Ein unerfreulicher Nachtrag zum King of the Lake 2016

Dopingkontrolle beim Asvö King of the Lake | 20.10.2016

Dopingkontrolle beim Asvö King of the Lake6. ASVÖ King Of The Lake 2016

Igor Kopse aus der Wertung genommen!

Bei der 6. Austragung des King Of The Lake wurden, um einen sauberen und fairen Sport zu gewährleisten, vom Veranstalter initiierte und finanzierte Dopingkontrollen durchgeführt. Dabei kam es zu einem Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen im Sinne des Anti-Doping-Bundesgesetzes (ADBG).

Dopingkontrollen gewährleisten nicht nur einen sauberen und fairen Sport, sondern heben auch den sportlichen Stellenwert einer Veranstaltung. Wir sehen uns als Veranstalter bei Europas größtem Einzelzeitfahren in der Pflicht, eine Vorreiterrolle im Kampf gegen unerlaubte Leistungssteigerung, gegen Medikamentenmissbrauch und gegen Sportbetrug einzunehmen. Der Asvö King of the Lake steht für einen fairen und gesunden Sport. Deshalb ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass Dopingtests durchgeführt werden. Der Fall zeigt, dass diese Tests offensichtlich auch notwendig waren. Schwarze Schafe haben bei unserem Rennen nichts verloren, umso bedauerlicher ist der vorliegende Fall. Gleichzeitig gratulieren wir allen sauberen Sportlern, deren Leistung so einen noch höheren Stellenwert erlangt.

Die Presseerklärung der slowenischen Anti Doping Agentur SLOADO http://www.sloado.si/novice/223

 

Ein unerfreulicher Nachtrag zum King of the Lake 2016

PZF Messen Solothurn, 02.Oktober 2016

Mit dem bis dato für mich unbekannten Paarzeitfahren in Messen Solothurn, organisiert vom RC Olympia Biel, endet eine lange spannende Saison.

Nochmals zwei Runden à 8.2km mit Themann Michi als Team an der Leistungsschwelle kratzen, Laktat von den Zehen bis ins Ohrläppli spüren- nochmals den inneren Schweinehund überwinden um all out abzubrennen.

Dass der Abschluss noch nass und heftig böig werden musste, darauf hätte ich getrost verzichten können, aber mit einem Zeitfahrpartner der wirklich stark aus einer Sturzverletzung zurück kommt und meinen wieder herrlich drehenden Beinen macht unser Sport natürlich einfach nur grossen Spass.

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In 21.35 Min und einem Schnitt von 45.8km/h konnten wir die Kategorie Open als auch Overall gewinnen. Ein toller Saison Abschluss und zugleich höchst motivierend auf der jetzigen Basis aufzubauen- konkret heisst das in den kommenden Wintermonaten gezielt an der zeitfahrspezifischen Position und Kraftentfaltung zu feilen.

Nun hoffen wir auf einen wunderbar schönen und trockenen Herbst für lange und gemütliche Kaffee+Kuchen Ausfahrten mit dem Bike oder Rennrad

Dani

PZF Messen Solothurn, 02.Oktober 2016

King of the Lake 2016 – Das Einzelzeitfahren rund um den Attersee vom 24. September 2016

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Ich kann‘s fast nicht glauben, ich sitze im Auto von Daniel mit Pia nach Austria! Zwar am Freitag in aller herrgottsfrühe um 02.15 Uhr, aber es klappt endlich Mal. Mit Rennen in Austria hat es in den letzten Jahren nie geklappt, immer kam entweder krankheitshalber, arbeitstechnisch oder sonst was dazwischen, hat sich fast zum „Fluch“ ausgeweitet! Aber jetzt scheint es zu klappen….

Das Einzelzeitfahren rund um den Attersee mit 48 km und 250 Hm findet am Samstag statt und dies jetzt zum zweiten Mal auf einer komplett abgesperrten Strecke!

Es stehen 570 km mit einer Fahrzeit von 5:30 Std. an, mit Decke und Kissen bewaffnet machen wir (Pia + ich) es uns im Auto „gemütlich“. Daniel unser versierter Chauffeur bringt uns mit einem kurzen Kaffeestopp in runden 6 Stunden wohlbehalten ans Ziel – SEEWALCHEN AM ATTERSEE. Der Start war zwar harzig, die Autobahneinfahrt STANS-Nord war gesperrt, Auffahrt erst in HERGISWIL, dann Abzweiger RATHAUSEN ebenfalls zu, Umfahrung über ROTHENBURG, anschliessend wegen eines Unfalles in LACHEN SZ, wieder Umleitung auf die Hauptstrasse…….

Kurz nach Acht treffen wir im ****-Hotel ATTERSEE sein und steuern direkt ans Frühstückbuffet. Da die Zimmer noch nicht bezugsbreit sind, kurzer Spaziergang um die Beine zu vertreten. Um Elf können wir die Zimmer beziehen, kurzer Power-Nap und um Eins geht’s mit den Zeitfahrhobeln auf die Rekotour um den See. Selbstverständlich mit Pia als Fotografin auf Ihrem schnellen E-Bike im Schlepptau.

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Wir Nehmens gemütlich, Fotosession mit Pia, geniessen die Landschaft, ab und zu volle Power um die Beine zu kitzeln und der obligate Kaffee-Kuchen-Halt darf auch nicht fehlen. Da ich zum ersten Mal in diesem Jahr auf dem TT sitze, muss ich mich zuerst Mal an das spezielle Fahrverhalten und die Position (wieder) gewöhnen, die Arme und Rücken zwicken schon nach ein paar Minuten und Morgen soll ich diese Positionen fünfviertel Stunden einnehmen……….?!

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Cool –> Kurzvideo der Strecke!

Anschliessend Startnummer abholen, wir sind in der Kategorie U60 eingeteilt – wir werden definitiv Alt! Deren Montage geht fix und dann zum Apéro am See und ein sehr feines Nachtessen im Hotel zum Abschluss. Da der Start bei mir um 15:15 Uhr, resp. bei Daniel um 15.18 Uhr angesetzt ist, ist auch keine Eile bei der Bettruhe von Nöten!

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Der Start-Zielgelände liegt im Nachbardorf Schörfling am Attersee und der ATTERSEE wird im Uhrzeigersinn umrundet.

Am Samstag geht’s erstmal um Elf mal kurz noch auf die Strecke zum Einfahren, ab 12.15 Uhr beginnt die Veranstaltung mit dem 4-er-Mannschaftszeitfahren, wir schlagen derweil bis zum Start irgendwie die Zeit tot.

Meine „Taktik“ auf der ersten Streckenhälfte wäre so um 250 Watt zu fahren und auf dem Rückweg im Modus „All in“ so um 300 Watt auf die Pedale zu bringen!

Jetzt geht’s Schlag auf Schlag, im 15 Sekundenabständen werden die TT-Gladiatoren auf die Strecke gelassen, so jetzt bin ich gleich dran, einklicken und schon geht’s die Rampe runter auf die Strecke. Da gleich eine leichte Steigung ansteht, sofort in den Wiegetritt um den TT-Boliden hinauf zu wuchten, auf der Kuppe sofort die Aeroposition einnehmen und jetzt einfach „geniessen“….

Die 250 Watt kann ich fast nicht halten, die Beine schmerzen und in den Unterarmen stellen sich schnell leichte Krampferscheinungen ein! Gfeller, du bist ein Depp, das ganze Jahr nie auf dem TT-Hobel und gleich 48 km – eine seriöse Vorbereitung sieht (ganz) anders aus!

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Nun denn, da muss ich durch, kaum gedacht, flitzt oder besser schiesst Daniel regelrecht an mir vorbei! Wenigstens ein sixty-sixers der sehr flott unterwegs ist. Die Strecke ist unglaublich abwechslungsreich, mit Kuppen, schnellen Kurven, Abfahrten und technische Passagen, immer aufpassen auf die Schachtdeckel, es macht wirklich sehr viel Freude, wenn auch die Beine schnell höllisch schmerzen. Auf dem Rückweg sind es statt 300 Watt nur noch 200 Watt, soviel zum meiner derzeitigen Verfassung.

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Hans-Urs in voller Fahrt……………..

Nichtdestotrotz geht es viel zu schnell vorüber, nach „nur“ 1:17 Std (= 36.6 km/h – Rang 393 von 569) bin ich im Ziel, total abgekämpft,  aber überglücklich – hat trotz allem extrem viel Spass + Freude bereitet! Es kommt einem vor, als sei man an einem Zeitfahren à la „Tour de France“, einfach ein ganz geniales Feeling und Ambiente. An dieser Stelle ein ganz dickes Lob an die Organisatoren – eine Hammer-Veranstaltung!

Mein Fazit:

Eine Veranstaltung durch und durch auf Profi-Niveau in einer wunderbaren Gegend ausgetragen. In dieser lieblichen Seen-Landschaft macht es doppelt Spass und das Leiden ist schnell vergessen. Bei mir ist dabei sein zurzeit sowieso das Wichtigste, ich komme sicherlich im nächsten Jahr wieder. Mit (hoffentlich) einer besseren Form (sprich mehr km in den Beinen) und diversen Materialoptimierungen sollte doch eine Endzeit um 1:10 Std. für mich sicherlich drin liegen! Wir werden sehen………….…………….

Hans-Urs

Austria ist doch gar nicht so schlimm Hans-Urs 🙂  schön hat es doch noch mal geklappt.

Für mich ist dieses TT Race ein absolutes Highlight und würdiger Saisonabschluss- daher war ich auch ziemlich nervös. Nicht wegen der Distanz- nein- die Nachwehen des O-Tour Sturzes und eine leichte Grippe vermittelten mir nicht wirklich ein positives Körpergefühl um den angepeilten Sprung auf den Thron des Kings zu schaffen.

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Umso mehr bin ich nun total happy das meine Beine doch zu 98% drehten und ich mit der Zeit von 1.03.12 Std Ø 45km/h immerhin ganz nahe beim Thron des U60 King of the Lake hin stehen durfte (U60 Rang 2 / Overall Rang 21)

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Nächstes Jahr wird der King gestürzt- der König ist tot-es lebe der König

Dani

King of the Lake 2016 – Das Einzelzeitfahren rund um den Attersee vom 24. September 2016

O-Tour Bikemarathon Alpnach, 11.09.2016

85km/3080Hm

Soll ich oder soll ich nicht- die O-Tour war nie eingeplant, mein Lieblings Rennen ist es auch nicht, doch ein offerierter Startplatz von Deinrad GmbH und die tollen Wetteraussichten lies mich nach 4 Jahren Abstinenz ganz spontan das Heimrennen wieder einmal unter die Räder nehmen.

Sonntagmorgen gegen 07.00 Uhr in aller Ruhe nach Alpnach und mitten im Dorf einen Parkplatz ergattert- ganz kurz einfahren und ab in den Startblock.

Familien Power gibt’s heute nicht- selbst ist der Mann.

Start um 08.01 Uhr und sofort ganz nach vorne zur Spitze, welche ich lange gerade so halten kann, doch nach dem ersten von noch mehreren Kettenproblemen ist der Zug abgefahren- ist mir recht, so überdrehe ich nicht und fahre nun meinen Rhythmus über die knackige mit Steinen bespickte Polenstrasse zum Schrotenegg und über die Lochalp zum Langis. In den flachen Passagen zum Kaltbad lutscht ein Junger ständig im Windschatten, will ihn vorbei lassen, was er aber partout nicht will-„warum du mich hesch überholed?? jetz du fahre“- ich bremse voll ab- Kraftausdrücke werden ausgetauscht, dann lässt er abreisen…Soweit alles geregelt, alleine weiter zum Langis, dann über teils kiesbedeckte Abfahrten in Richtung Schneeloch- sehe einen Fun 3 vor mir- den hole ich mir zurück- kaum gedacht mit viel zu viel Speed in eine zumachende leicht kiesige Linkskurve- das reicht nie- bremsen-driften-Bein raus- zu spät- Highspeed Abflug über die Strassenkante in die Bäume- Bum- überall Schmerzen- leicht desorientiert Bike packen und rauf auf die Strasse kraxeln- der linke Arm ist wie elektrisiert, spüre die Hand kaum- rauf aufs Bike- alles funktioniert noch- Prellungen und Schürfungen all over – from Hero to Zero- sehr kontrolliert über die Schoried Trails runter nach Alpnach. Kurz denke ich über eine Aufgabe nach, doch die Beine fühlen sich sehr gut an und behindernde Schmerzen spüre ich (noch) keine- also weiter. Alleine über den Flugplatz, Kernwald und mit guter Kadenz hinauf zu Ächerli. Im Ächerli Wiesentrail muss ich die vor der Passhöhe überholte Damen Leaderin wieder vorbei lassen…schon extrem was ein angeknacktes Selbstvertrauen ausmacht- aber nochmals abfliegen will ich nun wirklich nicht, Ego hin oder her. Spätestens aber als ich das Fun Leader Trikot sehr unsicher fahrend vor mir in einem Trail sehe und umgehend stehen lassen kann, wittere ich die Chance doch noch ein gutes Resultat rausfahren zu können. Die Motivation ist zurück, jede Welle wird voll durchgezogen und die letzten Trails runter zum Flugplatz machen sogar echt Spass. Nochmals richtig über die Fläche drücken und in 4.25 Std. im Ziel.

Fun 3 Rang 3 / Overall 33

Schnell unter die Dusche um Dreck und verkrustetes Blut loszuwerden, dann zur Sanität- sehr viel Glück gehabt, nur Schürfungen und viele Prellungen von der Hüfte bis zum Nacken.

Nicht ganz optimal für das lange Einzelzeitfahren King of the Lake im Salzburger Land in zwei Wochen- schmirä und salbä hilft allenthalbä

Dani

Statusmitteilung

WMCF Master Cycling Classic-Time Trail St.Johann 24.08.2016

20km / 100Hm

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Wer würde nicht gerne mal an einer WM teilnehmen, auch wenn es „nur“ eine Parallelorganisation zur offiziellen UCI ist? Schon letztes Jahr wurde ich auf diese Veranstaltung vor den Toren von Kitzbühel aufmerksam, aber nicht weiter verfolgt. Am 1.August Rennen in Bleienbach wurde ich dann von einem arrivierten Master Zeitfahrer wieder auf diesen Anlass aufmerksam gemacht und als dann Anfang letzter Woche noch ein Fahrer mich auf die Teilnahme angesprochen hat , war der Anker gesetzt und die Homepage www.masterswm.org nun ziemlich intensiv studiert.

Eine E-Mail an Swiss-Cycling gab mir die Gewissheit auch ohne nationale Lizenz aber mit Tageslizenz „um 10 €“ da starten zu können. Nun noch familiär und geschäftlich checken ob so eine kurzfristige Absenz überhaupt machbar ist und akzeptiert wird, und auf den Meldeschluss hin ist der 66er für die inoffizielle Master WM bei den Herren 4 angemeldet.

Hotel buchen, Treffpunkt mit Kollegen die schon vor Ort sind vereinbaren und ab in die Garage um den TT-Flieger gemäss UCI Reglement innerhalb der +/- 5cm Toleranzen einzustellen und noch paar Trainings in der neuen Aeroposition absolvieren.

Fahrt in der Nacht auf Dienstag nach St.Johann im Tirol. Check in um 07.30 Uhr und ab ans Frühstücksbuffet. Treffpunkt 11.00 Uhr auf dem Flughafen zum Airport-Sprint, wo Nicole schon mal den ersten Pokal abräumt. Dann geht’s zusammen zur Streckenbesichtigung- Michi als mehrmaliger Teilnehmer gibt Tipps und ich versuche mir die Strecke zu verinnerlichen und entsprechend die Pacing-Strategie zurecht zu legen- eine kurze 8% Steigung vor dem Wendepunkt, wenige sanfte Kurven, dann lange Geraden und der Rückweg ganz leicht ansteigend- Fazit- maximale Dauerleistung ist gefragt- all out- auf keinen Fall die Beine hängen lassen.

Gegen 16.00 Uhr die Nummer holen und Konsultation der Startliste, ich starte als 4.letzter M4 um 11.27.30 Uhr. Da die offizielle UCI Master WM vom 1.-4. Sept.2016 im fernen Perth Australia stattfinden wird, ist unser Teilnehmerfeld mit namhaften Fahrer vertreten, die sich den weiten und teuren Ausflug nicht leisten wollen/können.

Im Hotel beim üblichen Rennvorbereitungs-Ritual fällt mir auf, dass die Zahl auf der Startnummer komisch auf mich wirkt- tatsächlich, anstelle der 296 bekam ich die 269- schnell zurück ins Race-Büro und tauschen. Mein erstes WM-Rennen kann kommen 🙂

Tagwache früh um 07.00 Uhr, leichtes Frühstück, dann nervöses rumhängen bis ich kurz vor 10 Uhr nach Erpfendorf zum Start fahre- will da gemäss Wettkampf Info den Racer eine Stunde vor dem Start in der Lehre überprüfen lassen- weit gefehlt- O-Ton; geht nicht, gibt’s nicht, dein Radl musste ja schon vorher nach UCI sein! ich bin aber Hobbyfahrer mit Tageslizenz, musste mein Rad neu einstellen- was? Tageslizenz gibt’s bei uns überhaupt nicht ! Da hat es mir kurz die Sprache verschlagen 😦  Der Funktionär kennt anscheinend die Veranstalter Rennausschreibung nicht- ich verzichte auf eine weitere Konfrontation und verziehe mich leicht agro- hoffe die Einstellung mit Lot und Meter unter Mithilfe von Sohn Fäbu stimmen..

Mental schon leicht „angeheizt“ fahre ich mich nun auf der Rolle richtig warm- Heavy Metal im Ohr- Gel rein, trinken- Beine fühlen sich von der VAUDE gut erholt an- äs chund guet

Helm und Brille auf und 10‘ vor dem Start leicht nervös zur Radkontrolle…Der Funktionär nimmt sich Zeit und stellt mein Bike  erst 4‘ vor meinem Start in die Lehre- alles ok- gottseidank, hätte wohl kaum noch Zeit gehabt was zu ändern!

Rauf auf die Startrampe, tief durchatmen- im 30“ Takt lassen Sie uns auf die Strecke- schon ertönt mein Count-Down und ab geht’s ins WM Abenteuer  – sofort im Wiegetritt kurz aber heftig über der Schwelle hochbeschleunigen und in die Aeroposition- nun gibt es nichts mehr zu studieren- nur Druck, Trittfrequenz und Position ist wichtig- die Beine drehen super-Übermotivation ist aber fehl am Platz, nur nicht überdrehen- es ist brutal heiss und schnell läuft der Schweiss in Strömen- jeder Kilometer ist mit einem Schild markiert- ab Km5 brennt‘s schon ziemlich heftig, da sind die Km Markierungen keine Motivation mehr, nein- du siehst deinen noch ausstehenden Leidensweg! Da kann ich den ersten Fahrer ein-und überholen- nur nicht im Windschatten fahren und ja keine Mittellinie überfahren- überall stehen Funktionäre oder fahren mit Auto oder Moto hinterher- bei Km8 die Steigung- hoch wuchten und oben sofort mit Extrapower über der Schwelle weiterdrücken um mit viel Schwung zum Wendepunkt zu fliegen- da die Fahne und ein Funktionär- volle Kanne bis kurz vor den Scheitelpunkt- heftig anbremsen, in einem Zug rum und sofort hochbeschleunigen, nur keinen Schwung verlieren hin zur kurzen Abfahrt- bei knappen 67km/h lasse ich da erstmals die Beine gaaaanz leicht hängen, will durchschnaufen, aber das kostet Zeit-no way- du bist an einer WM- nid lugg la, tammi- aber es tut nun wirklich brutal weh und die verdammten Schilder zeigen noch unendlich lange 8km bis ins Ziel. Kopf runter, Blick durch schweissverschmierte Brille auf den Garmin, Pulsschlag bis hinter die Ohren und trotzdem drücken was noch geht- die letzten 2km- ich bin total Anschlag und das Erbrechen-Gefühl steigt immer höher- der letzte Kilometer- es wird um Sekunden gehen- los gib alles was du noch hast! Mit Stöhnen und total abgebrannt im Ziel- Blick auf die Anzeigetafel 25.37.21 Ø 46.6km/h , aber 4 Fahrer kommen noch.

Die nächsten paar Minuten versuche ich wieder zu Atem zu kommen und die zittrigen Beine etwas auszudrehen- schnell zurück zum Ziel und da höre ich den Speaker gerade das Klassement M4 ausrufen; und im dritten Rang der Schweizer- wow- unglaublich-Hammer- Euphorie

Locker ausfahren, essen trinken und schnell ein phone call back home zu Pia und den Jungs-Sie haben im Liveticker bereits gesehen was abging und es war wie vermutet verdammt knapp- ganze 1.33 Sekunden Vorsprung auf den vierten- nur eine Pedalumdrehung weniger mit richtig Druck und weg ist die Medaille! Nach ganz vorne fehlte eine Welt, zum zweiten knappe 16“.

Die Siegerzeremonie am Abend ein tolles Erlebnis- total echt und sehr wertschätzend den Athleten/innen gegenüber- mit allem drum und dran- National Flaggen Aufzug für jeden Podest Fahrer und Nationalhymne für den Sieger- Pokal und Medaille, zwei Flaschen Wein von Radlegende Francesco Moser-diese Eindrücke und Gefühle werde ich nie vergessen.

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Jeder Schweisstropfen bei den harten Ergo Wintertrainings Suicide-Intervallen ist vergessen und voll und ganz zurück bezahlt- Danke für alles

Nachtrag:

Was mich leider sehr nachdenklich und wütend macht, ist die Tatsache, dass ich auf dem Weg zur Siegerehrung mit einem mehrfachen TT Master Weltmeister (wir kennen uns von einem gemeinsamen TT-Material Test-Event) aus Deutschland gesprochen habe und er mich über unseren M4 Sieger aus DE aufgeklärt hat- Gesperrt im Juli 2015 wegen Dopingvergehens – ich hatte echt Mühe diesem auf dem Podest die Hand zu reichen.

Als wäre das nicht genug, ruft mich unser Sohn Ramon am Donnerstag nach dem Mittagessen an den PC- er hat den Namen des zweitrangierten M4 Fahrer aus RUS gegoogelt- Resultat auf der offiziellen UCI Seite: Sperre wegen EPO bis 24.03.2016 ! Der ist nun auf dem Weg an die Bahn Master WM in Manchester..

Rennausschreibung des Organisators: Dopingkontrollen: Es finden Dopingkontrollen statt, bitte beachten Sie die Aushänge im Zielraum.

Ich habe keine Aushänge gefunden..

Schöne heile Welt – trotz allem aber lassen wir uns die Freude und Begeisterung für unseren tollen Sport nicht nehmen

Mein nächstes Ziel ist nun die Qualifikation zur offiziellen UCI Weltmeisterschaft 2017 in Frankreich- Keep on going

Cool & Clean

Dani

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VAUDE Trans Schwarzwald 10-14.August 2016

5 Etappen / 412km / 11800 hm

Auf der Suche nach etwas neuem sind wir 66er im Frühling auf diese Bike Marathon Veranstaltung gestossen- und da der Schwarzwald uns eh immer gefallen hat und das Format mit 5 Etappen und Einzelstart auch zusagt, wurde angemeldet. Der Blick auf die Eckdaten der Etappen erscheinen uns als gut machbar- müssen nun aber gestehen, dass wir das Race massiv unterschätzt haben..

Pia buchte uns möglichst nahe zu den kleinen Etappendörfern die Hotelzimmer und wird uns täglich die müden Beine massieren und wenn nötig auch hin und her shutteln. Fahrt am Dienstagnachmittag nach Offenburg zur Akkreditierung, das Einfahren und Race-Briefing lassen wir aus und gehen stattdessen gemütlich im schönen Dorf essen.

Da ein Filtern der Starterliste nach Altersklassen nicht möglich war, habe ich auch keine Ahnung an wem ich mich orientieren kann-egal- Vollgas, dann schauen.

1 Etappe Offenburg -> Sasbachwalden (11 Uhr) 67 km / 2.300 hm

Wir alten Säcke stehen ganz hinten im Startblock D ein- muss wohl oder übel die kurze neutralisierte Startphase ausnutzen um möglichst vor den ersten Trails nach vorne zu kommen. Das gelingt auch ganz gut und im ersten richtigen Anstieg wird kurz aber heftig sortiert und ich kann meinen Rhythmus fahren. Schon in den aller ersten Trails wird schnell klar, dass punkto Genuss und Technikanforderung aber auch wirklich überhaupt kein Vergleich zum Black Forest oder Furtwangen Marathon besteht- schlicht genial und wirklich fordernd. Mit guten Beinen hänge ich mich den Jungen an- auch Windschatten lutschen ist mir recht 😉DSC_0036.JPG

Nach 03:17:23,1 müde aber mit einem breiten Grinsen im Ziel – Master 3 Rang 1 mit 4 Min. Vorsprung

19.00 Uhr ab zur Siegerehrung und lasse mir erstmals ein Leader-Trikot überstreifen- Genial

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2.Etappe Sasbachwalden -> Bad Rippoldsau-Schapbach (10 Uhr) 66 km / 2.500 hm

Am Vorabend hat’s noch geregnet und gemäss Streckenprofil geht’s anfangs auf denselben steilen und technischen Singeltrails der ersten Etappe einfach umgekehrt wieder zurück.. viele Steine und Wurzeln- mache mir bei nassen Bedingungen leicht Sorgen bezüglich meiner diesjährigen etwas dürftigen Bike Technik. Nun dürfen alle Kategorien Leader im Startblock A hinter der Elite einstehen- DSC_0079.JPG

ab geht’s direkt in den ersten steilen Anstieg aus Sasbachwalden raus in die Rebberge- leider macht mir mein Motor einen Strich durch die Rechnung und zwingt mich nach 1.5km zu einen Not-Stopp- erstaunte Blicke der Konkurrenten- geht’s Daniel ?- shit- nein- Puls runterfahren und nach einer gefühlten Ewigkeit, knalle ich wie wenn nichts gewesen wäre dem Pulk hinterher- Ruhig bleiben auch wenn ich nun in den technischen Trails im Stau stecken bleibe- und wäre das nicht schon genug Leid, fühlt sich mein Vorderrad in einer Trailabfahrt nach Km12 auf einmal sehr schwammig an- Verdammt- anhalten- es zischt, aber wo? Kartusche raus und nachpumpen- massiv spritzt Milch raus- ich fasse es nicht, der Pneu ist seitlich zur Felge hoch angeritzt oder ist es eine defekte Naht ?…Irreparabel- Rad raus- Schlauch rein, die Hände voll Racemilch-Sauerei- mit der letzten CO2 Kartusche pumpen und endlich weiter- erneut weit hinten- grosse Frustration, das Leader Trikot ist definitiv verloren. Noch 50km Zeit um den gewaltigen Frust mit Speed abzubauen… Im Ziel in 03:40:03,1- M3 Rang 4 und nun 8 Min. Rückstand auf den Leader M3

Noch vor dem Duschen wird ein neuer Rocket Ron mit Snake-Skin aufgezogen- danke dem Simplon Rennmechaniker für die Pressluft. Bezüglich Technik-Support hat die Organisation noch Luft nach oben.

3.Etappe Bad Rippoldsau-Schapbach -> Donaueschingen (10 Uhr) 104 km / 2.600 hm

Die erste wirklich lange Etappe mit langen flachen Passagen am Schluss steht auf dem Programm- könnte mir liegen. Nun aus Startblock B und ohne Leader Trikot und somit ohne Druck- wieder der Jäger und nicht der gejagte?!! Die ersten 10km neutralisiert- immer hektisch, allen wollen nach vorne- dann ist das Rennen frei. Grosse Konfusion dann bei Km20- Lausbuben haben die Streckenmarkierungen entfernt oder umgehängt- extreme Hektik unter den Biker-Krisenmanagement war gefragt- Neustart und mit Vollgas weiter in die steilen Anstiege und tollen Waldtrails- fühle mich super wohl, kann mich an einer Gruppe anhängen.

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Dann sehe ich endlich Beatus mit der 561, den momentan führenden der M3 vor mir (weiss ich von Pia bei der letzten Verpflegung), will sofort durchziehen, was meine Gruppe aber nicht so toll findet- „ zuerst Wind lutschen, dann attackieren- was soll das??“ Nehme raus und erkläre meine Lage- aber Beatus hat technische Probleme, kann die dicken Gänge für die Fläche nicht mehr schalten, schon muss er abreissen lassen. Leider muss auch ich noch vor Furtwangen und der Fläche ins Ziel meine Gruppe an einem steilen Anstieg ziehen lassen, doch auf einen Zug von hinten will ich nicht warten und ziehe die letzten 35km alleine in EZF Manier durch.

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Im Ziel in 05:05:46,8 M3 Rang 1 und wieder 5 Min. auf den Leader wettgemacht. Noch fehlen 3 Minuten aber die Zuversicht ist definitiv zurück  🙂

4.Etappe Donaueschingen -> Murg (10 Uhr) 115 km / 2.200 hm

Die längste Etappe mit Wellblech Profil und 6km neutralisiertem Start bei bestem Sommerwetter erwartet uns. Pia und Andrea gehen heute in Bad Säckingen shoppen, wir müssen unser selber helfen 😉 erneut aus Block B sofort nach vorne und bei Startfreigabe kämpfe ich mit brutalem Aufwand und Zwischensprints um den Anschluss und Windschatten an der Spitzengruppe- gerade noch hingekommen- verstecke mich ganz hinten im Pulk, dann machen diese bei Km30 einfach so eine Pinkelpause- mich killt‘s fast- unglaublich- der ganze Aufwand umsonst ? ich rollte frustriert weiter bis der Elite-Express wieder anbraust, welchen ich dann aber in den nächsten Wellblech Anstiegen doch ziehen lassen muss. Gut kann ich mich schon bald an einer dreier Gruppe festbeissen und auf Anschlag die kurzen aber teils sehr steilen Anstiege hochwuchten- auch heute wieder heizen wir durch absolut geniale technische Waldtrails und Highspeed Abfahrten, wo ich mein Glück teils sehr arg strapazieren muss um nicht auf Grund der Müdigkeit und  Konzentrationsmangel in die Büsche abzufliegen. Die Gruppe hilft mir an den Aufstiegen, was ich in der Fläche als Zugpferd mit langen Ablösungen kompensiere. Ziemlich kaputt in die letzten zwei Anstiege vor dem Ziel und rein in 04:35:18,2 / M3 Rang 1 und das Leader Trikot ist mit 2 Min. Vorsprung wieder mein- Yes

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An der abendlichen Siegerehrung darf ich mir also endlich wieder das Leader Trikot überstreifen lassen- obwohl so in Grösse S nicht gerade sehr passend..

5.Etappe Murg -> Feldberg (10 Uhr) 60 km / 2.200 hm

Kaum zu glauben, aber heute ist Final Tag. Erneut eine harte Etappe mit steilen Anstiegen, was mir als eher schwerer Fahrer nicht sehr entgegen kommt. Nochmals darf ich nach dem namentlichem Aufrufen durch den Speaker mit allen Leader hinten im Block A einstehen, aber nicht im Gr.S Leader Trikot.. Natürlich bist du müde, aber nun lass ich mir die Butter nicht mehr vom Brot nehmen- kein taktieren, ich werde sicher nicht Reinhard, dem M3 zweiten, hinterherfahren und kontrollieren- Angriff ist die beste Verteidigung- direkt nach dem Startschuss voll Kanne ganz nach vorne zur Elite spurten und gerade noch so erwische ich den Anschluss um dann mit heftigen EB Intervallen bis Km10 in wirklich nur leichten Steigungen den Anschluss zu halten- dann aber muss ich abreisen lassen- brutal wie die vorne abgehen. An jeder Verpflegungsposten wartet Pia, motiviert und reicht ein Bidon. Bin nur nach vorne fokussiert, schaue wirklich nie zurück, hänge mich den Herren Fahrer an die von hinten aufrücken

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– fahre keine einzige Ablösung. Ab Km 40 wird’s richtig hart mit steilen Wurzeltrails und Forststrassen- zahle nun für den Start Effort, kann die dicken Gänge nicht mehr drücken,

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der Saft geht langsam aber sicher aus, doch auch meine direkten Verfolger Reinhard, Beatus und Günter werden beissen müssen- niemandem wird etwas geschenkt. Noch 3km, ich sehe den Feldberg und die kurze aber huerä steili Skibrücke über die Strasse- wären da nicht die vielen Zuschauer die uns anfeuern, ich hätte den Göppel hochgestossen- so aber werden nochmals die aller letzten Reserven freigemacht, die Rampe hochgewuchtet und über die steile Wiese rein ins Ziel in 03:01:49,9 / M3 Rang 1 und Gesamtsieg M3

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Geschafft-wortwörtlich-aber total happy

Was für eine gewaltige Erlösung- wie anfangs schon geschrieben, ich habe dieses Etappenrennen total unterschätzt. Hätte wohl das Verhältnis von Kilometer zu Höhenmetern besser anschauen sollen- und typisch Schwarzwald, kurze aber steile Rampen und Highspeed Schotterabfahrten- ABER die vielen herrlichen Trails hätte ich so nie erwartet. Ich dachte in Deutschland gelte die 2m Regel- super ist das bei VAUDE Trans Schwarzwald nicht der Fall (ca. 300 Bewilligungen sind pro Etappe notwendig um solche Trails fahren zu dürfen!!) ein enormer Aufwand um uns Bikern eine solch abwechslungsreiche Strecke bieten zu können.

Wahrlich mein bis dato härtestes Etappenrennen- jeden Tag volle Kanne um den Kategoriensieg gegen starke Konkurrenten holen zu können.

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Eine tolle und fast perfekt organisierte Veranstaltung, landschaftlich und Bike-technisch eine Wucht- ein grosses Dankeschön.

Das ich 2017 mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder mit dabei sein werde liegt somit also nicht nur am gewonnenen Startplatz 😉 dann aber definitiv nur mit einem Fully- die vielen Schläge über Wurzeln und Wiesen sind zu anstrengend-ist es doch das Alter?

Ein grosses herzliches Dankeschön aber auch an unsere Frauen für die wertvolle Unterstützung.

Dani

Der Fernsehsender „Sport 1“ berichtet erneut umfangreich und produziert eine halbstündige Reportage und Dokumentation über die VAUDE Trans Schwarzwald 2016 mit der Erstausstrahlung am Samstag, 27. August 2016 von 11.00 bis 11.30 Uhr sowie einer Wiederholungssendung eine Woche darauf am Samstag, 3. September 2016 von 21.00 bis 21.30 Uhr.

Steilpass zu Hans-Urs 🙂

VAUDE Trans Schwarzwald 10-14.August 2016

Kantonal- Bernisches Einzelzeitfahren Bleienbach 01.08.2016

19.2km 140Hm

Genau zum Ende unserer Sommerferien hin steht wiederum das schöne Zeitfahren beim Flughafen Bleienbach an. Die letzte Zeit zwar vorwiegend auf den Oberengadiner Bike Trails verbracht um mich für unseren Abstecher in die Bike Szene (Vaude Trans-Schwarzwald ) im speziellen technisch fit zu machen, aber die Aeroposition passt ja mittlerweile ziemlich gut, sodass die Umstellung kein Problem darstellen wird.

Leider werde ich die 66er 2016 alleine vertreten, denn auch Hans-Urs will sich Bike technisch für die VAUDE noch den letzten Schliff holen und rockt die Brunni-Trails.

Über 100 Fahrer/innen sind angemeldet, entsprechend sind die Kategorien gut gefüllt. Als letztjähriger Hobby/Fun 2 Gewinner starte ich um 11.01 Uhr als letzter unserer Kategorie. Diesmal kann ich wieder wie gewohnt gut einfahren- die Beine sollten also schon von Beginn weg offen sein. Dies wird auch nötig sein, denn mit Paul steht ein starker Konkurrent am Start.

Entsprechend motiviert starte ich mit der Nr.51 aus den Händen des Starthelfers in den Gegenwind. Die Position passt wie gemacht, die Beine fühlen sich prächtig an und bringen den gewünschten Druck und Kadenz auf die Pedale. Nach nunmehr der dritten Teilnahme ist mir die Strecke noch bestens in Erinnerung, muss mich also nicht unbedingt auf die teils gedanklich abwesenden oder Handy-spielenden Streckenposten verlassen… Nur bei den zwei heiklen Highspeed Kurven in und weg von der Hauptstrasse achte ich genau auf die Posten, ob Sie auch wirklich den Verkehr anhalten (leider ist genau da, wie so auch immer, ein Hobby 3 Fahrer frontal in ein Auto gekracht- nun im Spital mit diversen Brüchen)

Highspeed Corner
Highspeed Corner

Wie immer an TT-Race’s rast die Zeit nur so dahin, du bist im Tunnel-nur mit dir beschäftigt- Position-Druck-Kadenz-Strasse-Wind – und da ist schon die Abzweigung zum letzten leicht ansteigenden Zieleinlauf über 2.6km auf herrlich gewundener Strasse. Hier will ich nochmals klar über der Schwelle drücken, was meine Beine auch perfekt hergeben- den eine Minute vor mir gestarteten schnappe ich noch- dann voll abgebrannt über die Ziellinie.

Auf dem Weg zurück zum Flugplatz ausfahren, schnell duschen, Zeit Chip und Nummer abgeben. Kaum da wird schon meine Name ausgerufen- Siegerehrung- meine Beine haben mich nicht getäuscht- Hobby/Fun 2 Rang 1 in 25.54 Min. Ø 43.5km/h / Overall Rang 5 🙂 und äs Blüemli für Pia

Nun wird die Zeitfahrmaschine für eine Weile weggestellt. Ich freue mich total auf das Bike Etappen Rennen im Schwarzwald, wo die 66er als Einzelkämpfer, mit Unterstützung unserer Frauen, durch die Wälder heizen werden- hoffentlich macht das Wetter mit!

Dani

Kantonal- Bernisches Einzelzeitfahren Bleienbach 01.08.2016