UCI Grand Fondo Championships Poznan / Polen 29.08.-01.09.2019

uci

Nach der Zeitfahr-Schweizermeisterschaft, die ich nicht gerade mit einer Topleistung absolvieren konnte, nahm ich etwas raus um mich fokussiert auf die Amateur Master WM in Poznan Polen vorzubereiten. Dazu gehörte im Juli die Teilnahme am Teamzeitfahren in Sulz zusammen mit Paul- und da fand ich auch meine Beine wieder- einfach herrlich wenn es dreht. Das national Bernische Einzelzeitfahren am 1.August in Bleienbach war die nächste Bestätigung, dass die Form stimmt. Als letzter Schliff sollte zwei Wochen vor der WM der Rothaus Bike Giro mit vier kurzen knackigen Etappen dienen. Auch da lief es super- immer auf dem Podest der alten Säcke, aber gegen einen 55kg Grand Master war mit meinen 79kg einfach kein Kraut gewachsen- viel wichtiger aber, ich bin förmig. Die Woche darauf nur noch kurze intensive Einheiten, Material Check und in der Nacht auf Sonntag die lange Fahrt nach Posen ins Tomarowa Apartment , zusammen im Konvoi mit Manfred, Felix und Ella.

Die Fahrt easy ohne Stress mit genügend Pausen. Einchecken am späten Nachmittag für das Apartment zuoberst im 16. Stock mit fantastischer Sicht über Posen.

Apartment

Die Wetteraussichten Hochsommerlich bei über 30°C- genial- so können Pia und Ella die Sehenswürdigkeiten der Stadt abmarschieren und wir bei bestem Wetter die Grand Fondo und Zeitfahrstrecke abfahren. Mein Fokus ist und war immer klar auf das TT Rennen als mein Highlight des Jahres ausgelegt, das Strassenrennen nehme ich wiederum als grosses Abenteuer in Angriff.

Montag schon gegen 09.00 Uhr, um der Hitze zu entgehen, gehen wir zusammen auf die Besichtigung der Strassenrennen Strecke, bis sich bei Km40 die Medio und Gran Fondo Strecken teilen. Nun bin ich für 110km alleine unterwegs- heiss, sehr schnell da total flach, feiner Belag, Abschnitte mit Kraterfelder und Schlaglöcher, unendlich lange Geraden zwischen Baum-Alleen und viel Gegenwind- wenige Kurven und keine technische Anforderungen..

supermarkt
Heiss-Durst- und polnisch ist nicht zu verstehen

Frage auf Strava an meine Kollegen; wie kriegen wir hier all die Heuer im Feld los ?? Antwort von Roger: es wird viele Stürze geben und Windkantenstaffeln- also konzentriert vorne fahren ! Klingt logisch, macht mir aber echt Sorgen.

Dienstag geht’s mit dem Auto 45‘ hinaus in die Pampas zum Bednary Driving Center um die Zeitfahrstrecke über 18.3km und 51 Hm abzufahren- Eindruck; Roller Strecke da Flach- enge schmutzige Gegenverkehr Kurven- und viel Wind- ansonsten technisch anspruchslos.

Mittwoch den Start und Zielbereich der Strassenstrecke abfahren, alles verinnerlichen und ab zur Akkreditierung und Kontrolle der TT-Maschine. Und ja, die Polen haben wohl das Desaster in Varese mitbekommen- ziemlich speditiv werden uns die Race Packages ausgehändigt. Auch die Schlange an der Ausmesslehre ist nicht zu lange- alles ok- nur das Bike von Manfred muss noch einer gröberen Anpassung unterzogen werden- die Extension sind zur Armauflage zu hoch- man(n) sollte halt nicht noch kurz vor der WM rumbasteln..

Donnerstag-Renntag Time Trail 18.3km/51Hm                                                             

Start Age Group 50-54 mit der Startnummer 787 um 13.17.30. Entsprechend früh geht‘s am Morgen los, raus zum Bednary Driving Center- Schattenplatz suchen, den heute soll es gegen 33° heiss werden- einrichten, Startgelände erkunden, dann einfach nur rumhängen und im Gras dösen.

TTwarmup1
Warm-up von Manfred und Felix

Exakt nach Zeitplan geht’s 11.30 Uhr auf die Freirolle ins Aufwärmprogramm- mit Kühltuch und Eis Spray kühlen so gut es nur irgendwie geht- 12.00 runter von der Rolle-Schweiss abtrocknen-Gel rein- Überschuhe hochziehen, Helm auf und nervös zum Startbereich zur Bike Kontrolle- Motor Doping Scan ok- rauf auf die Rampe und mein Puls rast urplötzlich in unerklärlich hohen Sphären…somit ist mein Rennen bereits hier und jetzt gelaufen-Herzrasen- ich könnte schreien, weinen…. Countdown und ab mit Drehzahlbegrenzer. Bis zum Wendepunkt möchte ich am liebsten einfach nur die Beine hängen lassen, kämpfe mit Emotionen- wenden fast im Stillstand um die Pylone und im Wiegetritt wieder raufbeschleunigen- hallo-was ist passiert? nun dreht mein Motor plötzlich Vollgas und die letzten 9.2km kann ich über 100% abrufen- voll auf Anschlag rein auf die Rennpiste

TT Race
ohne Worte

und dem Erbrechen nahe in 24.49.51 ins Ziel- mit 30 Watt unter der Normalleistung reicht es zum 10.Rang mit gerademal 47“ Rückstand auf den Sieger- es ist zum kotzen. Die ehrliche Selbstreflektion zeigt auf, dass ich mit selbstauferlegtem Erwartungsdruck (und nicht zum ersten Mal) nicht umgehen kann- so viel investiert- super Form und Beine um zumindest ein Top five Ergebnis zu erreichen- zerbrochen an mir selbst- riesige Enttäuschung-Brutal.

Freitag auf das Rennrad-Kopf lüften und erneut den Start-und Zielbereich in einer 50km Schleife abfahren- erneut brutal heiss. Auf Grund der teils miesen Strassenverhältnissen und Rat von Manfred montiere ich an meinen Aerolaufrädern anstelle der TT Reifen pannensichere Continental 5000.

Posen

Heute Abend essen wir mal auswärts in der malerischen Altstadt polnische Pierogi Gerichte und trinken guten Wein- Balsam für die Seele- das Leben ist schön.

Der Samstag ist Race-Prep Tag- wir Schweizer, zusammen mit Uli dem deutschen Weltmeister und Team Estonia, gehen die Beine drehen und letzter Material Check. Die neuen Pneus laufen gut und geben mir die Sicherheit nicht auf Grund von schlechtem Material das Rennen zu verhauen. Ich gebe es zu, mir ist Angst und Bange wenn ich daran denke mit 270 Age Groupern die 151km/451Hm unter die Räder zu nehmen. Ein Radler am Nachmittag mit Pia und Manfred im kühlen Biergarten und Älplermagronen zum Znacht im Apartment von Ella und Felix, bei einem guten Glas Wein entspannen wunderbar.

Biergarten

Meine Form könnte kaum besser sein und äs chund wiäs chund- Velofahre chasch ja oder..

Sonntag-Renntag Gran Fondo 150km/451Hm

Start der Age Group 50-54 um 09.28 Uhr- bereits 45‘ vorher finde ich mich im Startblock ein und small talke mit den Italienern.

Die Favoriten sind ganz vorne platziert- ja, vorne hat’s immer Platz- das wird eines meiner Moto für heute sein. Möglichst all den Heuern hinten aus dem Weg gehen. Pünktlich wird die Meute losgelassen, das Abenteuer kann beginnen- absolut konzentriert sprinte ich nach vorne- full stopp- Chaos pur, wir haben das Leaderauto überholt und müssen dies nun irgendwie wieder nach vorne lassen- dann erfolgt der offizielle Start. Meine Position ist immer rechts und möglichst weit vorne- da sind meist die erfahrenen routinierten Fahrer-weniger Stress- raus aus der Stadt auf breiter Strasse. Nach 5km steht schon die erste Ambulanz-drin sitzt ein vom Asphalt geschundener Fahrer. Bei km9 die erste scharfe rechts Kurve weg von der Hauptstrasse in eine schmalere Nebenstrasse- und nicht weiter verwunderlich kracht es hinten schon mal richtig heftig.

imFeld

Bei jeder der wenigen noch folgenden Richtungsänderungen werden durch blödsinnige Bremsmanöver und Wellen Fahrer zu Boden geschickt-zur rechten Zeit am richtigen Ort sein- und dann verhaken sich bei km50 zwei vor mir und reissen gleich weitere mit zu Boden-Vollbremsung, reflexartig ausweichen mit Jump über ein Vorderrad- huerä Glück gha und im Sprint wieder nach vorne. Im Dorf Pinne bei km60 ist die erste und wirklich ernennungswürdige längere ansteigende Welle mit Seitenwind- war mir schon bei der Reko Fahrt klar, dass hier die ersten konkreten Angriffe erfolgen werden. Prompt bilden sich Windkantenstaffeln und vor mir wird die Lücke nicht geschlossen-shit- sofort auf Anschlag der Spitzengruppe hinterher und meine Beine drehen fantastisch. Oben auf der Welle die erste Verpflegungsstation-und Witz lass nach, gemäss Rider Briefing am Vorabend sollen wir absteigen und selber Wasser holen.. an einer WM, die höchste sportliche Herausforderung für uns Amateure- einfach nur lächerlich. Ich habe zwei Bidon mit einer grösseren Prise Salz drin dabei-muss reichen. Fast logisch, dass nun dutzende von Helfer am Strassenrand stehen und Bidon oder Musette reichen- ein Fahrer vor mir macht Anstalten von seinem Helfer eine Musette zu erhaschen- drücke mich vorsichtshalber vorbei und schon knallt’s heftig-die Musette im Lenker verheddert…zur Richtigen Zeit am richtigen Ort ! Nun holen wir immer mehr Medio Fondo Altersgruppen ein und plötzlich sind auch die Frauen in unserem Feld- dies macht anscheinend den einen oder anderen Fahrer nervös- blödsinnige Positionskämpfe/Macht-und Ego Gehabe und schon knallt gewaltig neben mir- hysterisches Frauengekreische und heftige Knackgeräusche von Mensch und Material- ein Gemetzel! Vorne lanciert Bruce Bird Attacke um Attacke und sofort springen Ihm alle ans Hinterrad- ich schaue zu und warte-noch ist es viel zu weit ins Ziel- zu viel Gegenwind auf den langen Geraden. Im weiteren Rennverlauf bis zur zweiten Verpflegung bei km103 wird vorne immer wieder gebummelt, was mich veranlasst zwei drei Mal rauszuknallen, doch keiner will richtig mitfahren-Abbruch, rechts ran, einordnen und konzentriert bleiben. So bei km120 bin ich bei einem deutschen Fahrer und frage ob jemand rausgefahren sei- „ja, das Führungsmotorrad ist nicht mehr vor uns“ tatsächlich, habe ich doch wieder den Postabgang verschlafen und fast logisch, es ist der Kanadier Bruce Bird mit der Nummer 909 die fehlt- ist ja mit seiner Körpergrösse im Feld kaum zu übersehen. Shit- irgendwo in einem kleinen Dorf bei Km90 hat der letztjährige Doppelweltmeister Bruce eine Attacke lanciert. Nun rotiert es in meinem Kopf und schon knalle ich volle Kanne aus dem Feld raus- will ich dem Massenprint mit den noch immer 50Mann starken Feld aus dem Weg gehen und eine Medaille gewinnen, muss ich jetzt alles in eine Waagschale werfen und die 25km bis in Ziel als Zeitfahrer runterhauen- wie sagt mein Freund und Teamkamerad Hans-Urs doch immer ; „wir verdienen unser Geld nicht mit Velofahren“ also all in !

Ein Belgier springt sofort an mein Hinterrad- will Ihn in die Ablösung bringen- er verweigert- Kraftausdruck auf Englisch- drücke noch mehr und weg ist er. Jetzt oder nie, lasse keine Zweifel aufkommen und drücke mit Hammer Beinen eine super Pace- ein Blick zurück, das Feld schaut sich an- keiner hebt den Arsch- gut so, darauf habe ich gehofft- Unterlenker und Blick nach vorne. Nach ca.4km sehe ich ein Führungsmotorrad und Auto vor mir- es ist tatsächlich Bruce, sehe das Kanada Wappen- ein massiver Motivationsschub lässt mich geradezu zu Ihm hinfliegen- gehe sofort vorbei und rufe „come on let’s work together“ und er sagt „I need a rest, I’m not a machine“ Ich glaube nicht recht zu hören und frage, ob er mit mir spiele- toter Mann spielen und dann mich runter spurten- No I’m not playing with you- zwinge Ihm eine Führung auf, doch da fehlt der Druck- rufe ihm zu; come on they gone catch us if we don’t push hard !

break mit Bruce
all in

Doch da kommt zu wenig- übernehme nun wirklich lange Ablösungen bis 10km vor dem Ziel, da lasse ich meinem Ärger freien Lauf und sage zu Ihm ; hey you’re the defending World Champion, what’s going on ??? Er übernimmt eine kurze Führung, aber nun ist für mich klar, dass er nicht spielt, er ist kaputt und kann sich gerade so in meinem Windschatten halten. Noch 5km und das Kopfkino dreht, einfach nicht übertölpeln lassen, wachsam sein- ihn nochmals in den Wind setzen. 2km vor dem Ziel fahren wir in eine andere Age Group rein – gar nicht gut- denn nun sind wir voll in deren Massenprint drin- sehe Bruce links von mir im Pulk sprinten- all out und mit Leichtigkeit sprinte ich durch jede Lücke auf die letzten 150m ins Ziel

Finish
real or not ?

UNGLAUBLICH ICH BIN WELTMEISTER– schreien und weinen alles auf einmal- nach dem Ziel werde ich von Bruce umarmt- er gratuliert und bedankt sich, dass ich Ihm die Silber Medaille ermöglicht habe- ein fairer und echter Sportsmann. Keine Zeit um weiter zu plaudern, schon steht der UCI Funktionär bei mir und plombiert mein Bike und gibt mir ab jetzt 30‘ Zeit um mich bei der Dopingkontrolle in Gate 7 zu melden. Pia begleitet mich und gibt mir erstmal die dringendst benötigten Getränke

Endlich komme ich nach Jahren in den Genuss einer Dopingkontrolle- zuerst wird mein Bike auf Tech-Doping und Gewicht getestet. Dann erfolgt die genau Instruktion durch UCI Kommissär Mr.Smalles zur Dopingkontrolle Prozedur, welche aber nicht ohne einen offiziellen Ausweis oder Lizenz erfolgen kann- hektische Telefonate mit Pia und Manfred, welcher mir dann im Hotel, nach suchen und wühlen in meinem Gepäck, ein WhatsApp Foto mit meiner UCI Lizenz sendet. Als erster der 10 definierten Probanden kann ich die A und B Probe dem Reglement entsprechend mit Urin füllen- auf eine Blutkontrolle wurde vermutlich aus Kostengründen verzichtet, was ich persönlich sehr bedaure.. mit „No news are good news” werde ich verabschiedet.

Ab 15.00 Uhr finden die Siegerehrungen mit Weltmeister Trikot, Medaillen und National Hymne statt- sportlich der ergreifendste und emotionalste Moment in meinem Leben, den ich nie vergessen werde.

Podium
Ein Traum wird wahr- Danke für alles

Alles ist auf den Punkt perfekt zusammen gekommen- Top Form, technisch und taktisch alles richtig gemacht, das nötige Glück und- ich wollte tatsächlich endlich mal kein Geld verdienen sondern einfach Velofahren….

Wer Lust hat kann auch auf Strava den Rennbericht von Bruce Bird lesen- geschrieben von einem wahren Sportsmann- Bruce, du hast meinen vollsten Respekt

Ride on

Dani

UCI Grand Fondo Championships Poznan / Polen 29.08.-01.09.2019

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Weinfelden 26.06.2019

Die Hitzewelle hat auch den Kanton Thurgau im Griff. In Weinfelden fanden die nationalen Zeitfahrmeisterschaften bei rund 35 Grad im Schatten statt. Die extremen Bedingungen hinderten «Hausherr» Stefan Küng nicht daran, sich zum dritten Mal in Serie die Goldmedaille umhängen zu lassen. Es sei nie einfach, eine Schweizer Meisterschaft zu gewinnen, erst recht nicht bei solchen Verhältnissen, erwiderte der 25-jährige Thurgauer auf die Frage, ob er als Favorit nicht fast habe reüssieren müssen. > Quelle swiss-cycling.ch

Ja und genau diese Hitzewelle hat mir heute total alles abverlangt ! Schon auf der lockeren Reko Runde um 14.00 Uhr war klar, dass die Sonnen und Asphaltabstrahlung einfach nur brutal ist, aber bis dato konnte ich solche Bedingungen psychisch und physisch gut annehmen und meine Leistung abrufen (auch das Einfahren am Vorabend bei grosser Hitze verlief super) Pia holt inzwischen Transponder und Startnummer ab- in die Badi zu gehen wäre definitiv der bessere Entscheid gewesen- Danke

Einfahren im Schatten bei Bussnang- kühlen mit Eisspray und nassen Tüchern-Schweiss in Strömen- ein riesiger Ventilator oder eine Eis-Kühlweste wie bei Stefan Küng von FDJ wäre nötig gewesen- 10′ vor dem Start Helm auf und zur Bike-Kontrolle- alles gut. Start um 15.25 Uhr und als letzter der Master 2 von der Rampe auf die kurzen aber heftigen 14.4km/95Hm. Die Pacing-Strategie klar, doch schon nach den ersten 200m ist bereits alles komplett obsolet, mein Motor will heute nicht drehen. Puls viel zu hoch- Leistung massiv zu tief- und das Kopfkino fängt gnadenlos an zu drehen…. Frust, Hilflosigkeit und Versagensangst mit einer super Form in ein SM-Desaster zu fahren. Ruhig bleiben und das unvermeidliche akzeptieren, drücken was geht, die Beine nicht hängen lassen aber die extrem frustrierende Leistungsanzeige ignorieren! Was für eine Erlösung, endlich ist der Zielbogen in Sicht- nun aber, koste es was es wolle, wenigstens die letzten 500m nochmals alles rausquetschen was nur irgendwie geht- tot-kaputt- erledigt- enttäuschtes Kopf schütteln und abwarten.

Zeit 19:47.26 und knappe 2″ vor Walter und 6″ vor Alex- die letzten Meter haben entschieden- never give up ! Master II Rang 1 / Overall Rang 8

Mein mit Abstand am härtesten erkämpfter Schweizermeister-Titel ! Warum mein Körper heute derart heftig auf die Hitze reagiert hat – keine Ahnung.

Nun etwas rausnehmen und dann wieder sachte aufbauen für die UCI TT Master WM in Polen Ende August

Ride on

Dani

Schweizermeisterschaft Zeitfahren Weinfelden 26.06.2019

BOE Zeitfahren Krauchthal 19.05.2019

20km / 110Hm

Mit der Teilnahme am BOE Zeitfahren im Krauchthal wird endlich auch meine Saison eröffnet. Geplant war schon zwei Wochen vorher am Gürbetaler Zeitfahren teilzunehmen, aber bei 3° und Regen brauchte es keine Überredungskünste um stattdessen länger im Bett zu bleiben und dann im Verlauf des Morgens ein virtuelles Rennen auf dem Ergo zu absolvieren. Aber eben, Training ist nicht Rennen, daher war es mir wichtig bis zur SM in Weinfelden Ende Juni Rennkilometer zu machen. So wurde der Swiss Cycling Rennkalender nach Zeitfahrrennen durchkämmt und noch zwei passende Renn Termine gefunden.

Der Ex-Profi Marcel Wyss ist der Organisator des Krauchthal Zeitfahrens und bot am Sonntagvormittag vor dem Rennen einen Zeitfahr-Lehrgang für Nachwuchsfahrer und Interessierte an- klar bin auch ich dabei- es gibt immer was zu lernen. Im Vorfeld wurden interessante Unterlagen zu allen relevanten Themen fürs Selbststudium zugesendet, welche dann am Sonntagmorgen durch Marcel Kapitel für Kapitel durchgegangen und mit Praxisbeispielen uns 12 Teilnehmern erläutert wurden. Wir hätten wohl den ganzen Tag fragen und diskutieren können, so vielschichtig ist die ganze Materie des Zeitfahrens. Für mich persönlich habe ich die Kapitel „richtig Einfahren und Renn-Pacing “ dick angestrichen. Nach einem Teller Spaghetti und Apfelmus geht’s etwas später zusammen auf die Streckenbesichtigung, begleitet von Marcel auf einem massiv getuntem E-Bike, wobei er unsere Position auf der Maschine beobachtete und im Anschluss Empfehlungen abgab.

20‘ Einfahren nun nach neuesten Erkenntnissen vom Lehrgang (Laktat habe auch gute Aspekte..) Dunkle Wolken am Himmel und rechtzeitig zum Start fallen die ersten Tropfen- der erste Count-Down des Jahres und ab geht’s in ein spannendes neues Rennjahr.

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Die neue tiefere Position mit leicht angewinkelten Extension fühlt sich im Rennmodus gut an, die Beine nicht so drehfreudig wie gewünscht, aber nach den letzten harten Intervall Trainings nicht weiter verwunderlich- am 26.06.19 an der SM in Weinfelden wird abgerechnet. Ein solider Start in die Saison, darauf kann ich aufbauen.

sixty-sixers Hobby C 1966 Zeit 27:01 44.42 km/h Kat. Rang1 / Overall Rang 10

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Dani

BOE Zeitfahren Krauchthal 19.05.2019

Squadra Trainingslager auf Mallorca 17.03.-24.03.2019

Auch dieses Jahr ist die Squadra nicht in Vollbesetzung ins Trainingslager eingerückt. Hans-Urs genoss anstelle seine Honeymoon Reise mit Andrea. Dafür verstärkte uns kurzfristig Marc- wir werden dieses Jahr erneut ein MTB Etappenrennen zusammen bestreiten.

Roger als unser „Capitaine de Route“ führte uns auch dieses Jahr wieder auf neuen Routen durch die herrliche Insel- super. Harte Einheiten am Berg, Windstaffeln mit Kantä Figgä und natürlich unsere schon fast legendären all out Finale- ja alles war dabei- täglich heftiger Wind und überraschender Regen und Kälte am Coll D’Honor.

Einmal mehr in jeder Beziehung eine tolle Woche- super kameradschaftlich, physisch fordernd und höchst motivierend- Danke an alle

Die Grundlage für eine spannende Saison ist gelegt

Ride on

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Squadra Trainingslager auf Mallorca 17.03.-24.03.2019

06-07.10.2018 Tre Valli Varesine Gran Fondo UCI WM Qualifikation 2019

Eine lange und intensive Saison neigt sich mit diesem Race Weekend definitiv dem Ende zu. Noch voller WM Emotionen und Rennfieber habe ich mich schon drei Tage später für diesen Qualifikations-Event im Zeitfahren und Strassenrennen zur WM 2019 in Possen/Polen angemeldet. Zwei Wochen später beim King of the Lake noch voll im Saft fühlte ich bei den anschliessenden Rennen in Fulenbach und Trail Hero langsam aber sicher eine zunehmende, auch Mentale Müdigkeit- also nochmals aufraffen und all out. Ziel ist es bei beiden Rennen die Qualifikation zu schaffen, konkret innerhalb der ersten 25% der Starter zu sein. Beim Zeitfahren mit 18 Angemeldeten somit unter den besten vier !

Anreise bereits am Freitagmittag. Mit dabei sind auch Felix und Manfred vom VC Ehrendingen (Age-Group 60-64) Perfekt einquartiert gleich neben dem Start der Zeitfahrstrecke beim Ippodromo im Hotel Atahotel Varese.

Am Nachmittag geht’s bei bestem Wetter auf eine lockere Reko-Fahrt der Zeitfahrstrecke und einen Teil des Strassenrennens. Für das Wochenende ist aber leider eine hohe Regenwahrscheinlichkeit prognostiziert..

 

 

 

Individual Time Trial 22km/175Hm

Samstagmorgen, der Himmel bewölkt aber noch trocken, die Startunterlagen holen (eindeutig weniger Chaos 🙂 ) und zurück ins Hotel. Es verbleibt mehr als genug Zeit um Chip und Nummer zu montieren- Start um 15.37.30. Gehe über die Mittagszeit in der Tiefgarage 40‘ auf die Freirolle-

hilft den Organismus zu wecken und die aufkommende Nervosität im Zaum zu halten- danach im Zimmer Zeit totschlagen bis zum Warmfahren gegen 14.45 Uhr- Helm auf und zum Start, es ist trocken aber kühl- UCI Bike Check- alles i/O und in den Warteraum- mit der Nummer 76 auf die Rampe und mit dem letzten Countdown 2018  nochmals all out. Die Strecke noch bestens bekannt, finde schnell in den Rhythmus, bin im Flow- es dreht absolut super gut- kaum Wind- die Zeit vergeht wie im Fluge- fast schon meditativ- Kreisel-Tunnel-Wendepunkt-Highspeed zurück-Tunnel- Schlaglöcher- die kurze Rampe hoch zum Ippodromo und auf Anschlag im Ziel in 29.35.45- klare Age-Group Bestzeit und sogar Overall Tagesbestzeit- Wow.

Mit typisch italienischer Verspätung dann die Siegerehrung im Race-Village mit UCI Qualifier Sieger Trikot und Medaille, überreicht gemäss Speaker durch „Super VIP“ Maurizio Fondriest, einer italienische Radsportlegende.

und als Tagesschnellster noch eine Spezial Prämierung mit netter Dame 🙂

Manfred und Felix runden mit Ihrem zweiten und dritten Platz unser tolles Ergebnis ab- bei gutem Italienischem Essen und einem Glas Rotwein feiern wir unser Resultat und die geschaffte WM Qualifikation 2019

Gran Fondo 127km/1990Hm

Start um 09.35 im zugewiesenen Age Group 50-54 Startblock- bin um 09.10 Uhr da und wie zu erwarten war schon total gefüllt, das nun doch tolle Herbstwetter hat wohl viele Nachmelder akquiriert-shit-kurzentschlossen entlang der Absperrung nach vorne, Bike und Rider rüber hieven- sehr gut, ca. 300 Positionen gut gemacht…gemäss Speaker sind über 500 Fahrer gemeldet, viele werden aber dann auf den Medio Fondo abbiegen, da Sie keine WM Qualifikation beabsichtigt haben. Mit AC/DC’s Highway to Hell geht’s pünktlich los und like Hell knalle ich nach vorne und platziere mich in einer möglichst sicheren Position aussen rechts. Heute ist sogar der Tunnel beleuchtet- ein gutes Gefühl so ohne Schreie und Sturzgeräusche.. ohne Zwischenfälle zum ersten und echten Scharfrichter hoch zur Alpe Tedesco- und da gibt der WM zweite im Italo-Jersey mal kräftig Gas, bleibt zwar noch in Sichtweite aber ich leide gröber. Schnell zeigt sich mit wem ich heute die Runde fahren werde- in die schnelle enge Abfahrt und beim zweiten Anstieg bei Brusimpiano verabschieden sich mit dem Leader noch zwei andere Italos- unmöglich denen zu folgen. Zu viert (zwei Italiener und zwei Schweizer) versuchen wir nun mit fast schon harmonisch sauberen Ablösungen (natürlich nicht ohne ständiges Jammern Sie seien kaputt und könnten nur noch kurze Ablösungen fahren- du bist so schnell usw-blablabla- mein Kommentar; let’s Race !) den Schaden in Grenzen zu halten und holen tatsächlich bei Km110 zwei Ausreisser ein- nur das Italo-Jersey ist definitiv weg. Also geht es jetzt um die letzten zwei Podest Plätze (diesmal irre ich mich nicht..) und die Harmonie ist schlagartig weg- zweimal sprinte ich entlang dem Lago di Varese raus, werde aber umgehend gestellt, leider von jüngeren die wir eingeholt haben und in deren Windschatten fast gratis, meine direkten Konkurrenten 😦 Die letzten 4km hoch nach Varese werden also entscheiden- halte mich zurück und tatsächlich greifen die zwei eingeholten Italos an- gehe mit, versuche aber nicht zu überdrehen-komme wieder ran-fahre vorbei, habe aber keine Reserven um nun den Konter zu setzen-Flamme Rouge und wieder sprinten die zwei los- nun alles oder nichts hinterher- einer muss absitzen, gehe vorbei und mit Brechreiz und total blauen Beinen als dritter im Ziel- so affengeil-Zeit 3.39.53

Die Siegerehrung verpasse ich leider im ganzen Durcheinander mit zu knappem Organisation-Zeitplan, Transponder Abgabe und Hotelcheck-Out – schade aber die Emotionen sind für immer gespeichert 🙂

Nun aber ist mein Pulver verschossen, kein Bock mehr auf Startnummern und Laktatschwemme. So endet mit diesem top Highlight auch meine extrem spannende und emotionsgeladene Saison 2018 – danke für alles.

Ride on

Dani

06-07.10.2018 Tre Valli Varesine Gran Fondo UCI WM Qualifikation 2019

Trail Hero am Titisee-Neustadt 30.09.2018

„Trail Hero am Titisee“?! Nie gehört, so war meine Reaktion als mich Daniel im Hochsommer angerufen hat. Ein fast unmöglicher „60 % Trailanteil“ soll das erstmalige Bikerennen aufweisen und das im Schwarzwald mit der berüchtigten 2-Meter-Regel. Kaum zu glauben, aber auf der Homepage steht alles genau so geschrieben uns das ganz witzig produzierte Video passt perfekt und macht richtig gluschtig sich gleich anzumelden.

Wahlweise eine oder zwei Runden kann gefahren werden, pro Runde sind 1’250 Höhenmeter zu bewältigen und das Beste: Während dem Rennen kann jeder spontan entscheiden ob man(n) sich die 2. Runde antun möchte…

Kurz entschlossen melde mich sogleich an und konfrontiere Daniel mit meiner Anmeldung. Gehörig unter Druck jetzt, wird noch schnell Ramon überredet das Iron-Bike-Rennen in Einsiedeln sausen zu lassen und mit den „Alten“ den Trail Hero zu befahren. Diesmal sind Pia und Andrea mit dabei und unsere 5’er Truppe bereit für das Helden-Abenteuer bei Neustadt am Titisee. Wir sind am Titisee einquartiert für 2 Nächte, Christen’s können nur eine Nacht buchen, da ist die Suche nach einer passenden Unterkunft nicht ganz einfach. Wegen den beginnenden Herbstferien, haben wohl die Hotels wenig Lust, ihre Zimmer für nur eine Nacht herzurichten – denen scheint es richtig (zu) gut zu gehen…

Plan

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Am Samstag geht zur obligaten Rekoinspizierfahrt, wir treffen uns um die Mittagszeit bei bestem Wetter im Startgelände bei der Hochfirstschanze. Daniel und Ramon treffen nach einem Riesenumweg J vom Hotel zum Treffpunkt mit leichter Verspätung ein und schon geht’s auf einen Teil der Strecke. Die Test-, respektive Trainingsstecke bestätigt die Versprechen des Organisators (Profi Simon Stiebjahn vom Bulls-Bike-Team), super Strecke bergauf und bergab – wir können uns freuen! Das wird ein Bikefest am Sonntag!

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Dann abends gemeinsames Essen in unserem Romantik Hotel Treschers****, wunderbar getafelt und dann zeitig, voller Vorfreude geht’s zu Bett.

Da der Start erst um 10.30 Uhr abgesetzt ist, so kann für einmal das Frühstückbüffet in vernünftigem Mass genossen werden

Kurz nach 10 Uhr treffe ich im Start-/Zielgelände ein und suche den richtigen Startblock für mich, die sind nämlich nach Zeiten für eine Runde beschriftet. Der Bock D mit 1:50 bis 2:00 Stunden scheint mir realistisch, also sofort rein ins Getümmel, der Block ist nämlich bereits gut gefüllt.

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Im 2 Minutentakt geht’s dann schon los, das Rennen beginnt. Das übliche Gerangel und Hektik in den ersten Kurven findet komischerweise nicht statt, alles läuft in geordneten Bahnen ab. Vielleicht liegt es am relativ kleinen Startfeld, knapp unter 300 Fahrer sind gemeldet. Schnell habe ich meinen Rhythmus gefunden, ja nicht auf der ersten Runde „überzocken“, wenn ich schon da bin, will ich zwei Runden absolvieren. Die fiesen Rampen im letzten Drittel der Runden schmerzen gewaltig, schon kommen die ersten (negativen oder vernünftigen) Gedanken „Hans-Urs – Lass es gut sein, eine Runde reicht bei deinem Niveau.“ Jetzt muss ich mich entscheiden, ich fahre die steile Auslauframpe hoch: links zum Ziel oder rechts auf die zweite Runde?! Trotz müden Beinen, die 2. Runde muss einfach sein, selber Schuld, wenn du (zu) wenig trainiert hast. Plötzlich merke ich, da ist keiner mehr. Da waren wohl meine „Mitstreiter“ richtige „Weichbecher“ oder einfach nur vernünftig. Alle wählten den direkten linken Weg ins Ziel. Nun denn, so fahre ich halt nun praktisch mutterseelenallein die zweite Runde ab.

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Nur 36 der 214 gestarteten Hobbyfahrer haben die 2. Runde absolviert, all diese sind die wahren Heros! Ich bin auf der 2. Runde sogar schneller unterwegs gewesen, eher unüblich, aber in der ersten Runde hat es doch ab und zu gestockt. Auch musste kurz nach dem Start den Sattel nachziehen, noch nie passiert, muss beim nächsten Mal vorher die Schrauben checken. Dies zeugt nicht von einer seriösen Vorbereitung, nur mit einer Luftdruckkontrolle ist es eben nicht getan…

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Die 2. Runde macht wirklich Spass, auf der ganzen Runde konnte ich doch noch 5 Fahrer überholen, ansonsten geniessen der Strecke und gegen Ende musst ich aber ganz, ganz hart beissen, die fiesen kleinen Rampen ziehen mir fast den Stecker. Trotz allem einen ganz kleinen Schlusssprint hingelegt, mit 4:45 Stunden im ganzen hinteren Teil vom Feld gelandet. Macht nichts, für mich bin ich der Held. Sehr glücklich und extrem zufrieden geht’s zum Duschen ins Freibad.

Fazit: Eine absolute „geile“ Strecke bergauf und auch bergab, für richtige Biker mit Renngenen einfach ein Muss! Ein kleines Verbesserungspotential gibt es nur bei den Verpflegungsstellen, im Startgelände gehört noch ein zusätzlicher Posten für 2-Runden- Racer hin, ohne meinen Notprivat wäre ich direkt in einen Hungerast „gerast“…

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf’s 2019!

Hans-Urs

Nachtrag: Besonders toll ist das Goodie – die Foto’s des Sportfotografen können sich die Heroes kostenlos downloaden – Super Sache!

Dank einem Tipp von Bike-Kollege Michi aus DE wurde ich auf dieses erstmalig ausgetragene Bike-Race am Titisee aufmerksam gemacht- und das Format mit vielen Trails und nicht zu langen Aufstiegen hat mir sogleich total zugesagt. Nun wäre es natürlich toll als Family Race-Team da teilzunehmen-für Ramon eine nicht ganz einfache Entscheidung, hat er doch noch eine Rechnung mit IRB Einsiedeln offen der zur gleichen Zeit stattfindet- aber mit oder gegen den „Alten“ zu fahren hat ja auch seinen Reiz , so war die Gegenwehr nicht allzu heftig 🙂 (unser jüngster Fäbu hatte einen betrieblichen Lehrlingskurs zu besuchen- ist def. wichtiger als go umä bikä)

Einquartiert sind wir auf der gegenüberliegenden Seite von Titisee-Neustadt, dazwischen der Hochfirst, in Gaich in der heimeligen Pension Hochfirst- schön gelegen und nur knappe 7km vom Startgelände weg…wenn man richtig fahren würde!  Sorry Jefe für die Verspätung zur Reko Runde.

Sonntagmorgen kurz vor 10.00 Uhr geht’s über die Hochfirststrasse (und wieder mit Orientierungsproblemen und schon leichtem Anflug von nervöser Hektik..) rechtzeitig schaffen wir‘s hin und stehen im ersten Startblock ein, das Wetter einfach perfekt !

Für Ramon und mich ist klar, wir fahren zwei Runden- bin echt gespannt wie sich unser 800m Läufer auf 64km/2500Hm schlagen wird. Auf kurzer Distanz und Anstiegen habe ich null Brot gegen Ihn- ist zu spritzig und explosiv gegen meinen (immerhin) Euro 6 HDI-Diesel… Startschuss und sofort preschen wir nach vorne und hängen uns dem Spitzenquintett an. Das Tempo auf den ersten 8km und moderat steigenden Waldstrassen hin zum ersten Hügel ist hoch- die führenden werden vermutlich nur eine Runde fahren- also möglichst im Windschatten bleiben, was aber sobald es steiler wird nicht mehr klappt.Schon oben, heizen den flowigen schmalen Singel-Trail runter, wollen aufholen, werden aber bald vom schnellsten Bergfahrer blockiert- shit-der sitzt voll auf der Bremse, kommen dann aber doch irgendwie vorbei. Leider überholt uns dieser aber hinauf zum Hochfirst wieder, doch oben zwänge ich mich energisch vor Ihm in den nächsten schnellen Trail und lasse es laufen- Ramon hat da weniger Glück und muss sich im Trail vorbei kämpfen/würgen- ich warte nicht und fahre zu, spüre ab bald jemand im Rücken und tatsächlich holt er mich noch vor den steilen Schotter-und Waldpassagen wieder ein. So fahren wir als Team die verwinkelten, mit Rampen gespickten 12km zurück zum Ziel und biegen gemäss Speaker als die zwei führenden Fun Fahrer auf die zweite Runde ein 🙂  nun wird es sich zeigen, ob wir zusammen die Pace durchziehen können, doch kaum über die Zeitmessungs-Matte gefahren beendet ein lautes „OU NÄI“ alle Spekulationen und Freude schlagartig- „han ä Plattä“ ruft Ramon- huerä shit mein Feedback – ich kann nicht warten und ziehe leider alleine durch 😦 wirklich sehr schade- so wird es nun eine einsame zweite Runde, zwar immer noch zügig und biketechnisch nicht minder schön, aber ziemlich emotionslos- zu gerne hätte ich die zwei Runden mit Ramon durchgeheizt- so habe ich keinen Druck und geniesse die vielen roten Fliegenpilze entlang der Waldtrails und den Mini-Wasserfall, eingebettet im herrlichen grün von Moos und Farn. Da stehen Pia und auch Ramon, feuern mich an und schiessen Fotos- Danke- nochmals einen Teil der verwurzelten Cross Country Strecke hochfahren, durch den Schanzentisch-Tunnel und runter ins Ziel in 3.18.25 M3 Rang1 und Overall Rang 1

Ramon reicht es trotz dem unglaublichen Pneuschlitzer auf 1 Runde 32km/1250Hm in der Kategorie Männer zum tollen 2.Rang und Overall Rang 4- herzliche Gratulation- super Leistung, bin mächtig stolz auf Dich, hast mir nichts geschenkt- freue mich auf unser nächstes gemeinsames Rennen 🙂

Wirklich eine tolle Strecke, kaum Asphalt und tatsächlich viele herrliche Singel-Trails mit Wurzeln und Steinen versetzt, aber technisch nicht schwierig. Dass nur 36 Fahrer (davon 11 Lizenz Fahrer/innen) die zwei Runden absolviert haben ist überraschend, aber ich hoffe das all die positiven Feedbacks für 2019 mehr Teilnehmer motivieren an diesem genialen Bike-Race teilzunehmen.

Wir kommen sicher wieder

Ride on

Dani

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trail Hero am Titisee-Neustadt 30.09.2018

Paar-und Einzelzeitfahren Fulenbach 23.09.2018

20km/65Hm

Segeln im Sturmtief Fabienne, das war heute beim kleinen aber feinen Zeitfahren von Daniela & Herbert auf abwechslungsreicher Strecke angesagt. Schon bei der Besichtigung mit Michi hat’s mächtig gerüttelt- da wird das Windschattenfahren huerä heikel- also lieber nicht allzu nahe dran bleiben, doch die Scheibe bleibt drin aber vorne nur die 60mm Felge.

14.00 der Start für die zwei Runden im Team, welche wir wie gewohnt sehr harmonisch absolvierten- wobei auch zu überholende Autos und Fahrer auf Streckenbesichtigung uns nicht aus der Ruhe brachten…einzig eine heftige Windböhe lies in einer rechts Kurve beinahe Michi’s Vorderrad einklappen-viel Glück gehabt- im Ziel mit klarer Bestzeit 🙂

Eine knappe  Stunde später um 15.23 mein Start als Einzelfahrer.

Frisch und spritzig ist anders, aber ich wollte nochmals einen guten Trainigsreiz setzen für die WM Quali in Varese in zwei Wochen. Fabienne gab nun immer mehr Gas, jetzt hätte ich wirklich nicht mehr als Team fahren wollen. Böen von allen Seiten liessen mich heftig an die Extension krallen und mit dem Popometer auf dem Sattel Rodeo zu reiten, um auszugleichen und irgendwie auf der Spur zu bleiben. Mit fast identischen Wattwerten des PZF im Ziel und äs Blüemli für Pia gewonnen 🙂 Nun nehme ich es eine Woche locker, dann fahren Hans-Urs, Ramon und ich den Trail Hero Bike Marathon in Titisee-Neustadt bevor dann am 06/07.10.18 in Varese  nochmals all out gefordert ist

Ride on

Dani

Paar-und Einzelzeitfahren Fulenbach 23.09.2018