TdS Challenge Frauenfeld 09.06.2018

18.3km mit 170Hm als letzter Test vor der Zeitfahr SM in Schneisigen. Früh am Morgen vor meinem Start um 10.19.15 fahre ich mit Michi bei schwül heissem Wetter die Strecke ab und verinnerliche mir so gut als möglich alle Details. Eine wirklich tolle Überland-Strecke mit allen Facetten – coupiert, eine schnelle Abfahrt und zum Schluss mehrere technische Kurven.

im 15″ Takt lassen sie uns von der offiziellen TdS Startrampe los preschen- irgendwo unter 30 Min. max. Dauerleistung ist nun gefragt- und es läuft hammermässig-super Beine-super Rhythmus, nur die Hangabtriebskraft mit meinen gut 80kg Lebendgewicht kann ich auch heute nicht überlisten, leiden und massiv über der Schwelle drücken – lasse es halt in der Abfahrt entsprechend krachen und mit Schwung in die Flächen raus.

Auf den letzten 4km durch die technischen Kurven, gut rausbeschleunigen, all out auf die lange Zielgerade und in sehr guten 25.01 im Ziel. Master 3 Rang 1 / Overall Rang 8

Ein gelungener Formtest 🙂

Cool and Clean

Ride on

Dani

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TdS Challenge Frauenfeld 09.06.2018

Highway to Sky 26.05.2018

Bergrennen Innertkirchen-Susten 23km/1260Hm

leider auch 2018 auf Grund des vielen Schnees und Lawinengefahr nicht bis zur Passhöhe, sondern nur bis zur Himmelrank Kurve oberhalb des Steingletscher.

Aber top Wetter und wirklich gute Beine- was braucht’s mehr  🙂

Ride on

Himmelrank
Highway to Sky 26.05.2018

EZF Gürbetal 22.04.2018

Die Saison 2018 ist wiederum im Gantrischgebiet beim anspruchsvollen EZF Gürbetal mit 26.4km / 324Hm eröffnet worden.

Lange ist es her-das nervös flaue Gefühl im Magen vor dem Start, die Abläufe und Vorbereitungen bis zur Startrampe- habe es vermisst. Der Winter verlief sehr gut, keine gesundheitlichen Probleme aber leider extrem wenig Straßen Kilometer auf Grund der komplizierten Wetterverhältnisse, der Indoor-Ergo musste reichen 😦

Nun geht’s also wieder los-Einfahren und Streckenbesichtigung mit MCTaxi Dani und um 11.40 Uhr mit dem ersten Count-Down der Saison wird die Form getestet- und ja, ganz schlecht lief es nicht- die tiefe Aeroposition ist zwar auch 2018 und 1 Jahr älter nicht komfortabler geworden und die Kraftentfaltung ist definitiv nicht vergleichbar mit dem Rennrad.Gürbe2018

So war auch das Gefühl von Beginn weg nicht sehr berauschend, eher schlecht, denn wirklich konstant konnte ich Kadenz und Druck über die drei Runden nicht halten, aber der Wille zu beissen war da, auch wenn’s brutal weh tat- gut so- und das Resultat schlussendlich besser als das Gefühl es vermuten liess- sehr motivierend 🙂

 Zeit 0:38:08,4 12:42,4 12:50,3 12:35,6 +0:33,7

Somit ist der Start in eine ereignisreiche und spannende Saison mit den Highlights Master SM Zeitfahren, der Bike Transalp mit Hansjürg und die Time Trail Master WM in Varese geglückt- ride on

No shortcuts-Cool and Clean

Dani

EZF Gürbetal 22.04.2018

Squadra Trainingslager auf Mallorca 02.03.-09.03.2018

Vom Winter in den Frühling und wieder zurück.

Leider konnte die mit MCTaxi Dani verstärkte Squadra nicht komplett reisen (Hans-Urs musste geschäftlich umdisponieren). Nichtsdestotrotz hat uns Roger wiederum auf neuen Routen durch die Insel geführt. Harte Einheiten am Berg, Windstaffeln und mit äusserst nahrhaften Finale- alles war dabei- und ja, auch ungewöhnlich viele Pannen forderten das technische Geschick 😉

In jeder Beziehung eine tolle Woche- kameradschaftlich, physisch fordernd und höchst motivierend- Danke

Die Grundlage für eine spannende Saison ist gelegt

Ride on

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Squadra Trainingslager auf Mallorca 02.03.-09.03.2018

King of the Lake am Attersee 30.09.2017

47.5km / 300Hm

Seit Albi ist schon wieder viel Zeit ins Land gegangen- extrem wie die Zeit rast. Die Sommerferien waren voll auf Erholung ausgerichtet- lockere Bike Touren und Wandern mit Pia liessen meine Batterien sich wieder voll aufladen. Danach konnten die letzten drei Wochen vor dem Highlight am Attersee nochmals zielgerichtet genutzt werden um an der Spät Form zu feilen. Mit meiner erstmaligen Teilnahme am Paar-und Einzelzeitfahren in Fulenbach vor einer Woche verlief der letzte Test absolut perfekt- klare Bestzeit mit Michi als Team und zwei Stunden später auch im EZF der Kategorie.

Entsprechend zuversichtlich, gesund und motiviert gings also am Freitag in den ganz frühen Morgenstunden nach Seewalchen ins Hotel Attersee im Salzkammergut. Mit dabei auch Pia und Hans-Urs, der sein Speedbike für diesen top Anlass aus dem Winterschlaf geholt hat..

Nach ruhiger Nachtfahrt geht’s wie gewohnt direkt ans Frühstück Buffet, Queck- in, ein kurzer Power Nap und nach dem Mittag bei herrlichem Herbstwetter auf die See Umrundung. Mit dabei auch MC Taxi Dani, der auch im gleichen Hotel einquartiert ist. Pia als unsere 66er Hof-Fotografin auf dem E-Bike macht wieder super Shots-DankeReko

Reko-Pia

Renntag Samstag 30.09.17

Mit der Startnummer 638 werde ich um 14.55.15 Uhr auf die Strecke gehen. Viel Zeit um gemütlich zu Frühstücken und noch eine halbe Stunde auf die Strecke zu gehen um die Beine schon mal anzuheizen. Auffällig ist der starke böige Wind aus allen Richtungen, die erwartete Kaltfront meldet sich an- wird wohl eine harte See-Umrundung werden.

Gemäss Startliste sind starke Fahrer gemeldet-egal- heuer will ich den König stürzen, die Form passt und der Wind wird das Rennen noch härter machen.

Im 15“ Takt werden wir auf die Strecke geschickt, unglaublich viele Zuschauer im Start-Ziel Bereich- nochmals tief durchatmen und ab geht die Post- habe nun eine gute Stunde Zeit meinen Körper bis in die tiefsten Tiefen zu spüren… die Beine drehen, die Position passt und der Druck ist daRuhig atmen- dann bist du im Flow, wie in Trance- knallst dem See entlang durch Weyregg , Steinbach und Weissenbach- der Wind kommt von allen Seiten, erwartet habe ich Rückenwind.. bis jetzt bin ich nicht überholt worden, das soll auch nach der Umfahrung Unterach auf der anderen Seeseite, richtig wellig und mit dem erwarteten Gegenwind, nicht anders sein. Bemerke das eine oder andere Opfer der eigenen Pacing Strategie am Strassenrand stehend- die Körner schon im ersten Streckenteil verschossen- ja, gute Frage; wo ist dein Limit ?? Für mich gilt „Pain is only temporary“ ich habe ein Ziel, der alte König muss vom Thron runter-es läuft noch immer gut, Windböen verlangen Konzentration, drücke jede Welle auf dem neumontierten 54er Blatt hoch- mit Vollgas hin zur kurzen 13% Rampe, runter aufs 39er Blatt und all out voll in der Säure rüber wuchten, oben sofort zurück in die Aeroposition auf die letzten schnellen 4km, kurvig und kurz vor dem Ziel nochmals schmerzend ansteigend. Vorbei am Hotel Attersee, die allerletzten Reserven freimachen, mit Highspeed runter zur Brücke, sauber um die enge Kurve und ins Ziel in 1.04.26 Std / Ø 44km/h

Nach Luft schnappen, das versabberte Visier weg- ist der ganze Spuk nun echt schon vorbei? Unglaublich

Pia kommt in den Zielbereich (Sie war auf der Strecke und schoss Fotos) super „ du bisch aktuell zweitä hinder ämänä dütschä“- Dammi shit wieder nicht gereicht, aber mehr ging beim besten Willen nicht- der Thron muss leider warten 😦

Nach der Einfahrt von Hans-Urs und Dani zurück ins Hotel, duschen und ab zum Apéro, haben wir uns alle redlich verdient. Noch schnell ein Blick auf die Homepage unsere Platzierungen und den Zeitplan für die Siegerehrungen checken- und da mache ich aber ganz grosse Augen- EZF U60 auf Platz 1 der 66er / Overall Rang 17.. wir haben im Ziel die Overall Platzierung auf der Resultattafel gesehen, nicht die Kategorie – Hammer- der König ist tot, es lebe der König- huerä geil, ich darf endlich auf den Thron steigen 🙂

der König ist tot- es lebe der König

Nun aber ist mein Pulver verschossen, fühle mich leer und so endet mit diesem top Highlight auch meine extrem spannende und wiederum sehr lehrreiche Saison 2017 – danke für alles.

Ich freue mich schon wieder auf 2018, wo bereits wieder das eine oder andere Highlight auf dem Programm steht.

Dani

Rückblick des Veranstalters:

Zum bereits 7. Mal lud der Radsportverein Atterbiker.at am 30. September zum europaweit einzigartigen Einzel- und Mannschaftszeitfahren rund um den Attersee ein. Auch 2017 kämpften wieder 1.200 Rennradfahrer, darunter Profis wie Georg Preidler und Race-Across-America-Gewinner Christoph Strasser, aber vor allem auch die österreichische Bundesliga, unter perfekten Rennbedingungen um die „Krone“ am Attersee. Dank der für den Verkehr komplett gesperrten Straße konnten sich selbst Amateure einmal wie richtige Profis fühlen.

Nachtrag: die Atterbiker reden nicht nur, Sie setzen um ! Insgesamt wurden durch die NADA sieben Fahrer/innen zur Dopingkontrolle gebeten ! Ein Beispiel für viele andere Veranstalter- Danke für Eure Bemühungen für ehrlichen und sauberen Sport

 

Hans-Urs:

Es ist genauso. Mein T-T-Racer habe ich tatsächlich aus dem „Winterschlaf“ oder besser aus dem „Jahresschlaf“ geholt. Seit dem letzten „King of the Lake 2016“ zierte das Velo nur mein Velokeller, aber ich habe immer noch Freude an diesem schönen Teil. Leider ist der BMC-Hobel für eine gemütliche Runde weniger geeignet und daher muss er unter dem Jahr eben immer ein bisschen hinten anstehen.

Sei‘s drum, in aller Herrgottsfrühe geht’s am Freitagmorgen in Richtung Austria los. Wir wollen alle möglichen Stau’s umfahren und so kommen wir problemlos in Seewalchen am Attersee an und sitzen schon kurz nach acht Uhr bei einem herzhaften Frühstück und stärken uns für den Tag.

Nach einer kurzen Erholungspause geht es los mit der Rekofahrt. Schon hier merke ich, dass meine Yogastunden bei Tanja sehr gut investiert sind, meine Unterarme schlafen nicht ein oder zeigen Krampferscheinungen – im letzten Jahr war dies noch ganz anders. Auch spüre ich schnell, in welchen Wattbereich ich mich bewegen muss, damit ich mein „kraftlos-leere- Beine-Fiasko“ vom letzten Jahr umgehen kann. Die Wattwerte sind beschämend tief, aber was soll’s. Das Wichtigste ist doch trotzdem Freude haben und die 48 km Runde um den Attersee-See geniessen.

Am Samstag dann das eigentliche Rennen. Ich fahre die mir vorgenommenen Watt, aber natürlich schmerzen die Beine gegen Ende des Rennens trotzdem ganz heftig. Das darf und soll es aber auch sein. Es gelingt mir sogar ein paar Fahrer zu überholen – ein gutes Gefühl! Der Gegenwind auf dem Rückweg macht mir dann doch gehörig zu schaffen. Aber die Aeroposition muss ich nur 2 – 3 Mal bei den Anstiegen verlassen und im Wiegetritt die kurzen Anstiege „heraufwuchten“, ansonsten gelingt es mir immer schön „unten“ zu bleiben, das freut mich wirklich ausserordentlich. Im letzten Jahr musste ich doch noch wegen Krampfgefühlen rund ein Drittel der Strecke die Aeroposition verlassen!

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Mit einer Zeit von 1:18 Std. bin ich als 370 von 543 gestarteten Fahrer im hinteren Drittel platziert, aber in Anbetracht meiner äusserst minimalen Vorbereitung nicht so schlecht. Mehr „Punch“ geben die Beine momentan einfach nicht her, daher kann ich mit der Schlussrangierung sehr gut leben…

Die sixty-sixers haben den King in ihrer Reihe! Und so fühle ich mich jetzt halt als kleiner Kronprinz.

Die beeindruckende Leistung von Daniel wunderbar geplant, zielstrebig trainiert und genial umgesetzt – darum jetzt einfach…

—> Es lebe der „King of the Lake‘17“ aus Ennetbürgen!!!!!!!

Ich bin unheimlich stolz auf dich, wie du das geschafft hast!

Es war eine wirklich super-hammerhaften Veranstaltung und deren Inszenierung – also diese Krönungszeremonie ist einmalig – Wir kommen sicher wieder im 2018!

 

King of the Lake am Attersee 30.09.2017

Master UCI Time Trial World Championship Albi 24.08.2017

PosterMein ganz grosses Saison Highlight, worauf ich gut und hart trainiert habe steht an und ich muss froh sein überhaupt an den Start gehen zu können- was ist passiert. Am Montag vor dem Rothaus Bike Giro treten auf der abendlichen Trainingsrunde plötzlich Bauchschmerzen auf, welche auch den ganzen Dienstag anhalten und mich nach Feierabend sogleich total schlapp ins Bett zwingen. Am Mittwochnachmittag trotz allem die Fahrt nach Rothausen-den weiterem Verlauf hat Hans-Urs in seinem Bericht bestens beschrieben.

Der Rothaus Bike Giro ist Geschichte, nun bleiben knappe 1 ½ Wochen bis zur Master TT WM in Albi und ein Arztbesuch ist unausweichlich- ich kann kaum Essen und wenn, will nichts mehr raus. So sind ganze 2.5kg Körpergewicht runter, somit auch Rennsubstanz, ich fühle mich Sch*****. Medis sollen helfen- auf die Frage ob diese auf der Dopingliste sind kann mir der Arzt nichts sagen- also Heim und unter Antidoping Schweiz eine Medi-Abfrage starten- leider ist das Medikament nicht erfasst- mit einer Email kann aber nachgefragt werden. Währenddessen werde ich aber auf der NADA Austria fündig; das Medikament ist keine Dopingsubstanz! Am nächsten Morgen kommt auch die Antwort vom Chef-Doping Schweiz Hr.Kamber selber und bestätigt die Unbedenklichkeit- Danke, das wäre nun geklärt. Zusätzliche Basenbäder sollen den total übersäuerten Körper reinigen- ich lasse bis zur Freitagnachtfahrt nichts unversucht, inkl. leichten Trainingsfahrten, um wieder auf Vordermann zu kommen. Die lange Nachtfahrt nach Albi Frankreich geht mehr schlecht als recht, aber nach knappen 11Std. mit Pausen erreichen wir den Camping Albirondack, wo wir für eine Woche in einem Holz Bungalow einquartiert sind. Da treffen nun nach und nach auch unsere Schweizer Kollegen und WM-Teilnehmer des Zeitfahrens und Strassenrennen ein.

Sonntagmorgen geht’s mit Pia auf City und E-Bike auf eine lockere Reko-Runde der TT Strecke- dank Download auf Garmin kein Problem- erster Eindruck; ganz mieser Asphalt, wellig, konditionell und speziell fahrtechnisch sehr anforderungsreich. Zurück im Bungalow geht Pia nach Albi shoppen, ich aber packe die Zeitfahrmaschine und gehe nochmals auf die Strecke und versuche so viel wie möglich zu verinnerlichen. Am Abend sitzen wir mit Felix, Ella und Manfred zum Nachtessen zusammen (wie danach fast jeden Abend) eine tolle Kollegenrunde.

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Ella, Felix, Manfred und Jungs (Pia wie meistens am Fotoapparat 🙂

Mein Appetit ist zurück und lässt mit etwas zuversichtlicher werden bis Donnerstag annähernd fit zu sein. Anscheinend haben auch die Moskitos Appetit und attackieren mich bei jeder Gelegenheit.

Montagmorgen noch vor dem Frühstück geht’s wieder auf die TT Reko Runde- ganz sachte fahre ich alle Belastungsbereiche an, aber die Beine und Gesäss wollen überhaupt nicht, sind wie verklebt, blockiert- frustrierend, wenn ich bedenke wie gut ich bis vor dem Bike Giro drauf war- Zwischenstopp bei einer Boulangerie und leckeres frisches Brot fürs Frühstück zu holen. Am Nachmittag machen wir eine gemütliche Ausfahrt ins Vallée du Tarn,

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Le Tour a Vélo – Vallée du Tarn

landschaftlich wunderbar- nur die Hitze von über 30°C macht etwas zu schaffen und es soll bis Donnerstag noch viel heisser werden..

Dienstag und Mittwochmorgenfrüh, auch um der Hitze zu entfliehen, fahre ich erneut die TT Strecke ab- mittlerweile kenne ich fast jedes Schlagloch, Kreisel Ein-Ausfahrten und die extrem heikle, stark abfallende 90° rechts Kurve, welche die Schlüsselstelle ist- hier kannst du alles verlieren. Pia’s Trigger Massagen haben Blockaden lösen können, kann erstmals wieder, wenn auch nur kurz, die hohen Wattbereiche drücken- die Zuversicht ist schon merklich grösser. Am Mittwochnachmittag fahren wir zur Expo an der Albi Circuit Rennstrecke um die Startnummer abzuholen und mein Bike von der UCI kontrollieren zu lassen­- mein Bike passt in die Lehre,

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auf den Millimeter genau..

aber Felix muss seinen Sattel oder Extension ganze 3cm zurück schieben- was haben die Funktionäre an der SM in Lüterkofen wohl gemessen?? Nun ist es fix, morgen Donnerstagnachmittag um 14.02.30 Uhr, mit der Nummer 476 und bei erwarteten 36°C geht’s in der Kategorie 50-54 ins Master Time Trail WM Abenteuer.

Donnerstagmorgen früh Tagwache, es ist viel zu heiss im Bett, Pia ist schon länger wach. Felix und Manfred sind schon in Aufbruchsstimmung- sie starten bereits am Vormittag. Plötzlich muss es Felix wohl gröber eingefahren sein­- er trällert lauthals den Schweizer Fahnenmarsch, eine üble sich stetig monoton wiederholende Melodie, die jeder Schweizer Wehrpflichtige kennt – verwundert blicke ich zu Ihrem Bungalow und da haut‘s mich fast aus den Socken- da stehen doch tatsächlich unsere Söhne Ramon und Fabio ganz in Rot gekleidet, mit Schweizer-und Nidwaldner Fahne bestück- ich bin sprachlos, kann es nicht glauben aber es ist so- die zwei sind in der Nacht den weiten Weg hierher gefahren um mich an der WM zu unterstützen- ich bin zutiefst berührt-was für eine totale Überraschung und Motivation.

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Ramon und Fabio-was für eine emotionale Überraschung

Gemeinsam frühstücken, dann starte ich wie gewohnt meine Rennvorbereitungen. Die Collès auf 7.5bar pumpen, mehr bringt bei dieser holprigen Strecke nichts. Ich werde gegen 12.00 Uhr mit dem Auto zum Start fahren und mich in der reservierten Schweizer Box einrichten-

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The Swissbox

Pia und Jungs folgen mit den Bikes. Um mich auf der Rolle einzufahren ist es mir eindeutig zu heiss- gehe stattdessen nur kurz auf Nebenstrassen meinen Organismus hochfahren- zurück zur Box, Gel rein und trinken- 20 Min. vor dem Start in die Kontrollzone um nochmals das Bike kontrollieren zu lassen- und ja, auch auf Tech-Doping wird kontrolliert- Trettlagerbereich und die Räder werden mit einem Tablet abgefahren und gescannt (anscheinend haben Sie letztes Jahr in St.Johann i.Tirol einen bereits überführten Chemisch-Doper nun auch noch mit Elekro-Doping erwischt) – was für kranke Typen!

Helm auf und rauf auf die Startrampe, nochmals tief durchatmen- äs chund wiäs chund-

Countdown

Countdown und ab auf die ersten Meter auf der Rennstrecke, dann raus auf die Strecke zur ersten Verzweigung mit ganz miesem Asphalt- rechts weg- Trittfrequenz im Soll, Puls ok, Beine wirklich gut aber die Leistung geht nur bis 90% meiner Schwellenleistung, es geht einfach nicht mehr- so what- weiter drücken und halten was nur irgendwie geht- dann ein total unerwarteter Motivationsschub- mitten auf der Strasse eine rote Bodenmarkierung“ Go Dani 66 und Schweizerkreuz“ unsere Jungs haben noch in der Nacht die Strecke abgefahren und die Markierungen angebracht- einfach Hammer Jungs!

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Motivationsschub im richtigen Moment

Bei km 8.8 links weg in den mit 5% moderaten 1km Anstieg- auch hier ist mir nicht möglich die volle Leistung abzurufen, aber unsere Jungs stehen da und feuern mich lautstark an- oben links weg auf 2km stetig leichtes auf und ab- links weg in die rasend schnelle Abfahrt voll in der Aeroposition, aufrichten, anbremsen und scharf links weg hin zur Schlüsselstelle bei km15- drei gelbe Pfeile zeigen den scharfen Richtungswechsel an- mit knapp 50km/h drauf los, anbremsen und von ganz aussen anfahren, dann gnadenlos reinstechen- nur knapp treibt`s mich nicht in die Wiese- Kopf runter und all out weiter- und wieder eine rote Motivationsmarkierung am Boden “Go Dani“ – ja ich gebe alles-

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last push

bei km 18 rechts weg im Gegenverkehr zurück zum Circuit- noch ein 180° Kreisel sauber anfahren und mit Schwung rum- noch 3km, scharf rechts rein zurück auf die Rennstrecke und die letzten finalen 2km auf dem glühenden Asphalt mit allem was noch geht und völlig leer ins Ziel in 31.54

Leicht ausfahren, duschen und abwarten zu was die heutige Leistung reicht. Technisch bin ich die Schlüsselpassagen sauber aber nicht mit allerletztem Risiko gefahren- Leistungsmässig fehlten im Ø 30 Watt zur Normalleistung- eine Welt, aber es wäre wirklich ein Wunder gewesen, nach alle den gesundheitlichen Problemen 100% abrufen zu können- da hätte es wohl die ärztliche Behandlung eines Profis benötigt. Felix und Pia warten bei der Rennleitung auf die Rangliste- dann ist es amtlich- es hat zum undankbaren 4.Rang gereicht, mit nicht sehr grossen Abständen bis vorne zum neuen Weltmeister.Rangliste

happy or not? Ja und nein- trotz allem so verdammt nahe dran zu sein, das tut im Moment schon huerä weh, aber immer noch besser als ein DNS oder DNF auf der Resultatliste.

Und bevor ich es vergesse, auch Dopingkontrollen wurden angekündigt-jeder Athlet müsse sich in Eigenverantwortung vor dem Doping Büro auf einer Liste vergewissern ob er zur Kontrolle muss oder nicht- einmal mehr eine Farce, zwei Pensionäre im Orga T-Shirt hielten eine Startliste in der Hand, ich schrieb meine Nummer 476 auf einen Fresszettel und Sie suchten verzweifelt die ganze Liste durch- und da war keine einzige Startnummer markiert…

Ein grosses herzliches Danke an Pia und Jungs für Eure super geniale Unterstützung, dies hat viel mehr ermöglicht als zu erwarten war.

Nun sind zwei Wochen totale Erholung im Oberengadin angesagt- die Batterien mit Pia auf lockeren Bike Ausfahrten aufladen, um nochmals mit 100% Power Ende September den King of the Lake zu rocken.

Und eines ist auch klar, mein Ziel für 2018 ist die UCI Master WM in Varese IT- eine Rechnung ist zu begleichen

Dani

Ps; Freitagmorgen bin ich mit dem Citybike nochmals die TT Strecke abgefahren um die Bodenmarkierungen unserer Jungs zu fotografieren und Emotional abzuschliessen. Bei der Schlüsselstelle sah ich dann ein unglaubliches Pneu-Massaker- dutzende teils meterlange Bremsspuren, welche dann abrupt im Abhang/Botanik endeten- und somit für jene Fahrer auch die WM.

Master UCI Time Trial World Championship Albi 24.08.2017

ROTHAUS BIKE GIRO Hochschwarzwald vom 10. bis 13. August 2017

Daniel, wie sieht’s du denn aus?! Ein kreidebleicher Daniel holt mich am Mittwochnachmittag in Stans ab – ein Magen-Darm-Infekt hat ihn erwischt…

Nun den, gemeinsam mit Pia fahren in den Hochschwarzwald und stürzen uns ins Abenteuer vom ROTHAUS BIKE GIRO. Die Wetterprognosen sind super mies und Daniel ist angeschlagen, ob das ein Spass wird….

Das Rennen wird in diesem Jahr in einem neuen Modus durchgeführt. Statt ein Etappenrennen mit Ortswechsel wie in den Jahren zuvor, werden in diesem Jahr an zwei Standorten jeweils 2 Etappen ausgetragen. Also insgesamt vier Etappen, die erste Etappe als Prolog mit Einzelstart. Bezüglich der Logistik natürlich eine enorme Erleichterung für unsere interne Planung aber sicher auch extern für die Anlassorganisation. Für uns bedeutet das nur 2 Hotels finden und buchen.

Pia – du hast das wie immer ganz wunderbar gemacht – vielen Dank!

Mit Zauberhand hat sie das für uns perfekt gelöst – tolle Unterkünfte mit viel Charme und sehr gutem Essen gefunden und als Krönung – immer in Startnähe, was uns eine entsprechende «Anreise» zu den Startortenerspart…

In diesem Jahr wird keine Massenunterkunft mehr angeboten. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer müssen sich ihre Unterkünfte selber organisieren. Das Dörfchen Grafenhausen/Rothaus und auch der Feldberg können unmöglich alle 400 Teilnehmer beherbergen. Schade, wir befürchten, dass sich das Teilnehmerfeld so verzettelt und ob dies der Stimmung, respektive der Anwesenheit bei den Rangverkündigungen gut tun wird?!

Wir treffen am späteren Nachmittag in ROTHAUS (grösste Bierbrauerei im Schwarzwald) und dürfen im neu renovierten Gästehaus ausserhalb vom Werkareal unsere Zimmer beziehen – wunderschön, mit ganz viel Charme und daher wunderbar gemütlich!

Unsere Unterkunft im Gästehaus der Brauerei ROTHAUS

Die Wolken hängen am Nachmittag noch sehr tief, aber es regnet wenigstens nicht. Der Prolog will nun angefahren werden, die GPX-Daten auf der Homepage stimmen mit der ausgeschilderten Strecke so gar nicht überein. Scheiss drauf, wir fahren den Richtungspfeilen hinterher und fahren sehr gut damit. Der Prolog ist rund 18.5 km lang und führt über alle Belagsarten die man sich so vorstellen kann. Neben Asphalt und Kies gibt es auch Wiesen, Sumpf, Waldboden, Holzbretter, Rasen, Schotter, Sand und sogar Verbundsteine. Ein Wald-Trail gespickt mit fiesen Querwurzeln ist auch mit dabei, schon heute anspruchsvoll zu fahren und Morgen ist Dauerregen angesagt. Das wird eine Herausforderung!

Der erste Renntag, der Donnerstag bricht mit Dauerregen an, der Start für den Prolog ist erst am späteren Nachmittag angesetzt. Das ist eine gute Idee, so können auch die Teilnehmer von weiter her erst im Laufe des Tages ohne Zeitstress anreisen und die Kosten für eine Übernachtung sparen.

Um die Mittagszeit klopft es an der Zimmertür, zwei nette Reinigungsfrauen wollen sich meinem Zimmer annehmen. «Nicht nötig», sage ich zu den Beiden. «Aber morgen werden Sie wegen dem Wetter nach unserer Abreise ganz viel zu tun haben». Die eine Frau fragt «Darf ich Sie was fragen?». Ja, sicher, meine Antwort. «Müssen Sie für sowas noch bezahlen…?!». «Ja, sicherlich» erwidere ich. Die Zwei schauen mich ganz ungläubig an und verstehen unsere «Bikewelt» ganz bestimmt nicht.

Aber jetzt im Detail…Die erste Etappe ist ein Einzelzeitfahren Rothaus 15.5 km – 310 hm. Wegen dem Dauerregen wird die Bergauflaufpassage im Wald gestrichen, ein ganz und gar vernünftiger Entscheid. Bei einem 20-Sekunden-Startziklus hätte es da unweigerlich unschöne Szenen gegeben. Ich fahre «Safty First». Ich hinke weit hinter meinem selber gesteckten Kilometersoll hinterher und darf ich mein (sehr bescheidenes) Pulver nicht schon verschiessen. Es heisst einteilen, ich will ja die 4 Tage geniessen. Für mich ist das Rennen eher eine organsierte 4-Tages-Biketour «all inklusive», aber ich bin total happy und geniesse den Regen-Schlamm-Dreck-Prolog.

Daniel probiert die Freilaufrolle aus…
Kurz vor dem Start….

Meine 46`er Zeit reicht für das hintere Mittelfeld und bin zufrieden. Daniel wird Zweiter seiner Kategorie, knapp hinter einem bis jetzt unbekannten CH-Biker. Gratulation meinerseits, sein Virus scheint besiegt….

Die abendliche Rangverkündigung ist eher ein «Trauerspiel», keine Anwesenden, ausser die Gewinner und deren Angehörige die auf einem Podestplatz stehen. Bis eine vollständiges Podest zu sehen ist, also Rang 1 bis 3, müssen die «alten Säcke» geehrt werden, vorher fehlt immer mindestens eine Person auf dem Siegerfoto. Schade! Aber dies wird sich erst am Schluss der Veranstaltung auf dem Feldberg bei der letzten Etappe ändern.

Die Master 3 – Herren

Zweite Etappe Rundkurs «Rothaus»: 65.4 km – 1450 hm
Kurzer, heftiger und abwechslungsreicher Rundkurs gespickt mit vielen Wald und Trailabschnitten. Natürlich sind die unvermeidlichen Strassen- und Schotterwegen im Schwarzwald nicht zu umgehen, aber alles in allem eine schöne Etappe im zeitweisen Graupelschauer, nicht allzu heftig zwar, der Dreck, die Nässe und der Schlamm spritzen mehrheitlich von unten.

Für Daniel ist vor der ersten Verpflegung der Ofen aus, nichts geht mehr, der Tank ist leer. Traurige Bilanz DNF = Don’t Finish → Frust pur. Zum Glück ist Pia vor Ort. Der Kampf mit Claudius Thommen um den Sieg in der Kategorie MEN MA3 wäre super spannend geworden – extrem schade für alle Beteiligten!

Ab jetzt ist Tee angesagt…:-(((

Dritte Etappe Rundkurs «Feldberg»: 76.6 km – 2430 hm
Die Königsetappe steht an. Und ich mache mich ohne Daniel auf den Weg. Es ist wahrlich eine königliche Strecke, sehr abwechslungsreich, extrem hoher Anteil an Trails (bergab und bergauf). Die Trailabfahrten sind nicht ohne, technisch auch für uns Schweizer anspruchsvoll, schnell, nass und glitschig – so sollte es immer sein.

Hans-Urs in Action

Vierte und letzte Etappe Rundkurs «Feldberg»: 54.6 km – 1660 hm
Mit müden Beinen geht zur letzten Etappe, die Wolken hängen sehr tief. Der Start erfolgt bei kühlen 10 Grad im dichten Nebel. Ob hier die Sonne eigentlich auch einmal scheint?

Das Warten auf den Startschuss im Nebel bei einer perfekten Herbststimmung…
Die Skirampe war definitiv (viel) zu steil für mich…
Bei den Wetter- und Bodenverhältnissen ist ein Hochdruckreiniger unabdingbar…

 

Wiederum abwechslungsreicher Rundkurs, nicht mehr ganz so toll wie gestern, aber das ist jammern auf hohen Niveau. Brutal schnelle Schotterabfahrt, irgendwie muss man ja vom Berg runter, zweimal über die verdammte, steile Rampe beim Skilift hochfahren und schon ist der ROTHAUS BIKE GIRO geschafft – es hat so viel Spass gemacht, trotz dem lausigen Wetter.

Randmässig bin ich im ganz hinteren Feld meiner Kategorie, der Ehrgeiz ist aber geweckt: Nächstes Jahr wird (hoffentlich) alles anders…

Alles in allem war es ein supertoller Anlass, obwohl die Stimmung bei den Rangverkündigungen aufgrund des neuen Konzepts der Unterkünfte stark gelitten hat.

Aber sonst beide Daumen hoch, die «sixty-sixers» kommen wieder. Daniel hat mit dem ROTHAUS BIKE GIRO noch eine Rechnung offen, diese wird im 2018 beglichen – Ich freue mich jetzt schon darauf!

Hans-Urs

PS. Die 4-Tages-Biketour hat mich bezüglich der Form weit nach vorne katapultiert. Die Dienstag-Abend-Fahrt mit dem Racer um den Sarnersee (mit Daniel im Windschatten, weil immer noch nicht «zwäg») habe ich in Rekordzeit absolviert – ein 33.5 km/h Durchschnitt ist doch ganz ordentlich!

 

 

ROTHAUS BIKE GIRO Hochschwarzwald vom 10. bis 13. August 2017