wenn‘s jeweils am Anstieg nun doch sehr sehr weh tut. Die letzte 2km Gerade mit 53/11nochmals ganz bewusst die dicke Mühle treten und auf Tutti über die Ziellinie.

3. 15 Christen, Daniel 1966 Männer sixty-sixers 0:38:13,0 12:52,3 12:45,7 12:34,9 +1:35,3

Team

Fazit:

Ein gelungener Saisonstart- mit müden Beinen und Trainingsmaterial ganze 0.3“ hinter dem zweiten- und eine Welt hinter dem Sieger und Master-Weltmeister zurück, aber das Beste hebe ich mir für die SM (falls noch ein Austragungsort gefunden wird) und die UCI Master WM am 24.08.17 in Albi/FRA auf- hierfür habe ich letzte Woche von Swiss Cycling eine Wildcard zugesprochen bekommen 🙂

No shortcuts – Cool and Clean

Dani

 

EZF Gürbetal 23.04.2017

Ein unerfreulicher Nachtrag zum King of the Lake 2016

Dopingkontrolle beim Asvö King of the Lake | 20.10.2016

Dopingkontrolle beim Asvö King of the Lake6. ASVÖ King Of The Lake 2016

Igor Kopse aus der Wertung genommen!

Bei der 6. Austragung des King Of The Lake wurden, um einen sauberen und fairen Sport zu gewährleisten, vom Veranstalter initiierte und finanzierte Dopingkontrollen durchgeführt. Dabei kam es zu einem Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen im Sinne des Anti-Doping-Bundesgesetzes (ADBG).

Dopingkontrollen gewährleisten nicht nur einen sauberen und fairen Sport, sondern heben auch den sportlichen Stellenwert einer Veranstaltung. Wir sehen uns als Veranstalter bei Europas größtem Einzelzeitfahren in der Pflicht, eine Vorreiterrolle im Kampf gegen unerlaubte Leistungssteigerung, gegen Medikamentenmissbrauch und gegen Sportbetrug einzunehmen. Der Asvö King of the Lake steht für einen fairen und gesunden Sport. Deshalb ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass Dopingtests durchgeführt werden. Der Fall zeigt, dass diese Tests offensichtlich auch notwendig waren. Schwarze Schafe haben bei unserem Rennen nichts verloren, umso bedauerlicher ist der vorliegende Fall. Gleichzeitig gratulieren wir allen sauberen Sportlern, deren Leistung so einen noch höheren Stellenwert erlangt.

Die Presseerklärung der slowenischen Anti Doping Agentur SLOADO http://www.sloado.si/novice/223

 

Ein unerfreulicher Nachtrag zum King of the Lake 2016

PZF Messen Solothurn, 02.Oktober 2016

Mit dem bis dato für mich unbekannten Paarzeitfahren in Messen Solothurn, organisiert vom RC Olympia Biel, endet eine lange spannende Saison.

Nochmals zwei Runden à 8.2km mit Themann Michi als Team an der Leistungsschwelle kratzen, Laktat von den Zehen bis ins Ohrläppli spüren- nochmals den inneren Schweinehund überwinden um all out abzubrennen.

Dass der Abschluss noch nass und heftig böig werden musste, darauf hätte ich getrost verzichten können, aber mit einem Zeitfahrpartner der wirklich stark aus einer Sturzverletzung zurück kommt und meinen wieder herrlich drehenden Beinen macht unser Sport natürlich einfach nur grossen Spass.

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In 21.35 Min und einem Schnitt von 45.8km/h konnten wir die Kategorie Open als auch Overall gewinnen. Ein toller Saison Abschluss und zugleich höchst motivierend auf der jetzigen Basis aufzubauen- konkret heisst das in den kommenden Wintermonaten gezielt an der zeitfahrspezifischen Position und Kraftentfaltung zu feilen.

Nun hoffen wir auf einen wunderbar schönen und trockenen Herbst für lange und gemütliche Kaffee+Kuchen Ausfahrten mit dem Bike oder Rennrad

Dani

PZF Messen Solothurn, 02.Oktober 2016

King of the Lake 2016 – Das Einzelzeitfahren rund um den Attersee vom 24. September 2016

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Ich kann‘s fast nicht glauben, ich sitze im Auto von Daniel mit Pia nach Austria! Zwar am Freitag in aller herrgottsfrühe um 02.15 Uhr, aber es klappt endlich Mal. Mit Rennen in Austria hat es in den letzten Jahren nie geklappt, immer kam entweder krankheitshalber, arbeitstechnisch oder sonst was dazwischen, hat sich fast zum „Fluch“ ausgeweitet! Aber jetzt scheint es zu klappen….

Das Einzelzeitfahren rund um den Attersee mit 48 km und 250 Hm findet am Samstag statt und dies jetzt zum zweiten Mal auf einer komplett abgesperrten Strecke!

Es stehen 570 km mit einer Fahrzeit von 5:30 Std. an, mit Decke und Kissen bewaffnet machen wir (Pia + ich) es uns im Auto „gemütlich“. Daniel unser versierter Chauffeur bringt uns mit einem kurzen Kaffeestopp in runden 6 Stunden wohlbehalten ans Ziel – SEEWALCHEN AM ATTERSEE. Der Start war zwar harzig, die Autobahneinfahrt STANS-Nord war gesperrt, Auffahrt erst in HERGISWIL, dann Abzweiger RATHAUSEN ebenfalls zu, Umfahrung über ROTHENBURG, anschliessend wegen eines Unfalles in LACHEN SZ, wieder Umleitung auf die Hauptstrasse…….

Kurz nach Acht treffen wir im ****-Hotel ATTERSEE sein und steuern direkt ans Frühstückbuffet. Da die Zimmer noch nicht bezugsbreit sind, kurzer Spaziergang um die Beine zu vertreten. Um Elf können wir die Zimmer beziehen, kurzer Power-Nap und um Eins geht’s mit den Zeitfahrhobeln auf die Rekotour um den See. Selbstverständlich mit Pia als Fotografin auf Ihrem schnellen E-Bike im Schlepptau.

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Wir Nehmens gemütlich, Fotosession mit Pia, geniessen die Landschaft, ab und zu volle Power um die Beine zu kitzeln und der obligate Kaffee-Kuchen-Halt darf auch nicht fehlen. Da ich zum ersten Mal in diesem Jahr auf dem TT sitze, muss ich mich zuerst Mal an das spezielle Fahrverhalten und die Position (wieder) gewöhnen, die Arme und Rücken zwicken schon nach ein paar Minuten und Morgen soll ich diese Positionen fünfviertel Stunden einnehmen……….?!

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Cool –> Kurzvideo der Strecke!

Anschliessend Startnummer abholen, wir sind in der Kategorie U60 eingeteilt – wir werden definitiv Alt! Deren Montage geht fix und dann zum Apéro am See und ein sehr feines Nachtessen im Hotel zum Abschluss. Da der Start bei mir um 15:15 Uhr, resp. bei Daniel um 15.18 Uhr angesetzt ist, ist auch keine Eile bei der Bettruhe von Nöten!

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Der Start-Zielgelände liegt im Nachbardorf Schörfling am Attersee und der ATTERSEE wird im Uhrzeigersinn umrundet.

Am Samstag geht’s erstmal um Elf mal kurz noch auf die Strecke zum Einfahren, ab 12.15 Uhr beginnt die Veranstaltung mit dem 4-er-Mannschaftszeitfahren, wir schlagen derweil bis zum Start irgendwie die Zeit tot.

Meine „Taktik“ auf der ersten Streckenhälfte wäre so um 250 Watt zu fahren und auf dem Rückweg im Modus „All in“ so um 300 Watt auf die Pedale zu bringen!

Jetzt geht’s Schlag auf Schlag, im 15 Sekundenabständen werden die TT-Gladiatoren auf die Strecke gelassen, so jetzt bin ich gleich dran, einklicken und schon geht’s die Rampe runter auf die Strecke. Da gleich eine leichte Steigung ansteht, sofort in den Wiegetritt um den TT-Boliden hinauf zu wuchten, auf der Kuppe sofort die Aeroposition einnehmen und jetzt einfach „geniessen“….

Die 250 Watt kann ich fast nicht halten, die Beine schmerzen und in den Unterarmen stellen sich schnell leichte Krampferscheinungen ein! Gfeller, du bist ein Depp, das ganze Jahr nie auf dem TT-Hobel und gleich 48 km – eine seriöse Vorbereitung sieht (ganz) anders aus!

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Nun denn, da muss ich durch, kaum gedacht, flitzt oder besser schiesst Daniel regelrecht an mir vorbei! Wenigstens ein sixty-sixers der sehr flott unterwegs ist. Die Strecke ist unglaublich abwechslungsreich, mit Kuppen, schnellen Kurven, Abfahrten und technische Passagen, immer aufpassen auf die Schachtdeckel, es macht wirklich sehr viel Freude, wenn auch die Beine schnell höllisch schmerzen. Auf dem Rückweg sind es statt 300 Watt nur noch 200 Watt, soviel zum meiner derzeitigen Verfassung.

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Hans-Urs in voller Fahrt……………..

Nichtdestotrotz geht es viel zu schnell vorüber, nach „nur“ 1:17 Std (= 36.6 km/h – Rang 393 von 569) bin ich im Ziel, total abgekämpft,  aber überglücklich – hat trotz allem extrem viel Spass + Freude bereitet! Es kommt einem vor, als sei man an einem Zeitfahren à la „Tour de France“, einfach ein ganz geniales Feeling und Ambiente. An dieser Stelle ein ganz dickes Lob an die Organisatoren – eine Hammer-Veranstaltung!

Mein Fazit:

Eine Veranstaltung durch und durch auf Profi-Niveau in einer wunderbaren Gegend ausgetragen. In dieser lieblichen Seen-Landschaft macht es doppelt Spass und das Leiden ist schnell vergessen. Bei mir ist dabei sein zurzeit sowieso das Wichtigste, ich komme sicherlich im nächsten Jahr wieder. Mit (hoffentlich) einer besseren Form (sprich mehr km in den Beinen) und diversen Materialoptimierungen sollte doch eine Endzeit um 1:10 Std. für mich sicherlich drin liegen! Wir werden sehen………….…………….

Hans-Urs

Austria ist doch gar nicht so schlimm Hans-Urs 🙂  schön hat es doch noch mal geklappt.

Für mich ist dieses TT Race ein absolutes Highlight und würdiger Saisonabschluss- daher war ich auch ziemlich nervös. Nicht wegen der Distanz- nein- die Nachwehen des O-Tour Sturzes und eine leichte Grippe vermittelten mir nicht wirklich ein positives Körpergefühl um den angepeilten Sprung auf den Thron des Kings zu schaffen.

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Umso mehr bin ich nun total happy das meine Beine doch zu 98% drehten und ich mit der Zeit von 1.03.12 Std Ø 45km/h immerhin ganz nahe beim Thron des U60 King of the Lake hin stehen durfte (U60 Rang 2 / Overall Rang 21)

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Nächstes Jahr wird der King gestürzt- der König ist tot-es lebe der König

Dani

King of the Lake 2016 – Das Einzelzeitfahren rund um den Attersee vom 24. September 2016